Namibia – 7. Tag Swakopmund – Damaraland

6:30 Uhr Aufstehen, die gewaschene Wäsche abholen, Packen, das letzte Mal Duschen in der Zivilisation 😉. Frühstück gab es gegen 8:00 Uhr.

Um 9 Uhr haben wir uns auf den Weg in die Kristallgalerie gemacht, die sich in der Nähe der Pension befindet. Hier gibt es unter anderem das größte gefundene Quarzstück zu betrachten.

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Ansonsten viele weitere funkelnde Steine.

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Einen kurzen Abstecher war es wert, zumal der Eintritt nur 20 NAD pro Person betrug. Im Shop haben wir uns noch mit kleinen Säckchen Steinen eingedeckt und ich bin noch mit einer Steinkette beschenkt worden 😃.

Danach ging es auf den weiten Weg ins Damaraland. Unterwegs kamen wir an einem alten Schiffswrack vorbei. Hier an der Skelettküste findet man ja noch sehr viele davon.

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Interessanter Fakt war, dass die Straße nicht geteert ist, was man auf den ersten Blick hätte meinen können, sondern aus Salz hergestellt ist. Ziemlich schnell ging es danach aber wieder auf die Schotterpiste. Kurz später kamen wir am Brandberg vorbei, der mir aus diversen Büchern bekannt war.

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Wie sahen ein paar Himbas am Wegesrand und „genossen“ die „afrikanische Massage“ (die Schotterpiste wurde schlechter und schlechter). Und dann überall die Damaras am Wegesrand mit ihren einfachen Hütten aus Wellblech oder Holz, oft mit großen Ziegen- oder Rinderherden. Die meisten wollten uns Edelsteine verkaufen oder es gab kleine Strassenstände an denen selbsthergestellten Puppen, Ketten oder ähnliches verkauft wurde.

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In diesem Gebiet gibt es normal viele Wüstenelefanten, uns ist aber leider keiner zu Gesicht gekommen.

Die Schottenpiste war irgendwann schon keine Cravelled Road mehr war, sondern nur noch Geholper. Schließlich kamen wir dann im Aabadi Mountain Camp an und ich realisierte schnell, was mir bevorsteht. Das erste Mal kein Strom und ansonsten seht selbst: mein Waschbecken, meine Toilette, meine Dusche…..

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Wir nahmen dann erst mal eine kleine Stärkung ein.

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Hier war es gleich viel heißer als ins Swakopmund und der Temperaturunterschied war schon enorm. Morgens noch ca. 16 Grad, jetzt 36 Grad. Und überall Mücken. Keine Moskitos aber Mopani-Mücken, die die Feuchtigkeit suchen, heißt, sie versuchen ständig einem in Nase, Mund oder Ohren zu krabbeln. Bäh.  Diese halten sich in der Nähe der Mopani-Bäume auf und davon gab es auf dem Campingplatz jede Menge. Es war ein ständiges Rumfuchteln mit den Armen, um sie sich vom Leib zu halten. Das war schon ein bisschen nervig. Hier ein paar Impressionen des Campingplatzes:

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Weiter ging es mit Geholper zu Twyfelfontain, den bekannten Felszeichnungen. Über 2000 Zeichnungen sind hier gefunden worden. Der Eintritt kostet 50 NAD pro Person. Die Besichtigung ist nur mit einem lokalen Guide möglich. Toll war, dass wir einen Guide ganz für uns alleine bekommen haben. Er erklärte uns die verschiedenen Felszeichnungen. Auf vielen sind Tiere zu sehen und daneben ihre zugehörigen Spuren. Deshalb liegt die Vermutung nahe, dass die Zeichnungen quasi als Schulunterricht benutzt wurden, um beizubringen, welche Spur zu welchem Tier gehört.

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Eine weitere große Zeichnung stellte eine Landkarte der Umgebung dar. Dort waren alle Wasserlöcher in der Nähe aufgezeichnet. Wenn das Tier direkt am Wasser steht, bedeutet dies, dass das Wasser immer existiert, ist das Tier weit entfernt vom Wasserloch gemalt, bedeutet dies, dass dort nicht immer Wasser vorhanden ist.

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Alles sehr interessant. Und da es sich meistens um Nomaden  handelte, die umherzogen, wusste dann die nächste Gruppe, die dort ankam sofort, wo sich Wasser befindet. Die Zeichnungen dienten also auch der Kommunikation. Es wurden viele weitere Zeichnungen gefunden die aber nicht alle zugänglich sind.

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Die bekannteste Felszeichnung, die „White Lady“ befindet sich am Brandberg. Diese haben wir aber nicht aufgesucht. Mir wurde aber berichtet, dass dort Touristen z. B. Cola über die Zeichnung gekippt haben, um besseren Kontrast für ihre Fotos zu bekommen. Unglaublich. Twyfelfontain war auf jeden Fall ein interessanter Aufenthalt, aber die Hitze war ziemlich unerträglich.

Hier noch ein paar Eindrücke aus der Umgebung von Twyfelfontein:

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Zurück im Camp gings ans Abendessen. Esel hielten sich nah an unserem Platz auf. Und immer noch überall die Fliegen. Diese verzogen sich erst, als die Sonne weg war. Das Lagerfeuer wurde angeschmissen und es gab Kudu, Springbock und Fleischspiesse mit Rind. Ich schnippelte die Tomaten. Und wir „Superköche“ bekamen dann noch Kochkurs Teil 1, wie schneide ich eine Zwiebel in Würfel und wie schneide ich eine Avocado auf. Sah wohl vorher nicht so geschickt aus 😜. Das waren die Zutaten für den Salat mit Tomaten, Zwiebeln, Avocados. Wer wollte bekam noch Brot mit Kräuterbutter gegrillt. Schließlich war alles sehr lecker, nur ein Freund vom Springbock bin ich noch nicht so richtig geworden.

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Und hier auf dem Campingplatz herrschte dann wirklich völlige Dunkelheit, wie ich sie noch nie erlebt habe. Alles einfach nur schwarz. Nur den dann eigentlich herrlichen Sternenhimmel bekamen wir nicht zu Gesicht, da im Laufe des Abends Wolken herangezogen sind. Wieder ging es früh ins Bett, so eine Rundreise und so viele Erlebnisse schlauchen ja doch ganz schön.

Einen Wüstenelefanten haben wir an diesem Tag leider nicht mehr zu Gesicht bekommen.

Jetzt ist die erste Woche schon rum, unglaublich, wie die Zeit vergeht.

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