Schottland (Gairloch) – 11.05. – 25.05.2019 – 15. Tag Abreise

So, dann sind die zwei Wochen auch schon vorüber. Abgeholt wurden wir um 9 Uhr und unser Guide Michael begleitete uns noch auf der zweistündigen Fahrt zum Flughafen. Hier hatten wir noch zwei Stunden Zeit und versuchten unsere restlichen Pfund unter die Leute zu bringen. Ich kaufte mir noch zwei englische Bücher.

Der Flug nach Amsterdam dauerte rund 1,5 h und unsere Gruppe saß im Flieger nochmal beisammen. Es wurde viel erzählt und dann war die Zeit auch ganz schnell um.

In Amsterdam gab es dann die ersten Abschiede. Eine Mitreisende musste weiter nach Berlin, eine nach München und einer fuhr mit dem Auto Richtung Köln. Wir anderen hatten dann noch ca. 45 Flug nach Frankfurt vor uns. Wir landeten auf der neuen Landebahn, somit hatten wir dann wieder eine fast 45 minütige Fahrt über das Rollfeld. Die Koffer kamen dann auch recht bald und dann war das große Abschied nehmen und alle verstreuten sich in alle Himmelsrichtungen. Stuttgart, Hamburg, Münster, Freiburg….

Wir waren alle ein bisschen traurig, aber die nächste Reise in gleicher Truppe ist ja schon in Planung. In 2020 soll der Schluchtensteig im Schwarzwald erobert werden. Die ersten Anfragen laufen schon.

Gegen 19 Uhr kamen wir dann müde zuhause an und wurden mit einem leckeren Abendessen empfangen.

Schottland (Gairloch) – 11.05. – 25.05.2019 – 14. Tag Rund um Gairloch / Slioch

Heute war der letzte Tag vor der Abreise. Auf dem Programm stand eigentlich wieder eine große Wanderung auf den Slioch. Mein Magen grummelte aber immer noch vom Vorabend. Deshalb schwankte ich ständig zwischen mitgehen und nicht mitgehen. Da drei Mitreisende ebenfalls da blieben, entschied ich mich dann beim Frühstück auch dazu, auf die letzte Wanderung zu verzichten. Auf dem Plan standen nämlich 20 km und 1300 Höhenmeter.

Somit schloss ich mich den beiden ebenfalls Zurückgebliebenen an. Der dritte wollte eigene Wege gehen. Unser Weg führte uns erst mal wieder durch das Flowerdale Estate zum Wasserfall, der Weg, den wir letzten Samstag schon gelaufen waren. Dieses Mal liefen wir den Weg aber andersrum.

Nach dem Loslaufen erspähten wir im Gestrüpp dann gleich mal zwei Hirsche.

Das Tal ist wirklich sehr schön.

Am Wasserfall waren Björn und ich am Samstag ja rumgedreht, heute setzte ich mit den anderen den Weg zum Hausberg fort. Schnell würde es steiler und wir mussten erst mal einen Zaun überqueren.

Über die Heide ging es weiter und ich erblickte eine Raupe.

Nun wurde es richtig steil und der Boden war vom Regen des Vortags etwas matschig.

Schließlich erreichten wir einen See und von dort suchten wir uns einen Weg ganz hoch auf den Gipfel. Schließlich fanden wir eine Möglichkeit. Immer mal wieder lugte kurz die Sonne durch und wir hofften, dass die anderen auf dem Slioch auch ein bisschen Sonne abbekommen. Wir hatten auf jeden Fall schöne Ausblicke und machten ein paar Yoga-Übungen 😂.

Dann machten wir uns wieder auf den Rückweg.

Nächster Halt war dann natürlich wieder das Café am Hafen 😉. Ich entschied mich nochmal für den Bagel mit Falafel.

Und während wir im Café saßen, kam die Info vom Slioch, dass sie den Aufstieg zum Gipfel geschafft haben. Leider lag aber alles im Nebel.

