Namibia – 14. Tag Kongola – Kasane (Botswana)

Heute ist der 17.9. unser Jahrestag 😃. Wie die Zeit vergeht. Und diesen durften wir in Namibia und Botswana verbringen, das hat ja auch nicht jeder.

Aber von vorne, gegen 4 Uhr wurde ich wach und musste dringend auf Toilette, habe mich aufgrund der Schilder am Campingplatz dieses Mal nicht so richtig getraut alleine rauszugehen.

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Somit taten wir dies dann irgendwann gemeinsam. Ich hörte, dass unsere Freunde im anderen Zelt auch wach waren. Ok, schnell raus zum Toilettenhäuschen und wieder ins Zelt. Am nächsten Morgen beim Frühstück dann folgendes: „Bei Euch war aber jemand mutig. 10 Minuten nachdem ein Nilpferd neben unseren Zelten gegrast hat, ist bei Euch jemand auf Toilette gegangen“. Puh, zum Glück habe ich das nicht mitbekommen. Die Nilpferde sind ja die gefährlichsten Tiere und man mag gar nicht glauben, dass sie bis zu 60 km/h schnell werden können.

Zum Frühstück hatte ich dieses Mal eine komische Mischung: Rührei mit Tomate und Brei. Naja, was solls.

Dann fuhren wir Richtung Kasane (Botswana). Zuerst machten wir noch ein Stop in der östlichsten Stadt Namibia’s: Katima Mulilo. Hier gingen wir nochmal einkaufen. Diese Stadt hat so überhaupt nichts mehr mit Windhoek oder Swakopmund gemeinsam und ist nicht mehr mit westlichen Großstädten vergleichbar. Keine Touristen, viel Armut. Und dann ging es weiter zur Grenze nach Botswana. Leider kamen wir direkt nach einem Reisebus an und mussten somit Schlange stehen. Zuerst musste das Ausreiseformular ausgefüllt werden. Und unser Reisepass füllt sich langsam. Der Ausreisestempel kam hinzu. Weitere Formalitäten für das Auto mussten erledigt werden. Dann fuhren wir zur botswanischen Seite. Weitere Formalitäten mussten erledigt werden, bis wir den Einreisestempel bekamen. Und nach einer kurzen Weiterfahrt, mussten wieder unsere Schuhe desinfiziert werden.

Neben uns tummelten sich mehrere Affen.

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Außerdem ist es bei der Einreise nach Botswana verboten, Milchprodukte, Bananen und weitere Lebensmittel einzuführen. Wir mussten zwar das Auto öffnen, aber bei unserem vollbepackten Wagen hatte niemand Lust das alles auszuräumen, also durften wir weiterfahren.

Hinter der Grenze startete direkt der Chobe Nationalpark. Hier mussten wir uns wieder mehrfach registrieren. Wir sahen ein paar Tiere am Wegesrand, u.a. Elefanten. Gegen 14 Uhr kamen wir dann in Kasane an und mussten dann erst mal den Campingplatz suchen, da dieser etwas außerhalb lag. An der Kubu Lodge angekommen, hatten wir nur nochmal kurz Zeit die benötigten Sachen einzupacken, um 15 Uhr startete nämlich die vorgebuchte Bootstour. Mit dem Auto wurden wir nach Kasane zum Bootsanleger gefahren. Dort liefen dann mehrere Warzenschweine um uns rum.

Auf dem Boot saßen wir wieder mit mehreren Deutschen zusammen, dieses Mal ein Pärchen aus Hochheim, ein Ort, der direkt bei uns um die Ecke liegt.

Da wir mit dem Boot in den Chobe Nationalpark fuhren, musste sich das Boot auch dort wieder registrieren.

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Dann ging es los. Paviane und Antilopen am Ufer.

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Und schon sahen wir das erste Krokodil ebenfalls  am Ufer liegen und fuhren ganz dicht heran. Das war beeindruckender als auf der vorletzten Bootsfahrt, als sich alle mehr oder weniger im Gebüsch aufhielten. Ein komisches Gefühl ein Krokodil direkt neben uns.

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Hier auf dem Chobe ist ansonsten das reinste Paradies für Vogelliebhaber. Wir sahen eine Vogelart nach der nächsten.

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Im Baum saß ein Lizard, gut getarnt.

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Viele Büffel verweilten am Ufer.

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Wir sahen Elefantenherden und ein weiteres riesiges Krokodil, des Haut in der Sonne fast golden leuchtete.

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Und dann tauchten sie endlich richtig in unserer Nähe auf, die Hippos. Eines rekelte sich am Ufer, das nächste schraubte sich aus dem Wasser nach oben, das dritte riss das Maul ganz weit auf.

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Dann sahen wir eine ganze Ansammlung von Hippos, was so aussah, als würden sie eine Besprechung abhalten. Lustig war, dass mehrere Vögel auf den Rücken der Hippos verweilten.

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Und dann nochmal dieses Schauspiel….

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Während der Bootsfahrt gab es dann noch diverse Getränke, ich hielt mich an Wasser und als Sundowner einen Cider. Noch einmal sahen wir Elefanten am Ufer.

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Die beeindruckende Fahrt endete dann mit dem Sonnenuntergang.

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Mit dem Auto ging es zurück zur Kubu Lodge, wo wir die Zelte aufbauten und uns ans Abendessen machten. Da wir viele Lebensmittel nicht nach Botswana einführen durften, hat sich das dieses Mal etwas schwieriger dargestellt. Es hat trotzdem geschmeckt. Ansonsten war der Campingplatz sehr staubig und der feine Sand hing ständig in der Luft. Und leider gab es nur Steckdosen am Nachbarstellplatz, was aber letztendlich ausreichend war.

Namibia – 13. Tag Divundu – Kongola

Wieder um 7:30 Uhr aufstehen. Heute gab es zu meinem üblichen Frühstück (meistens Brei oder Rührei) dann zum Ei noch Baked Beans. Dann war wieder zusammenpacken angesagt und weiter ging es Richtung Kongola.

Die Straße verlief wie eine Schnur einfach immer nur gerade aus. Rechts und links weiterhin die Lehmhütten der Einheimischen.

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Viel zu sehen gab es ansonsten nicht, genug Zeit den Blog zu schreiben. An einem Rastplatz beäugten uns ein paar kleine Jungs aus der Ferne ganz neugierig. Ziel dieses Tages war der Campingplatz der Namushasha River Lodge.

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Dort angekommen, inspizierten wir erst mal den kleinen Souvenirshop. Dann ging es weiter zum Zeltplatz. Dort fiel mir dann gleich mal ein Schild ins Auge: Campen auf eigene Gefahr, freilaufende wilde Tiere.

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Der Zeltplatz war dann sehr schön und groß mit Blick auf den Kwando River und das Schilf. Herrliche Ruhe. Wir bauten die Zelte auf und genossen erst mal die Natur. Schließlich packten wir beiden unsere Sachen zusammen und verzogen uns zum Swimmingpool an der nahegelegenen Lodge. Hier hatte ich nach längerer Zeit mal wieder Wifi-Empfang und nutzte dies mal aus, um die Neuigkeiten aus der Heimat zu erfahren.

