Namibia – 16. Tag Kasane (Botswana) – Sangwali (Namibia)

6:00 Uhr Aufstehen, 6:30 Uhr Frühstück, gegen 7:30 Uhr machten wir uns wieder auf den Weg Richtung Namibia. Wieder mussten wir uns am Chobe Nationalpark registrieren. Dieses Mal hatten wir die Strauße direkt vor dem Auto.

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Und dann sahen wir eine ganze Herde Sabel, die vor uns die Straße überquerten. Wir hatten ja in Etosha schon das Glück, eines dieser Tiere zu sehen, jetzt sahen wir eine ganze Herde. Ein seltenes Ereignis.

Wieder mussten wir (nicht zum letzten Mal) die Grenze passieren. Erst Ausreise aus Botswana, dann Ebola-Kontrolle, dann Einreise in Namibia. Kompliziert wird es meistens bzgl. des Autos. Es gibt wohl viel Autoschieberei, so dass hier jede Menge Angaben gemacht werden müssen. Und dann ging es weiter Richtung Sangwali.

Ab Sangwali waren es dann noch 11 km Weg zu unserer Lodge. Um das war kein Weg, das war ein Abenteuer. Ein Schlagloch nach dem nächsten, mehrere Brücken mussten überquert werden, die nur bis 12 Tonne freigegeben waren. Man durfte die Lodge auch nur auf eigene Faust anfahren, wenn man einen 4×4 hat. Während wir in Etosha noch ständig auf der Pirsch nach Mr. Pumba waren, lief er uns auf dieser Strecke gleich mehrfach über den Weg, auch direkt an der Nkasa Lupala Tented Lodge vergnügte sich eine Pumba-Familie.

Dort angekommen waren wir freudig überrascht von unseren Zimmern. Endlich mal wieder ein richtiges Bett nach dem vielen Zelten. Bei einem Tented Camp handelt es sich um bereits aufgebaute Zelte mit Dusche und WC, in diesem Fall Luxus-Zelte. Seht selbst.

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Die Lodge wird von einem italienischen Ehepaar geführt. Beide, ebenso wie das Personal sehr freundlich und sehr um die Gäste bemüht. Wir bekamen eine Begrüssungsdrink und dann eine kurze Einweisung. Es handelt sich hier um naturnahen Tourismus. Die Energie wird über Solar erzeugt, damit werden die Duschen bzw. das heiße Wasser ebenso versorgt, wie die Kühlschränke, das Licht oder die Steckdosen. Elektrische Geräte könnten allerdings nur tagsüber an der Rezeption geladen werden. Das Personal wird hauptsächlich aus den umliegenden Dörfern eingestellt. Ebenso wird versucht, die Lebensmittel aus der Umgebung zu beziehen, oder bei Reparaturarbeiten das Holz oder Reet aus dem nächstgelegenen Shops zu beziehen. Die Lodge liegt schön gelegen an den Kanälen des Kwando-Linyanti Flusssystems. Diese Landschaft ähnelt ein bisschen der des Okavango-Deltas.

An diesem Tag entschlossen wir uns, das vorhandene Angebot an Ausflügen mal nicht in Anspruch zu nehmen und einfach mal zu relaxen. Angeboten wurde an diesem Tag hauptsächlich noch ein Fußmarsch durch die Umgebung, bei dem die Pflanzen erklärt werden. Es wird nicht auf Tiersuche gegangen, aber wenn welche vorbeischauen, hat natürlich auch niemand etwas dagegen.

Somit ruhten wir uns erst mal im Zimmer aus. Anschließend nahmen wir noch gemütlich eine Tasse Tee auf der Terrasse der Hauptlodge ein, der zusammen mit Kaffee und Kuchen ab 16 Uhr dort angeboten wurde. Von hier aus hatte man einen schönen Blick auf die Umgebung.

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Wir genossen die Ruhe, schauten uns noch ein Buch über Namibia an, welches in einer Leseecke lag. Danach gingen nochmal zur Lodge und haben von der dortigen Terrasse nochmal die Umgebung genossen, bevor es zum Abendessen ging. Dort würde ich mit glutenfreiem Essen versorgt und das, obwohl wir dies bei der Reservierung nicht angegeben hatten. und hier die Versorgung ja sowieso etwas schwieriger ist. Sehr lobenswert. An diesem Abend gingen wir mal wieder recht zeitig ins Bett.