Somit hatten die meisten dann heute ihren ersten Munro bestiegen. Munroe sind Berge, die größer sind als 3000 Fuß, also ca. 914 m, und eine gewisse Eigenständigkeit aufweisen. Momentan gibt es ca. 280 Munros und es ist eine neue Sportart entstanden, Munro-Bagging. Hier haben sich Leute zum Ziel gesetzt, alle Munros zu besteigen. Unser Guide erzählte uns, dass der Berg, den wir letzte Woche Mittwoch bestiegen hatten, nur knapp kein Munro geworden ist. Und obwohl er eine viel schönere Aussicht hat als die meisten Munros, geht dort kaum jemand hoch, ist ja kein Munro.

Wir in Gairloch setzten unseren Weg an den Strand fort. Eine Mitreisende verabschiedete sich Richtung Hotel. Am Strand legten wir uns in den weichen Sand und genau in diesem Moment kam die Sonne raus und wir hatten nochmal das Feeling der ersten Woche.

Nach 15 Minuten verschwand die Sonne wieder, aber diese 15 Minuten waren herrlich. Da ist die Sonne genau in der Zeit rausgekommen, als wir am Strand lagen 😀.

Ich ging dann noch alleine zur Tankstelle einen Magnet kaufen, ein Mitbringsel für Zuhause. Auf dem Rückweg nahm ich nochmal den herrlichen Weg durchs Arboretum.

Schließlich kam ich wieder am Hotel an und hatte dann doch auch wieder 20.000 Schritte geschafft, ohne bei der großen Wanderung mitzugehen.

Gegen 19 Uhr kam dann die Gruppe vom Slioch zurück. Einige waren doch arg geschafft. 20 km und 1300 Höhenmeter hatten sie hinter sich gebracht und der größte Teil des Aufstiegs war am Stück. Meinen Respekt hatten sie.

Das Abendessen sollte es dann doch schon um 19:30 Uhr geben. Das schafften die meisten aber nicht, so dass es doch 20 Uhr wurde.

Nach dem Abendessen gab es dann noch Live-Musik im Pub, so dass wir vor Ort blieben. Die Musik war ganz nett, so dass Björn dem Musiker eine CD abkaufte. Wir hatten noch einen netten Abend. Björn hielt noch eine kurze Ansprache für unseren Guide, bei dem wir uns als Gruppe bedanken wollten. Jeder aus der Gruppe hatte im Vorfeld einen Satz aufgeschrieben, was einen guten Reiseleiter ausmacht. Diese Auflistung wurde nun vorgelesen. Am Ende überreichten wir noch ein kleines Geschenk, ein Wizard-Kartenspiel 😉. Geld hatten wir ebenso gesammelt.

Ich und einige andere gönnten uns zum Abschluss noch einen Whiskey, einen Laphroaig.

Allzu spät wurde es dann nicht mehr, da wir ja noch die Koffer packen mussten.

Schottland (Gairloch) – 11.05. – 25.05.2019 – 13. Tag Kanu / Kajak fahren in Shieldaig

So, heute stand dann wirklich mal Abwechslung auf dem Programm. Es war nämlich wieder freier Tag. Aber wie gewohnt gibt es bei uns in dieser Gruppe ja keine freien Tage.

Wir hatten uns in der ersten Woche, bei dem herrlichen Wetter, schon darauf geeinigt, dass wir Paddeln gehen wollen. Also wurden die 9 Leute der ersten Woche angemeldet, mit der Option, dass von den Neuankömmlingen noch Personen dazu stoßen. Nun war für heute aber Regen, bewölkter Himmel und 12 Grad gemeldet, so dass sich meine Lust etwas in Grenzen hielt. Aber gebucht war gebucht. Von den Reisenden der zweiten Woche schloss sich niemand mehr der Gruppe an.

Nach dem Frühstück ging es um 09:30 Uhr dann wieder mit dem Bus nach Shieldaig, wo ja gestern schon unsere Wanderung stattgefunden hatte.

Um 10:00 Uhr sollte die Tour losgehen. Durchgeführt wurde die Tour von Shieldaig Outdoor Adventures. Hier wurden wir bei der Einführung erst mal wieder von den Midgets geplagt. Jeder erhielt eine Schwimmweste und eine kurze Unterweisung. Wir hatten die Wahl zwischen Einer-Kajaks und Zweier-Kanadiern. Wir entschieden uns für den Kanadier.

Und dann wurden die Boote Richtung Ufer gezogen.

