Kambodscha – 7. Tag Battambang -Siem Reap

Heute hatten wir die Wahl entweder mit dem Taxi oder mit dem Boot weiter nach Siem Reap zu fahren. Die Taxifahrt dauert ca. 2 h, die Bootsfahrt kann abhängig von den Bedingungen und der Jahreszeit zwischen 4 und 9 h dauern. Wir entschieden uns trotzdem für die Bootsfahrt. Somit wurden wir um 6:30 Uhr mit dem Tuk-Tuk abgeholt, da die Bootstour um 7 Uhr startete. Da wir somit kein Frühstück einnehmen konnten, hat uns das Hotel eine Kleinigkeit zum mitnehmen zusammengestellt.

Als wir ankamen wurde erst mal das Gepäck verstaut. Dann gestaltete es sich erst mal ein bisschen schwierig, mit unseren Rucksäcken noch freie Plätze zu finden, da das Boot schon recht voll war. 


Aber schließlich ging die Fahrt dann etwas beengt los. Wir kamen schnell zu den Stelzenhäusern am Stadtrand von Battambang.


Einen Mönch hatten wir auch an Bord.


Und im Wasser begegneten uns immer wieder Fischer.


Noch war das Gewässer sehr breit, das sollte sich noch ändern. Nach zwei Stunden Fahrt legten wir die erste Pause ein, mitten auf dem Wasser. Hier gab es einen kleinen Kiosk und die Möglichkeit, eine Toilette aufzusuchen, die aber direkt ins Wasser abgeleitet wurde.



Später war unsere Fahrrinne kaum breiter als das Boot, dass sich dann öfters durchs dichte Gestrüpp schlängeln musste. Mehrmals wurde ich von überhängenden Ästen an Arm oder Kopf getroffen. Dann änderte sich die Landschaft in eine Art Sumpf, was mich stark an das Okavangodelta erinnert hat.

Unterwegs machten wir immer wieder Stops und Einheimische kamen mit ihren Booten herangepaddelt. Meistens wurden ihnen mitgebrachte Reissäcke oder andere Waren übergeben. 

Schließlich erreichten wir die Schwimmenden Dörfer. Hier schwimmen die Häuser alle auf dem Wasser, ähnlich wie Hausboote. Und immer öfter legten wir Stops ein und übergaben Waren an die Einheimischen. Hier herrscht ein sehr einfaches Leben, dass stark vom Fischfang geprägt ist.


An einem Kloster machten wir ebenso Halt und ließen den Mönch von Bord.

Schließlich erreichten wir den Tonle Sap, den größten Süßwassersee Südostasiens. Wir genossen die Landschaft. Die Weite des Sees ging wieder über in Sumpflandschaft mit enger Fahrrinne.

Nach 7 h Fahrt erreichten wir endlich Kompong Khleang, wo uns ein Auto erwartete, um uns die ca. 15 km in die Stadt zu kutschieren.

Das war schon anstrengend 7h so beengt zu sitzen und es war selten möglich, die Beine auszustrecken. Trotzdem hat sich die Fahrt gelohnt, da sie eine gute Gelegenheit bietet, die Stelzenhäuser und schwimmenden Dörfer aus der Nähe zu sehen. Kompong Kleang wird ja von vielen Reiseanbietern angefahren, viel interessanter fand ich aber die Dörfer weiter draußen, wo wirklich noch die Uraprünglichkeit vorherrscht.

Unser Fahrer versuchte uns dann noch eine Tuk-Tuk Tour mit ihm für den nächsten Tag aufzuquatschen. Aber unsere Reise ist ja schon durchgeplant. Ebenso wollte er uns unbedingt am Old Market absetzen, aber auch dies haben wir abgelehnt.

Im Hotel Sonalong wurden wir wieder mit einem Willkommenstrunk empfangen. Der Empfang war aber bei weitem nicht so herzlich, wie in den anderen Hotels, die wir bisher hatten.

Kurz später erschien dann aber auch schon die Reiseleiterin Daniela von Cambodian Travel Partner und hier war der Empfang dann sehr herzlich. Daniela spricht sehr gut Englisch. Sie stammt aus Holland und lebt momentan in Kambodscha. Wir besprachen mit ihr den Ablauf für die Tage in Siem Reap und wir änderten, gegen 70 $ Aufpreis unsere Busfahrt von Siem Reap nach Kratie in eine Taxifahrt ab, da wir nicht schon wieder 7-8 h im Bus verbringen wollen. Diese spontane Änderung unserer Reisepläne war problemlos möglich. Wir führten dann noch ein nettes Gespräch mit ihr, sie gab uns noch ein paar Restauranttipps und dann gingen wir auf unser Zimmer, das schön eingerichtet ist.



Dann war erst mal Duschen und Ausruhen angesagt, bevor wir uns auf den Weg zum Hardrock Café machten, was zu Fuß nur ca. 5-10 Minuten entfernt ist. Ein schönes Tshirt habe ich aber nicht gefunden. Somit gingen wir dann ins Restaurant „The Brother“, ein Tip von Daniela. Dieses liegt direkt in unserer Straße und kann wirklich empfohlen werden. Die meisten Gerichte kosten zwischen 3-5 Dollar, Getränke gibt’s schon für 1 Dollar, Cocktails zu Happy Hour nur 1,50 Dollar. Ich hatte Spicy Beef mit Lemongrass und musste feststellen, dass in Kambodscha spicy auch wirklich spicy heißt 😉. Alles wimmelte von Chilli und obwohl ich das meiste rausgepickt habe, war mein Geschmack ziemlich schnell verschwunden und der ganze Mund brannte. Und ich esse ja normal lieber schon etwas schärfer. War auf jeden Fall trotzdem alles lecker und das Restaurant kann weiterempfohlen werden.

Danach ging es nochmal kurz auf den Kunstmarkt hinter dem Restaurant und dann ab ins Bett. Morgen wartet schon wieder ein anstrengender Tag auf uns.

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