Namibia – 23. Tag Waterberg – Windhoek

Heute gab es das letzte Mal Frühstück in der freien Natur. Das Campingzubehör ließen wir hier, da wir das für Windhoek ja nicht benötigten. Was war auf einmal für ein Platz im Auto….

Also machten wir uns das letzte Mal auf den Weg. Noch 14 km Schotterpiste, bis wir wieder die asphaltierte Straße erreichten.

Unser Weg führte uns dann zuerst noch nach Okahandja auf den Craft Market. Hier ließ es sich besser schauen als in Swakopmund. Klar wollten alle verkaufen, waren aber nicht allzu penetrant und aufdringlich. Ich bekam noch ein paar Stoßzähne für meinen gekauften Elefanten, die ich in Swakopmund nicht mitgeliefert bekommen hatte. Diese werden einfach nur aus Streichhölzern zurechtgestutzt.

Hier auf dem Markt war natürlich wieder handeln angesagt. Ich erwarb noch eine kleine Standfigur, die Vater, Mutter und Kind darstellt. Weiterhin verhandelte ich noch den Pries für eine kleine Schale, die ich dann auch noch erworb. Damit die Einkäufe nicht zu groß wurden, drehten wir nach wenigen Ständen wieder um.

Auf der gegenüberliegenden Straßenseite deckten wir uns in einem Billtong-Laden noch mit ausreichend Billtong für Zuhause ein. Diverse Sorten landeten in der Einkaufstüte. Billtong darf aber nur in Folie verschweißt im Flieger mitgenommen werden.

Der Weg führte uns dann weiter direkt nach Windhoek. Ich versuchte an der Post noch Briefmarken für meine Postkarten zu erhalten. Ich kam um 12:01 Uhr dort an, Ladenschluss war um 12:00 Uhr. Somit dachte ich schon, ich werde die Karten nicht mehr los. In der Fussgängerpassage hatte ich dann aber doch noch Glück, es gab einen Stand, der ausschließlich Briefmarken verkaufte.

Danach gingen wir noch im völlig überfüllten Supermarkt einkaufen. Was für ein Trubel nach der Ruhe und der Natur in den letzten Wochen. Nach einer halben Stunde anstehen an der Kasse waren wir dann endlich wieder draußen.

Im Musikladen schauten wir noch nach afrikanischer Musik für die nächste Radiosendung von Björn Blaha’s Welt und wurden auch fündig.

Mit dem Auto fuhren wir dann noch zum Craft Market in Windhoek, wo weitere CD’s erstanden wurden. Auch das Stöbern machte nochmal Spaß. Im integrierten Restaurant aßen wir dann auch noch einen Salat.

Anschließend machten wir mit dem Auto noch einen Abstecher zur Christuskirche, die aber leider geschlossen war.

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Also checkten wir anschließend in unserem Gästehaus Casa Piccolo ein. Eine hübsche kleine Pension. Back in Civilization. Wir genossen eine heiße Dusche und gegen 19 Uhr fuhren wir zum Abendessen zu Joe’s Beerhouse.

Joe’s Beerhouse ist für sein außerordentliches Ambiente berühmt, wobei augenscheinlich ein besonderer Wert auf Dekoration gelegt wird: Als Dekoration dienen hierbei z.B. handgefertigte afrikanische Schnitzereien und Töpfereien, ausgestopfte Oryxantilopen mit meterlangen Hörnern, 10-Kilogramm-Sauerkrautdosen, Fischernetze, Zebrafelle, ein Schild mit der Aufschrift „Kaiser-Wilhelm-Strasse“ (der heutigen Independence Avenue) und Zungenaufschnittwurstrollen. Alles wurde dabei in irgendeiner Art und Weise an Decken und Wänden befestigt. Es gibt aber auch viel Merkwürdiges zu sehen, wie z.B. einen Toilettensitz, welcher zum Barstuhl umfunktioniert wurde. Auf dem Areal gibt es unter anderem drei verschiedene mit Reetdach versehene Bars, einen Weinkeller sowie einen Afrika-Souvenirladen.