Ich hatte mich dick eingepackt. Lange Unterhose, Wanderhose, Regenhose; Merinoshirt, Fleece, Softshelljacke und Hardshelljacke und das war auch gut so.

Los ging es bei leichtem Nieselregen. Wir paddelten erst mal ein bisschen in der Bucht herum, bis alle Boote zu Wasser gelassen waren und jeder noch kurz geübt hatte.

Von hieraus hatte man einen guten Blick auf die Shieldaig Lodge, ein edles Hotel vor Ort mit 4,5 Sternen.

Und dann ging die Tour, begleitet durch zwei Guides, los. Der eine war sogar in kurzen Hosen unterwegs, brrr.

Gut eingepackt war es dann auch gar nicht so kalt, der Nieselregen störte auch nicht so viel und er hörte auch bald auf. Die Tour machte dann richtig Spaß. Man muss sowas halt doch einfach mal durchziehen. Daheim hätte ich mich bei solchem Wetter nie in ein Kanu gesetzt.

Wir hielten uns meistens in der Nähe des Ufers auf und in der nächsten Bucht bekamen wir auch gleich ein schönes Schauspiel geboten, da sich Seehunde auf einer Insel wälzten oder sich im Wasser rumtummelten.

Danach ging es dann etwas mehr ins offene Meer und der Wind und der Seegang wurde etwas rauer.Der Weg sollte uns weiter zu einer roten Boje führen, die in der Ferne zu sehen war. Uns packte dann der sportliche Ehrgeiz und wir legten uns mächtig ins Zeug. Da kam uns natürlich unsere Kanu-Erfahrung von der Lahn zugute. Aber hier draußen würde das Paddeln dann doch anstrengender.

Schnell hatten wir uns von der Gruppe entfernt, nur eine Mitreisende ließ sich nicht abhängen. Naja, ein paar Spielchen / Scharmützel müssen halt immer sein 😉. Wir feierten dann unseren Zieleinlauf und warteten auf den Rest der Gruppe.

Danach ging es noch einen Kilometer weiter die Küste entlang nach Badachro. Der Regen hatte noch etwas zugenommen, aber das war gar nicht so schlimm, In Badachro gibt es viele Sommerhäuschen. Die Guides erzählten uns einiges über die Umgebung und wir machten eine kurze Pause, bevor es wieder auf den Rückweg ging.

Der Guide wies uns beiden den Weg und schickte uns vor 😉. Auf gleichem Weg ging es nun zurück, wobei nun aber der Wind und der Seegang von hinten unterstützten. Wieder machten wir Halt bei den Seehunden und beobachteten das Schauspiel.

Und dann waren wir kurz später wieder an der Shieldaig Lodge angekommen. Eine tolle Tour. Nach dem Aussteigen merkte man allerdings trotzdem, dass man gut durchgefroren war.

Wir durften uns dann in der Shieldaig Lodge im edlen Salon bei einem Kaffee oder Tee aufwärmen. Ich glaube, in jedem Hotel in Deutschland hätten sie uns mit unseren Klamotten nicht reingelassen 😉.

Für jeden waren nun 45 Pfund für die Kanutour fällig. Die Getränke kosteten für die komplette Gruppe rund 23 Pfund. Der Bus fuhr uns dann zurück, wobei fast alle anderen unterwegs ausstiegen, um nochmal 6 km zu Fuß auf alten Militärwegen zurück zum Hotel zu laufen. Ich wollte mich aber lieber aufwärmen und die richtigen Schuhe hatte ich dafür auch nicht an.

So machten wir es uns erst mal im Hotel gemütlich und als wir uns auf den Weg ins Café am Hafen machten, liefen die anderen auch schon wieder vor uns.

Dieses Mal hatte ich einen Chai Latte und nochmal ein Scone mit Cream. Und Björn bekam endlich seinen Schokoladenkuchen, nachdem er am Vortag knapp das letzte Stück verpasst hatte.

Danach gönnte ich mir noch einen Berry Berry, einen Smothie aus Waldbeeren, der aber sehr gehaltvoll war.

In diesem Café gibt es pro Getränk einen Stempel und nach sechs Getränken dann ein Freigetränk. Das haben wir in den zwei Wochen dann zweimal geschafft.

