Island – 2. Tag Reykjavik – Reykholt

Der Wecker klingelte um 6:00 Uhr und ich bin mit Halsweh wach geworden, Mist. Frühstück gab es ab 7:30 Uhr. Es gab eine Auswahl an Wurst und Käse, Marmelade, Müsli, ein bisschen Obst und Kaffee, Tee und Saft.

Gegen 9:00 Uhr machten wir uns auf den Weg, ca. 130 km lagen vor uns. Zuerst ging es auf der Ringstraße Nr. 1 Richtung Norden. Wir fuhren durch den Tunnel unter dem Fjord Hvalfjordur zum Borgarfjordur-Gebiet. Die Tunneldurchfahrt kostete 1000 ISK. Weiter ging es in Richtung Borganes und wir tauchten gleich in die typisch isländische Landschaft ein.

In Borganes besuchten wir das Museum zur Besiedlungsgeschichte. Der Eintritt lag wieder so bei 20 Euro pro Person. Die Preise hier sind der Wahnsinn.

Anschliessend nahmen wir erst mal was zu Essen zu uns.

Weiter ging es dann Richtung Landesinnere, ins Wollzentrum Ullarselid. Der Plan war eigentlich, einen Island-Pulli zu kaufen. Da diese aber umgerechnet ca. 250 Euro gekostet haben, haben wir dieses Unterfangen dann aber doch sein lassen. Nebenan war noch das Landwirtschaftsmuseum, daran hatten wir aber kein Interesse. Wir schauten uns dann aber noch kurz die kleine Kirche im Ort an.

Der Weg führte uns dann nach Reykholt. In Reykholt befindet sich das Sagazentrum, eine Ausstellung über den Saga- und Edda-Verfasser Snorri Sturluson. Diese wurde aber nicht von uns besichtigt. Hier abseits der Ringstraße waren nicht mehr allzu viele Menschen unterwegs und ringsum Natur pur.

Wir tranken unterwegs einen Kaffee, der natürlich wieder 5 Euro kostete.

Ab hier ging es dann das erste Mal auf die Schotterpiste. Ziel war die Ziegenfarm Haafell. Hier bekamen wir für 500 ISK eine kurze Führung.

Es gab ein paar Hühner….

…und natürlich Ziegen.

Dieses Prachtexemplar war sogar Darsteller in Game of Thrones.

Und streicheln durften wir dann auch noch.

Im Anschluss wurde uns noch ein Kaffee oder Tee angeboten und wir durften selbstgemachte Marmelade und verschieden eingelegte Ziegenkäse verkosten und haben dann bei beidem auch noch zugeschlagen. Über die Preise reden wir lieber nicht. Nach einem sehr netten Plausch mit der Besitzerin und einem Eintrag im Gästebuch führte uns die Fahrt dann zur Heisswasserquelle Deildartunguhver, das größte Geothermalbad der Welt. Leider war dort gerade Baustelle. Das Wasser hat 100 Grad.

Auf unserem Weg hätten wir noch die Gelegenheit gehabt, die Lavahöhle Vidgelmir zu besichtigen, da aber auch dies ca. 50 Euro pro Person gekostet hätte, ist dieser Programmpunkt ausgefallen. Also machten wir uns auf den Weg zu unserer Unterkunft, dem Gästehaus Steindorstadir. Inzwischen warmes ca. 18 Uhr. Die Besitzerin übergab uns noch schnell die Schlüssel und machte sich dann auf den Weg nach Reykjavik. Und wie es scheint, haben wir das Zimmer mit der schönsten Aussicht bekommen.

Momentan waren wir die einzigen Gäste im Haus und genossen das erste Mal einen Hotpot. Das Wasser hatte 40 Grad und das Becken liegt windgeschützt, so dass dies wirklich eine angenehme Sache war.

Und es herrschte angenehme Stille, nur selten hörte man in der Ferne mal ein Auto vorbeifahren. Der Wind rauschte natürlich die ganze Zeit. Aber kein Fluglärm, keine Stadtgeräusche.

Danach gings ab unter die Dusche und dann haben wir in der Gemeinschaftsküche noch ein Süppchen und weitere Leckereien zu uns genommen und haben noch Tee gekocht.