Die Badeklamotten wurden angezogen und dann haben wir ein paar Runden in dem kleinen Pool gedreht. Puh, war das Wasser kalt, aufgrund der großen Hitze draußen. Aber die Bewegung hat mal gut getan nachdem wir die letzten Tage hauptsächlich sitzend im Auto verbracht haben. Eine schöne Erfrischung.

Nach einiger Zeit liefen wir zum Campingplatz zurück und dann ging es auch gleich schon wieder weiter. Wir beiden hatten uns nochmal für eine Bootsfahrt auf dem Kwando River angemeldet, welche wiederum 390 NAD kostete. Am Bootssteg ein Schild: Achtung! Krokodile und Nilpferde. So stiegen wir zusammen mit mehreren anderen Deutschen auf das Boot und genossen anschließend die gemütliche Fahrt durch das Schilf.

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War schön, das einfach mal nur zu genießen.

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Wir sahen mehrere Vögel, unter anderem den African Fish Eagle, der sich auch auf der namibischen Flagge befindet. Wir sahen von Weitem Elefanten und Impalas und Affen. Der Wasserspiegel war sehr niedrig, nur 1-1,5 m, so dass die Nilpferde sich eher woanders aufhalten. Aber schließlich drosselte der Bootsfahrer die Geschwindigkeit, weil er von einem vorausfahrenden Boot die Info bekommen hatte, dass dort Nilpferde sein könnten. Wir warteten mehrere Minuten, aber nichts geschah. Und dann tauchte es ganz plötzlich direkt vor unserem Boot auf. Der Kopf schoss heraus, tauchte aber sofort wieder unter. So schnell konnte man gar nicht gucken. Der Fahrer erklärte uns, dass es ungefähr alle 2 Minuten wieder auftauchen muss, deshalb warteten wir mit einigem Sicherheitsabstand. Plötzlich tauchte es dann aber ca. 20m hinter uns auf. Es scheint also an uns vorbeigeschwommen zu sein. Dort verharrte es dann auch eine Zeitlang an der Oberfläche, zu sehen waren aber hauptsächlich nur die Augen. So ein Schauspiel wie am Vortag gab es nicht mehr.

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Kurz später hielten wir zu einem Sundowner am Ufer an. Plauderten ein bisschen mit anderen Passagieren, ich trank einen Saft und es gab noch kleine Häppchen, u. a. Eier, Oliven…..und am Ufer gegenüber kamen drei Elefanten vorbei, die durchs Wasser stapften.

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Auf der Rückfahrt genossen wir den mal wieder tollen Sonnenuntergang.

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Und dann kam noch ein Büffel in Sicht. Somit haben wir jetzt vier Tiere der Big Five zu Gesicht bekommen. Es fehlt noch der Leopard.

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Zurück am Campingplatz war der Himmel immer noch rot gefärbt.

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Und das Essen kam auch schon gleich auf den Tisch. Unsere Freunde hatten die Zeit zum Kochen genutzt. Reis mit mehreren Zutaten. Lecker und gut gewürzt. Beim Abendessen dann noch folgende Story! Aussage: zum Glück habt Ihr kein Internet. Dann hättet Ihr mitbekommen, dass ein paar Tage vor unserer Ankunft in Namutoni ein paar Elefanten den Zaun durchbrochen haben und auf dem Zeltplatz rumgelaufen sind und noch ein paar Tage vorher die Löwen. War wirklich besser, dass wir das nicht wussten.

Dieses Mal gingen wir dann mal ein bisschen früher ins Bett, 21:30 Uhr.

Namibia – 12. Tag Rundu – Divundu (Popa Falls)

Um 7:30 Uhr mussten wir aufstehen, frühstücken, Zelte abbauen, zusammenpacken. Zuerst ging es dann noch zum Einkaufen nach Rundu, bevor wir zu den Popo Falls weiterfuhren. Wir entfernen uns immer weiter von den typischen Touristenrouten. Die Straße ist wieder gesäumt von den typischen afrikanischen Runddörfern (Krals). Nach 2-3 Stunden Fahrt sind wir da: NWR Popa Falls. Außer uns sind kaum weitere Gäste da. Die Campingplätze sind mitten im Gebüsch. Wir bauten die Zelte auf, genossen erst mal die Ruhe und machten uns dann gegen 15:30 Uhr auf, dem Weg. um das Camp zu erkunden……

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….und die Stromschnellen der Popa Falls zu begutachten, die direkt neben den Lodges liegen. Ein langer Steg führt dort hin. Wir nahmen erst mal den falschen und landeten bei den Luxuslodges, deren Blick von der Terrasse direkt auf die Stromschnellen geht. Wieder zurück zum anderen Steg, dann waren wir richtig. Am Ende des Steges befindet sich eine neue Bar mit großer Terrasse und mit schönem Blick auf die Stromschnellen.

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Hier hatte es auch ein bisschen Schatten, angenehm, da es ansonsten sehr heiß war. Wir ließen uns aber nicht nieder, sondern es ging erst mal mit dem Auto weiter zum Mahango Game Reserve.

Hier stand wieder Tierbeobachtung auf dem Programm, wobei es hier aber teilweise andere Tiere zu sehen gab, als im Etoscha Nationalpark. Am Parkeingang erwarteten uns aber erst mal nicht mehr ganz so lebendige Tiere…..

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Im Park selbst sahen wir wieder Kudus und Impalas,…

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aber plötzlich schwangen sich auch Affen (Velvet Monkeys) durch die Bäume und tollten herum.

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Am Fluss sahen wir von weitem Paviane und viele Seevögel. Uns begegnete eine Pferdantilope und dann hielten wir Ausschau nach Hippos. Erst wurden wir nicht fündig und waren schon am Umdrehen. Aber dann sah ich etwas im Wasser, was im ersten Moment wie ein schwimmender Baumstamm aussah. Dann dachte ich, das war eben noch nicht da und rief Stop. Und tatsächlich waren es die Nilpferde. Sie tauchten immer wieder an der Oberfläche auf und dann rissen sie doch wirklich gleichzeitig das Maul auf, als wenn wir es bestellt hätten.

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Bei der Weiterfahrt sahen wir dann ganz in der Ferne noch weitere Hippos, die sich auf einer Flussinsel tummelten. Wir kamen vorbei an einem sehr großen und alten Baobabtree, der ein schönes Fotomotiv bot.

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Einen Elefanten sichteten wir ebenso noch. Dann mussten wir zurück, da um 18:30 Uhr die Tore vom Park geschlossen wurden. Wobei uns aber trotzdem noch weitere Tiere begegneten.

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Zurück am Campingplatz, versuchten wir noch den Sonnenuntergang an den Stromschnellen zu erwischen, zu spät. Aber der Himmel war noch schön eingefärbt.

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Wir nahmen trotzdem noch einen Drink, Gin Tonic, Guavesaft und Fanta Grape, das ganze für nur 58 NAD. Dann hielten wir noch einen kleinen Plausch mit der Bedienung, die am Fernseh schauen war. Idylle in Afrika = American Televison 😀. Währenddessen kam noch eine Gruppe Einheimischer Jugendlicher vorbei, alle ausgestattet mit einem Handy, was mir dann bei den sonstigen Bedingungen (kein fließendes Wasser, kein Strom, Lehmhütten) für mich etwas komisch anmutete.