Wir machten zum Abschluss (dachte ich) nochmal einen Strandspaziergang. Morgen steht ja eine große Wanderung auf dem Programm, so dass für Strand keine Zeit mehr sein wird.

Die anderen setzten ihren Weg weiter durch das Arboretum fort, ich bog in Richtung Touristen-Info ab. Leider fand ich dort keinen schönen Magneten und auch keine Postkartenmotive mit Bergen, die wir bestiegen hatten. Also ging ich noch in den Supermarkt und kaufte Verpflegung für Freitag ein. Ich machte mich dann wieder auf den ca. 3 km langen Rückweg.

Um 18:30 Uhr gab es wieder Abendessen. Ich gönnte mir einen Cider, als Vorspeise wählte ich Chefsalat mit Hühnchen, der dann unerwarteterweise noch kleine Fischchen enthielt. Hauptgang war Fish and Chips (was für eine Portion).

Und als Nachtisch noch ein sehr gehaltvolles schottisches Dessert mit viel Sahne.

Im Anschluss ging es im Hotel dann wieder mit einer lustigen Wizard-Runde weiter.

Leider habe ich an diesem Abend das Abendessen nicht so gut vertragen.

Und auch dieser Tag war dann schon wieder vorrüber.

Weitere Fotos der Kanutour, die der Guide gemacht hat, folgen.

Schottland (Gairloch) – 11.05. – 25.05.2019 – 12. Tag Kleine Wanderung zu den Fairy Lochs

Heute stand nur eine kleine Wanderung auf dem Programm. Nach dem Frühstück wurden wir um 9:30 Uhr abgeholt und hatten nur eine kurze Busfahrt nach Shieldaig.

Hier begegneten uns zuerst mal ein paar Highland-Rinder.

Und dann ging es los in Richtung Fairy Lochs. Heute hatten wir das erste Mal von Beginn an die Regensachen angezogen, da es leicht vor sich hin nieselte. Richtiges Highland Wetter muss man wohl auch mal mitgemacht haben, wenn man hier ist.

Auf guten Pfaden ging es erst mal sanft durch die Heide.

Und dann kamen auch schon die ersten kleinen Seen in Sicht. Der Nebel waberte mystisch über der Landschaft.

Und dann kamen wir an eine Gedenkstätte aus dem 2. Weltkrieg. Nach dem Krieg ist hier ein Bomber auf seinem Rückflug in die USA abgestürzt. 9 Mann Besatzung und 6 Passagiere starben. Die Flugzeugteile liegen heute noch immer weitverstreut herum.

Die Landschaft erinnerte uns ein bisschen an Island.

Schon bald waren wir wieder zurück bei den Kühen. Das war wirklich eher ein Spaziergang.

Wir wurden wieder mit dem Bus abgeholt und dann rief natürlich wieder das tolle Café am Hafen. Dieses Mal probierte ich dann endlich mal einen Scone mit Marmelade und Cream, von dem alle bisher so geschwärmt hatten und dazu eine Chai Latte. Der Scone war dann auch echt lecker.

Danach ruhten wir uns im Hotel noch ein bisschen aus, bevor wir dann um 18:20 Uhr wieder zum Abendessen ins Pub gingen. Und dieses Mal war es richtig, richtig lecker.

Als Vorspeise hatte ich Taubenbrust mit einem sehr leckeren Relish. Bisher hatte ich noch nie Taube gegessen, aber es war sehr gut und auch schön zubereitet.

Als Hauptgericht gab es Gnocchi mit getrockneten Tomaten und Pinienkernen. Auch sehr lecker.

Und zum Abschluss dann noch Schokoladenmousse, von dem ich gleich zwei essen durfte.

Nach dem Essen ging es im Hotel dann wieder weiter mit dem Wizard-Spielen. Die erste Runde stürzte ich die Titelträgerin vom Thron, um dann in der nächsten Runde selbst wieder gestürzt zu werden und landete dann auch gleich mal auf dem letzten Platz.

Und wieder war ein Tag vorrüber.

Schottland (Gairloch) – 11.05. – 25.05.2019 – 11. Tag Bergtour im Glen Torridon

Heute stand zur Abwechslung mal Wandern auf dem Programm 😂. Nachdem für Mittwoch schlechtes Wetter gemeldet war, verlegte unser Guide die große Mittwoch-Tour auf den Dienstag, an dem eigentlich eine kleinere Wanderung zum Erholen geplant war. Nun denn, also zwei größere Wanderungen an zwei aufeinander folgenden Tagen.

