26.02.2020 – 20.03.2020 Costa Rica – 09. Tag: Reservat Santa Elena und Canopy-Tour

Heute hatte ich zum ersten Mal eine kalte Dusche. In der Nacht im Bett war es auch schon etwas kalt gewesen, so dass mir das nicht so gelegen kam. Hier in Monteverde ist es doch kühler als in anderen Regionen des Landes. Nach dem Frühstück ging es wieder um 08:00 Uhr los. Nach 20 Minuten Busfahrt steil bergauf und auf nicht asphaltierten Wegen erreichten wir unser Ziel.

Die meisten Touristen besuchen den oft überlaufenen Monteverde-Nationalpark, wir aber machten die Feuchtwald- Wanderung im ruhigeren benachbarten Reservat Santa Elena. 4 h sollte die Wanderung dauern.

Zuerst führte unser Weg zu einem Aussichtsturm, von dem aus man einen tollen Blick über die Regenwälder von Monteverde hat.

Auf dem weiteren Weg sahen wir wieder viele Pflanzen und den ein oder anderen Vogel.

Für mich bisher einer der schönsten Wälder, die wir besucht haben. Orchideen, Epiphyten, Moose, Bromelien waren u. a. zu sehen.

Schließlich entdeckten wir auch heute wieder Klammeraffen, die aber wieder nur mit der großen Kamera einzufangen waren.

Mehrere Tausendfüßler konnten am Boden entdeckt werden.

Ein Großteil der Reisegruppe ist wieder vorgelaufen, wir nahmen uns aber die Zeit, die Geräusche des Dschungels in uns aufzunehmen und die Pflanzenwelt zu erkunden. Wir sahen Würgefeigen und tolle Blumen.

Diese winzigen Orchideen sahen wir dann auch noch.

Der letzte Abschnitt des Weges hielt dann auch nochmal viele Pflanzen und Blumen bereit.

Gerne wäre ich nach der Wanderung noch im Park geblieben. Laut unserem Guide hätten wir auch die Möglichkeit gehabt, weil auch ein öffentlicher Bus zurück in den Ort fährt. Aber ich hatte für den Nachmittag ja schon was anderes geplant und dann muss man sich halt entscheiden.

Ich und vier andere Mitreisende hatten uns nämlich entschlossen, eine Canopy-Tour mitzumachen. Wenn man schon mal hier ist, sollte man das wenigstens einmal mitgemacht haben, finde ich. Es gibt verschiedene Anbieter, wir wurden zum Anbieter Selvatura gebracht, der Rest unserer Gruppe fuhr danach zurück zum Hotel.

Ein bisschen Touri-Abzocke war das Ganze dann schon. Wir kamen um kurz nach 11 Uhr dorthin, dann hieß es, dass die nächste Tour erst um 13 Uhr startet. Die Tour sollte 55 Dollar kosten, das wussten wir vorher schon. Da wir ja dann noch so viel Zeit hatten, wurden uns dann noch die anderen Attraktionen schmackhaft gemacht. Es gab noch einen Kolibrigarten, ein Herpetarium (Reptilien und Amphibien) oder ein Hängebrückensystem. Da wir nicht rumsitzen und warten wollten, entschieden sich drei von uns, noch in den Kolibrigarten zu gehen, der nochmal 6 Dollar kostete.

Für den Superman-Flight, bei dem man eines der Drahtseile bäuchlings liegend zurücklegt, wollten sie auch nochmal 11 Dollar extra, da habe ich mich dagegen entschieden, was mich im Nachhinein ein bisschen geärgert hat. Dann wollten sie noch eine Leihkamera für den Helm verkaufen, für schlappe 40 Dollar. Eine Halterung, um die eigene Actioncam zu befestigen, gab es natürlich nicht. Aber ich verzichtete dann.

Wir bezahlten und gingen dann erst mal in den Kolibrigarten.

Hier wurden die Kolibris angelockt, ich vermute, es war Zuckerwasser. Deshalb wimmelte es hier von den putzigen Kerlchen, die wir bisher noch nicht so richtig zu Gesicht bekommen hatten. Wobei das Beobachten in freier Natur natürlich spannender ist.

So gingen die 2 h dann relativ schnell rum. Als es losging, wurden wir mit Helmen, Ausrüstung und dicken Lederhandschuhen ausgestattet. Mit dem Bus ging es dann zum Startpunkt, wo wir erst mal ausgesetzt wurden, die Guides verschwanden wieder.

