Island – 3. Tag Snaefellsness

Ein ereignisreicher Tag und 380 km liegen hinter uns. Heute ging es auf die Snaefellsness-Halbinsel. Diese wird öfter auch als Klein-Island bezeichnet, weil hier fast alle Landschaftsformen, die es in Island gibt, vorkommen. Am Snaefellsjökull, dem Vulkan auf der Halbinsel, wurde der Film „Die Reise zum Mittelpunkt der Erde“ gedreht. Aus diesem Grund wollte mein Schatz vor 5 Jahren nach Island und hat ihn dann wegen Nebel aus der Ferne nicht zu sehen bekommen. Also haben wir dieses Mal eine Umrundung des Snaefellsjökull eingeplant.

Der ursprüngliche Plan war mal, um 8:00 Uhr loszufahren. Da es aber nur zwischen 8:00 und 10:00 Uhr Frühstück gab, haben wir umgeplant. Da wir dann noch ein Schwätzchen mit der Vermieterin gehalten haben, würde es dann doch 9:30 Uhr bis wir loskamen. Strahlend blauer Himmel, 15 Grad und kein Wölkchen am Himmel. Bis jetzt ist der Wettergott mit uns, wobei der wolkenlose Himmel natürlich nicht optimal für Fotos ist.

Mein Halsweh hat sich leider in eine Erkältung ausgeweitet. Naja, los ging es erst mal wieder die 40 km nach Borganes, wo wir ja schon am Vortag waren und von dort aus dann durch das Myrar-Gebiet zur Halbinsel. Wir passierten den Ringwallkrater Eldborg und schon bald bogen wir Richtung Nordküste ab. Kurz später legten wir einen Stop ein und liefen zu einem kleinen Wasserfall.

Und weiter ging es nach Bjarnarhöfn zum Haifischmuseum. Hier kann man sich für 1200 ISK anschauen, wie die isländische Delikatesse Gammelhai hergestellt wird (https://de.m.wikipedia.org/wiki/Hákarl).

Das Fleisch des Grönlandhais ist normalerweise giftig, weil sich Urin im Blut ansammelt. Schon das Essen von 200 Gramm kann für einen Menschen tödlich sein. Irgendwann hat man zufällig festgestellt, dass das Fleisch nicht mehr giftig ist, nachdem es im Boden vergraben war und somit fermentiert wurde. Und somit wurde es irgendwann zur Spezialität. Nach dem Ausgraben wird das Fleisch zum Trocknen aufgehängt, damit das entstandene Ammoniak entweichen kann. Ich sage Euch, in diesem Lager stinkt es gewaltig.

Zum Abschluss der Tour durften wir dann noch den Gammelhai verkosten. Ich habe zwar kurz gezögert, aber dann doch probiert; zuerst zusammen mit einem Stück Brot, dann ein kleines Stück pur. Sehr gewöhnungsbedürftig 😉.

Diese beiden Genossen begegneten uns dann noch während der Weiterfahrt.

Die Straße war jetzt rechts und links von Lavafeldern gesäumt.

Nächster Stop Grundarfjördur, wo sich der Berg Kirkufell befindet.

Und wenn man in die entgegengesetzte Richtung schaut, dieses Bild.

Diese Wasserfälle waren der nächste Stop. Hier hätte man nochmal einen tollen Blick auf den Kirkufell.

Und dann kam er endlich das erste Mal in Sicht, der Snaefellsjökull.

Bei der Umrundung erschien er uns dann immer wieder aus einem anderen Blickwinkel. Es ist hier auch möglich eine Gletscherwanderung zu unternehmen, aber dazu reicht heute die Zeit nicht.

Im kleinen Fischerdorf Hellnar, das etwas abseits der Hauptstraße liegt, gönnten wir uns Kaffee und Tee uns für meinen Schatz noch eine Waffel.

Frisch gestärkt brachen wir dann zu einer kleinen Wanderung nach Arnarstapi auf, immer der Küste entlang. Ein Geheimtipp ist dies leider auch nicht mehr, es war ganz schön viel los. Trotzdem erwartete uns eine tolle Landschaft und schöne Ausblicke auf die Steilküste.

Auf dem Hinweg haben wir aufgrund der ganzen Fotos für 2,5 km ca. 1,5 h benötigt. Der Rückweg war in 35 Minuten geschafft.

Danach machten wir uns auf die fast 2stündige Rückfahrt und kamen gegen 21:45 Uhr in unserer Unterkunft an. Jetzt noch schnell was Essen und dann ab ins Bett.

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