Nach und nach trudelten andere Gäste ein, die aber alle nicht allzu freundlich waren.

Und dann ging auch langsam die Sonne unter und der Tag war schon wieder vorrüber.

Jetzt ist es 23 Uhr und das Bett ruft. Morgen stehen 380 km auf dem Programm.

Island – 1. Tag Reykjavik

Island stand schon länger auf meiner Bucket List und da ich dieses Jahr mal nicht so weit fliegen wollte, sind wir jetzt hier.

Vorher habe ich mich noch mit warmer Hose, neuer Softshelljacke, Icebreaker-Unterhemden und Trail-Running Schuhen eingedeckt.

Los ging es um 12:35 Uhr mit Wow-Air und nach gut 3,5 h sind wir in Keflavik angekommen. Wow Air ist ein Billiganbieter wie Ryanair, heißt, Verpflegung ist nicht inklusive und beim Gepäck muss man auch genau aufpassen, was man bucht. Wir durften ein Handgepäckstück und 20 kg Gepäck mitnehmen.

Zuerst haben wir unseren Mietwagen übernommen. Ein Kia Sorento 4×4 Automatik, wir wollen ja ins Hochland. Das Auto ist sogar mit Navi, Lenkradheizung, Sitzheizung und sonstigem Pipapo ausgestattet.

Zuerst steuerten wir dann den Bonus-Supermarkt mit dem Schweichen im Logo an. Wir hatten im Vorfeld mehrmals den Tipp bekommen, dass dies der billigste Supermarkt ist. Also haben wir hier Vorräte für den Trip eingekauft und waren auch ganz schnell ca. 12000 ISK los, fast 90 Euro. Na gut, die Vorräte reichen hoffentlich ein paar Tage.

Weiter ging es dann zu unserem Gästehaus Sunna in Reykjavik, direkt an der bekannten Kirche Hallgrimskirkja.

Die Zimmer sind einfach, aber zweckmäßig ausgestattet, mit Etagendusche und WC.

Nach dem Ausladen machten wir uns auch schon gleich auf den Weg in die Stadt, da es inzwischen schon 18:30 Uhr war.

Da sie ja direkt gegenüber liegt, stand natürlich zuerst die Hallgrimskirkja auf dem Programm.

Wir liefen eine Einkaufsstraße hinunter, kamen an einem Musikladen vorbei und mein Schatz deckte sich mit isländischer Musik für die nächste Radiosendung ein.

Und schon lief uns der erste Troll über den Weg 😂.

Auch wenn wir wussten, dass es wahrscheinlich teuer wird, entschlossen wir uns noch in die Mat Bar essen zu gehen. Und unsere Erwartungen wurden nicht enttäuscht. Ein Glas einfacher Hauswein 1200 ISK, ca. 10 Euro. Ansonsten gab es Tapas, pro Gang ähnliche Preise wie der Wein. Am ersten Abend kann man sich das mal leisten, die nächsten Tage wird wohl eher Selbstverpflegung auf dem Programm stehen. Aber es war trotzdem sehr lecker.

Dann haben wir noch nen schnellen Abstecher zum Wasser gemacht.

Danach ging es zurück Richtung Gästehaus.

Und wir fielen totmüde ins Bett.

Kambodscha – 25. Tag Takeo -Phnom Penh -Frankfurt

Heute war dann um 4:30 Uhr aufstehen angesagt. Ohje. Unser Taxi holte uns um 5:00 Uhr ab. Linda hat das mit dem Aufstehen doch nicht so geschafft, so wurden wir von ihren Eltern verabschiedet. 

Wir hatten dann eine Stunde Fahrt bis Phnom Penh, wo wir dann in den Berufsverkehr kamen, so dass wir fast noch eine Stunde bis zum Flughafen brauchten. Der Fahrer heute war relativ harmlos. Auf dem Weg dahin sahen wir dann, wie der Arbeitsweg für die Fabrikarbeiter in Kambodscha morgens aussieht. Wir überholten bestimmt 100 dieser LKWs. Ich glaube, ich stehe morgens lieber doch in meinem eigenen Auto im Stau nach Frankfurt.