Namibia – 15. Tag Victoriafälle, Simbabwe

Für heute hatten wir einen von der Lodge organisierten Ausflug zu den Victoriafällen gebucht. Wir entschieden uns, die Tour nicht selbst zu unternehmen, da die Einreiseformalitäten nach Simbabwe als Individualreisende komplizierter sind, als wenn man mit einer organisierten Tour einreist. Nach dem Frühstück wurden wir gegen 7:30 Uhr an der Lodge abgeholt. Zu den Victoriafällen sind es da. 70 km. Aber wie erwähnt, mussten erst mal die Grenzformalitäten erledigt werden. Erst mal den Ausreisestempel in Botswana abholen, Weiterfahren, dann den Einreisestempel in Simbabwe abholen. Die Einreise nach Simbabwe kostet dann auch noch 30 USD. Alles zog sich dann noch in die Länge, da die Autopapiere nicht in Ordnung waren. Aber schließlich durften wir einreisen.

Gegen 9:30 Uhr kamen wir an. Unser Guide wirkte etwas unorganisiert. Die Abreisezeit sollten wir selbst bestimmen, ohne dass uns ein Hinweis gegeben wurde, wieviel Zeitaufwand für die Aktivitäten notwendig ist. Wir einigten uns dann auf 16:30 Uhr. Er war allerdings sehr interessiert daran, Aktivitäten, die vor Ort möglich sind, zu verkaufen. Es gibt die Möglichkeit zu raften, Bungee Jumping von der Brücke und vieles mehr. Unter anderem auch noch ein 12-13 minütiger Helikopterflug über die Victoriafälle. Die Versuchung war groß, an diesem teilzunehmen, aber für 150 USD war mir die Zeit dann doch etwas zu kurz. Dann ist man ja grade in der Luft und schon ist man wieder unten. Stattdessen machten wir uns dann auf den Weg zum Parkeingang. Hier waren dann nochmal 30 USD für den Eintritt fällig.

Ich schlenderte mal schnell durch den Souvenirladen am Eingang und dann machten wir uns auf den Weg, das Tosen der Wasserfälle war schon von Weitem zu hören. Und dann standen wir davor.

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Erst ein kleiner Nebenwasserfall, der eigentlich nicht wirklich als klein bezeichnet werden kann, dann die Hauptfälle.

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Beeindruckend, wie sich der Sambesi über die Felsklippen herunterstürzt. Und dabei ist der Wasserstand des Sambesi momentan noch sehr, sehr niedrig. Wie beeindruckend muss das Erlebnis erst bei normalem Wasserstand sein. Die Gicht spritzte in die Höhe, so dass die Sicht auf die Wasserfälle teilweise ziemlich vernebelt war und es war bestimmt 95% Luftfeuchtigkeit. Die Fälle sind normal ca. 2km lang, bei dem niedrigen Wasserstand waren die hintersten Felsen aber fast trocken gelegt. Trotzdem ein tolles Erlebnis.

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An die Victoriafälle Grenzen 2 Länder an: Simbabwe und Sambia. Auf der sambesischen Seite konnte man Angler sehen, die direkt hinter dem Felsrand mitten im Wasser ihre Arbeit tätigten.

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Außerdem konnte man dort direkt oberhalb der Fälle baden gehen.

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Wir statteten der Statue von Mr. Livingstone, der die Fälle entdeckt hat, noch einen Besuch ab, danach machten wir erst mal eine Pause.

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Ich gönnte mir ein Eis, 3 Kugeln für 3 USD war ja eigentlich noch ganz ok. Anschließend nahmen wir unsere mitgebrachten Speisen auf dem Picknickplatz ein. Diese hatten wir im Auto deponiert, durften den Park aber kurz verlassen, um diese aus dem Auto zu holen.

Ständig waren wir von Pavianen umringt, die es auf unser Essen abgesehen hatten.

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Noch ein Nickerchen gemacht, dann machten wir beide uns nochmal auf den Weg zu den Fällen. Dieses Mal zuerst in den hinteren Teil, der fast trockengelegt war, den hatten wir beim ersten Gang ausgespart.

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Die Sonne brannte jetzt aber sehr heiß vom Himmel und machte uns ein bisschen zu schaffen. Die 05-Flagge wurde noch gehisst 😉 und dann schlenderten wir nochmal an den Wasserfällen zurück.

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Dort waren jetzt immer wieder Regenbögen zu sehen. Nochmal ein neuer Eindruck von den Fällen.

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Danach nochmal ein Eistee und dann ging es mit dem Bus wieder zurück. Ausreise aus Simbabwe, Einreise in Botswana. Der Reisepass füllt sich.

Auf dem Campingplatz machten wir uns wieder ans Kochen, dann Duschen, ab ins Bett.