Also fuhren wir dann heute mal nach Torridon zum Glen Torridon. Dieses Mal sollte es kein Berggipfel werden, sondern wir wollten den Beinn Alligin umrunden.

Los ging die Fahrt um 9 Uhr. Die Anfahrt war heute etwas weiter und wir waren fast eine Stunde bis zum Startpunkt unterwegs.

Das Wetter war erst mal trocken, aber die Temperaturen der ersten Woche werden wir wohl nicht mehr erreichen. Der Weg verlief zuerst mal über gut ausgebaute Pfade und relativ eben.

Schließlich erreichten wir eine Brücke und es erfolgte ein erster Anstieg.

Langsam wurde der Pfad unwegsamer und schmaler und es wurde nun auch etwas frischer.

In der Ferne konnten wir nun die drei Berggipfel erspähen, die wir am Freitag erklommen hatten.

Der Weg verlief dann irgendwann wieder querfeldein über die Heide und wir legten ein Päuschen ein.

In der Ferne konnten wir nun auch Beinn Eighe erblicken, den wir am Vortag erklommen hatten.

Herrliche Rundumblicke begleiteten unsere Pause.

Es wurde aber auch sehr schnell sehr kalt, wenn man sich nicht bewegte. Nach der Pause war ich erst mal richtig durchgefroren.

Weiter ging es querfeldein, bis wir zu einem schönen Strand kamen, leider war es viel zu kalt.

Danach galt es einen Zaun zu übersteigen und weiter durch die Heide zu laufen.

Tolle Gesteinsformationen waren am Wegesrand vorzufinden.

Schließlich kamen wir zu einem tollen Aussichtspunkt.

Tja, angekündigt für heute war keine Gipfelbesteigung, ein paar Unermüdliche unserer Gruppe machten sich dann aber doch an den Aufstieg, den unser Guide als Alternative vorgeschlagen hatte. Der Anstieg sah eigentlich auch recht harmlos aus.

Wir liefen derweil mit dem Guide weiter unsere Runde um den Berg, mit schönen Ausblicken.

Schließlich sahen wir unsere Gipfelstürmer oben auf dem Gipfel stehen und hatten das Gefühl, dass sie nicht wissen, wo sie weiter müssen. Wir winkten, riefen und versuchten Ihnen den Weg zu weisen. Sie nahmen uns aber nicht wahr. Telefonanrufe waren auch vergeblich, da oben auf dem Berg kein Empfang war. Unser Guide hatte uns schon mal vorgeschickt und er wollte nachkommen. Eine SMS mit der Wegbeschreibung ging schließlich durch.

So nach und nach fing es nun an zu regnen. Der Wind peitschte heftig von hinten, so dass ich vorne noch komplett trocken war und hinten völlig nass. Zum Glück trocknet Outdoorkleidung schnell, aber meine Schuhe sind leider auch wieder durchgegangen und ich bekam nasse Füße.

Irgendwann kam dann eine SMS der anderen Gruppe, dass der Weg nicht gefunden wurde und unser Guide sie abholen soll. Dieser brachte uns dann noch zum offiziellen Weg und machte sich dann auf, die verlorenen Schäfchen einzusammeln.

Wir machten dann erst nochmal Pause, da es ja nun eine zeitlang dauern würde, bis die anderen wieder eintreffen würden. Wir hatten es so verstanden, dass sie oben am Berg hängengeblieben sind.

Wir machten uns dann schließlich auf den Weg. Weiterhin begleiteten uns schöne Ausblicke.

Leider war der Weg sehr steil, geröllig und steinig. Und da war es wieder, mein „Lofoten-Problem“. Ich hatte wieder extreme Probleme runterzukommen und meine Knie machten sich sofort bemerkbar. Riesige Steinstufen sind einfach nicht mein Ding. Mein Vorteil war halt dieses Mal, dass ich mir so viel Zeit nehmen konnte, wie ich wollte. Die anderen waren ja noch am Berg.

Der Blick zurück zum Berg.