Gegen 7:30 Uhr waren wir dann am Flughafen. Unser Flieger startete um 10:00 Uhr, also hatten wir noch viel Zeit. Einchecken konnten wir so früh auch noch nicht. Als dies dann aber irgendwann erledigt war, suchte ich nach dem Sicherheitscheck einen Laden namens Tonle, da es dort die gewebten Schals aus unserem Homestay zu kaufen gibt. Ich legte mir noch einen Schal zu und dann gingen wir erst mal zum Gate. Ich zog dann nochmal los und kaufte im Duty Free Shop noch zwei Dosen Kampot Pfeffer, einen roten und einen schwarzen. Einen Magnet für meine Pinnwand legte ich mir auch noch zu. 

Dann ging es um 10 Uhr los nach Bangkok, was wir nach ungefähr einer Stunde erreichten. Dann war umsteigen angesagt und weitere 11-12 h Flug nach Frankfurt folgten. 



Ich schaute mir unter anderem den Film „Bad Moms“ an. In Frankfurt kamen wir am 11.11. um 19:05 Uhr an. Nachdem wir das Gepäck hatten, holte uns Björns Vater netterweise am Flughafen ab und zuhause wurden wir dann gleich mit leckerer Kost empfangen. Endlich mal kein Reis 😉.

Wir hatten natürlich viel zu erzählen, aber die Müdigkeit übermannte uns aber doch schnell. Bis wir schließlich im Bett lagen, war es dann doch 3 Uhr Nacht in Kambodscha. War also ein langer Tag von 4:30 Uhr bis 3:00 Uhr.

Und so nahm unser Urlaub dann ein Ende. Schön war es, aber Asien war doch eine völlig andere Welt. Nach den 4 Wochen bin ich jetzt auch froh wieder zuhause zu sein. In einem solchen Urlaub lernt man das, was man hier hat, doch wieder mehr zu schätzen.

Kambodscha – 24. Tag Takeo

So, heute ist dann unser letzter Tag hereingebrochen. Diesen haben wir auch in Meas Homestay verbracht.

Linda war über Nacht in Phnom Penh geblieben, so dass wir das Frühstück von ihrer Mutter zubereitet bekamen. 

Danach liehen wir uns die Fahrräder der Familie aus und fuhren zum zwei Kilometer entfernten Markt. Ich hatte ein Mountainbike, bei dem die Bremsen noch halbwegs funktionierten, Björn hatte ein klappriges Vehikel, bei dem die Bremsen eher nicht mehr funktionierten. Wir entschieden uns, den Weg durch die Reisfelder zu nehmen. Am Vorabend hatte es geregnet, so dass dies teilweise wieder zu einer matschigen Angelegenheit wurde. Viele Einheimische begegneten uns auf dem Weg durch die schöne Umgebung. Nach nicht allzu langer Fahrt kamen wir dann am Markt an. Unser Hauptanliegen war, einen speziellen Nachtisch zu finden, der in unserem Lunchpaket am Phnom Kulen enthalten war und uns so gut geschmeckt hatte. Da wir den Nsmen nicht wussten, hatten wir am Morgen versucht, diesen bei Lindas Mutter rauszubekommen und das war uns wirklich durch unsere Beschreibungen gelungen: Khanom Chan, eine Masse aus verschiedenen Lagen aus Reismehl, Kokosnuss und Zucker. Leider haben wir alleine den einen Stand, an dem es diesen zu kaufen geben soll, dann doch nicht gefunden. Schade. 

So spazierten wir einfach so noch ein bisschen über den Markt, wo die hygienischen Verhältnisse auch eher nicht allzu gut waren. So machten wir uns schließlich mit dem Rädern wieder auf den Heimweg, dieses Mal über die Hauptstraße. Am rechten Fahrbahnrand fuhr auf einmal ein Gefährt los und der Fahrer zog ohne zu gucken auf die Straße und hätte fast Björn mitgenommen, der das ganze aber schon geahnt hatte. Ich habe auf jeden Fall die Luft angehalten.

Zurück am Homestay war dann auch schon fast das Mittagessen fertig. Linda war auch wieder zurück und nahm das Essen wieder mit uns zusammen ein.