Namibia – 14. Tag Kongola – Kasane (Botswana)

Heute ist der 17.9. unser Jahrestag 😃. Wie die Zeit vergeht. Und diesen durften wir in Namibia und Botswana verbringen, das hat ja auch nicht jeder.

Aber von vorne, gegen 4 Uhr wurde ich wach und musste dringend auf Toilette, habe mich aufgrund der Schilder am Campingplatz dieses Mal nicht so richtig getraut alleine rauszugehen.

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Somit taten wir dies dann irgendwann gemeinsam. Ich hörte, dass unsere Freunde im anderen Zelt auch wach waren. Ok, schnell raus zum Toilettenhäuschen und wieder ins Zelt. Am nächsten Morgen beim Frühstück dann folgendes: „Bei Euch war aber jemand mutig. 10 Minuten nachdem ein Nilpferd neben unseren Zelten gegrast hat, ist bei Euch jemand auf Toilette gegangen“. Puh, zum Glück habe ich das nicht mitbekommen. Die Nilpferde sind ja die gefährlichsten Tiere und man mag gar nicht glauben, dass sie bis zu 60 km/h schnell werden können.

Zum Frühstück hatte ich dieses Mal eine komische Mischung: Rührei mit Tomate und Brei. Naja, was solls.

Dann fuhren wir Richtung Kasane (Botswana). Zuerst machten wir noch ein Stop in der östlichsten Stadt Namibia’s: Katima Mulilo. Hier gingen wir nochmal einkaufen. Diese Stadt hat so überhaupt nichts mehr mit Windhoek oder Swakopmund gemeinsam und ist nicht mehr mit westlichen Großstädten vergleichbar. Keine Touristen, viel Armut. Und dann ging es weiter zur Grenze nach Botswana. Leider kamen wir direkt nach einem Reisebus an und mussten somit Schlange stehen. Zuerst musste das Ausreiseformular ausgefüllt werden. Und unser Reisepass füllt sich langsam. Der Ausreisestempel kam hinzu. Weitere Formalitäten für das Auto mussten erledigt werden. Dann fuhren wir zur botswanischen Seite. Weitere Formalitäten mussten erledigt werden, bis wir den Einreisestempel bekamen. Und nach einer kurzen Weiterfahrt, mussten wieder unsere Schuhe desinfiziert werden.

Neben uns tummelten sich mehrere Affen.

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Außerdem ist es bei der Einreise nach Botswana verboten, Milchprodukte, Bananen und weitere Lebensmittel einzuführen. Wir mussten zwar das Auto öffnen, aber bei unserem vollbepackten Wagen hatte niemand Lust das alles auszuräumen, also durften wir weiterfahren.

Hinter der Grenze startete direkt der Chobe Nationalpark. Hier mussten wir uns wieder mehrfach registrieren. Wir sahen ein paar Tiere am Wegesrand, u.a. Elefanten. Gegen 14 Uhr kamen wir dann in Kasane an und mussten dann erst mal den Campingplatz suchen, da dieser etwas außerhalb lag. An der Kubu Lodge angekommen, hatten wir nur nochmal kurz Zeit die benötigten Sachen einzupacken, um 15 Uhr startete nämlich die vorgebuchte Bootstour. Mit dem Auto wurden wir nach Kasane zum Bootsanleger gefahren. Dort liefen dann mehrere Warzenschweine um uns rum.

Auf dem Boot saßen wir wieder mit mehreren Deutschen zusammen, dieses Mal ein Pärchen aus Hochheim, ein Ort, der direkt bei uns um die Ecke liegt.

Da wir mit dem Boot in den Chobe Nationalpark fuhren, musste sich das Boot auch dort wieder registrieren.

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Dann ging es los. Paviane und Antilopen am Ufer.

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Und schon sahen wir das erste Krokodil ebenfalls  am Ufer liegen und fuhren ganz dicht heran. Das war beeindruckender als auf der vorletzten Bootsfahrt, als sich alle mehr oder weniger im Gebüsch aufhielten. Ein komisches Gefühl ein Krokodil direkt neben uns.

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Hier auf dem Chobe ist ansonsten das reinste Paradies für Vogelliebhaber. Wir sahen eine Vogelart nach der nächsten.

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Im Baum saß ein Lizard, gut getarnt.

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Viele Büffel verweilten am Ufer.

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Wir sahen Elefantenherden und ein weiteres riesiges Krokodil, des Haut in der Sonne fast golden leuchtete.

