Island – 2. Tag Reykjavik – Reykholt

Der Wecker klingelte um 6:00 Uhr und ich bin mit Halsweh wach geworden, Mist. Frühstück gab es ab 7:30 Uhr. Es gab eine Auswahl an Wurst und Käse, Marmelade, Müsli, ein bisschen Obst und Kaffee, Tee und Saft.

Gegen 9:00 Uhr machten wir uns auf den Weg, ca. 130 km lagen vor uns. Zuerst ging es auf der Ringstraße Nr. 1 Richtung Norden. Wir fuhren durch den Tunnel unter dem Fjord Hvalfjordur zum Borgarfjordur-Gebiet. Die Tunneldurchfahrt kostete 1000 ISK. Weiter ging es in Richtung Borganes und wir tauchten gleich in die typisch isländische Landschaft ein.

In Borganes besuchten wir das Museum zur Besiedlungsgeschichte. Der Eintritt lag wieder so bei 20 Euro pro Person. Die Preise hier sind der Wahnsinn.

Anschliessend nahmen wir erst mal was zu Essen zu uns.

Weiter ging es dann Richtung Landesinnere, ins Wollzentrum Ullarselid. Der Plan war eigentlich, einen Island-Pulli zu kaufen. Da diese aber umgerechnet ca. 250 Euro gekostet haben, haben wir dieses Unterfangen dann aber doch sein lassen. Nebenan war noch das Landwirtschaftsmuseum, daran hatten wir aber kein Interesse. Wir schauten uns dann aber noch kurz die kleine Kirche im Ort an.

Der Weg führte uns dann nach Reykholt. In Reykholt befindet sich das Sagazentrum, eine Ausstellung über den Saga- und Edda-Verfasser Snorri Sturluson. Diese wurde aber nicht von uns besichtigt. Hier abseits der Ringstraße waren nicht mehr allzu viele Menschen unterwegs und ringsum Natur pur.

Wir tranken unterwegs einen Kaffee, der natürlich wieder 5 Euro kostete.

Ab hier ging es dann das erste Mal auf die Schotterpiste. Ziel war die Ziegenfarm Haafell. Hier bekamen wir für 500 ISK eine kurze Führung.

Es gab ein paar Hühner….

…und natürlich Ziegen.

Dieses Prachtexemplar war sogar Darsteller in Game of Thrones.

Und streicheln durften wir dann auch noch.

Im Anschluss wurde uns noch ein Kaffee oder Tee angeboten und wir durften selbstgemachte Marmelade und verschieden eingelegte Ziegenkäse verkosten und haben dann bei beidem auch noch zugeschlagen. Über die Preise reden wir lieber nicht. Nach einem sehr netten Plausch mit der Besitzerin und einem Eintrag im Gästebuch führte uns die Fahrt dann zur Heisswasserquelle Deildartunguhver, das größte Geothermalbad der Welt. Leider war dort gerade Baustelle. Das Wasser hat 100 Grad.

Auf unserem Weg hätten wir noch die Gelegenheit gehabt, die Lavahöhle Vidgelmir zu besichtigen, da aber auch dies ca. 50 Euro pro Person gekostet hätte, ist dieser Programmpunkt ausgefallen. Also machten wir uns auf den Weg zu unserer Unterkunft, dem Gästehaus Steindorstadir. Inzwischen warmes ca. 18 Uhr. Die Besitzerin übergab uns noch schnell die Schlüssel und machte sich dann auf den Weg nach Reykjavik. Und wie es scheint, haben wir das Zimmer mit der schönsten Aussicht bekommen.

Momentan waren wir die einzigen Gäste im Haus und genossen das erste Mal einen Hotpot. Das Wasser hatte 40 Grad und das Becken liegt windgeschützt, so dass dies wirklich eine angenehme Sache war.

Und es herrschte angenehme Stille, nur selten hörte man in der Ferne mal ein Auto vorbeifahren. Der Wind rauschte natürlich die ganze Zeit. Aber kein Fluglärm, keine Stadtgeräusche.

Danach gings ab unter die Dusche und dann haben wir in der Gemeinschaftsküche noch ein Süppchen und weitere Leckereien zu uns genommen und haben noch Tee gekocht.

Nach und nach trudelten andere Gäste ein, die aber alle nicht allzu freundlich waren.

Und dann ging auch langsam die Sonne unter und der Tag war schon wieder vorrüber.

Jetzt ist es 23 Uhr und das Bett ruft. Morgen stehen 380 km auf dem Programm.

Island – 1. Tag Reykjavik

Island stand schon länger auf meiner Bucket List und da ich dieses Jahr mal nicht so weit fliegen wollte, sind wir jetzt hier.

Vorher habe ich mich noch mit warmer Hose, neuer Softshelljacke, Icebreaker-Unterhemden und Trail-Running Schuhen eingedeckt.

Los ging es um 12:35 Uhr mit Wow-Air und nach gut 3,5 h sind wir in Keflavik angekommen. Wow Air ist ein Billiganbieter wie Ryanair, heißt, Verpflegung ist nicht inklusive und beim Gepäck muss man auch genau aufpassen, was man bucht. Wir durften ein Handgepäckstück und 20 kg Gepäck mitnehmen.

Zuerst haben wir unseren Mietwagen übernommen. Ein Kia Sorento 4×4 Automatik, wir wollen ja ins Hochland. Das Auto ist sogar mit Navi, Lenkradheizung, Sitzheizung und sonstigem Pipapo ausgestattet.

Zuerst steuerten wir dann den Bonus-Supermarkt mit dem Schweichen im Logo an. Wir hatten im Vorfeld mehrmals den Tipp bekommen, dass dies der billigste Supermarkt ist. Also haben wir hier Vorräte für den Trip eingekauft und waren auch ganz schnell ca. 12000 ISK los, fast 90 Euro. Na gut, die Vorräte reichen hoffentlich ein paar Tage.

Weiter ging es dann zu unserem Gästehaus Sunna in Reykjavik, direkt an der bekannten Kirche Hallgrimskirkja.

Die Zimmer sind einfach, aber zweckmäßig ausgestattet, mit Etagendusche und WC.

Nach dem Ausladen machten wir uns auch schon gleich auf den Weg in die Stadt, da es inzwischen schon 18:30 Uhr war.

Da sie ja direkt gegenüber liegt, stand natürlich zuerst die Hallgrimskirkja auf dem Programm.

Wir liefen eine Einkaufsstraße hinunter, kamen an einem Musikladen vorbei und mein Schatz deckte sich mit isländischer Musik für die nächste Radiosendung ein.

Und schon lief uns der erste Troll über den Weg 😂.

Auch wenn wir wussten, dass es wahrscheinlich teuer wird, entschlossen wir uns noch in die Mat Bar essen zu gehen. Und unsere Erwartungen wurden nicht enttäuscht. Ein Glas einfacher Hauswein 1200 ISK, ca. 10 Euro. Ansonsten gab es Tapas, pro Gang ähnliche Preise wie der Wein. Am ersten Abend kann man sich das mal leisten, die nächsten Tage wird wohl eher Selbstverpflegung auf dem Programm stehen. Aber es war trotzdem sehr lecker.

Dann haben wir noch nen schnellen Abstecher zum Wasser gemacht.

Danach ging es zurück Richtung Gästehaus.

Und wir fielen totmüde ins Bett.