Danach erzählten wir ein bisschen über die Hochzeit und ich fragte, was das Brautpaar in Kambodscha für Kleidung trägt. Somit holte Linda die Fotobücher ihrer Schwester. Lindas Mutter war auch wieder zugegen und strickte. So saßen wir unter dem Pavillion und betrachteten die Fotos. Wir zeigten ebenfalls ein paar Fotos auf unseren Handies.

Einer der Hunde der Familie hatte es sich in der Sonne bequem gemacht 😂.


Dann lernten wir noch diese freundlichen Mitbewohner der Familie kennen, die auf einmal hinter dem Haus hervorkamen.


Die Oma der Familie hatte dann die ganze Zeit ein wachsames Auge auf die beiden Kühe. Apropos Oma, die habe ich noch gar nicht erwähnt. Sie ist schon 87 Jahre alt aber immer noch fleißig am mitarbeiten. Leider kann sie kein Englisch hat uns aber immer freundlich begrüßt.

Schließlich führte Linda uns nach zum Haus auf der anderen Wegesseite, welches eigentlich ihrer Tante gehört, momentan aber von Linda bewohnt wird. Dort schnitt sie für jeden eine Kokosnuss von der Palme ab. Leider waren diese schon etwas alt, so dass der Saft nicht mehr allzu gut geschmeckt hat, da er etwas säuerlich war.

So saßen wir dann bei Tee weiterhin unter dem Pavillion beisammen und erzählten und auf einmal packte Linda eine riesige Portion getrocknetes Lemongrass in eine Tüte und sagte, dass dies für uns ist. Da hatte sie mich wohl falsch verstanden, ich hatte eigentlich gefragt, ob wir noch welchen zum Trinken haben können. Wir haben aber natürlich trotzdem dankend angenommen.

Gegen 16 Uhr verabschiedeten wir uns nochmal auf unser Zimmer und um 17 Uhr trafen wir uns wieder mit Linda, um mit ihr zum Englischunterricht zu gehen, den sie jeden Tag ehrenamtlich für die Einheimischen hält.

Wir wollten uns dann auch gleich in die letzte Reihe setzen, Linda hielt uns aber zurück. Sie meinte, wir sollten uns erst mal vorstellen. Das taten wir dann vor der Klasse, anschließend stellten sich die Schüler einzeln vor. Jeder von ihnen hatte einen Khmer-Namen und einen englischen Namen, damit es für Ausländer einfacher auszusprechen und zu merken ist. In den meisten Fällen haben die den englischen Namen selbst ausgesucht. Jeder sagte also seinen Namen und in welche Klasse er geht. Ok, danach durften wir uns dann doch in die Schulbank setzen. Linda besprach den Test, den sie in der letzten Stunde geschrieben hatten und sprach auch die Fehler durch, die gemacht wurden. Tja und nach 20 Minuten meinte Linda dann, dass sie jetzt für uns essen machen muss, weil ihre Mutter nicht da ist und meinte, wir sollen den Untericht übernehmen. Da haben wir aber mal nicht schlecht geguckt. Sie sagte noch zu den Schülern, sie können uns alles fragen, was sie wollen und dann ging sie. Ok, wir warteten nun auf Fragen, aber es kamen keine. Also, was tun? Björn ließ sich die nächste Lektion im Schulbuch zeigen und entschied dann, dass wir lieber doch was anderes machen *lach* 😂.

Ok, also fragte er jeden einzeln, was er denn später mal werden will. Die meisten sagten entweder, dass sie Arzt werden wollen, eine weitere häufige Antwort war Lehrer. Ein Mädel sagte, dass sie gerne im Tourismus arbeiten würde, erst in Kambodscha und dann durch die Welt reisen.

Nach dieser Fragerunde hatten die Schüler entweder keine Lust mehr oder sie mussten wirklich noch in anderen Unterricht, wie sie es uns weis machen wollten. Eine Schülerin meinte aber, sie wolle noch da bleiben und drei weitere schlossen sich an.

Das Mädel hat uns dann auch ganz interessiert weitere Fragen gestellt, über unsere Reise, wie lange wir verheiratet sind 😉, und mehr. Sie erzählte uns, dass sie gern im Tourismus arbeiten würde, aber dass dies wahrscheinlich nicht möglich wäre, da ihre Eltern die Ausbildung nicht finanzieren können. Sowas bringt einen ja doch mal wieder zum Nachdenken. Wir unterhielten uns noch nett und um 18 Uhr liefen wir wieder zum Homestay, wo Linda schon mit dem Essen auf und wartete. Vom Fleisch waren wir nicht so begeistert, aber der Rest war lecker. 

