Schottland (Gairloch) – 11.05. – 25.05.2019 – 13. Tag Kanu / Kajak fahren in Shieldaig

So, heute stand dann wirklich mal Abwechslung auf dem Programm. Es war nämlich wieder freier Tag. Aber wie gewohnt gibt es bei uns in dieser Gruppe ja keine freien Tage.

Wir hatten uns in der ersten Woche, bei dem herrlichen Wetter, schon darauf geeinigt, dass wir Paddeln gehen wollen. Also wurden die 9 Leute der ersten Woche angemeldet, mit der Option, dass von den Neuankömmlingen noch Personen dazu stoßen. Nun war für heute aber Regen, bewölkter Himmel und 12 Grad gemeldet, so dass sich meine Lust etwas in Grenzen hielt. Aber gebucht war gebucht. Von den Reisenden der zweiten Woche schloss sich niemand mehr der Gruppe an.

Nach dem Frühstück ging es um 09:30 Uhr dann wieder mit dem Bus nach Shieldaig, wo ja gestern schon unsere Wanderung stattgefunden hatte.

Um 10:00 Uhr sollte die Tour losgehen. Durchgeführt wurde die Tour von Shieldaig Outdoor Adventures. Hier wurden wir bei der Einführung erst mal wieder von den Midgets geplagt. Jeder erhielt eine Schwimmweste und eine kurze Unterweisung. Wir hatten die Wahl zwischen Einer-Kajaks und Zweier-Kanadiern. Wir entschieden uns für den Kanadier.

Und dann wurden die Boote Richtung Ufer gezogen.

Ich hatte mich dick eingepackt. Lange Unterhose, Wanderhose, Regenhose; Merinoshirt, Fleece, Softshelljacke und Hardshelljacke und das war auch gut so.

Los ging es bei leichtem Nieselregen. Wir paddelten erst mal ein bisschen in der Bucht herum, bis alle Boote zu Wasser gelassen waren und jeder noch kurz geübt hatte.

Von hieraus hatte man einen guten Blick auf die Shieldaig Lodge, ein edles Hotel vor Ort mit 4,5 Sternen.

Und dann ging die Tour, begleitet durch zwei Guides, los. Der eine war sogar in kurzen Hosen unterwegs, brrr.

Gut eingepackt war es dann auch gar nicht so kalt, der Nieselregen störte auch nicht so viel und er hörte auch bald auf. Die Tour machte dann richtig Spaß. Man muss sowas halt doch einfach mal durchziehen. Daheim hätte ich mich bei solchem Wetter nie in ein Kanu gesetzt.

Wir hielten uns meistens in der Nähe des Ufers auf und in der nächsten Bucht bekamen wir auch gleich ein schönes Schauspiel geboten, da sich Seehunde auf einer Insel wälzten oder sich im Wasser rumtummelten.

Danach ging es dann etwas mehr ins offene Meer und der Wind und der Seegang wurde etwas rauer.Der Weg sollte uns weiter zu einer roten Boje führen, die in der Ferne zu sehen war. Uns packte dann der sportliche Ehrgeiz und wir legten uns mächtig ins Zeug. Da kam uns natürlich unsere Kanu-Erfahrung von der Lahn zugute. Aber hier draußen würde das Paddeln dann doch anstrengender.

Schnell hatten wir uns von der Gruppe entfernt, nur eine Mitreisende ließ sich nicht abhängen. Naja, ein paar Spielchen / Scharmützel müssen halt immer sein 😉. Wir feierten dann unseren Zieleinlauf und warteten auf den Rest der Gruppe.

Danach ging es noch einen Kilometer weiter die Küste entlang nach Badachro. Der Regen hatte noch etwas zugenommen, aber das war gar nicht so schlimm, In Badachro gibt es viele Sommerhäuschen. Die Guides erzählten uns einiges über die Umgebung und wir machten eine kurze Pause, bevor es wieder auf den Rückweg ging.

Der Guide wies uns beiden den Weg und schickte uns vor 😉. Auf gleichem Weg ging es nun zurück, wobei nun aber der Wind und der Seegang von hinten unterstützten. Wieder machten wir Halt bei den Seehunden und beobachteten das Schauspiel.

Und dann waren wir kurz später wieder an der Shieldaig Lodge angekommen. Eine tolle Tour. Nach dem Aussteigen merkte man allerdings trotzdem, dass man gut durchgefroren war.

Wir durften uns dann in der Shieldaig Lodge im edlen Salon bei einem Kaffee oder Tee aufwärmen. Ich glaube, in jedem Hotel in Deutschland hätten sie uns mit unseren Klamotten nicht reingelassen 😉.

Für jeden waren nun 45 Pfund für die Kanutour fällig. Die Getränke kosteten für die komplette Gruppe rund 23 Pfund. Der Bus fuhr uns dann zurück, wobei fast alle anderen unterwegs ausstiegen, um nochmal 6 km zu Fuß auf alten Militärwegen zurück zum Hotel zu laufen. Ich wollte mich aber lieber aufwärmen und die richtigen Schuhe hatte ich dafür auch nicht an.

So machten wir es uns erst mal im Hotel gemütlich und als wir uns auf den Weg ins Café am Hafen machten, liefen die anderen auch schon wieder vor uns.

Dieses Mal hatte ich einen Chai Latte und nochmal ein Scone mit Cream. Und Björn bekam endlich seinen Schokoladenkuchen, nachdem er am Vortag knapp das letzte Stück verpasst hatte.

Danach gönnte ich mir noch einen Berry Berry, einen Smothie aus Waldbeeren, der aber sehr gehaltvoll war.

In diesem Café gibt es pro Getränk einen Stempel und nach sechs Getränken dann ein Freigetränk. Das haben wir in den zwei Wochen dann zweimal geschafft.

Wir machten zum Abschluss (dachte ich) nochmal einen Strandspaziergang. Morgen steht ja eine große Wanderung auf dem Programm, so dass für Strand keine Zeit mehr sein wird.

Die anderen setzten ihren Weg weiter durch das Arboretum fort, ich bog in Richtung Touristen-Info ab. Leider fand ich dort keinen schönen Magneten und auch keine Postkartenmotive mit Bergen, die wir bestiegen hatten. Also ging ich noch in den Supermarkt und kaufte Verpflegung für Freitag ein. Ich machte mich dann wieder auf den ca. 3 km langen Rückweg.

Um 18:30 Uhr gab es wieder Abendessen. Ich gönnte mir einen Cider, als Vorspeise wählte ich Chefsalat mit Hühnchen, der dann unerwarteterweise noch kleine Fischchen enthielt. Hauptgang war Fish and Chips (was für eine Portion).

Und als Nachtisch noch ein sehr gehaltvolles schottisches Dessert mit viel Sahne.

Im Anschluss ging es im Hotel dann wieder mit einer lustigen Wizard-Runde weiter.

Leider habe ich an diesem Abend das Abendessen nicht so gut vertragen.

Und auch dieser Tag war dann schon wieder vorrüber.

Weitere Fotos der Kanutour, die der Guide gemacht hat, folgen.

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