Sehr netter Laden. Als Gericht entschied ich mich dafür, so ziemlich alles, was wir so gesehen haben, mal auf dem Teller zu probieren. Das Gericht hieß „Bushman Sosatie“. Ein Spieß mit Springbock, Oryx, Zebra, Krokodil, Kudu. Dazu ein Gläschen Wein. Ein schöner letzter Abend.

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Namibia – 22. Tag Waterberg

Heute gab es endlich mal bisschen Bewegung. Nach dem Frühstück ging es gegen 8:00 Uhr los, um den Waterberg zu besteigen. Mit dem Auto fuhren wir zum Einstiegspunkt des Mountain View Trails und machten uns um 8:18 Uhr auf den Weg.

Zuerst ging es relativ flach bis wir den Berg erreichten. Danach hieß es dann Klettern über Felsbrocken. Uns lief dann dieser kleine Geselle über den Weg.

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Unterwegs hatte man immer wieder schöne Ausblicke auf die Ebene unter uns. Wir machten ein paar Fotos und es ging immer weiter bergauf und wir erreichten schnell Höhe. Unterwegs musste noch eine Holzleiter passiert werden.

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Fast oben angekommen, gab es ein Gatter zu einem Wanderweg, bei dem es sich um eine mehrtägige Wanderung handelt. Um diesen Wanderweg zu laufen, muss man sich aber vorher eine Permission einholen. Nach 28 Minuten erreichten wir um 8:46 Uhr schon den Gipfel.

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Um uns herum hörten wir die Paviane kreischen.

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Wir genossen die herrliche Sicht auf die Ebene.

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Momentan waren wir die einzigen Menschen hier oben. Somit verweilten wir hier ca. 40 Minuten, machten Fotos, genossen die Ruhe und die Aussicht und lauschten unserem Guide, der uns die Geschichte des Waterbergs näherbrachte.

Hier fand 1904 die Schlacht am Waterberg statt.

Danach machte sich unser Guide auf den Rückweg. Wir begleiteten ihn noch ein Stück, wobei der Abstieg aber bei weitem beschwerlicher war, als der Aufstieg.

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Wir wollten unsere Wanderung noch etwas verlängern und erkundeten weitere ausgeschilderte Wege. Zuerst folgten wir dem Fig Tree Walk, der uns schließlich zu den Bungalows führte.

Dort auf der Wiese vor den Bungalows vergnügten sich die Pumbas im Gras und wir könnten Sie dieses Mal aus der Nähe und ohne Auto beobachten. Lustig, wenn sie mit ihrem aufgestellten Schwanz loslaufen.
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Von dort ging es weiter entlang dem Aloe Circle, der ca. 30 Minuten in Anspruch nimmt. Wie der Name schon sagt, war der Weg gesäumt von großen Aloen. Geblüht haben sie momentan leider nicht.

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Der Weg ging über Stock und Stein, so, wie man sich Wanderwege eigentlich wünscht. Am Restaurant folgten wir dann wieder der Straße zum Campingplatz.

Dort schrieb ich meine restlichen Karten, wir machten uns bei großer Hitze nochmal auf den Weg zum Friedhof.

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Um 15 Uhr ging es dann auf unseren letzten Gamedrive. Kostenpunkt 450 NAD.

Bei diesem Gamedrive fährt man mit dem 4×4 hoch zum Waterberg Plateau und ist wieder auf der Pirsch nach Tieren. Nach dem Tor am Eingang des Parks machten wir nochmal Stop und genossen die Aussicht vom Plateau auf die Ebene. Unterwegs gab es kostenlose Getränke.

Danach ging es mit dem Auto weiter. Hier im Park sind überall rote Sandstrassen. Unser Guide war sehr kompetent. Wir sahen mehrere Tiere, die aber ziemlich weit von der Straße entfernt waren. Schließlich führen wir das erste Wasserloch an. Hier auf dem Waterberg sind an den Wassserlöchern aber Beobachtungsstände aufgebaut. Also raus aus dem Auto, ein langer Gang führte dann geschützt zum Wasserloch. Das Gebot war, sich leise zu verhalten. In diesem Beobachtungsstand konnten wir von den Tieren nicht gesehen werden. Als wir ankamen, befand sich eine Giraffe am Wasserloch. Das grazile Tier beobachteten wir eine ganze Weile. Sie näherte sich uns auch und bemerkte, dass dort irgend etwas ist. Somit nahm sie immer wieder den Kopf nach unten und versuchte zu erspähen, was sich hinter der Wand befindet.

