15.05.2022 – 06.06.2022 Irland – 12. Tag: Inis Oirr und die Cliffs of Moher

Frühstück hatten wir für 8:30 Uhr bestellt, weil wir eigentlich schon um 9:30 Uhr in Doolin an der Fährstation zu den Aran Islands sein sollten. Das Wetter war aber heute morgen echt mies. Starker Wind und Regen und ich fragte mich schon, ob wir bei diesem Wetter wirklich eine Schifffahrt auf eine Insel machen wollen. Aber Björn wollte.

Beim Frühstück wurden wir übrigens noch zweimal gefragt, was wir wollen, bis wir es dann auch bekamen. Beim Nachbartisch kam das bestellte Rührei nie an. Die Hausdame erzählte uns dann aber auch, dass es ihr gesundheitlich nicht so gut geht und sie müde ist und überlegt, dass B&B aufzugeben, nach 30 Jahren.

Wir checkten beim Frühstück nochmal die Wettervorhersagen und etwas später sollte es etwas besser werden. Deshalb rief ich bei der Fährgesellschaft an, ob wir auch die 11:00 Uhr Fähre nehmen können, statt wie in unserem Voucher angegeben die 10:00 Uhr Fähre. Das war kein Problem, also mussten wir beim Frühstück nicht hetzen und führten noch angeregte Gespräche mit unseren deutschen Tischnachbarn. Das Hauptthema waren Reisen, da die beiden auch schon viel rumgekommen sind. Um kurz vor 10:00 Uhr machten wir uns dann auf die ca. 20 minütige Fahrt nach Doolin.

Am Pier angekommen, fing es auch gleich wieder an zu regnen. Der Parkplatz kostete 4 Euro und unser Voucher wurde in Tickets umgetauscht. Trotz der späteren Hinfahrt entschieden wir uns, trotzdem die Rückfahrt um 13:45 Uhr beizubehalten. Das nächste Boot, dass auch an den Cliffs of Moher vorbeifährt, wäre sonst nämlich erst wieder um 16;45 Uhr gestartet.

Am Pier war schon eine längere Schlange, in die wir uns einreihten. Dann bestiegen wir die Fähre und ergatterten einen windgeschützten Platz auf dem Oberdeck

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Die Überfahrt nach Inis Oirr dauert ungefähr 15 Minuten und diese hatten es in sich. Der Wind blies heftig, es war ziemlicher Wellengang und das Boot wurde ganz schön durchgeschüttelt. Bei ein paar größeren Wellen glich die Fahrt eher einer Achterbahnfahrt. So kamen wir dann in Inis Oirr an und machten uns auf den Weg Richtung Schiffswrack.

Dieser sollte lt. der Dame am Ticketschalter ca. 35 Minuten in Anspruch nehmen. Viele andere Passagiere nahmen die wartenden Pferdekutschen in Anspruch, so dass erst mal eine ganze Karawane an uns vorbeizog.

Das Wetter war gar nicht so schlecht wie angekündigt. Es war zwar windig, dieser Wind war aber nicht mehr so kalt wie die letzten Tage und es war trocken. Unser erster Stopp war ein kleiner Friedhof.

Als wir dann weitergingen, war der Weg gesäumt von kleinen Steinmauern. Dazwischen grasten immer wieder Pferde oder Kühe.

Schließlich erreichten wir das Schiffswrack.

Hier gab es auch einen kleinen Essensstand, den wir aber nicht in Anspruch nahmen. Zum Leuchtturm konnten wir nur hinschauen, dafür reichte unsere Zeit nicht mehr.

Danach schlängelte sich der Weg etwas bergauf.

Wir erreichten den Ort und dann an O’Brien’s Castle. Leider konnten wir dieses aus Zeitgründen auch nicht mehr besichtigen.

Pünktlich waren wir dann zurück am Hafen.

Auf der Fähre nahmen wir einen Platz auf dem Oberdeck, da wir jetzt ja an den Cliffs of Moher vorbeifahren würden und wir einen guten Ausblick haben wollten. Kaum verliessen wir die Insel, kam die Sonne raus, das hielt aber nicht lange an. Das Boot schaukelte nun zwar wieder gut in den Wellen, aber nicht mehr ganz so heftig, wie auf der Hinfahrt. Und der Wind blies auch nicht mehr ganz so heftig.

Zurück in Doolin gingen wir erst mal in ein Café und bestellten eine Kleinigkeit zu essen.

Danach sah das Wetter dann ziemlich vielversprechend aus und wir machten uns auf den Weg zu den Klippen. Wir überlegten noch, ob wir and teure Besucherzentrum fahren oder einen der abgelegeneren Parkplätze nehmen. Eigentlich wollten wir dann zu einem abgelegenen Parkplatz, sind aber letztlich dann umgeschwenkt und doch zum Besucherzentrum gefahren. Kurz vorher hielten wir kurz an und ich buchte noch schnell online die Tickets. 8 Euro pro Person waren fällig, vor Ort hätte es sogar 12 Euro pro Person gekostet. Um 16:15 Uhr kamen wir dort an, fuhren auf den Parkplatz und von den Klippen war weit und breit nichts zu sehen. Vom Parkplatz mussten wir die Straße überqueren, wo sich einige kleine Läden befanden. Und Björn steuerte natürlich gleich wieder den Musikladen an.

Danach passierten wir erst mal das Besucherzentrum und steuerten lieber gleich die Klippen an. Jetzt war nur noch die Frage, links oder rechts entlang laufen. Der bekannte Ausblick auf die Cliffs of Moher war wohl eher rechts zu erhaschen, also nahmen wir erst mal diesen Weg. Und jetzt war herrlicher Sonnenschein und das beste Fotografierwetter.

Wir liefen ein bisschen diesen Weg entlang. Mein ursprünglicher Plan war ja mal, diesen Weg von Doolin bis zu den Klippen zu laufen, also in die andere Richtung, aber manchmal kommt halt alles anders. Wir kehrten um, als der Weg dann nicht mehr so spektakulär aussah und wollten lieber vom Besucherzentrum nochmal in die andere Richtung laufen.

Zwischendrin blies immer mal wieder heftiger Wind, so dass man kaum vorwärts kam.

Wir hätten den Weg wohl noch bis zum Ende geschafft, hatten aber nicht mehr so richtig Lust und kehrten um. Auf dem Rückweg machten dann auch die Handyakkus schlapp 😉.

Wir statteten dem Besucherzentrum noch einen Besuch ab und fuhren dann zurück. Björn wollte gerne noch ins Pub, aber dafür war ich heute nicht mehr zu haben. Gegen 21:00 Uhr waren wir zurück an der Unterkunft.

Mit vielen schönen Eindrücken gingen wir dann ins Bett.