Bei uns war eine andere deutsche Reisegruppe. So kamen wir schnell ins Gespräch und uns wurde versprochen, dass sie auch von uns Fotos und Videos machen, die sie uns dann zuschicken wollten. Nach ca. 30 Minuten kamen die Guides wieder, zusammen mit einem Bus mit weiteren Teilnehmern. Dann bekamen wir eine kurze Einweisung. Mit dem rechten Handschuh sollten wir mit Daumen und Mittelfinger das Drahtseil umfassen, damit wir uns nicht unterwegs drehen. Der Handschuh sollte ebenfalls als Bremse dienen. Grundsätzlich sollten wir aber nicht bremsen, sondern nur, wenn wir die Handzeichen von einem der Guides erhalten haben. Die Beine sollten auf der Fahrt immer gekreuzt werden.

Und dann ging es auch gleich schon los. Wir stiegen auf die erste Stahlplattform hoch, dort warteten mehrere Guides auf uns. Wir wurden am Drahtseil eingehakt, hinsetzen, Beine kreuzen und los ging es. Das erste Seil war zum Eingewöhnen nicht so lang. Sobald wir an der nächsten Plattform ankamen, wurden wir aber sofort ins nächste Seil eingehakt und weiter ging es. Somit passierten wir die ersten sechs Seile direkt hintereinander. Bevor wieder Pause war.

Das nächste Seil war dann ca. 700 m lang und durfte nur zu zweit befahren werden. Es führte hoch über den Regenwald. Da unsere Gruppe ja aus 5 Personen bestand, fuhr dann einer der Guides mit mit auf die andere Seite. Ein fantastisches Erlebnis. Mit ca. 40 km/h segelten wir über den Regenwald hinweg.

Dann kamen wieder ca. 6 Seile, die schnell hintereinander passiert wurden. Manche länger, manche kürzer. Zwischendrin mussten immer mal wieder kurze Waldwege passiert werden.

Als nächstes kam dann die Tarzan Swing, die ich aber ausgelassen habe. Personen über 90 kg durften nicht teilnehmen, Personen mit Rücken- oder Nackenschmerzen wurde davon abgeraten. Man wurde dieses Mal in ein schwingendes Seil eingehakt und musste dann von einer Plattform in die Tiefe springen. Im ersten Moment nach dem Losspringen wurde man dann erst mal kurz gestaucht, bevor das Seil anfing zu schwingen und man dann quasi am Pendel hin- und verschaukelte. Meinem Rücken zuliebe habe ich lieber nicht mitgemacht.

Und dann kam das letzte Drahtseil, dass über 1 km über den Dschungel führte. Dieses konnte entweder als „Superman“ überwunden werden, was ich ja leider nicht gebucht hatte, oder wieder nur zu zweit. Aus unserer Gruppe hatte niemand den Superman-Flight gebucht, aber andere packten dann die dafür benötigte Ausrüstung aus. Bäuchlings liegend war das bestimmt nochmal ein ganz anderes Erlebnis. Zu mir gesellte sich wieder einer der Guides und deshalb hatte ich jetzt die Möglichkeit, die Actioncam in die Hand zu nehmen, da ich nicht beide Hände benötigte. Trotzdem war es schwierig, die Kamera mit dem dicken Handschuh festzuhalten. Ich bin gespannt, ob der Film was geworden ist. Einen Kilometer an einem Seil über dem Regenwald zu schweben war schon toll. Das letzte Seil war dann auch das beste. In der Hälfte der Strecke drehte mich der Guide auf einmal um und machte mich auf Affen unter uns aufmerksam, ich konnte sie aber nicht erspähen.

Wir näherten uns dann der Plattform, hatten aber nicht genug Schwung, so dass der Guide sich am Seil hochzog und sich dann wie ein Affe mit allen Vieren am Seil entlanghangelte, um uns bis ans Ende zu ziehen. Sonst wären wir wohl steckengeblieben.

Es war auf jeden Fall eine sehr lustige Fahrt und hat sich auf alle Fälle gelohnt. Der Superman hätte es wahrscheinlich nochmal getoppt.

Danach wurden wir dann mit dem Bus zum Hotel gefahren, das war im Preis vom Canopy beinhaltet.

Am Hotel stellte ich dann fest, dass Björn nicht da war, weil er mit zwei Mitreisenden ins Schmetterlingshaus gegangen war und dann noch Kaffee trinken war. Ich ließ mir von der Rezeption die Tür aufschließen.