Wir gingen zurück zum Zeltplatz, schmissen den Grill an und dann gab es Beef, Würstchen und wieder Salat mit Tomaten, Avocado und Zwiebeln. Und der Mond bot für uns Europäer ein außergewöhnliches Bild. Die Sichel sieht doch etwas anders aus als bei uns.

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Danach wurde es dann noch ein lustiger Abend. Wir spielten UNO. Erst mal mussten die Regeln erklärt werden und dann legten wir los. Zuerst jeder gegen jeden, dann Afrika gegen Europa, dann Männlein gegen Weiblein. War das ein Spaß. Und am Ende hat das weibliche Geschlecht natürlich haushoch gewonnen 😀😉. Gegen 0:30 Uhr verabschiedeten wir uns dann ins Zelt.

Namibia – 11. Tag Namutoni – Rundu

Vor dem Frühstück ging nochmal los auf „Leopardenjagd“. Das hat leider nicht geklappt. Aber wir haben nochmal ein paar Zebras zu Gesicht bekommen…..

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….kamen direkt an einem Elefanten vorbei…..

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….und bekamen die Löwen nochmal in der Ferne zu Gesicht.

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Und kurz bevor wir den Etoscha-Nationalpark verließen, vergnügte sich ein Elefant dann nochmal direkt neben unserem Auto. Das waren höchstens 3 m Abstand. In solchen Situationen sollte man vorsichtig sein. Ein Elefant greift normal nicht grundlos an, wenn er aber Durst hat, das Wasser in der Kühlerhaube bemerkt und mit dem Rüssel an die heiße Kühlerhaube kommt, kann er dann doch schon mal aggressiv werden. Da heißt es, besser den Motor an lassen.

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Dann ging es weiter nach Rundu in den Norden des Landes. Zuerst mussten wir uns am Ausgang vom Etoscha-Nationalpark wieder abmelden. Außerdem herrscht momentan die Maul- und Klauenseuche, so dass unsere Schuhe noch desinfiziert wurden. Ebenso durften bestimmte Lebensmittel nicht mitgenommen werden.

Abseits der Touristenpfade fuhren wir nun ca. 400 km über die Schotterpiste, die hier gar nicht mehr gut gewartet war. Was ein Geholper und außer uns war niemand zu sehen. Auf einmal war der Weg gesäumt von sehr vielen Palmen, die wir vorher noch nicht zu sehen bekommen hatten.

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Wir kauten bei einem Zwischenstopp mal auf deren Früchte, sie sollten aber anschließend besser wieder ausgespuckt werden.

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Geier bekamen wir auch auf einem Baum sitzend auch noch zu sehen.

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An einem weiteren Rastplatz kam mir noch dieser tolle Vogel zu Gesicht.

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Schließlich kamen wir an die Grenze zum Kavango. Wieder wurden unsere Schuhe desinfiziert. Und dann bot sich uns dort auf einmal eine ganz andere Welt.

Hier sind die Leute doch eher arm. Alles spielt sich an der Straße ab. Die kleinen Dörfer (Krals) sind wie folgt aufgebaut: in der Mitte die Tiere, ein Zaun drumherum, dann das Haus des Ältesten mit seiner Frau und drumherum die weiteren Hütten. Ganz außen ein weiterer Zaun. Wenn wir hier allerdings von Häusern und Hütten reden, handelt es dabei entweder um Wellblechhütten oder um Hütten aus Holz und Lehm mit Reetdach. Ohne fließendes Wasser, ohne Strom. Das sah alles ein bisschen nach kleinen gallischen Dörfern aus Asterix und Obelix aus.

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Wir sahen Menschen, die ihr Wasser oder Holz auf dem Kopf transportierten…..

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…Ochsenkarren…

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…und viele Kinder kamen aus der Schule.  Manche versuchten am Straßenrand selbstgemachte Dinge zu verkaufen.

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Puh. Alles irgendwie so, wie man sich Afrika vorstellt, aber wenn man es dann live sieht, ist das irgendwie doch was ganz anderes. Mit hat es erst mal zu denken gegeben.

Die Straße bis Rund war dann gesäumt von diesen Hütten. Auch in Rundu selbst sah es ähnlich aus. Hier kam aber noch der viele Müll hinzu, der sich überall am Straßenrand sammelte. Teilweise sah man Kinder darin rumwühlen. Irgendwie bedrückend, aber trotzdem waren alle so fröhlich.

Wir erreichten schließlich unseren Campingplatz an der Hakusembe River Lodge. Hier hatten wir an unserem Zeltplatz wieder ein eigenes kleines Badezimmer für uns. Insgesamt besitzt die Lodge vier Zeltplätze, die sich direkt am Wasser befinden.

Am Abend nahmen wir noch an einer Bootsfahrt mit Sundowner teil. Diese kostet 195 NAD. Es passten ca. 15 Leute auf das Boot.

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Und hier erlebten wir dann Hummeldumm live. Eine typische deutsche Reisegruppe in Namibia…..

Soweit so gut, hier auf dem Fluss befanden wir uns direkt auf der Grenze zwischen Namibia und Angola. Wir sahen mehrere Vögel, genossen den Sonnenuntergang bei Savanna oder Bier oder Sekt, dazu kleine Snacks.

Und dann die nächsten Tiere, die mir live noch nie zu Gesicht gekommen sind: Krokodile.

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Und auf der angolanischen Seite des Flusses bekamen wir weitere Armut zu sehen. Menschen, die sich im Fluss badeten, ihre Wäsche dort wuschen, angelten etc. Aber alle winkten uns fröhlich zu.

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Zum Abendessen gab es dieses Mal Nudeln mit Tomatensoße, Karotten und Presswurst. Die Presswurst war mir ja erst nicht geheuer, hat aber am Ende doch gut geschmeckt.

Für mich gab es dann leider noch einen weniger schönen Abschluss des Tages. Meine Spiegelreflexkamera ist aus dem Auto gefallen und war danach kaputt. Muss ich mich ab sofort wohl mit der Kompaktkamera begnügen 😕.

Namibia – 8. Tag Olifantsrus (Etosha)

Frühstück heute wieder mit Mücken. Dann ging es weiter zum Petrified Forest oder auf Deutsch, versteinerter Wald. Vorher passierten wir schon mehrere Stellen, die als Petrified Forest angepriesen wurden. Dort haben einheimische wahrscheinlich ein Stück versteinertes Holz gefunden und versuchen so an Geld von den Touristen zukommen. Wir fuhren natürlich zum offiziellen Zentrum. Die Führung ist hier wieder nur mal mit den lokalen Guides möglich und kostet Eintritt.

Das ganze mutet an wie ein Freilichtmuseum. Es handelt sich dabei um versteinerte Baumstämme auf einer Fläche von über 6000qm inmitten der Trockensavanne. Die einstig riesengroßen Nadelbäume sind rund 300 Mio Jahre alt. Da diese Nadelbäume in dieser Gegend nicht wachsen, sind sie vermutlich in Zentralafrika entwurzelt worden und hier angeschwemmt worden, wahrscheinlich zu Zeiten zu von Gondwana.

Wenn man diese „Steine“ in der Hand hat, mag man im ersten Moment gar nicht glauben, dass man eigentlich Holz in der Hand hat. Je nach Bodenbeschaffenheit hat sich auf den angeschwemmten Baumstämme dann Mangan oder Eisenoxid oder ähnliches abgelagert und die Stämme versteinerten langsam. Der längste hier gefundene Stamm ist 40 m. Unter der Erde gibt es aber noch viele weitere Baumstämme, die nicht ausgegraben wurden. Eine interessante Erfahrung.

