Kambodscha – 23. Tag: Takeo

Heute hatten wir einen freien Tag im Homestay. Erst wurde mal ausgeschlafen, wir gingen gegen 9:30 Uhr zum Frühstück und saßen wieder mit Linda zusammen. 

Ansonsten ließen wir den lieben Gott einen guten Mann sein. Wir tranken Tee, es gab viel Obst, vorrangig Bananen, die in Kambodscha viel besser schmecken, als in Deutschland und unterhielten uns mit Linda. Unter anderem kam auch das Thema Müll zur Sprache. Hier versucht Lindas Familie die umliegenden Familien davon zu überzeugen, nicht so viel Plastik zu verwenden oder dieses an zentraler Stelle zu sammeln und zu verbrennen, aber das scheint wohl ein schwieriges Unterfangen zu sein. Die Einsicht scheint einfach nicht so da zu sein.

Heute war übrigens National Holiday, weil Independence Day ist. Die Unabhängigkeit von Frankreich wird gefeiert.

Danach führte uns Linda zur Weberei, die sie betreiben. Sie wurde gemeinsam mit einem Kanadier aufgebaut, ein ehemaliger Gast. Sinn und Zweck der Weberei war hauptsächlich, eine Beschäftigung für die Frauen aus der Umgebung zu schaffen. Diese haben das Angebot auch dankend angenommen, da diese vorher nur untätig zuhause gesessen haben und höchstens Essen gekocht haben. Sie haben die Möglichkeit zum Mittagessen nach Hause zu gehen, um ihre Familie zu bekochen. Bezahlt wird nicht nach Stunden, sondern nach Anzahl der Schals, die sie produzieren. Die Bezahlung erfolgt zweimal pro Monat. Sie haben ebenfalls die Möglichkeit jederzeit Urlaub zu nehmen. Die Schals werden an mehrere Firmen im Ausland verkauft und sind auch am Flughafen Phnom Penh erhältlich. Mehrere Frauen waren grade noch am Weben, als wir zur Besichtigung kamen. Es wird hauptsächlich Baumwolle benutzt, momentan noch zugekauft, nächstes Jahr soll dies in Eigenproduktion erfolgen. Inzwischen ist die Weberei auf jeden Fall kein Minusgeschäft mehr. Wir stiegen noch in den ersten Stock, wo weitere Utensilien für die Produktion zu finden waren. Lindas Tante hat hier echt eine Menge gute Sachen in Wege geleitet.

Um 12:30 Uhr gab es dann auch schon Mittagessen. Danach setzte ich mich auf die Terrasse vor unserem Zimmer und las mein Buch weiter. Somit habe ich es dann geschafft, im Urlaub zwei Bücher durchzulesen. Danach wollte ich dann noch ein Mittagsschläfchen machen, welches dann doch etwas länger wurde 😉. Linda ist zwischenzeitlich auf eine Hochzeit nach Phnom Penh gefahren und kommt erst morgen wieder zurück.

Schließlich machten wir uns dann wenigstens noch zu einem kleinen Spaziergang rund um unsere Unterkunft auf, die Hunde begleiteten uns wieder. Wir begegneten vielen Jugendlichen, die uns alle freudig grüßten.






Danach wurde nochmal unter die kalte Dusche gehüpft und dann wurden wir von Lindas Mutter bekocht. Dieses Mal mussten wir leider alleine das Essen einnehmen.

Nach dem Essen setzten sich dann aber doch Lindas Mutter und Vater zu uns und wir hatten sehr interessante Gespräche, auch wenn die beiden nicht ganz so gut Englisch sprachen. Auf jeden Fall aber besser, als unser Khmer jemals sein wird 😉. Grade die Erzählungen über die Zeit der Roten Khmer waren sehr interessant. Es gab natürlich auch wieder Tee. So hatten wir dann einen sehr netten und unterhaltsamen Abend und die Gastgeber waren sehr um uns bemüht.

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