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Wir wollten schon weiterfahren, als der Guide in der Ferne eine Büffelherde erspähte. Also warteten wir noch ab, ob sich die Herde dem Wasserloch nähert und wir hatten Glück. Nach und nach trafen die Tiere ein und wir bekamen sie direkt aus der Nähe zu sehen.

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Sie waren aber gar nicht am Wasser interessiert, sondern an dem bereitgestellten Salz. Die Herde verabschiedete sich dann wieder und wir auch.

Weiter ging es zum nächsten Wasserloch. Hier trafen wir zuerst wieder eine Giraffe an. Diese war schon ziemlich alt und hatte eine Entzündung am Hinterbein. Nach und nach zeigten sich uns dann noch ein Warzenschwein, eine Pferdantilope und ein sehr alter Büffel, der noch für schöne Fotomotive zur Verfügung stand. Schön sind diese Tiere aber ja nicht wirklich.

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Danach ging es bei Sonnenuntergang zurück zum Camp.

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Der ganze Trip dauerte 4 h. Dann stand unser letztes Abendessen und die letzte Nacht auf dem Campingplatz an.

Namibia – 21. Tag Nhoma – Waterberg

Heute hatten wir wieder eine weite Fahrt vor uns. Erst mal mussten wir wieder die 40 km Seitenstraße überwinden, um zur Hauptstraße zu kommen. Dann fuhren wir nach Grootfontein zum Einkaufen. Hier konnten wir unsere inzwischen spärlichen Lebensmittel wieder auffüllen. Es war alles verfügbar. Rund um das Auto gab es aber viel Bettelei. In den ganzen größeren Städten sollte man sein Auto besser nicht unbeaufsichtigt lassen. In den großen Städten wie Windhoek und Swakopmund hat jeder Parkplatz eine Aufsicht, hier in den etwas kleineren Städten, ist immer jemand von uns am Auto geblieben.

Anschließend ging es weiter zum Waterberg Plateau. Hier mussten wir mehrere Gatter passieren, weil hier oft private Gamefarmen sind, die ihre Grundstücke eingezäunt haben. Meistens saß aber jemand an den Toren und half uns beim Öffnen.

Beim NWR Camp Waterberg angekommen, ruhten sich die anderen erst mal aus und ich machte mich bei großer Hitze auf den Weg, die Umgebung zu erkunden. Nach den vielen Stunden im Auto brauchte ich mal Bewegung. Also folgt ich dem Hauptweg und schaute mir das Restaurant an, welches ein Stück den Berg hinauf gelegen ist. Beim Gebäude handelt es sich um eine alte Polizeistation der Deutschen. Vor dem Gebäude tummelten sich mehrere Warzenschweine.

Auf dem Weg nach oben gab es immer wieder schöne Blicke auf den Waterberg, der sich in der Sonne in vielen unterschiedlichen Farben zeigte.

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Ich schaute mir das Schwimmbecken an und begutachtete noch die  Bungalows, die noch etwas weiter den Berg hinauf liegen. Biegt man den Weg rechts ab, befinden sich dort Bungalows mit Selbstverpflegung, nach links sind die Bungalows mit Verpflegung. Von dort führte mich dann der Forest Trail durch die „Wildnis“ zurück nach unten. Der Weg ging über Stock und Stein und ich musste zwei marode Holzbrücken überqueren. Ganz am Ende begegnete mir noch einem Damara Dik-Dik. Dann machte ich mich wieder auf den Weg Richtung Campingplatz. Vorher kaufte ich noch ein paar Postkarten im Shop am Eingang des Camps. Leider gab es aber keine Briefmarken. Danach machte ich mich als Schreiben und dann war auch schon wieder Zeit, das Abendessen vorzubereiten.