Um 18 Uhr liefen wir dann nochmal über den Hügel in den Ort. Es war sehr windig. Dort gingen wir im Treehouse Restaurant noch zu zweit Essen. Das Restaurant ist rund um einen Baum gebaut und hatte leider saftige Preise. Monteverde ist halt ein Touristenort. Für eine Pizza und Nudeln mit Bolognesesauce und Getränke haben wir 45 Dollar hingelegt. Puh.

Zurück im Hotel saß noch ein Grüppchen Leute an einem Tisch und wir gesellten uns noch dazu. Wir spendierten dann noch unsere Flasche Wein und der Abend ging mit netten Gesprächen zu Ende. Gegen 22 Uhr verzogen sich alle auf die Zimmer.

26.02.2020 – 20.03.2020 Costa Rica – 8. Tag: Hängebrückenpark am Arenal und der ewige Wald der Kinder in Monteverde

Nach dem Frühstück ging es wie immer um 08:00 Uhr mit dem Bus los. Ziel war der Hängebrückenpark am Arenal, den wir nach ca. 20-30 Minuten Fahrt erreichten. Der Eintritt kostet 26 Dollar, war aber wieder bereits in unserem Reisepreis enthalten.

Heute war es etwas kühler und es zogen dunkle Wolken am Himmel auf. Blöderweise hatte ich die Regenjacke am Morgen in den Koffer gepackt.

So liefen wir also in den Park. Das Hängebrückensystem liegt inmitten eines 250 ha grossen Privatreservats, das überwiegend aus Primärwald besteht. Der Rundgang ist ca. 3 km lang und man passiert mehrere Brücken, einen Tunnel und sechs Hängebrücken mit bis zu 92 m Länge. Teilweise befinden sie sich 60 m über dem Boden.

Wieder ging es durch Regenwald. Der Park war allerdings auch wieder sehr voll. Als erstes entdeckten wir kleine Fledermäuse, die an einem Baumstamm saßen.

So standen wir an der ersten Hängebrücke dann auch erst mal in der Schlange, weil immer nur 15 Personen gleichzeitig auf die Brücken dürfen. Abseits der Touristenpfade ist es für mich irgendwie schöner. Aber so ist es nun halt mal.

Wir überquerten dann also mehrere Hängebrücken.

Irgendwann fing es dann an zu regnen. Regenjacke hatte ich ja keine und mit der Kamera wusste ich auch nicht wohin, weil ich auch keinen Rucksack mitgenommen hatte. Dumm gelaufen. Netterweise verstaute Björn die Kamera unter seiner Regenjacke und ich wurde halt nass, was bei den Temperaturen hier ja auch nicht allzu dramatisch war.

Zwischendrin hörte es wieder etwas auf zu regnen. Wir überquerten weitere Hängebrücken.

Plötzlich entdeckte unsere Gruppe dann Klammeraffen in den Baumkronen. Ich lief ein Stück hinter der Gruppe und habe die Affen dann anfangs leider nur schemenhaft zu sehen bekommen. Und bis ich aufgeschlossen hatte, waren sie dann auch schon so gut wie weg. Schade.

Weitere Tiere haben wir dann nicht mehr gesichtet.

Von hier aus begann dann eine lange Busfahrt nach Monteverde. Die Straßen dorthin sind alle nicht asphaltiert und in schlechtem Zustand. Wir wurden ganz schön durchgerüttelt und durchgeschüttelt.

Unterwegs machten wir noch Rast an einem kleinen Restaurant, wo es Buffet gab, das Essen war aber nichts Besonderes. Schließlich kamen wir dann in Sta. Elena an. Dort fuhren wir direkt weiter zum ewigen Wald der Kinder.

1987 sammelte eine Gruppe von Schwedischen Kindern, die über den weltweiten Verlust von tropischem Regenwald besorgt waren, Gelder zum Kauf und Schutz von Forstgebieten in Monteverde. Kinder aus weiteren Ländern folgten bald diesem Beispiel und der Traum des Kinder-Regenwaldes wurde Wirklichkeit.

Unser Besuch dort startete mit einer kurzen Bildershow. Durch einen einheimischen Guide wurden uns die verschiedenen Tiere gezeigt, die es so im Park gibt. Eingefangen wurden diese Fotos von fest installierten Kameras im Park. Unter anderem bekamen wir zum Beispiel Pumas zu sehen. All die Tiere, die wir zu sehen bekamen, gibt es zwar im Park, die Wahrscheinlichkeit diese aber auch zu sehen ist sehr gering.