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Und dann tauchten sie endlich richtig in unserer Nähe auf, die Hippos. Eines rekelte sich am Ufer, das nächste schraubte sich aus dem Wasser nach oben, das dritte riss das Maul ganz weit auf.

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Dann sahen wir eine ganze Ansammlung von Hippos, was so aussah, als würden sie eine Besprechung abhalten. Lustig war, dass mehrere Vögel auf den Rücken der Hippos verweilten.

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Und dann nochmal dieses Schauspiel….

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Während der Bootsfahrt gab es dann noch diverse Getränke, ich hielt mich an Wasser und als Sundowner einen Cider. Noch einmal sahen wir Elefanten am Ufer.

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Die beeindruckende Fahrt endete dann mit dem Sonnenuntergang.

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Mit dem Auto ging es zurück zur Kubu Lodge, wo wir die Zelte aufbauten und uns ans Abendessen machten. Da wir viele Lebensmittel nicht nach Botswana einführen durften, hat sich das dieses Mal etwas schwieriger dargestellt. Es hat trotzdem geschmeckt. Ansonsten war der Campingplatz sehr staubig und der feine Sand hing ständig in der Luft. Und leider gab es nur Steckdosen am Nachbarstellplatz, was aber letztendlich ausreichend war.

Namibia – 13. Tag Divundu – Kongola

Wieder um 7:30 Uhr aufstehen. Heute gab es zu meinem üblichen Frühstück (meistens Brei oder Rührei) dann zum Ei noch Baked Beans. Dann war wieder zusammenpacken angesagt und weiter ging es Richtung Kongola.

Die Straße verlief wie eine Schnur einfach immer nur gerade aus. Rechts und links weiterhin die Lehmhütten der Einheimischen.

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Viel zu sehen gab es ansonsten nicht, genug Zeit den Blog zu schreiben. An einem Rastplatz beäugten uns ein paar kleine Jungs aus der Ferne ganz neugierig. Ziel dieses Tages war der Campingplatz der Namushasha River Lodge.

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Dort angekommen, inspizierten wir erst mal den kleinen Souvenirshop. Dann ging es weiter zum Zeltplatz. Dort fiel mir dann gleich mal ein Schild ins Auge: Campen auf eigene Gefahr, freilaufende wilde Tiere.

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Der Zeltplatz war dann sehr schön und groß mit Blick auf den Kwando River und das Schilf. Herrliche Ruhe. Wir bauten die Zelte auf und genossen erst mal die Natur. Schließlich packten wir beiden unsere Sachen zusammen und verzogen uns zum Swimmingpool an der nahegelegenen Lodge. Hier hatte ich nach längerer Zeit mal wieder Wifi-Empfang und nutzte dies mal aus, um die Neuigkeiten aus der Heimat zu erfahren.

Die Badeklamotten wurden angezogen und dann haben wir ein paar Runden in dem kleinen Pool gedreht. Puh, war das Wasser kalt, aufgrund der großen Hitze draußen. Aber die Bewegung hat mal gut getan nachdem wir die letzten Tage hauptsächlich sitzend im Auto verbracht haben. Eine schöne Erfrischung.

Nach einiger Zeit liefen wir zum Campingplatz zurück und dann ging es auch gleich schon wieder weiter. Wir beiden hatten uns nochmal für eine Bootsfahrt auf dem Kwando River angemeldet, welche wiederum 390 NAD kostete. Am Bootssteg ein Schild: Achtung! Krokodile und Nilpferde. So stiegen wir zusammen mit mehreren anderen Deutschen auf das Boot und genossen anschließend die gemütliche Fahrt durch das Schilf.

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War schön, das einfach mal nur zu genießen.

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Wir sahen mehrere Vögel, unter anderem den African Fish Eagle, der sich auch auf der namibischen Flagge befindet. Wir sahen von Weitem Elefanten und Impalas und Affen. Der Wasserspiegel war sehr niedrig, nur 1-1,5 m, so dass die Nilpferde sich eher woanders aufhalten. Aber schließlich drosselte der Bootsfahrer die Geschwindigkeit, weil er von einem vorausfahrenden Boot die Info bekommen hatte, dass dort Nilpferde sein könnten. Wir warteten mehrere Minuten, aber nichts geschah. Und dann tauchte es ganz plötzlich direkt vor unserem Boot auf. Der Kopf schoss heraus, tauchte aber sofort wieder unter. So schnell konnte man gar nicht gucken. Der Fahrer erklärte uns, dass es ungefähr alle 2 Minuten wieder auftauchen muss, deshalb warteten wir mit einigem Sicherheitsabstand. Plötzlich tauchte es dann aber ca. 20m hinter uns auf. Es scheint also an uns vorbeigeschwommen zu sein. Dort verharrte es dann auch eine Zeitlang an der Oberfläche, zu sehen waren aber hauptsächlich nur die Augen. So ein Schauspiel wie am Vortag gab es nicht mehr.