Und dann ging es weiter in den Etosha Nationalpark, der wohl jedem bekannt sein dürfte.

Was macht man hier? Natürlich Tierbeobachtung. Noch bevor wir am Eingang des Parks ankamen, sahen wir einen Sabel (Rappenantilope). Sehr ungewöhnlich, da diese in Etosha eigentlich nicht, oder nur ganz selten vorkommt. Was für ein Glück.

Am Eingang muss man sich erst mal registrieren. Wir fuhren durch den Westen, welches der von den Touristen der weniger besuchte Teil des Parks ist. Dieser wurde auch erst ca. 2012 für den Tourisgeöffnet. Unser erstes Ziel war Olifantsrus.

Und gleich am ersten Wasserloch hatten wir Megaglück. Eine riesige Elefantenherde, Springböcke, jede Menge Zebras und davon auch gleich beide Arten: Steppenzebra und Hartmann’s Bergzebra. Um uns rum wimmelte es einfach von Tieren. Vor allem die Elefanten faszinierten mich. Die ersten, die wir live zu sehen bekamen. Wow.

Wir besuchten weitere Wasserlöcher und trafen auch überall die verschiedensten Tiere an.

Alles irgendwie wie im Zoo aber doch wieder anders. Schließlich und endlich erreichten wir unsere Campsite, die mit einem eigenen, in der Nacht beleuchteten, Wasserloch und Beobachtungsstand ausgestattet ist, Olifantsrus.

Wir bauten unser Zelt auf und wir gingen gleich mal aus Wasserloch bei Sonnenuntergang. Auf dem Weg über den Steg sahen wir dann eine große Gnuherde, die sich aber Richtung Sonnenuntergang verabschiedete. Am Wasserloch selbst war grade nicht viel los. Wir fingen an zu Grillen und irgendwie muss ich mir irgendwann den Magen verdorben haben. Das hat mich dann noch 2 Tage lang begleitet. Hat mich aber trotzdem nicht davon abgehalten, nochmal das Wasserloch zu besuchen. Außer einer Eule und einem Schakal ist uns aber nichts mehr zu Gesicht gekommen. Also ab ins Bett.

Namibia – 7. Tag Swakopmund – Damaraland

6:30 Uhr Aufstehen, die gewaschene Wäsche abholen, Packen, das letzte Mal Duschen in der Zivilisation 😉. Frühstück gab es gegen 8:00 Uhr.

Um 9 Uhr haben wir uns auf den Weg in die Kristallgalerie gemacht, die sich in der Nähe der Pension befindet. Hier gibt es unter anderem das größte gefundene Quarzstück zu betrachten.

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Ansonsten viele weitere funkelnde Steine.

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Einen kurzen Abstecher war es wert, zumal der Eintritt nur 20 NAD pro Person betrug. Im Shop haben wir uns noch mit kleinen Säckchen Steinen eingedeckt und ich bin noch mit einer Steinkette beschenkt worden 😃.

Danach ging es auf den weiten Weg ins Damaraland. Unterwegs kamen wir an einem alten Schiffswrack vorbei. Hier an der Skelettküste findet man ja noch sehr viele davon.

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Interessanter Fakt war, dass die Straße nicht geteert ist, was man auf den ersten Blick hätte meinen können, sondern aus Salz hergestellt ist. Ziemlich schnell ging es danach aber wieder auf die Schotterpiste. Kurz später kamen wir am Brandberg vorbei, der mir aus diversen Büchern bekannt war.

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Wie sahen ein paar Himbas am Wegesrand und „genossen“ die „afrikanische Massage“ (die Schotterpiste wurde schlechter und schlechter). Und dann überall die Damaras am Wegesrand mit ihren einfachen Hütten aus Wellblech oder Holz, oft mit großen Ziegen- oder Rinderherden. Die meisten wollten uns Edelsteine verkaufen oder es gab kleine Strassenstände an denen selbsthergestellten Puppen, Ketten oder ähnliches verkauft wurde.

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In diesem Gebiet gibt es normal viele Wüstenelefanten, uns ist aber leider keiner zu Gesicht gekommen.

Die Schottenpiste war irgendwann schon keine Cravelled Road mehr war, sondern nur noch Geholper. Schließlich kamen wir dann im Aabadi Mountain Camp an und ich realisierte schnell, was mir bevorsteht. Das erste Mal kein Strom und ansonsten seht selbst: mein Waschbecken, meine Toilette, meine Dusche…..

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Wir nahmen dann erst mal eine kleine Stärkung ein.

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Hier war es gleich viel heißer als ins Swakopmund und der Temperaturunterschied war schon enorm. Morgens noch ca. 16 Grad, jetzt 36 Grad. Und überall Mücken. Keine Moskitos aber Mopani-Mücken, die die Feuchtigkeit suchen, heißt, sie versuchen ständig einem in Nase, Mund oder Ohren zu krabbeln. Bäh.  Diese halten sich in der Nähe der Mopani-Bäume auf und davon gab es auf dem Campingplatz jede Menge. Es war ein ständiges Rumfuchteln mit den Armen, um sie sich vom Leib zu halten. Das war schon ein bisschen nervig. Hier ein paar Impressionen des Campingplatzes:

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Weiter ging es mit Geholper zu Twyfelfontain, den bekannten Felszeichnungen. Über 2000 Zeichnungen sind hier gefunden worden. Der Eintritt kostet 50 NAD pro Person. Die Besichtigung ist nur mit einem lokalen Guide möglich. Toll war, dass wir einen Guide ganz für uns alleine bekommen haben. Er erklärte uns die verschiedenen Felszeichnungen. Auf vielen sind Tiere zu sehen und daneben ihre zugehörigen Spuren. Deshalb liegt die Vermutung nahe, dass die Zeichnungen quasi als Schulunterricht benutzt wurden, um beizubringen, welche Spur zu welchem Tier gehört.

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Eine weitere große Zeichnung stellte eine Landkarte der Umgebung dar. Dort waren alle Wasserlöcher in der Nähe aufgezeichnet. Wenn das Tier direkt am Wasser steht, bedeutet dies, dass das Wasser immer existiert, ist das Tier weit entfernt vom Wasserloch gemalt, bedeutet dies, dass dort nicht immer Wasser vorhanden ist.

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Alles sehr interessant. Und da es sich meistens um Nomaden  handelte, die umherzogen, wusste dann die nächste Gruppe, die dort ankam sofort, wo sich Wasser befindet. Die Zeichnungen dienten also auch der Kommunikation. Es wurden viele weitere Zeichnungen gefunden die aber nicht alle zugänglich sind.

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Die bekannteste Felszeichnung, die „White Lady“ befindet sich am Brandberg. Diese haben wir aber nicht aufgesucht. Mir wurde aber berichtet, dass dort Touristen z. B. Cola über die Zeichnung gekippt haben, um besseren Kontrast für ihre Fotos zu bekommen. Unglaublich. Twyfelfontain war auf jeden Fall ein interessanter Aufenthalt, aber die Hitze war ziemlich unerträglich.