Der Abend endete dann wieder mit UNO, dieses Mal hatten aber leider die Männer die Oberhand.

Namibia – 20. Tag Panhandle (Botswana) – Nhoma (Namibia)

Heute hatten wir wieder eine weite Strecke zu Fahren. Die Distanz hielt sich in Grenzen, allerdings fuhren wir Straßen, die auf der Karte nur gestrichelt eingezeichnet sind, bedeutet: Sand, Schlaglöcher, Schotter und ähnliches. Man wurden wir durchgeschüttelt und das über rund 200 km. Das Foto zeigt einen eher harmlosen Wegesabschnitt.

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Verfahren haben wir uns auch noch, weil es in Botswana keine Straßenschilder gab. Das war dann doch ein weiterer Umweg. Wir begegneten nur selten einem anderen Auto. Nur manchmal sah man Dörfer oder Donkey-Cars. Die Fahrt zog sich in die Länge und machte mir persönlich nicht all zuviel Spaß. Eine Polizeikontrolle mussten wir auch noch passieren. Weiterlesen

Namibia – 19. Tag Divundu – Panhandle (Botswana)

Nach dem Frühstück machten wir uns wieder auf den Weg Richtung Botswana. Ziel war die Panhandle (äußerster Rand des Okavango Deltas). Also mussten wir wieder die Grenze passieren. Ausreise aus Namibia, Einreise nach Botswana. Die dritte Seite im Reisepass ist in Bezug auf diese Reise voll, zum x-ten Mal musste das Formular für die Ausreise ausgefüllt werden.

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Und dann noch eine kleine Anekdote nebenbei. Ich suchte an der Grenze die Toilette auf, schaute nicht rechts und nicht links ging in die Kabine und schloss ab……und las dann erst das Schild, dass man die Tür nur schließen soll und nicht abschließen soll. Zu spät. Nun saß ich da in meinem Klohäuschen und kam nicht mehr raus. Das Schloss rührte sich nicht. Tja, blöd gelaufen. Ich war noch nicht mal sicher, ob die anderen gesehen hatten, dass ich auf die Toilette gegangen war. Ich versuchte anzurufen, überall nur die Mailbox dran. Ich rief, niemand hörte mich. Aber irgendwann musste ja mal jemand anfangen mich zu suchen. Ich ortete schon ob darübersteigen möglich ist, aber da wäre das Unfallrisiko zu groß gewesen. Also harrte ich aus und harrte aus und konnte mir ja irgendwie das Grinsen nicht verkneifen. Das kann auch nur mir passieren. Nach gefühlten 20 Minuten kam dann endlich doch mal jemand. Und zum Glück hatten wir das passende Werkzeug dabei, um die Tür öffnen zu können. Das Gelächter und die dummen Sprüche waren mir natürlich gewiss.

Wir fuhren dann also die Panhandle herunter, bis wir die Abfahrt von unserem Campingplatz im zweiten Anlauf erspähten. Nguma Lagune Camp.  Dieses Mal ca. 10 km Sandpiste, wieder 4×4. Der Campingplatz gefiel mir dann nicht ganz so gut, aber das ist ja Ansichtssache. An der Rezeption mussten wir erst einen Moment warten, dann bekamen wir den Platz zugewiesen. Da aber außer uns niemand auf dem Campingplatz war, hatten wir quasi die freie Auswahl.

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Auch im Tented Camp waren momentan nur zwei Leute. Wir schauten uns die Lodge an, ebenso den Ausblick auf die Lagune mit dem Bootsanleger. Auch hier wäre eine Bootsfahrt oder eine Fahrt mit dem Mokoro möglich gewesen. Die Anfahrt zu den Mokoros hätte aber 45 Minuten gedauert, somit entschieden wir uns dagegen. Allerdings entschieden wir uns für ein Abendesseen.

Den Nachmittag verbrachten wir dann Savanna- und Biertrinkend am Zeltplatz und am Aussichtspunkt mit Blick auf den Sumpf. Danach haben noch eine erfrischende Dusche in freier Natur eingenommen und um 19 Uhr wurde dann das Abendessen serviert. Dort wurden wir sehr positiv überrascht.