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Kurz später hielten wir zu einem Sundowner am Ufer an. Plauderten ein bisschen mit anderen Passagieren, ich trank einen Saft und es gab noch kleine Häppchen, u. a. Eier, Oliven…..und am Ufer gegenüber kamen drei Elefanten vorbei, die durchs Wasser stapften.

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Auf der Rückfahrt genossen wir den mal wieder tollen Sonnenuntergang.

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Und dann kam noch ein Büffel in Sicht. Somit haben wir jetzt vier Tiere der Big Five zu Gesicht bekommen. Es fehlt noch der Leopard.

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Zurück am Campingplatz war der Himmel immer noch rot gefärbt.

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Und das Essen kam auch schon gleich auf den Tisch. Unsere Freunde hatten die Zeit zum Kochen genutzt. Reis mit mehreren Zutaten. Lecker und gut gewürzt. Beim Abendessen dann noch folgende Story! Aussage: zum Glück habt Ihr kein Internet. Dann hättet Ihr mitbekommen, dass ein paar Tage vor unserer Ankunft in Namutoni ein paar Elefanten den Zaun durchbrochen haben und auf dem Zeltplatz rumgelaufen sind und noch ein paar Tage vorher die Löwen. War wirklich besser, dass wir das nicht wussten.

Dieses Mal gingen wir dann mal ein bisschen früher ins Bett, 21:30 Uhr.

Namibia – 12. Tag Rundu – Divundu (Popa Falls)

Um 7:30 Uhr mussten wir aufstehen, frühstücken, Zelte abbauen, zusammenpacken. Zuerst ging es dann noch zum Einkaufen nach Rundu, bevor wir zu den Popo Falls weiterfuhren. Wir entfernen uns immer weiter von den typischen Touristenrouten. Die Straße ist wieder gesäumt von den typischen afrikanischen Runddörfern (Krals). Nach 2-3 Stunden Fahrt sind wir da: NWR Popa Falls. Außer uns sind kaum weitere Gäste da. Die Campingplätze sind mitten im Gebüsch. Wir bauten die Zelte auf, genossen erst mal die Ruhe und machten uns dann gegen 15:30 Uhr auf, dem Weg. um das Camp zu erkunden……

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….und die Stromschnellen der Popa Falls zu begutachten, die direkt neben den Lodges liegen. Ein langer Steg führt dort hin. Wir nahmen erst mal den falschen und landeten bei den Luxuslodges, deren Blick von der Terrasse direkt auf die Stromschnellen geht. Wieder zurück zum anderen Steg, dann waren wir richtig. Am Ende des Steges befindet sich eine neue Bar mit großer Terrasse und mit schönem Blick auf die Stromschnellen.

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Hier hatte es auch ein bisschen Schatten, angenehm, da es ansonsten sehr heiß war. Wir ließen uns aber nicht nieder, sondern es ging erst mal mit dem Auto weiter zum Mahango Game Reserve.

Hier stand wieder Tierbeobachtung auf dem Programm, wobei es hier aber teilweise andere Tiere zu sehen gab, als im Etoscha Nationalpark. Am Parkeingang erwarteten uns aber erst mal nicht mehr ganz so lebendige Tiere…..

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Im Park selbst sahen wir wieder Kudus und Impalas,…

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aber plötzlich schwangen sich auch Affen (Velvet Monkeys) durch die Bäume und tollten herum.

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Am Fluss sahen wir von weitem Paviane und viele Seevögel. Uns begegnete eine Pferdantilope und dann hielten wir Ausschau nach Hippos. Erst wurden wir nicht fündig und waren schon am Umdrehen. Aber dann sah ich etwas im Wasser, was im ersten Moment wie ein schwimmender Baumstamm aussah. Dann dachte ich, das war eben noch nicht da und rief Stop. Und tatsächlich waren es die Nilpferde. Sie tauchten immer wieder an der Oberfläche auf und dann rissen sie doch wirklich gleichzeitig das Maul auf, als wenn wir es bestellt hätten.

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Bei der Weiterfahrt sahen wir dann ganz in der Ferne noch weitere Hippos, die sich auf einer Flussinsel tummelten. Wir kamen vorbei an einem sehr großen und alten Baobabtree, der ein schönes Fotomotiv bot.