Hier noch ein paar Eindrücke aus der Umgebung von Twyfelfontein:

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Zurück im Camp gings ans Abendessen. Esel hielten sich nah an unserem Platz auf. Und immer noch überall die Fliegen. Diese verzogen sich erst, als die Sonne weg war. Das Lagerfeuer wurde angeschmissen und es gab Kudu, Springbock und Fleischspiesse mit Rind. Ich schnippelte die Tomaten. Und wir „Superköche“ bekamen dann noch Kochkurs Teil 1, wie schneide ich eine Zwiebel in Würfel und wie schneide ich eine Avocado auf. Sah wohl vorher nicht so geschickt aus 😜. Das waren die Zutaten für den Salat mit Tomaten, Zwiebeln, Avocados. Wer wollte bekam noch Brot mit Kräuterbutter gegrillt. Schließlich war alles sehr lecker, nur ein Freund vom Springbock bin ich noch nicht so richtig geworden.

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Und hier auf dem Campingplatz herrschte dann wirklich völlige Dunkelheit, wie ich sie noch nie erlebt habe. Alles einfach nur schwarz. Nur den dann eigentlich herrlichen Sternenhimmel bekamen wir nicht zu Gesicht, da im Laufe des Abends Wolken herangezogen sind. Wieder ging es früh ins Bett, so eine Rundreise und so viele Erlebnisse schlauchen ja doch ganz schön.

Einen Wüstenelefanten haben wir an diesem Tag leider nicht mehr zu Gesicht bekommen.

Jetzt ist die erste Woche schon rum, unglaublich, wie die Zeit vergeht.

Namibia – 6. Tag Swakopmund, Walvis Bay

Wow, was für ein Tag. Hammer. Nach dem Frühstück ging es um 8:00 Uhr mit dem Auto Richtung Walvis Bay. Vorbei an den großen Dünen, die zu der Zeit noch im Nebel lagen. Es war noch sehr kalt.

In Walvis Bay checkten wir bei Catamaran Tours für eine Katamaranfahrt auf dem Atlantik ein. Am Hafen wurden wir gleich von mehreren Pelikanen empfangen.

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Es waren ca. 20 Leute auf dem Boot, sogar eine Gruppe direkt aus unserer Heimatregion. Zuerst gab es eine kurze Einweisung vom Guide der Tour. Somit versammelten sich alle erst mal an Deck. Die vorderen Plätze am Bug wurden dann als Honeymoon Suite angepriesen und man könne dort auch Platz nehmen. Das Angebot nahmen wir dann gleich mal in Anspruch 😀. Und schon kamen die Sprüche: Oh, frisch verheiratete Mainzer, lol. Die 05er Mütze war nämlich auch wieder im Gepäck.

Zuerst wurden dann mal Decken verteilt und ich war wirklich froh um meine vor dem Urlaub neu erworbene Daunenjacke und die eingepackten Handschuhe. Brr, war das kalt.

Ständig wurden wir von Pelikanen umkreist.

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Und schon bekamen wir auch einen ersten Gast an Bord. Eine Robbe hüpfte aufs Boot und durfte von allen gestreichelt werden.

Der Guide fütterte sie mit Fischen und uns wurde ein Kaffee gereicht, später gefolgt von einem Schnaps und bei einer weiteren Runde hatte man die Wahl zwischen Bier oder Apfelsaft. Bald schon tauchte neben der Robbe auch noch ein Pelikan auf dem Boot auf und leistete uns Gesellschaft.

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Weitere Pelikane umringten uns im Wasser und in der Luft. Bei meinem Toilettenbesuch hatte ich dann mal die Möglichkeit das Schiff von innen zu begutachten. Es gab mehrere Räume mit Betten, das machte alles einen guten Eindruck und vielleicht könnte ich mir ja doch mal vorstellen ne Boot & Hike Tour zu machen. Bisher war ich eher gegen Schlafen auf dem Boot. Die Klospülung war dann auch ganz interessant. Im ersten Moment stand ich davor wie ein Ochse vorm Berg, bis ich die Bedienungsanleitung gefunden habe. Man drehe den einen Schalter nach Rechts, betätige die Pumpe, öffne die Klappe, betätige nochmal die Pumpe, schließe die Klappe und drehe den Schalter wieder nach links. Da soll erst mal jemand von alleine drauf kommen. Weiter ging die Fahrt.

Möwen landeten auf dem Boot…..

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….und wir passierten die Austernbänke, die mit vielen bunten Bojen gekennzeichnet waren.

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Was für eine Arbeit. Alle paar Wochen müssen alle Austern aus dem Meer herausgeholt werden, einzeln per Hand gesäubert werden und wieder ins Meer gebracht werden.

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Anschließend näherten wir uns der Robbenkolonie auf der Landzunge. Man hörte schon von weitem das Brüllen und der Geruch nahm auch etwas zu. Schließlich kamen wir ganz dicht an die Landzunge heran und auf einmal wimmelte es nur noch rund um uns rum. Robben tollten lustig im Wasser umher, die Möwen kreisten über uns, Delphine vollführten ihre Freudensprünge, es war das reinste Tohuwabohu und man wusste gar nicht, wo man hingucken sollte. Atemberaubend. Und an Land Hunderte von Robben, wo man auch hinsah. Hier hielten wir uns ziemlich lange auf und Genossen diese herrliche Szenerie.

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Zwischen den Tieren tummelten sich auch noch Kajakfahrer, ein Event, was auch möglich gewesen wäre.

Irgendwann setzen wir die Fahrt fort, sahen von weitem Pinguine im Wasser und kleine Delphine. Diese wurden schnell unsere Begleiter und surften eine ganze Zeitlang auf der Bugwelle mit uns mit. Ein tolles Schauspiel. Weiterhin erfuhren wir von unserem Guide alles Wissenswerte über das Meer und seine Bewohner. Mir wurde zwischenzeitlich mal ein bisschen schummrig, aber das verging schnell wieder.

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Schließlich wurde dann im hinteren Teil des Bootes noch Essen aufgetischt. Gestartet wurde mit einem Glas Sekt und dann gab es für mich dann auch noch eine Premiere: Austern. Zuerst wagte ich mich nur an die mit Käse überbackenen, die gleich hervorragend schmeckten. Weiterhin gab es Gemüsesticks, viele belegte Brote mit Meeresfrüchten, Eier, und schließlich probierte ich doch noch eine normale Auster…..wenn man schon mal die Möglichkeit hat… Diese war ok, aber dann doch nicht ganz so mein Fall.

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Langsam ging es wieder zurück Richtung Hafen und wir wurden wieder von unzähligen Pelikanen begleitet. Sie schwammen, flogen und landeten direkt neben uns auf dem Boot. Der Guide lockte sie immer wieder an.

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So ging diese herrliche Bootsfahrt dann dem Ende zu.

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Zurück in Swakopmund schlenderten wir noch ein bisschen durch die Gassen. Kauften einen weiteren Safarihut für meinen Schatz, tranken noch einen Kakao und dann ging es weiter zum absoluten Highlight. 2 Stunden Rundflug über die riesigen Dünen der Namib.

Wir buchten den Flug bei „Sossusfly“, wo wir uns auch trafen. Dort trafen wir auf weitere Mitfliegende, das meiste waren Schweizer, die mit Studiosus unterwegs waren. Alle sehr nett. Wir wurden anschließend mit Kleinbussen zum Flugplatz vom Swakopmund gebracht. Unterwegs konnte man teilweise die Townships von Swakopmund sehen.