Der Tisch war für uns vier sehr schön angerichtet. Als Vorspeise gab es Spargel. Wir hätten die Auswahl zwischen Spargel, gebratenen Pilzen oder Hühnerleber gehabt, mussten uns aber nachmittags auf eine gemeinsame Vorspeise einigen.

Der Hauptgang wurde dann quasi als Buffet serviert. Das sah alles superlecker aus.

Auch hier mussten wir uns mittags noch zwischen Roasted Chicken oder Roasted Beef entscheiden. Da das Huhn am Stück serviert worden wäre, also mit Knochen, Augen et. noch dran, entschieden wir uns für Beef und das war köstlich. Dazu gab es Reis und Roasted Potatoes. Als gebratenes Gemüse gab es Zucchini und Kürbis. Der Kürbis war einfach fantastisch. Was für ein Festschmaus. Ich versuchte mich noch an dem home-made garlic, was nicht alle so lustig fanden 😉.

Der Abend endete dann wieder mit einem lustigen UNO-Abend. Es haben natürlich wieder die Frauen gewonnen 😃.

Namibia – 18. Tag Sangwali – Divundu

Duschen, Auto packen und um 7:30 Uhr ab zum Frühstück.  Aufgetischt wurde das gleiche wie am Vortag. Wieder war es sehr windig und somit keine Tiere zu sehen.

Eine Gruppe Gäste machte sich auf den Weg zur 1,5h Fusstour. Dafür wurden diese von den Guides erst mal mit dem Mokoro ans andere Ufer übergesetzt. Wir schauten vom Frühstückstisch der Überfahrt zu und hofften innerlich vielleicht doch, dass mal jemand ins Wasser fällt. 😉. Das Schauspiel wurde uns aber nicht geboten.

Nach dem Frühstück bezahlten wir unsere Rechnung. Auf dem Weg zum Auto wurden wir dann noch von 4 Kinderaugen neugierig beäugt. Die Kinder der Bediensteten lugten verschmitzt um die Ecke und winkten uns zum Abschied noch zu. Süß. Dann ging es wieder Richtung Divundu. Wieder 11 km Geholper. Dieses Mal begegnete uns noch eine Elefantenherde.

Das  Nkasa Lupala Tented Camp war insgesamt sehr weiterzuempfehlen, allerdings war das Essen nicht immer ganz warm. Dies wäre noch verbesserungswürdig.

Auf dem Weg zurück zur Hauptstraße begegneten uns dann wieder ein paar Elefanten.

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Auf dem Weg nach Divundu sahen wir dann wieder sehr viel Müll am Straßenrand.

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In der Nähe von Divundu waren wir dann dieses Mal im Ngepi Camp. Die Anfahrt war wieder eine 3 km lange 4×4-Strecke. Wir bekamen unseren Zeltplatz direkt am Wasser zugewiesen und am anderen Ufer konnten wir die Nilpferde und Elefanten beobachten.

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Alle anderen wollten einfach nur die Ruhe am Fluss genießen. Ich machte erst mal eine Erkundungstour durch das Camp. Die Toiletten und Duschen waren sehr abenteuerlich und wurden als die meistfotografiertesten angepriesen. Und es gab eine richtige Erkundungstour durch die Toilettenanlagen des Camps. Voila.

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Da steigt man im wahrsten Sinne des Wortes auf den Thron……..

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Eimer im Baum…..

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Oder wie wäre es mit nem heißen Bad…….

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Außerdem konnte ich einen Blick in die ebenfalls angebotenen Baumhäuser werfen. Die haben mir richtig gut gefallen. Vielleicht eine Idee für einen anderen Trip. In den offenen Häusern stehen Betten, aber trotzdem im Freien. Ebenso wie die Toilette und die Dusche.

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Danach entschloss ich mich, an dem für 120 NAD angebotenen Village Trip teilzunehmen. Außer mir gab es keine weiteren Interessenten, somit zog ich um 16 Uhr alleine mit dem Guide los.