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Einen Elefanten sichteten wir ebenso noch. Dann mussten wir zurück, da um 18:30 Uhr die Tore vom Park geschlossen wurden. Wobei uns aber trotzdem noch weitere Tiere begegneten.

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Zurück am Campingplatz, versuchten wir noch den Sonnenuntergang an den Stromschnellen zu erwischen, zu spät. Aber der Himmel war noch schön eingefärbt.

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Wir nahmen trotzdem noch einen Drink, Gin Tonic, Guavesaft und Fanta Grape, das ganze für nur 58 NAD. Dann hielten wir noch einen kleinen Plausch mit der Bedienung, die am Fernseh schauen war. Idylle in Afrika = American Televison 😀. Währenddessen kam noch eine Gruppe Einheimischer Jugendlicher vorbei, alle ausgestattet mit einem Handy, was mir dann bei den sonstigen Bedingungen (kein fließendes Wasser, kein Strom, Lehmhütten) für mich etwas komisch anmutete.

Wir gingen zurück zum Zeltplatz, schmissen den Grill an und dann gab es Beef, Würstchen und wieder Salat mit Tomaten, Avocado und Zwiebeln. Und der Mond bot für uns Europäer ein außergewöhnliches Bild. Die Sichel sieht doch etwas anders aus als bei uns.

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Danach wurde es dann noch ein lustiger Abend. Wir spielten UNO. Erst mal mussten die Regeln erklärt werden und dann legten wir los. Zuerst jeder gegen jeden, dann Afrika gegen Europa, dann Männlein gegen Weiblein. War das ein Spaß. Und am Ende hat das weibliche Geschlecht natürlich haushoch gewonnen 😀😉. Gegen 0:30 Uhr verabschiedeten wir uns dann ins Zelt.

Namibia – 11. Tag Namutoni – Rundu

Vor dem Frühstück ging nochmal los auf „Leopardenjagd“. Das hat leider nicht geklappt. Aber wir haben nochmal ein paar Zebras zu Gesicht bekommen…..

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….kamen direkt an einem Elefanten vorbei…..

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….und bekamen die Löwen nochmal in der Ferne zu Gesicht.

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Und kurz bevor wir den Etoscha-Nationalpark verließen, vergnügte sich ein Elefant dann nochmal direkt neben unserem Auto. Das waren höchstens 3 m Abstand. In solchen Situationen sollte man vorsichtig sein. Ein Elefant greift normal nicht grundlos an, wenn er aber Durst hat, das Wasser in der Kühlerhaube bemerkt und mit dem Rüssel an die heiße Kühlerhaube kommt, kann er dann doch schon mal aggressiv werden. Da heißt es, besser den Motor an lassen.

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Dann ging es weiter nach Rundu in den Norden des Landes. Zuerst mussten wir uns am Ausgang vom Etoscha-Nationalpark wieder abmelden. Außerdem herrscht momentan die Maul- und Klauenseuche, so dass unsere Schuhe noch desinfiziert wurden. Ebenso durften bestimmte Lebensmittel nicht mitgenommen werden.

Abseits der Touristenpfade fuhren wir nun ca. 400 km über die Schotterpiste, die hier gar nicht mehr gut gewartet war. Was ein Geholper und außer uns war niemand zu sehen. Auf einmal war der Weg gesäumt von sehr vielen Palmen, die wir vorher noch nicht zu sehen bekommen hatten.

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Wir kauten bei einem Zwischenstopp mal auf deren Früchte, sie sollten aber anschließend besser wieder ausgespuckt werden.

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Geier bekamen wir auch auf einem Baum sitzend auch noch zu sehen.

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An einem weiteren Rastplatz kam mir noch dieser tolle Vogel zu Gesicht.

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Schließlich kamen wir an die Grenze zum Kavango. Wieder wurden unsere Schuhe desinfiziert. Und dann bot sich uns dort auf einmal eine ganz andere Welt.

Hier sind die Leute doch eher arm. Alles spielt sich an der Straße ab. Die kleinen Dörfer (Krals) sind wie folgt aufgebaut: in der Mitte die Tiere, ein Zaun drumherum, dann das Haus des Ältesten mit seiner Frau und drumherum die weiteren Hütten. Ganz außen ein weiterer Zaun. Wenn wir hier allerdings von Häusern und Hütten reden, handelt es dabei entweder um Wellblechhütten oder um Hütten aus Holz und Lehm mit Reetdach. Ohne fließendes Wasser, ohne Strom. Das sah alles ein bisschen nach kleinen gallischen Dörfern aus Asterix und Obelix aus.