Die Passagiere wurden auf 3 Flugzeuge aufgeteilt, ausschlaggebend war das vorher angegebene Gewicht. Die Flugzeuge starteten im Viertelstundentakt.

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Wir befürchteten schon dass wir getrennt werden, da dies einem Paar passiert ist und wir wollten das ganze ja schon gemeinsam erleben. Aber wir hatten Glück und konnten im letzten Flieger die hinterste Bank erobern. Alles unnötige Gepäck wurde im Kofferraum verstaut. Zu warm anziehen sollte man sich auch nicht, da es während dem Flug doch recht heiß wird. Und dann ging es los.

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Zuerst waren nur unendliche Weiten zu sehen. Überall einfach nur flache Landschaft und überall Sand, so weit das Auge sehen konnte. Und mitten hindurch ging nur eine einzige Straße.

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Wir passierten die Mondlandschaft von oben….

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und dann tauchten sie auf einmal auf, die riesigen Dünen der Namib und sie nahmen einfach kein Ende.

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Während man im Auto im Sossusvlei noch meinen konnte, dass es vielleicht 100 sind, sah man von oben nichts anderes mehr als ein Meer aus Dünen. Auf den meisten ist wahrscheinlich noch nie eine Menschenseele gewesen. Wieder das herrliche Licht-Schattenspiel durch die Sonne. Ich konnte mich nicht satt sehen. 6 -1-386 -1-406 -1-416 -1-44

So ging es immer weiter bis zum Sossusvlei. Wir sahen Deadvlei von oben…

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…und dann ging es langsam Richtung Atlantik. Die Sicht wurde schlechter, da sich durch den Atlantik Wolken gebildet hatten und schon verloren die Dünen ohne das Licht-Schattenspiel viel von ihrer Faszination. Welch ein Unterschied zum Aussehen von vorher. Aber trotzdem noch sehr schön.

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Am Atlantik überflogen wir die Skelettküste, wo das Wasser des Atlantik die Dünen küsst.

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Wir sahen zwei Schiffswracks von oben und waren von allem einfach nur fasziniert. Wir kamen an vielen Robbenkolonien vorbei, sahen große Salzterrassen im Meer…

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und landeten schließlich wieder in Swakopmund, wo langsam die Sonne unterging. Was für ein Erlebnis.

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Mit dem Kleinbus wurden wir direkt zurück zu unserer Pension gefahren. Dort haben wir uns nur noch schnell umgezogen und schon ging es zum Abendessen ins Tug Restaurant an der Seebrücke. Sehr nette Bedienung. Es gab Rotwein und zum Essen entschied ich mich dieses Mal für Fisch, wenn man schon mal an der See ist: eine Kombination aus Squid, gefüllt mit Chili Pesto und Line Fish und dazu Reis. War das lecker. Es war dann noch ein geselliger Abend, bei dem ich dann aber doch recht schnell müde wurde. So viele neue Eindrücke……

Namibia – 5. Tag Sesriem – Swakopmund 

Heute war im Vergleich zu den anderen Tagen „Ausschlafen“ angesagt. Der Wecker klingelte um 7:00 Uhr, Frühstück gab es im 7:30 Uhr. Wieder Kaffee und Tee und Pap (Maisbrei) mit Apfel. Dann ging es auf die weite Fahrt nach Swakopmund. 450 km auf der Schotterpiste (Pad) und dieses Mal nicht in gutem Zustand. Wir wurden ganz schön durchgeschüttelt. In Umkreis von einer Stunde passierten wir weitere Lodges und Campingplätze. Diese werden mit „am Sossusvlei“ vermietet. Uns wurde gesagt, dass hier viele große Reisegruppen und Individualreisende unterkommen. Von dort aus hat man aber nicht die Möglichkeit die Dünen in dem sagenhaften Licht des Sonnenauf- und -untergangs zusehen. Eine Stunde Fahrt zum Eingang, eine weitere Stunde bis dort hin, dann ist der Drops gelutscht. Der Sesriem Campground und die Sossus Dune Lodge sind die einzigen Unterkünfte direkt am Gate.

Wir passierten die Namib Naukluft Berge, kamen vorbei an versteinterten Dünen, entdeckten am Wegesrand Paviane und kamen schließlich zur Tankstelle Solitaire. Hier gibt es die beste und bekannteste Bäckerei in der Wüste.

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Hier bekamen wir mehrere Erdhörnchen zu Gesicht und ich habe mir ein Eis gegönnt. Die anderen labten sich in der Bäckerei und deckten sich mit Kaffee ein.

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Eine zeitlang später passierten wir den Gaub Pass und den Kuiseb Pass. Teilweise ging es in Serpentinen auf Schotterpiste durch die Berge mit ihrer geologischen Vielfalt. Nirgends kann man die Geologie so gut sehen wie in Namibia.

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Wir fuhren dann nicht den üblichen Weg nach Swakopmund weiter, sondern bogen rechts in den Nationalpark ab. Für diesen Weg muss man sich allerdings vorher eine Permission besorgen. Der Weg führte durch weite Savannenlandschaft.

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Wir sahen mehrere Bergzebras, leider zu weit weg vom Auto. Unendliche Weiten um uns rum. Und immer wieder sahen wir Fata Morganas. Schon faszinierend, diese Sinnestäuschung.

Der Weg führte uns dann zum Welwitschia Nature Drive. Diese Pflanze konnten wir vor einiger Zeit schon im Frankfurter Palmengarten begutachten. Die Welwitschia mirabelis, wie sie richtig heißt, ist eine der seltsamsten Pflanzen der Erde. Ihre am Boden liegenden Blätter können theoretisch bis zu 8 m lang werden und sie blüht unter extremen Klimabedingungen mitten im sandigen Nichts. Diese Länge wird aber meistens nicht erreicht, da Tiere zum Fressen kommen oder die klimatischen Bedingungen dies verhindern. Sie kann bis zu 1500 Jahre alt werden. Hier in Namibia bis zur südlichen Grenze von Angola ist der einzige Platz auf der Welt, wo diese Pflanze wächst. Faszinierend ist, dass man meint, die Pflanze hätte an die 30 Blätter, wenn man genau hinsieht, sind es aber nur 2 Blätter, die durch Wind und äußere Bedingungen zerklüftet sind. Die männliche Pflanze unterscheidet sich im Aussehen auch von der weiblichen Pflanze. Die Befruchtung erfolgt durch den Wind oder durch Tiere.

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Weiter ging es zur Mondlandschaft. Sie erscheint mit ihren blanken Felsen und den tiefen Einschnitten außerirdisch.

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Schließlich und endlich kamen wir nach mehreren Stunden Fahrt über Stock und Stein in Swakopmund an, wo uns kühles Nordseewetter erwartete. Wir drehten mit dem Auto noch eine kleine Tour durch die Stadt, bevor wir in unserer Pension Rapmund eincheckten. Wir hatten ein schönes Eckzimmer im Erdgeschoss mit Blick auf den Atlantik. Das Haus ist sehr gepflegt und empfehlenswert.

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Bei stürmischen Wetter schauten wir uns noch ein bißchen die Umgebung an. Wir passierten den Leuchtturm.

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Und hier auf der Wiese liefen noch ein paar Perlhühner frei herum.