Er selbst stammt auch aus einem dieser Dörfer. Er musste die Schule abbrechen, da seine Eltern das Geld dafür nicht mehr aufbringen konnten und hatte das Glück, dass das Ngepi Camp ihm trotzdem eine Anstellung ermöglicht hat und seine Guide Ausbildung finanziert hat.

Wir durchquerten eine Ebene, wo bis 2012 noch ein Dorf stand. Das Dorf wurde aber  überschwemmt wurde durch die Bewohner an einer höher gelegenen Stelle wieder neu aufgebaut.

Langsam näherten wir uns dem ersten Village und der Guide erzählte mir, dass nur die jüngere Generation Englisch spricht, die älteren Leute sprechen nur ihre Stammessprache. Er versuchte mir dann einige dieser Worte beizubringen.

Zur Begrüßung sagt man: „Moro“.

„Wie geht es Dir?“ heißt „Ngepi“, wie unser Camp.

Die Wörter für Danke und mir geht es gut, konnte ich mir leider nicht merken und sie waren auch ziemlich unaussprechlich😉.

Im Dorf angekommen, begegneten uns als erstes die Kinder. Der Guide erklärte mir verschiedene Hütten. Es gibt Hütten für die Lagerung, andere Hütten zum Schlafen.

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Um das Dorf ist jeweils ein Zaun aus Reet, dieser dient als Windschutz, dass z. B. ein Feuer nicht durch den Wind erlischt. Unter den Zäunen wurde Asche verstreut, damit diese nicht durch die Termiten zerstört werden.

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Schließlich betraten wir den Innenhof, in dem sich die Bewohner aufhielten und ich versuchte mich an der Begrüßung „Moro“ und „Ngepi“. Momentan waren nur die Großeltern und die Enkel im Dorf. Ich wurde ebenfalls freundlich begrüßt. Der alte Herr war gerade dabei, kleine Mokoros aus Holz zu schnitzen. Diese werden normal vom Camp aufgekauft und dort im Laden zum Verkauf angeboten. Die einzige Einnahmequelle dieser Menschen. Da im Camp momentan keine Mokoros vorhanden waren, kaufte ich die Schnitzerei, die gerade in Arbeit war. Anstatt den geforderten 50 NAD, entschloss ich mich, 100 NAD zu bezahlen, um den Leuten etwas Gutes zu tun. Sie ließen mich in eines ihrer Häuser schauen und ich war erstaunt, dass dort ein richtiges Bett vorzufinden war. Dies hängt aber vom „Reichtum“ der jeweiligen Person ab. Wer kein Geld hat, muss auf dem Boden schlafen. Da bedeutet „Reichtum“ also sich ein Bett leisten zu können…….

In der Hütte war es trotz der Hitze draußen relativ kühl. Dies kommt durch die Lehmschicht, die zwischen den Holzstämmen vorhanden ist. Das Material dafür wird aus alten, verlassenen Termitenhügeln gewonnen, welches mit Wasser angerührt wird. Die Holzstämme waren jeweils mit Gummi verbunden, dieser stammt aus alten Autoreifen.

Apropos Wasser. Wasser gibt es nur am Fluss, der ein ganzes Stück entfernt war. Dort wird dreimal am Tag Wasser geholt, ebenso erfolgt dort die Körperwäsche und das Waschen der Kleidung.

Weiterhin besaß die Familie dann noch ein paar Hühner.

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Ich durfte noch Fotos von der Familie machen, sie baten mich aber, diese per Email an das Camp zu schicken, damit ihnen die Fotos zur Verfügung gestellt werden können, damit sie diese für ihre Nachfahren haben. Diesem Wunsch werde ich natürlich gerne nachkommen. Ich wurde herzlich verabschiedet und wurde eingeladen, beim nächsten Mal wieder vorbeizukommen.

Laut dem Guide freuen sich die Leute über Besuch, ich bin mir allerdings doch nicht so sicher, ob sie sich nicht zur Schau gestellt fühlen.

Weiter ging es zum nächsten Dorf. Vorher passierten wir einen kleinen Gemüsegarten mit vorwiegend Kürbissen und ein paar Vogelscheuchen.