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Wir sahen Menschen, die ihr Wasser oder Holz auf dem Kopf transportierten…..

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…Ochsenkarren…

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…und viele Kinder kamen aus der Schule.  Manche versuchten am Straßenrand selbstgemachte Dinge zu verkaufen.

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Puh. Alles irgendwie so, wie man sich Afrika vorstellt, aber wenn man es dann live sieht, ist das irgendwie doch was ganz anderes. Mit hat es erst mal zu denken gegeben.

Die Straße bis Rund war dann gesäumt von diesen Hütten. Auch in Rundu selbst sah es ähnlich aus. Hier kam aber noch der viele Müll hinzu, der sich überall am Straßenrand sammelte. Teilweise sah man Kinder darin rumwühlen. Irgendwie bedrückend, aber trotzdem waren alle so fröhlich.

Wir erreichten schließlich unseren Campingplatz an der Hakusembe River Lodge. Hier hatten wir an unserem Zeltplatz wieder ein eigenes kleines Badezimmer für uns. Insgesamt besitzt die Lodge vier Zeltplätze, die sich direkt am Wasser befinden.

Am Abend nahmen wir noch an einer Bootsfahrt mit Sundowner teil. Diese kostet 195 NAD. Es passten ca. 15 Leute auf das Boot.

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Und hier erlebten wir dann Hummeldumm live. Eine typische deutsche Reisegruppe in Namibia…..

Soweit so gut, hier auf dem Fluss befanden wir uns direkt auf der Grenze zwischen Namibia und Angola. Wir sahen mehrere Vögel, genossen den Sonnenuntergang bei Savanna oder Bier oder Sekt, dazu kleine Snacks.

Und dann die nächsten Tiere, die mir live noch nie zu Gesicht gekommen sind: Krokodile.

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Und auf der angolanischen Seite des Flusses bekamen wir weitere Armut zu sehen. Menschen, die sich im Fluss badeten, ihre Wäsche dort wuschen, angelten etc. Aber alle winkten uns fröhlich zu.

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Zum Abendessen gab es dieses Mal Nudeln mit Tomatensoße, Karotten und Presswurst. Die Presswurst war mir ja erst nicht geheuer, hat aber am Ende doch gut geschmeckt.

Für mich gab es dann leider noch einen weniger schönen Abschluss des Tages. Meine Spiegelreflexkamera ist aus dem Auto gefallen und war danach kaputt. Muss ich mich ab sofort wohl mit der Kompaktkamera begnügen 😕.

Namibia – 7. Tag Swakopmund – Damaraland

6:30 Uhr Aufstehen, die gewaschene Wäsche abholen, Packen, das letzte Mal Duschen in der Zivilisation 😉. Frühstück gab es gegen 8:00 Uhr.

Um 9 Uhr haben wir uns auf den Weg in die Kristallgalerie gemacht, die sich in der Nähe der Pension befindet. Hier gibt es unter anderem das größte gefundene Quarzstück zu betrachten.

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Ansonsten viele weitere funkelnde Steine.

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Einen kurzen Abstecher war es wert, zumal der Eintritt nur 20 NAD pro Person betrug. Im Shop haben wir uns noch mit kleinen Säckchen Steinen eingedeckt und ich bin noch mit einer Steinkette beschenkt worden 😃.

Danach ging es auf den weiten Weg ins Damaraland. Unterwegs kamen wir an einem alten Schiffswrack vorbei. Hier an der Skelettküste findet man ja noch sehr viele davon.

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Interessanter Fakt war, dass die Straße nicht geteert ist, was man auf den ersten Blick hätte meinen können, sondern aus Salz hergestellt ist. Ziemlich schnell ging es danach aber wieder auf die Schotterpiste. Kurz später kamen wir am Brandberg vorbei, der mir aus diversen Büchern bekannt war.

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Wie sahen ein paar Himbas am Wegesrand und „genossen“ die „afrikanische Massage“ (die Schotterpiste wurde schlechter und schlechter). Und dann überall die Damaras am Wegesrand mit ihren einfachen Hütten aus Wellblech oder Holz, oft mit großen Ziegen- oder Rinderherden. Die meisten wollten uns Edelsteine verkaufen oder es gab kleine Strassenstände an denen selbsthergestellten Puppen, Ketten oder ähnliches verkauft wurde.

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In diesem Gebiet gibt es normal viele Wüstenelefanten, uns ist aber leider keiner zu Gesicht gekommen.