Und weiter ging der Abstieg. Alle anderen waren inzwischen voraus, aber ich ließ mir Zeit.

Langsam näherten wir uns dem Ziel. Das war dann nochmal der Blick ganz zurück auf den Berg.

Der Bus sollte uns eigentlich um 17 Uhr abholen, aber auch wir schafften die Zeit nicht, da wir ja so lange geschaut hatten, was die anderen am Berg treiben. Jetzt war also erst mal warten angesagt. Einige setzten sich in den Bus und hielten ein Nickerchen und die anderen beobachteten, ob sich oben am Berg was tut. Leider kam einfach niemand in Sicht. Inzwischen war es schon 18:15 Uhr und immer noch war niemand zu sehen. Nun machten wir uns doch langsam Sorgen und setzten nochmal SMS ab. Prompt kam auch die Antwort, dass alles ok ist und sie bald da wären und in diesem Moment tauchte auch der erste rote Punkt oben am Berg auf. Dann waren wir erst mal beruhigt.

Zwei Personen kamen dann auch relativ zügig den Berg hinunter und das nach der ganzen Anstrengung und Aufregung. Die Dritte kam gleich hinterher und alle anderen brauchten dann noch einen Moment länger, aber wir hatten sie ja nun alle im Blick. Ca. 10 Minuten bevor die letzten vom Berg runterkamen, umschwirrten uns auf einmal wieder die Midges, so dass wir uns schnell in den Bus verzogen und dort weiter warteten.

Schließlich waren alle Schäfchen wieder beisammen und wir erfuhren, dass sie den gleichen Hang, den sie aufgestiegen waren, wieder herab gestiegen sind, da sie den Weg nicht gefunden hatten und es dann anfing zu regnen. Also wurde die sichere Variante gewählt, anstatt im Berg zu hängen.

Die Busfahrerin musste schließlich also 1,5 h auf uns warten. Die Rückfahrt dauerte auch nochmal eine Stunde, somit wurde das Abendessen von 19:30 Uhr auf 20:00 Uhr verlegt. Aber auch das wurde schon arg knapp. Da war vorher nur eine kurze Dusche drin.

Nach dem Essen gingen dann alle auf Ihre Zimmer und wieder war ein Tag zu Ende.

Schottland (Gairloch) – 11.05. – 25.05.2019 – 10. Tag Auf dem Mountain Trail über Loch Maree

Heute starteten wir beim Beinn Eighe Visitor Center. Bis dorthin mussten wir erst mal 30-40 Minuten fahren. Abfahrt war wieder um 09:00 Uhr. Als wir ankamen, war das Center noch geschlossen. Somit drehten wir noch eine kurze Runde durch den Wald und machten das erste Mal so richtig Bekanntschaft mit den Midgets. Sobald wir stehen blieben, tummelten sie sich um uns herum.

Um 10 Uhr öffnete dann das Visitor Center und wir besuchten die kleine Ausstellung über die Umgebung. Auch nutzten wir diesen Besuch, um den leichten Regen zu umgehen, da die Wettervorhersage für kurz später besser gemeldet war. Und wirklich hörte es dann auch schnell auf zu regnen.

Also ging es los und wir wanderten zunächst auf Großbritanniens einzigem gekennzeichneten Bergwanderweg, dem Mountain Trail an den Hängen südlich von Loch Maree.

Auch hier waren wieder viele Kiefern vorzufinden. Zuerst ging es auf einem breiten Pfad vorran, den wir aber schon bald verließen, um auf schmale steinige Pfade abzubiegen. Hier schlängelte sich der Weg dann immer weiter den Berg hinauf.

Irgendwann fing es an zu nieseln und die Regenjacken wurden ausgepackt, waren dann aber schon schnell nicht mehr nötig.

Schließlich erreichten wir den Fuß des „Corbett“ Meall a ‚Ghiubhais und waren inzwischen auf ca. 400 m. Am Vortag hatte unser Guide gesagt, dass wir ihn wahrscheinlich nicht besteigen werden, vor allem nicht, wenn er im Nebel liegt. Nun lag er völlig nebelverhangen vor uns und unser Guide entschied sich kurzerhand, dass wir doch aufsteigen. Damit fügte er unserer Wanderung mal kurz 400 weitere Höhenmeter hinzu 😂.

