Sizilien (29.8.-13.9.2018) – Highlight 6: Die Insel Stromboli

Wir fuhren mit unserem Mietwagen von Capo d’Orlando nach Milazzo. Da auf den meisten der Äolischen Inseln Autos nicht erlaubt sind, die Mitnahme mit der Fähre sehr teuer ist und die Einwegmiete auch einiges gekostet hätte, gaben wir den Wagen auf einem bewachten Parkplatz ab. Der Parkplatz Garage delle Isole wurde mir im Vorfeld empfohlen. Das Parken kostet hier allerdings auch 10 Euro pro Tag, es ist aber überall zu lesen, dass man den Wagen nicht unbewacht abstellen soll. Die Besitzerin forderte den Autoschlüssel, den wir zuerst auch abgaben. Irgendwie war uns das doch zu joker, so dass wir den Schlüssel doch zurückforderten. Wahrscheinlich waren unsere Bedenken aber umsonst, da die ganze Wand voller Schlüssel hing. Vom Parkplatz aus gibt es einen kostenlosen Shuttle zum Hafen. Wir wollten eigentlich die Fähre um 13 Uhr nehmen, leider ist diese aber ausgefallen und dann konnten wir erst um 14:30 Uhr übersetzen. Somit verbrachten wir mit unserem Gepäck 3 Stunden wartend am Hafen. Die Überfahrt kostete 56 Euro für zwei Personen und zwei große Gepäckstücke. Am Hafen trafen wir noch zwei Franzosen, eine Mutter mit ihrem Sohn, die an diesem Tag die Stromboli-Wanderung gebucht hatten. Durch die ausgefallene Fähre konnten Sie diese leider nicht antreten, wie ärgerlich. Zum Glück hatten wir erst für den nächsten Tag gebucht.

Die Überfahrt nach Stromboli dauerte ca. drei Stunden, mit Zwischenstopps in Lipari, Salina und Panarea.

Stromboli

In Stromboli angekommen standen wir dann mit unserem Gepäck am Hafen. Der Besitzer unser Unterkunft hatte uns gesagt, dass die Unterkunft zu Fuß nur 10 Minuten entfernt wäre. Es ging aber überall bergauf und wir hatten ne Menge Gepäck und somit schnappten wir uns eines der Elektro-Taxis. Autos sind auf der Insel nicht erlaubt. Wir vergaßen allerdings nach dem Preis zu fragen, natürlich ein Fehler, somit waren wir mit 10 Euro dabei, Wucher.

Stromboli ist ganz Vulkan. Sichtbar ist nur die Spitze des Giganten, die 924 m aus dem Meer herausragt. Weitere 2000 m liegen unter dem Meeresspiegel. Er ist seit 2000 Jahren ununterbrochen tätig mit regelmäßigen Eruptionen. Der Insel vorgelagert ist das Inselchen Strombolicchio, das nicht betreten werden darf.

Stromboli-Ort

Der Ort Stromboli setzt sich aus mehreren früher eigenständigen Dörfern zusammen. Die weißen Häuser passen sich harmonisch der Umgebung an, architektonische Missetaten sind selten. Alles hat einen gewissen rustikalen Charakter: fehlende Straßenbeleuchtung und beschränkte Einkaufsmöglichkeiten.

Ich habe mich hier gleich wohl gefühlt. Keine Menschenmassen wie in Sizilien, alles ruhig und beschaulich.

Kirche San Vincenzo

Das Wohnhaus von Ingrid Bergmann während der Dreharbeiten zum Film „Stromboli, Terra di Dio.

Unterkunft Acquilone Residence

Unsere Unterkunft hatte ich beim Stöbern in Booking.com gefunden. Sie liegt im Ortsteil San Bartolo und ist von einem schönen Garten umgeben. Mehrere kleinere Häuschen sind hier verteilt. Das Frühstück war einfach aber völlig ausreichend. Der Gastgeber sprach auch Englisch, was hier im Süden von Italien nicht so häufig vorkommt. Die Zimmer waren sauber, aber auch relativ klein. Uns hat es gut gefallen und wir wären gerne länger geblieben als zwei Nächte.

Pizzeria L’Osservatorio

Das L’Osservatorio ist eine ehemalige Marinestation, heute beherbergt es ein Restaurant. Von unserer Unterkunft aus war das Restaurant zu Fuß in ca. 40 Minuten zu erreichen. Es geht immer wieder bergauf und der Weg führt oft durch Vulkanasche, geschlossene Schuhe sind somit ganz angebracht. Wir hatten beim Aufstieg ein paar schöne Blicke zurück auf Stromboli-Ort bei Sonnenuntergang.

Vom Lokal bietet sich bereits ein guter Blick auf die nächtlichen Ausbrüche. Man sollte vorher besser einen Tisch reservieren, vor allem in der Hauptsaison. Die Preise liegen nicht unbedingt niedrig. Wir konnten hier einige größere Ausbrüche miterleben, natürlich noch aus einiger Ferne (Fotos folgen). Für den Abstieg im Dunkeln ist definitiv eine Taschenlampe empfehlenswert.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s