Wir kauften dann noch mehrere Gläschen Kokosnussöl für uns, unsere Eltern und Freunde. Das Öl wird von der Familie selbst hergestellt.

Als Lindas Mutter zurück kam, schenkte sie uns noch ein Glas Mangomarmelade. Sehr nette Geste.

Wir tranken wieder Tee und dann ging es ab ins Bett.

Kambodscha – 23. Tag: Takeo

Heute hatten wir einen freien Tag im Homestay. Erst wurde mal ausgeschlafen, wir gingen gegen 9:30 Uhr zum Frühstück und saßen wieder mit Linda zusammen. 

Ansonsten ließen wir den lieben Gott einen guten Mann sein. Wir tranken Tee, es gab viel Obst, vorrangig Bananen, die in Kambodscha viel besser schmecken, als in Deutschland und unterhielten uns mit Linda. Unter anderem kam auch das Thema Müll zur Sprache. Hier versucht Lindas Familie die umliegenden Familien davon zu überzeugen, nicht so viel Plastik zu verwenden oder dieses an zentraler Stelle zu sammeln und zu verbrennen, aber das scheint wohl ein schwieriges Unterfangen zu sein. Die Einsicht scheint einfach nicht so da zu sein.

Heute war übrigens National Holiday, weil Independence Day ist. Die Unabhängigkeit von Frankreich wird gefeiert.

Danach führte uns Linda zur Weberei, die sie betreiben. Sie wurde gemeinsam mit einem Kanadier aufgebaut, ein ehemaliger Gast. Sinn und Zweck der Weberei war hauptsächlich, eine Beschäftigung für die Frauen aus der Umgebung zu schaffen. Diese haben das Angebot auch dankend angenommen, da diese vorher nur untätig zuhause gesessen haben und höchstens Essen gekocht haben. Sie haben die Möglichkeit zum Mittagessen nach Hause zu gehen, um ihre Familie zu bekochen. Bezahlt wird nicht nach Stunden, sondern nach Anzahl der Schals, die sie produzieren. Die Bezahlung erfolgt zweimal pro Monat. Sie haben ebenfalls die Möglichkeit jederzeit Urlaub zu nehmen. Die Schals werden an mehrere Firmen im Ausland verkauft und sind auch am Flughafen Phnom Penh erhältlich. Mehrere Frauen waren grade noch am Weben, als wir zur Besichtigung kamen. Es wird hauptsächlich Baumwolle benutzt, momentan noch zugekauft, nächstes Jahr soll dies in Eigenproduktion erfolgen. Inzwischen ist die Weberei auf jeden Fall kein Minusgeschäft mehr. Wir stiegen noch in den ersten Stock, wo weitere Utensilien für die Produktion zu finden waren. Lindas Tante hat hier echt eine Menge gute Sachen in Wege geleitet.

Um 12:30 Uhr gab es dann auch schon Mittagessen. Danach setzte ich mich auf die Terrasse vor unserem Zimmer und las mein Buch weiter. Somit habe ich es dann geschafft, im Urlaub zwei Bücher durchzulesen. Danach wollte ich dann noch ein Mittagsschläfchen machen, welches dann doch etwas länger wurde 😉. Linda ist zwischenzeitlich auf eine Hochzeit nach Phnom Penh gefahren und kommt erst morgen wieder zurück.

Schließlich machten wir uns dann wenigstens noch zu einem kleinen Spaziergang rund um unsere Unterkunft auf, die Hunde begleiteten uns wieder. Wir begegneten vielen Jugendlichen, die uns alle freudig grüßten.






Danach wurde nochmal unter die kalte Dusche gehüpft und dann wurden wir von Lindas Mutter bekocht. Dieses Mal mussten wir leider alleine das Essen einnehmen.

Nach dem Essen setzten sich dann aber doch Lindas Mutter und Vater zu uns und wir hatten sehr interessante Gespräche, auch wenn die beiden nicht ganz so gut Englisch sprachen. Auf jeden Fall aber besser, als unser Khmer jemals sein wird 😉. Grade die Erzählungen über die Zeit der Roten Khmer waren sehr interessant. Es gab natürlich auch wieder Tee. So hatten wir dann einen sehr netten und unterhaltsamen Abend und die Gastgeber waren sehr um uns bemüht.