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Im Dorf war eine junge Familie mit mindestens 5 Kindern anzutreffen. Der Familienvater ist 30 Jahre alt und sprach Englisch, so dass ich mich mit ihm unterhalten konnte. So erfuhr ich, dass er zwei Kühe besitzt und er gerade dabei ist eine neue Hütte zu bauen, da die alte sehr marode geworden ist. Ebenso erzählte er, dass die kleineren Schulkinder nach Divundu in die Schule müssen. Jeden Morgen ein einstündiger Fußmarsch, das gleiche am Nachmittag. Die größeren Kinder sind meistens in einem Internat. Ich unterhielt mich noch ein bisschen, durfte auch von dieser Familie noch ein Foto machen und hinterließ auch hier noch einen kleinen Obulus. Ich wurde mit “ God bless you“ verabschiedet und wurde noch gefragt, ob ich gläubig bin und ob ich Mitglied des Kirchenchors bin, dann ging es weiter.

Ein Stück weiter des Weges kamen wir zu einem neu errichteten Gebäude, welches aber noch nicht fertiggestellt war. Der Guide erklärte mir, dass es sich um ein Projekt des Camps handelt. Es wird eine neue Schule errichtet, die im November fertig sein soll.

Der Weg führte uns an einem weiteren Dorf vorbei. Wir hatten dieses eigentlich schon passiert, als uns eine alte Dame zu sich rief. Anscheinend hielt sie sich grade alleine im Dorf auf. Dieses Dorf sah viel ordentlicher aus, als die beiden davor. Die alte Dame hatte ein Baby auf dem Rücken und war gerade dabei den Zaun rund um das Dorf zu erneuern. Sie sprach ein kleines bisschen Englisch und der Guide erzählte mir, dass sie auf einer Erwachsenenschule war. Ich erfuhr, dass das Baby noch einen Zwilling hat und welcher sich grade bei seiner Mutter befindet. Wir hatten gerade die Großmutter vor uns. Auch von Ihr durfte  ich noch ein Foto machen, hinterließ auch ihr noch einen kleinen Obulus und wir machten uns auf den Rückweg.

Dort erzählte mir der Guide noch, dass es ein weiteres Projekt gibt, bei dem die Einheimischen Bäume zum Pflanzen zur Verfügung gestellt bekommen, das so genannte „Tree Project„. Sie bekommen einen kleinen Obulus dafür, dass sie sich um die Bäume kümmern. Hintergrund ist, dass die Menschen die Bäume in Ihrer Umgebung zum Bauen Ihrer Häuser u. ä. benutzen und somit schon in wenigen Jahren keine Bäume mehr vorhanden wären. So soll der Baumbestand für die zukünftigen Generationen sichergestellt werden.

Zurück am Camp hatte ich natürlich viel zu erzählen und musste das Ganze auch erst mal sacken lassen. Es war interessant, aber auch schon etwas bedrückend und regt zum Nachdenken an.

Dann kümmerten wir uns wieder um unser Abendessen und dann war auch schon wieder Schlafenszeit.

Namibia – 17. Tag Sangwali

Heute konnten wir mal Ausschlafen. Frühstück war erst für 8:30 Uhr bestellt. Eine erfrischende Dusche war vorher auch noch möglich. An diesem Morgen war es allerdings sehr windig. Dieser Wind setzte wohl schon einen Tag vorher ein. Der Besitzer erzählte uns, dass die Tiere, vor allem die Elefanten normal bis an die Lodge kommen, deshalb soll man auch auf dem Weg zum Frühstück Vorsicht walten lassen und wird beim Rückweg in der Dunkelheit von Guides zum Zelt begleitet. Aufgrund des Windes sind die Tiere aber die letzten beiden Tage nicht mehr erschienen. Schade.

Auch beim Frühstück wurde extra für mich glutenfreies Müsli gereicht, ebenso glutenfreie Muffins. Weiterhin gab es noch Brot mit Wurst, Käse, Erdnussbutter oder Marmelade. Rührei mit Bacon konnte bestellt werden. Es gab Kaffe, Tee und Saft. Obst stand ebenso zur Verfügung. Der Wind wehte allerdings heftig, so dass unter anderem unser Käse auf dem Nachbarteller landete und schließlich flogen auch noch die Stühle der Nachbartische unserem Tisch entgegen.