Die Schottenpiste war irgendwann schon keine Cravelled Road mehr war, sondern nur noch Geholper. Schließlich kamen wir dann im Aabadi Mountain Camp an und ich realisierte schnell, was mir bevorsteht. Das erste Mal kein Strom und ansonsten seht selbst: mein Waschbecken, meine Toilette, meine Dusche…..

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Wir nahmen dann erst mal eine kleine Stärkung ein.

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Hier war es gleich viel heißer als ins Swakopmund und der Temperaturunterschied war schon enorm. Morgens noch ca. 16 Grad, jetzt 36 Grad. Und überall Mücken. Keine Moskitos aber Mopani-Mücken, die die Feuchtigkeit suchen, heißt, sie versuchen ständig einem in Nase, Mund oder Ohren zu krabbeln. Bäh.  Diese halten sich in der Nähe der Mopani-Bäume auf und davon gab es auf dem Campingplatz jede Menge. Es war ein ständiges Rumfuchteln mit den Armen, um sie sich vom Leib zu halten. Das war schon ein bisschen nervig. Hier ein paar Impressionen des Campingplatzes:

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Weiter ging es mit Geholper zu Twyfelfontain, den bekannten Felszeichnungen. Über 2000 Zeichnungen sind hier gefunden worden. Der Eintritt kostet 50 NAD pro Person. Die Besichtigung ist nur mit einem lokalen Guide möglich. Toll war, dass wir einen Guide ganz für uns alleine bekommen haben. Er erklärte uns die verschiedenen Felszeichnungen. Auf vielen sind Tiere zu sehen und daneben ihre zugehörigen Spuren. Deshalb liegt die Vermutung nahe, dass die Zeichnungen quasi als Schulunterricht benutzt wurden, um beizubringen, welche Spur zu welchem Tier gehört.

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Eine weitere große Zeichnung stellte eine Landkarte der Umgebung dar. Dort waren alle Wasserlöcher in der Nähe aufgezeichnet. Wenn das Tier direkt am Wasser steht, bedeutet dies, dass das Wasser immer existiert, ist das Tier weit entfernt vom Wasserloch gemalt, bedeutet dies, dass dort nicht immer Wasser vorhanden ist.

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Alles sehr interessant. Und da es sich meistens um Nomaden  handelte, die umherzogen, wusste dann die nächste Gruppe, die dort ankam sofort, wo sich Wasser befindet. Die Zeichnungen dienten also auch der Kommunikation. Es wurden viele weitere Zeichnungen gefunden die aber nicht alle zugänglich sind.

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Die bekannteste Felszeichnung, die „White Lady“ befindet sich am Brandberg. Diese haben wir aber nicht aufgesucht. Mir wurde aber berichtet, dass dort Touristen z. B. Cola über die Zeichnung gekippt haben, um besseren Kontrast für ihre Fotos zu bekommen. Unglaublich. Twyfelfontain war auf jeden Fall ein interessanter Aufenthalt, aber die Hitze war ziemlich unerträglich.

Hier noch ein paar Eindrücke aus der Umgebung von Twyfelfontein:

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Zurück im Camp gings ans Abendessen. Esel hielten sich nah an unserem Platz auf. Und immer noch überall die Fliegen. Diese verzogen sich erst, als die Sonne weg war. Das Lagerfeuer wurde angeschmissen und es gab Kudu, Springbock und Fleischspiesse mit Rind. Ich schnippelte die Tomaten. Und wir „Superköche“ bekamen dann noch Kochkurs Teil 1, wie schneide ich eine Zwiebel in Würfel und wie schneide ich eine Avocado auf. Sah wohl vorher nicht so geschickt aus 😜. Das waren die Zutaten für den Salat mit Tomaten, Zwiebeln, Avocados. Wer wollte bekam noch Brot mit Kräuterbutter gegrillt. Schließlich war alles sehr lecker, nur ein Freund vom Springbock bin ich noch nicht so richtig geworden.

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Und hier auf dem Campingplatz herrschte dann wirklich völlige Dunkelheit, wie ich sie noch nie erlebt habe. Alles einfach nur schwarz. Nur den dann eigentlich herrlichen Sternenhimmel bekamen wir nicht zu Gesicht, da im Laufe des Abends Wolken herangezogen sind. Wieder ging es früh ins Bett, so eine Rundreise und so viele Erlebnisse schlauchen ja doch ganz schön.

Einen Wüstenelefanten haben wir an diesem Tag leider nicht mehr zu Gesicht bekommen.

Jetzt ist die erste Woche schon rum, unglaublich, wie die Zeit vergeht.