Kambodscha – 22. Tag Koh Thmei – Takeo

Heute war leider schon wieder Abschied nehmen angesagt. Schade, ich hätte es hier auf Koh Thmei noch 2-3 Nächte ausgehalten. Am Vortag konnten wir noch festlegen, wann wir abgeholt werden wollen und da wir uns keinen Streß machen wollten, haben wir das Boot erst für 10 Uhr bestellt, das Taxi für 11 Uhr.

Also sprang ich nach dem Aufstehen, wie jeden Morgen auf Koh Thmei, erst mal ins Meer und dann begaben wir uns wieder zum Frühstück, wo ich dann noch das leckerste Omelette der ganzen Reise bekam.


Und dann hieß es Abschied nehmen und irgendwie ist mir das ein bisschen schwer gefallen. Ist ein schönes kleines Resort und Kavita und Michael haben sich wirklich gut um uns gekümmert. Wer dem Trubel in Phnom Penh entfliehen möchte und Ruhe sucht, dem kann ich Koh Thmei nur ans Herz legen. Hier ist es auch noch nicht so überlaufen wie auf den anderen Inseln.

Und ausgerechnet jetzt kam natürlich endlich die Sonne raus. Hat sich dann aber auch relativ schnell wieder verzogen.

Mit dem Boot ging es dann wieder 1 h zurück aufs Festland.







Dort wurden wir auch schon von unserem Taxifahrer erwartet. Das Gepäck einladen gestaltete sich ein bisschen schwierig, da im Kofferraum schon ein großes Ersatzrad lag, aber schließlich war dann doch alles unter.

Jetzt hieß es also wieder 1 h Schlagloch-Piste, bis wir zurück auf der Hauptstraße waren. Dort hielten wir nochmal an, weil es dort in dem Laden den Khmer-Whiskey zu kaufen gibt. Wir kauften zwei Flaschen für je 2 $. Und weiter ging die Fahrt nach Kampot. Dort kamen wir nach etwa einer weiteren Stunde an und nahmen ein Mittagessen ein. Hier hatten wir nach mehreren Tagen dann mal wieder kurz WLAN zur Verfügung 😉. Kampot scheint ein nettes Städtchen zu sein, war für uns aber nur ein Zwischenhalt fürs Mittagessen. Hier gibt es ansonsten auch noch viele Pfefferplantagen. Wenn also mal wieder jemand sagt: „Geh doch dahin, wo der Pfeffer wächst“, dann weiß ich jetzt auch wo das ist 😉.

Dann ging unsere Fahrt weiter nach Takeo, unserem eigentlichen Ziel. Der Fahrer fuhr dieses Mal kein Harakiri und auch die Klimaanlage war auf ein erträgliches Maß eingestellt. In Takeo haben wir uns dann noch verfahren bzw. die Unterkunft verfehlt, weil der Fahrer dachte, dass wir direkt nach Takeo müssen, unser Homestay lag aber etwas außerhalb.

Als wir im Meas Family Homestay ankamen, wurden wir dann direkt von Linda, der Tochter des Hauses mit gutem Englisch empfangen. Sie hat Englisch in Phnom Penh studiert.

Über Meas Homestay hatten wir über das Lonely Planet Traveller Magazin erfahren, eine Reisezeitschrift, die ich abonniert habe. Den Bericht hatten wir vor einem Jahr gelesen und entschieden, dass wir dort hin wollen. Somit hatte Cambodian Travel Partner dort angefragt, ob sie mit ihnen kooperieren und das hat dann geklappt.

Linda führte uns erst mal auf unser Zimmer, da es nach Regen aussah und wir das Gepäck dann erst mal unterbringen wollten.


Danach gab es dann gleich mal frisch gekochten Lemongrass Tee.