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Anschließend schlenderten wir noch ein bißchen am Strand entlang……

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….und gingen zum Craft Market, ein Künstlermarkt. Hier wurden wir aber gleich, bevor wir überhaupt den ersten Stand erreicht hatten, bedrängt etwas zu kaufen. Zum Schauen hatte man leider gar keine Zeit, weil einem ständig etwas anderes unter die Nase gehalten wurde. Schade. So habe ich dann schnell die Lust verloren mir die schönen Schnitzereien oder Schalen genauer anzuschauen. Einen kleinen Elefant aus Holz habe ich dann aber doch noch gekauft und eine kleine Nuss, in die mein Name eingeschnitzt wurde, in Verbindung mit Namibia 2015. Aber wenn Ihr auch mal auf so einem Markt sein solltet, hier könnt und solltet Ihr immer handeln. Am Ende werden dann doch noch ganz andere Preise angeboten, als die erste Preisangabe.

Wir liefen weiter zur Seebrücke, wo ein eisiger Wind wehte und genossen die langsam untergehende Sonne.

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Danach gönnten wir uns in der Pension noch eine heiße Dusche und dann ging es weiter zum Abendessen ins „Kücki’s Pub„, ein einheimisches Restaurant. Ich hatte Surf and Turf, in diesem Fall Springbock mit Krabben und Calamaris und Bratkartoffeln. Der Springbock traf leider nicht ganz meinen Geschmack. Wer wollte bediente sich noch am Rotwein, ich habe mich aber an Guavensaft und Wasser gehalten. Es war ein schöner Abend.

Namibia – 4. Tag Deadvlei, Sesriem Canyon

Wie gesagt, um 4:00 Uhr ging es ans Aufstehen. Eine kurze Nacht und beim Wachwerden extrem kalt. Mein Schlafsack war von außen richtig klamm. Um 4:30 Uhr war Abfahrt. Wir wollten zum Sonnenaufgang auf den Dünen am Deadvlei sein.  Während der ca. 70 km Fahrtstrecke versuchte ich dann noch ein bisschen zu schlafen. Aber leider klappt ja nicht immer alles so, wie man das gerne hätte. Plötzlich sahen wir Nebel, der immer dichter und dichter wurde. Die Sicht war gleich Null, so dass wir gezwungen waren, sehr langsam und vorsichtig zu fahren. Der Nebel hatte etwas mystisches. Uns wurde aber schnell klar, dass das mit dem Sonnenaufgang nichts mehr werden würde, da der Nebel lange Zeit braucht, um sich aufzulösen.

Wir passierten einen Parkpkatz, an dem nicht Allrad-taugliche Autos anhalten müssen und mit dem Shuttle weiterfahren müssen. Ab jetzt ging es nur noch mit 4×4 Geländewagen weiter. Die letzten 5 km wurden wir dann auch ganz schön durchgeschüttelt. Sehr tiefer Sand, der passiert werden muss. Wir waren die ersten am Sossusvlei, aber keine Chance den Sonnenaufgang zu sehen. Der Nebel war zu dicht. Aber: Hakuna Matata. Im Nachhinein hatten wir Glück im Unglück. Wir haben erfahren, dass vorher vier Tage lang Sandsturm war.

Also sind wir erst mal im Auto geblieben und haben uns einen heißen Tee oder Kaffee gemacht. Die Temperaturen waren immer noch wenig erträglich, trotz langer Unterhose. Sie lagen so um die fünf Grad. So war es schließlich dann doch schon ca. 8 Uhr bis wir uns auf den Weg auf die Düne gemacht haben. Wieder alles unberührt, als wenn noch keine Menschenseele hier gewesen wäre. Der Westwind sorgt immer wieder für die Ursprünglichkeit.

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Der Aufstieg war heute bei weitem nicht so anstrengend, da der Sand nasser war und man dadurch nicht so tief einsinkt. Oben auf der Düne angekommen, dann das Wow-Erlebnis. Das von vielen Bildern bekannte Deadvlei kam in Sicht. Magisch, wie eigentlich fast alles in der Namib. In dem Moment leider immer noch vom Nebel verhangen. Wir wanderten am Dünengrat entlang. Big Daddy, mit 380 m die größte Düne vor Ort, war durch den Nebel noch nicht zu sehen. Ebenso wenig war Big Mama zu sehen. Von blauem Himmel keine Spur.

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Somit entschieden wir uns, erst mal zurück zum Auto zu laufen, um dort zu frühstücken. Es gab wieder Tee, Kaffee, Rührei und Maisbrei. Irgendwann siegte die Sonne über den Nebel und der blaue Himmel kam zum Vorschein. Bis hierher war es immer noch eisig kalt, aber dann wurde es langsam wärmer. Die lange Unterhose gehörte ab sofort der Vergangenheit an.

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Und Big Daddy war jetzt endlich auch zu sehen.4 -1-15

Bald machten wir uns dann zu zweit auf den Weg zum Deadvlei. Nach einem ca. 30 minütigen Fußmarsch, ok, inklusive tausender Fotostopps, lag die Lehmpfanne dann in herrlicher Pracht und jetzt im Sonnenschein vor uns.

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Leider inzwischen aber auch schon wieder von Touris überfüllt, was wir ja eigentlich vermeiden wollten. Trotzdem war die Zahl der Menschen im Vergleich zu vielen anderen Sehenswürdigkeiten auf dieser Welt dann doch noch recht überschaubar.

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Ein herrlicher Ort, um Fotos zu schießen. Der Kontrast zwischen dem strahlenden Blau des Himmels, das Rot der Dünen, das Weiß des Lehms, ist einfach phantastisch. Und dann noch die vertrockneten Bäume dazu. Man hätte tausende von Fotos machen können.

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Ich konnte es mir dann wieder nicht verkneifen, in den Bäumen rumzuklettern und habe mir dann auch gleich ein paar Holzsplitter in den Händen eingefangen.

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Hier haben wir uns dann auch ziemlich lange aufgehalten, bis wir uns wieder auf den Rückweg machten, überall umgeben von den gigantischen Sanddünen der Namib, ein Meer aus Sand, in den unterschiedlichsten Rot-, Orange- und Gelbtönen.

Auf der Rückfahrt haben wir dann noch einen Oryx auf einer Düne stehend erwischt. Laut unserem Guide ein sehr seltener Moment. Auf einer Düne sieht man sie sehr selten.

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Dann ging es wieder auf die Sandpiste und wir wurden erneut durchgeschüttelt. Weiter ging es dann zum Sesriem Canyon, der sich direkt am Eingang zum Sossusvlei befindet. Der Name bedeutet „Sechs Riemen“, da die Siedler sechs Riemen benötigten, um das Wasser in Eimern vom Grund an die Oberfläche zu ziehen.

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Wir stiegen in den Canyon hinab und wanderten hindurch.

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An einer Stelle des Canyons hatte sich noch Wasser gesammelt. Um das Wasserloch zu sehen, mussten wir aber noch eine kleine Kletterpartie hinter uns bringen, die nur mit gegenseitiger Hilfe möglich war.

