15.05.2022 – 06.06.2022 Irland – 22. Tag: Tower Loop Wanderung in Glencolumbkille

Unser ursprünglicher Plan sah ja mal vor, dass wir den Wild Atlantic Way bis hoch zum Malin Head fahren, dem nördlichsten Punkt Irlands. Dann hätten wir den kompletten Wild Atlantic Way hinter uns gebracht. Allerdings wären das einfach nochmal 2 h Autofahrt gewesen, also hin und zurück 4 h. Und im Tourist Office hatten sie uns auch gesagt, dass die Straßen aufgrund des Bank Holiday Wochenendes voll sein könnten. Und da wir eigentlich auch keine Lust mehr auf lange Autofahrten hatten, hatten wir uns eigentlich am Donnerstag Abend schon entschieden, diese Fahrt nicht anzutreten.

Also hatten wir für heute noch gar keinen richtigen Plan. Die Wettervorhersagen sahen auf jeden Fall ganz gut aus. Zum Frühstück gingen wir gegen 8:30 Uhr. Heute waren wir aber alleine, da keine anderen Gäste im Haus waren. Beim Frühstück stöberte ich bisschen im Reiseführer. Letztendlich entschieden wir uns dann nochmal wandern zu gehen, auch aufgrund des Charity Events, an dem ich ja teilnahm.

Wir entschieden uns dann für den Tower Loop, der uns am Donnerstag im Touri-Office empfohlen wurde. Dafür mussten wir ca. 30 Minuten nach Glencolumbkille fahren. Zuerst war uns etwas unklar, wo die Wanderung starten sollte. Wir parkten dann einfach an der Schule und dank des Internets fanden wir dann auch den Einstieg der Wanderung.

Zuerst besuchten wir aber noch die kleine Kirche und zündeten zwei Kerzchen an.

Die Route beginnt erst mal auf asphaltierten Wegen durch den Ort und durch grüne Weidelandschaft.

Dann passierten wir Glen Beach….

….bevor der Weg dann zu den Aussichtspunkten relativ steil aufsteigt.

Von oben hatte man dann schöne Ausblicke auf die Klippen.

Hier trafen wir dann auf andere Wanderer aus Nordirland, die uns erzählten, dass heute ein Charity Event stattfindet, für einen jungen Mann aus der Gegend, der in Australien verstorben ist und der nach Hause überführt werden soll. Und somit fand wohl ein Wanderevent statt und sie wollten weiter, bevor diese alle kommen.

Unser Weg führte uns dann durch eine Schafherde und war nun nicht mehr ganz so steil wie vorher. Gut so, ich merkte nämlich doch etwas meine Oberschenkel vom Vortag.

Ein Abstecher führte uns dann durch eine etwas sumpfige Landschaft zum Wachturm. Die sumpfigen Stellen waren aber durch kleine Brücken, die aus Paletten gebaut waren, gut überwindbar.

Hier am Turm machten wir erst mal Pause, genossen die Landschaft, die völlige Ruhe und genossen unsere Cracker und Müsliriegel. Björn sagte noch: wie herrlich so ohne andere Menschen und alles so ruhig. Und keine 5 Minuten später kamen dann die Wanderer des Charity Events und fielen wie die Heuschrecken über den Platz her und es wimmelte von Menschen 😂. Trotzdem war es ganz interessant, das Ganze zu beobachten. Aber es wurden immer mehr.

Wir warfen dann noch einen Blick auf die Küste und liefen den Weg wieder zurück, da der Turm ja nur ein Abstecher vom eigentlichen Weg war.

Weitere Schafe kreuzten unseren Weg.

Wir überquerten dann den Berg, mit weiterhin schöner Aussicht und das Wetter war ja auch wieder Bombe.

Torf war hier auch zu finden.

Dann schlängelte sich der Weg langsam wieder bergab und ging irgendwann wieder in Asphaltweg über und führte wieder durch die grüne Landschaft.

Wir besuchten noch kurz Kirche und den Friedhof, die Kirche war allerdings abgeschlossen.

So liefen wir dann die letzten Meter zurück zum Ort und warfen nochmal einen Blick zurück.

Nach ca. 3,5 h waren wir wieder zurück am Auto und ich hatte weitere 10 km für das Charity Event zurückgelegt.

Anschließend fuhren wir erst mal zurück zur Unterkunft. Wir hielten noch nach dem Ort Ausschau, wo ein versteckter Wasserfall sein soll. Das hatte uns Tina am Morgen empfohlen, aber wir wussten dann doch nicht so richtig, wo das sein soll und fuhren weiter.

In der Unterkunft versuchten wir dann online nochmal im Anderson‘s Boathouse einen Tisch zu buchen, da es eines der besten Restaurants in unserem Urlaub war. Leider war eine Online-Buchung für heute aber nicht mehr möglich. Wir entschieden uns aber trotzdem nochmal hinzufahren und nachzufragen. Leider waren sie aber wirklich für diesen Abend komplett ausgebucht. So landeten wir dann im Restaurant des Tara Hotels. Ich bestellte Lachs und Björn nochmal Steak. Das Essen war gut, konnte aber mit dem Boathouse nicht mithalten.

Gegen 21:00 Uhr waren wir dann zurück in der Unterkunft und wollten nochmal runter zum Wasser laufen. Hinter dem Haus saßen dann aber Tina und David auf der Bank und genoßen ein Glas Wein und beobachteten die Vögel. Als sie uns sahen, kamen sie aber gleich auf uns zu, wir lernten David noch kennen und unterhielten uns noch lebhaft, bestimmt eine Stunde lang. So nette Leute. Wir tauschten uns über viele Themen aus und vereinbarten, am nächsten Morgen Kontaktdaten auszutauschen. Ebenso waren sie sehr an Björns Band und Radiosendung interessiert. Und da ihre Tochter demnächst ein halbes Jahr in Frankreich und ein halbes Jahr in Deutschland sein wird, kommt ja vielleicht wirklich ein Treffen zustande. Mal abwarten. Inzwischen fingen aber die Midgets an, uns zu terrorisieren. Tina holte Mückenspray, allzu viel half das aber auch nicht.

Wir machten dann noch unseren kurzen Spaziergang. David meinte noch, wir müssten ins Wasser springen, aber darauf verzichteten wir dankend. Er erwähnte noch, dass wir ggf. Fledermäuse und Seerobben sehen könnten, das war uns aber nicht vergönnt. Die beiden hatten am Vorabend sogar Delphine gesehen.

Danach packten wir dann noch die Koffer und somit ging der letzte Urlaubstag dann leider zu Ende. Er hat uns nochmal mit herrlichem Sonnenschein beschenkt. Morgen werden wir ja nur noch im Auto und im Flieger sitzen und hoffentlich am Flughafen keinen Ärger haben.

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