Linda setzte sich zu uns und wir erzählten ein bisschen von unserer Reise. Linda erzählte uns, dass der Lonely Planet Bericht noch aus der Zeit stammt, als ihre Tante noch das Homestay geleitet hat. Diese ist im März diesen Jahres nach Amerika ausgewandert und Linda ist danach zurück nach Hause gekommen und hat nun die Betreuung übernommen. Ihre Tante hat früher auch ehrenamtlich Englischunterricht für die Einheimischen gegeben, auch das hat Linda übernommen. Zwischenzeitlich hatte sich Linda’s Mutter auch noch zu uns gesellt und hatte einiges aus der Zeit der Roten Khmer zu berichten, wovon auch diese Familie betroffen war.

Anschließend zeigte uns Linda ein bisschen das Anwesen.


Es gibt einen großen Teich, in dem es vor Fischen nur so wimmelt.


Rund um das Haus befinden sich überall Reisfelder. Leider findet die Reisernte erst in einer Woche statt, so dass wir leider nicht helfen konnten. Also machten wir erst mal einen Spaziergang durch die Reisfelder, begleitet von den Hunden des Hauses.

Gleich fanden wir ein schön angelegtes Plätzchen unter ein paar Bäumen.


Wir liefen weiter durch die Reisfelder und der Sonnenuntergang ließ nicht lange auf sich warten.




Kambodscha – 21. Tag Koh Thmei

Heute war schon wieder ein Faulenzertag. Gegen 8 Uhr sind wir aufgestanden. Und die Trekkingschuhe vom Dschungeltrekking waren immer noch nass und stinken zum Himmel 😉.

Ich habe mich als erstes wieder in die Fluten gestürzt. Das hat schon was, direkt aus der Hütte raus und ab ins Meer. Wir gingen wieder frühstücken und machten es uns auf der Terrasse der Bar bequem. 

Hier im Restaurant gab es auch noch einen Vogelkäfig. Der Vogel war sehr zahm, so dass er sich sogar auf Björns Arm gesetzt hat.


Das Wetter war leider immer noch nicht besser geworden. 

Ich schrieb bisschen Blog und wir ruhten uns aus. Gerade als wir uns mit Tischfußball vergnügen wollten, fingen die anderen mit ihren täglichen Yoga-Übungen an und wir entschieden uns dieses Mal mitzumachen. Jeder bekam eine Matte und dann ging es los. Und wir merkten ziemlich schnell, was wir doch für steife Julen sind. Ständig kamen auch die Hunde und beschnupperten uns. Eine große Spinne kam auch mal vorbeispaziert, was mich ein bisschen abgelenkt hat. Grundsätzlich haben die Übungen gut getan und Björn meinte, das sollten wir zuhause fortsetzen. Schauen wir mal.

Danach vergnügte sich Björn mit Michael am Tischkicker und zog leider den kürzeren und ich schrieb noch bisschen Blog.


 Zum Mittagessen teilten wir uns eine leckere Suppe, mit Tomaten und Zwiebeln und Gemüse.

Wir spielten dann auch nochmal gegeneinander Tischkicker. Zwischenzeitlich waren auch noch neue Gäste angereist, zwei junge Leute aus Deutschland. 

Wir überlegten, ob wir noch eine Stunde Seekajak fahren, aber da Michael meinte, dass es aufgrund des Windes anstrengend werden könnte, entschieden wir uns doch dagegen. 

So machten wir erneut einen Strandspaziergang. Da es aber anfing zu regnen, kehrten wir wieder um. 

Wir lasen ein bisschen Buch auf der Terrasse, Björn döste ein bisschen vor sich hin und ich sprang nochmal ins Wasser.

Zum Abendessen wurden mir Falafel angeboten, die aber nicht auf der Karte standen. Sie waren vom Abendessen der Angestellten übrig. Somit war ich dann auch gleich Test-Esser, da sie zukünftig auf die Karte aufgenommen werden sollen. Sie haben sehr lecker geschmeckt.

Und wie die Tage vorher saßen wir dann wieder in netter Runde beisammen, die neuen Gäste gesellten sich auch noch dazu. Wir probierten noch einen Khmer-Whiskey 31 für 0,75 $, der und sehr gut schmeckte und wir fragten gleich nach, wo wir diesen kaufen können.


Gegen 22:30 Uhr verabschiedeten wir uns dann ins Bett. Auf dem Weg dorthin waren wieder viele Einsiedlerkrebse zu sehen.