Dann nutzten wir den Vormittag ebenso nochmal zum Relaxen. Wir genossen die Landschaft von der Terrasse aus, bestellten uns ein paar Getränke und genossen die Zeit, während unsere Guides eine von den Besitzern neue eröffnete Lodge begutachten fuhren. Wir hatten uns dann noch entschieden auch noch einen Lunch einzunehmen, der morgens bestellt werden musste. Es gab Nudeln mit Tomatensoße, für mich wieder glutenfrei. Leider waren diese als sie serviert wurden aber schon ziemlich kalt.

Schließlich kamen wir noch mit einer französischen Reisegruppe aus Tours in Kontakt. Alle sehr nett und gar nicht abgeneigt Englisch zu reden. Ein Franzose hatte ein beeindruckendes Kameraobjektiv an seiner Kamera, welches er uns präsentierte. Und somit kamen wir dann anschließend noch in den Genuss eines kurzen Fotokurses. Mal schauen, ob es weiterhilft.

Die Franzosen begleiteten uns dann auch auf unserer 5stündigen Nachmittagstour. Eine Kombi aus Gamedrive und Bootsfahrt, für 850 NAD pro Person. Vorher spielten wir noch kurz mit dem 2jährigen Sohn der Lodge-Besitzer.

Dann ging es erst mal mit dem Landrover los Richtung Mamili Park, der aber inzwischen in Nkasa Lupala Park umbenannt wurde. Unser Guide war sehr kompetent. Anfangs sahen wir wieder viele Warzenscheine, entdeckten eine neue Antilopenart, den Reetbok und verschiedene Vögel.

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Wir fuhren mit dem Auto mehrmals durch kleine Flussbetten und kamen schließlich in Abschnitte des Parks, die normal nicht befahrbar sind, da sie überschwemmt sind. Aufgrund der Trockenheit dieses Jahr war dies aber nun möglich. Als wir uns dann dem Wasser näherten, hatten wir sie auf einmal wieder neben dem Auto. Eine ganze Horde Elefanten. Alles musste sich ruhig verhalten. Immer wieder beeindruckend diese gewaltigen Tiere aus der Nähe zu sehen.

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Nach ca. 2,5 h mussten wir dann aufs Boot umsteigen. Ein ca. 50m langer Fußweg, immer noch die Elefanten in der Nähe.

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Vom Wasser aus sahen wir wieder viele Elefanten, die sich am Ufer vergnügten. Nilpferde bekamen wir zu sehen, die dieses Mal aber nur ihre Augen aus dem Wasser streckten. Bzw. eins sprang kurz vor uns von Land ins Wasser, uns war aber leider die Sicht durch die Uferbewachsung versperrt. Ebenso sahen wir mehrere bisher nicht gesehene Vogelarten. Ich kann sie mir einfach nicht alle merken.

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Bei einem Getränk machten wir uns wieder auf den Rückweg und genossen die ruhige Umgebung. Es gab Bier, Weisswein oder Softdrinks.

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Die Löwen und Leoparden blieben uns leider auf dieser Tour verwehrt.

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Es ging wieder zurück in den Landrover, wir hatten weitere nette Gespräche mit den Franzosen und waren pünktlich zum Abendessen zurück an der Lodge.

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Das Abendessen wurde dann mit einer kleinen Gesangseinlage der Mitarbeiter der Lodge eröffnet. Das Essen hat gut geschmeckt. Unser Guide berichtete uns noch von seiner Kindheit, ich probierte zum ersten Mal Amarula, ein Likör ähnlich Baileys, aber etwas fruchtiger. Lecker. Mit unseren Stirnlampen erblickten wir auf einmal noch einen Besucher am anderen Flussufer. Ein Nilpferd frass dort genüsslich das dort wachsende Gras und schenkte uns keine Beachtung.  Noch ein Glas Rotwein und dann gings ab ins Bett.