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Wir erreichten den Campingplatz gegen 15-16 Uhr. Jetzt war erst mal entspannen angesagt. Savanha Light, Bier, Chips, Biltong und weitere Knabbereien. Vom Vorabend war noch etwas Gemüse übrig, was wir nochmal warm machten. Danach hab ich mir dann mal eine ausführliche Dusche gegönnt, nach den Katzenwäschen der letzten Tage. Irgendwann kam unsere Zeltnachbarin noch auf einen netten Plausch vorbei, eine Südafrikanerin aus Kapstadt. Sie hatte am frühen Morgen einen Rundflug über die Dünen gemacht und war begeistert von den nebelverhangenen Dünen. Aus der Luft war dies wohl ein imposantes Bild. Mal schauen, wie wir die Dünen in zwei Tagen aus der Luft erleben.

Die Sonne fing an unterzugehen und tauchte die Namib Naukluft Berge in glutrotes Licht. Zwei Oryx lieferten sich nicht weit weg von unserem Zeltplatz einen Kampf.

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Zum Abendessen gab es dann Reis mit Zucchini und Karotten, im gusseisernen Topf über dem Feuer gekocht.

Und dann hatten wir noch abendlichen Besuch, ein Oryx kam über die Mauer auf unseren Zeltplatz gesprungen. So sah er uns aus 2 m Entfernung beim Essen zu. Oder wir ihm? Kurz später dann noch ein Schakal an der gleichen Stelle. Ganz geheuer war mir ja vor allem der Oryx wegen seiner langen spitzen Hörner nicht. Aber er kümmerte sich nicht um uns.

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Gegen 22:30 Uhr ging es dann ins Zelt. Erst vier Tage hier und schon so viele Highlights. Wow.

Namibia – 3. Tag Marienthal – Sesriem

Letzte Nacht wurde die Uhr umgestellt. Und kalt wars, denke so um die fünf Grad. Aber mein Schlafsack hat schön warm gehalten. Um 6:30 Uhr war Aufstehen angesagt, heißt es war eigentlich 5:30 Uhr. Dann gab es erst mal Frühstück. Spiegelei, Maisbrei mit Apfel und Zimt und Nutellabrot durfte natürlich auch nicht fehlen. Der Maisbrei ist übrigens das Essen, was es meistens bei der einheimischen Bevölkerung gibt. Er ist billig und sehr nahrhaft.

Danach ging es wieder ans Zusammenpacken. Frühstück und Packen hat uns dann doch gute 2,5 h gekostet. Gegen 9 Uhr ging es dann los Richtung Sesriem und Sossusvlei. Wir haben uns gegen den Besuch von Duwisib Castle (eine Burg inmitten der Wüste) entschieden, da dies einen 150 km Umweg bedeutet hätte.

Den ersten Teil der Strecke legten wir auf geteerten Straßen zurück. Wieder weite Landschaften vergleichbar mit der Route 66 in der USA.

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Hier müsste ich dann auch noch etwas lernen: die Damentoilette ist hinter dem Auto, die Herrentoilette vor dem Auto 😉. Also gut.

Und kurz später ging es dann das erste Mal auf die Schotterpiste, hier auch Pad genannt. Für Touris sind hier nur 60 km/h erlaubt, bei uns ging es ein bisschen schneller vonstatten 😉.

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Unterwegs sahen wir zwei Paviane, die waren aber zu fix für ein Foto. Auf der Fahrt begegneten uns auch noch mehrere Oryx, die für das ein oder andere Foto Model standen.

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Direkt vor unserem Campingplatz bogen wir schnell an einer Tankstelle ab, um ein Eis zu essen. Dort stellten wir dann leider fest: Wir haben einen Platten. Was ein Zufall, dass die Reparaturwerkstatt gleich nebenan war. Unser Eis genossen wir dann aber trotzdem noch.

Schließlich kamen wir an unserem nächsten Campingplatz Sesriem an.

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Dieser liegt direkt am Eingang zum Sossusvlei. Hier auf diesem Campingplatz hatten wir Gemeinschaftsdusche und WC und jede Menge andere Leute um uns rum. Wir stärkten wir uns wieder durch Chips, Biltong, getrockneten Früchten etc. Vom Campingplatz hatte man einen schönen Blick auf das Namib Neukluft Gebirge und die weite Ebene.

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Unser Zeltplatz lag direkt unter einem Baum und war durch eine kleine Mauer von den anderen Zeltplätzen abgetrennt. Für die Stromversorgung war auch gesorgt.

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Weiterhin gibt es auf dem Campingplatz noch einen kleinen Swimmingpool, der nicht weit von unserem Zeltplatz entfernt war. Und auf dem Gelände hielt sich den ganzen Tag über ein Oryx auf und lief mal hier hin, mal dort hin.

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Noch zu erwähnen wäre die Mülltrennung, an jedem Zeltplatz befanden sich drei unterschiedliche Tonnen: Für Glas, für Metall und für Sonstiges.

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Vor Sonnenuntergang haben wir uns dann auf den Weg Richtung Düne 45 (Dune 45) gemacht. Vorbei an Düne Nr. 1 und etlichen weiteren Sanddünen passierten wir den ausgetrockneten Tsauchab River und uns begegneten Strauße, Springböcke und Oryx.

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Schließlich erreichten wir nach ca. 50 km die bekannte Dune 45.

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Einfach wunderbar das Licht- und Schattenspiel an der Düne.

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Und dann machten wir uns zu zweit auf den Weg. Es war sehr windig und der Sand wurde durch die Gegend gewirbelt. Am Anfang war der Marsch auf dem Kamm der Düne noch kein Problem, aber schon bald habe ich nur noch den Namen „Düne des Grauens“ benutzt. Der Sand war so tief, dass man bei jedem Schritt wieder zwei Schritte rückwärts gerutscht ist. Der Brustkorb hat schon bald gebrannt. Vielleicht von der trockenen Luft, vielleicht vom aufwirbelnden Sand, den man ständig eingeatmet hat, vielleicht aber auch einfach durch fehlende Kondition. Zwei Asiaten haben uns irgendwann wie Dampfwalzen überholt und wir waren nur am Schnaufen und und haben nach Luft geschnappt. Aber wo ein Wille ist, ist auch ein Weg, schließlich und endlich haben wir es nicht beim ersten Kamm belassen, sondern sind noch weiter aufgestiegen. Die Blöße wollten wir uns nicht geben. Oben angekommen wurden wir aber mehr als belohnt. Das herrliche Licht-Schatten-Spiel der umliegenden Dünen, ein unberührter Grat, bei dem man meinen konnte, man wäre der erste Mensch, der diesen Flecken Erde betritt, der Sonnenuntergang…..Um alles perfekt zu machen, wäre es schön gewesen, wenn wir alleine gewesen wären, aber es waren noch ein paar andere Dünenbesteiger in unserer Nähe. Trotzdem war es ein herrlicher Tagesabschluss.

Hier einfach die Fotos zum Geniessen:

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Bei nachlassendem Licht bin ich dann die Dünen runtergehüpft. Das war ein Spaß. Der Aufstieg war lange vergessen. Unten wurden wir dann von unseren Freunden noch mit einem Sundowner empfangen.

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Zurück auf dem Campingplatz wurde dann noch gegrillt und Lagerfeuer gemacht: Gemüse, Wurst, Rindfleisch.

Die Müdigkeit hat dann aber schnell zugeschlagen. Aber bis ich ins Bett kam, war es doch schon wieder 23 Uhr und am nächsten Tag war um 4:00 Uhr aufstehen angesagt.