Die Regenklamotten wurden wieder übergezogen und querfeldein liefen wir dann mitten in die Nebelwolke hinein. Nun wurde es schon ein bisschen nass. Ein sehr steiler Anstieg über die Heide erfolgte.

So sah es dann am Hang und auf dem Gipfel aus.

Bei entsprechendem Wetter hätten wir weite Blicke über Torridon, Loch Maree und das benachbarte Massiv Beinn Eighe gehabt.

Oben suchten wir schnell den Windschutz auf, weil doch ein eisiger Wind wehte. Somit hielten wir uns dort nicht lange auf und machten uns wieder an den Abstieg.

Der Blick nach unten war nun sehr mystisch, mit dem Nebel, der über die Felsen zog.

Der Weg bergab war schon sehr beschwerlich. Es wurde erst nochmal eine Pause eingelegt und nochmal ein Blick zurück auf den Berg geworfen, der nun wieder nebelfrei vor uns lag.

Bis hierher ging es querfeldein, nun erreichten wir wieder einen richtigen Wanderweg.

Man hatte teilweise schöne Blicke ins Tal. Der Weg verlief anfangs relativ gemächlich, wurde dann aber immer steiniger und steiler. Teilweise waren große Steine wie Treppenstufen angebracht.

Sehr außergewöhnliche Bäume fanden wir vor.

Schließlich erreichten wir den Endpunkt unserer Wanderung, einen schönen Picknickplatz. Hier wurden dann nochmal diverse Dehn- und Gymnastikübungen durchgeführt und auf den Bus gewartet.

Somit hatten wir wieder 13 km und 850 Höhenmeter hinter uns gebracht.

Abendessen gab es wieder um 19:30 Uhr und danach schlossen wir uns dieses Mal der Wizard-Runde an, ein Kartenspiel, dass wir bis dahin noch nicht kannten. Hat aber großen Spaß gemacht.

Schottland (Gairloch) – 11.05. – 25.05.2019 – 9. Tag Küstenwanderung Camas Mor

Zum Einstieg der Neuankömmlinge, fand heute erst mal eine etwas leichtere Wanderung statt. Im neuen Hotel gibt es Frühstück von 07:30 – 09:00 Uhr. Also hieß es trotz der späten Abfahrt um 10 Uhr schon frühzeitig aufstehen. Das Frühstück ist sehr lecker und reichhaltig.

Um 10:00 Uhr wurden wir also abgeholt und nach Melvaig gefahren. Dort wurden wir auf einem Weg abgesetzt und hatten gleich einen schönen Blick auf die Klippen.

Über die Heide liefen wir dann Richtung Norden weiter.

Und schon bald kam der Leuchtturm in Sicht.

Danach hatten wir immer wieder herrliche Ausblicke auf die Küste, die Klippen und das türkisblaue Wasser und das Wetter war uns weiterhin hold. Teilweise war in der Ferne die Insel Skye zu sehen.

Schließlich kam ein schöner Strand in Sicht.

Einige von uns stiegen hinab zum Strand, ich drehte auf halbem Weg um, da ich keine Lust hatte hinterher wieder aufzusteigen.

Nachdem alle wieder aufgestiegen waren, führte unser Weg weiter bergauf, quer durch die Heide. Diese Heide-Moor-Landschaft mussten wir dann auch noch ein paar weitere Kilometer durchqueren, bis wir auf eine Straße gelangten. Bald war dann auch unser Bus erreicht.

Dieser setzte uns dann in Gairloch am Café ab. Einige eroberten das Café, ich und ein paar andere suchten aber ein anderes Café auf, weil wir mal was Neues ausprobieren wollten.

Leider war dieses Café gerade am schließen, trotzdem bekamen wir noch Kaffee und Kuchen und durften uns vor das Café setzen. Dann noch kurz in den Supermarkt und dann die 3 km Fußweg zum Hotel zurückgelegt. An Bewegung mangelt es uns wirklich nicht.

Um 18:20 Uhr trafen wir uns dann wieder, um den Weg zum Pub zum Abendessen zurückzulegen.

Danach würde dann im Hotel wieder Karten gespielt. Wahlweise Rommee oder Wizard.

Und dann war der Tag auch schon wieder zu Ende.