So startete dann unsere zweite Wanderung für heute. Wir entdeckten mehrere Vögel, manche konnten diese gut mit der Kamera einfangen. Ansonsten liefen wir die Runde ohne weitere Tiere zu erblicken und dieses Mal erzählte unser Guide auch nicht so viel über die Pflanzen- und Tierwelt hier.

Dann ging es wieder nach Sta. Elena, dieses Mal bogen wir aber zu unserem Hotel Cipreses ab. Das Hotel liegt etwas außerhalb des Ortszentrums und macht auf den ersten Blick einen sauberen und ordentlichen Eindruck. Wir können es weiterempfehlen.

Nach dem Duschen wollte ich nochmal schnell in den Ort laufen. Bis ich dort angekommen war, konnte ich aber eigentlich schon fast wieder umdrehen. Zwei Souvenirläden stattete ich noch schnell einen Besuch ab. Für 18:30 Uhr war aber ein Tisch für die Gruppe reserviert, also kehrte ich um. Letztendlich waren wir im Restaurant dann doch nur rund 8 Leute. Ich probierte ein Reisgericht mit schwarzen Bohnen, Fisch und Kochbananen und dazu hatte ich ein Glas Rotwein.

Das Essen war ok und auch relativ günstig.

Danach ließ ich den Abend wieder mit ein paar Mitreisenden und weiterem Wein ausklingen.

26.02.2020 – 20.03.2020 Costa Rica – 7. Tag La Fortuna und Arenal

Heute hätten wir die Möglichkeit gehabt, schon um 06:30 Uhr zu frühstücken, wir blieben aber wie gewohnt bei 07:00 Uhr. Das Frühstück war sehr lecker. Es gab Cornflakes, Reis mit schwarzen Bohnen, Kochbananen, frisches Obst, leckeren Saft, Kaffee, Toastbrot mit Marmelade etc.

Wie bisher immer ging es um 08:00 Uhr los. Heute hatten wir volles Programm. Mit dem Bus fuhren wir ca. 20 Minuten zum Privatreservat Arenal 1968, wir besuchten also nicht den Nationalpark Vulkan Arenal. Das Privatreservat ist weniger überlaufen und ist landschaftlich eigentlich vergleichbar. Im Reservat gibt es zwei Wanderwege mit Blick zum Vulkan. Wir haben die beiden Wege verbunden, so dass eine Wanderstrecke von ca. 6 km zu bewältigen war. Die Luftfeuchtigkeit war wieder sehr hoch, was uns gleich wieder ins Schwitzen brachte.

Der Weg führte wieder durch üppige Vegetation, wir querten Lavafelder und hatten schöne Blicke auf den Arenal See und auf den Arenal, dessen Gipfel in Wolken verborgen war.

Ich und ein paar andere der Gruppe nutzten heute mal die Gelegenheit, ein etwas strammeres Tempo beim Gehen anzuschlagen. Nach dem vielen sitzen im Bus brauchten wir mal Auslauf 😉. Ok, unser Guide war nicht ganz so amused darüber. Und wir haben dadurch ein paar seiner Erläuterungen zur Pflanzenwelt verpasst.

Unterwegs machten wir dann alle gemeinsam eine Pause, mit Blick auf den Arenal und den Arenal See.

Strammen Schrittes gingen wir weiter und durchstreiften einen kleinen Bambuswald.

Gegen 11:30 Uhr hatten wir dann den Weg geschafft. Gegen 12:00 Uhr waren wir zurück im Hotel und hatten bis 13:30 Uhr Zeit uns die Zeit zu vertreiben. Auf dem Bett erwartete uns wieder eine tolle Kreation aus Handtüchern.

Wir liefen in den Ort und genossen im Park einen Kakao und zwei Kugeln Eis.

Um 13:30 Uhr ging es dann mit dem Bus zu einer einheimischen Schule. Es handelt sich um eine staatliche Schule mit 279 Kindern. Wir wurden von den Kindern am Bus abgeholt. Jeder wurde von einem Kind an die Hand genommen und in die Schule geführt. Dort wurden wir dann von jedem Kind mit Handschlag begrüßt. Das hat einige unserer Gruppe erst mal zurückgeschreckt, aber schließlich haben alle mitgemacht, weil wir ja nicht unhöflich sein wollten. Als Begrüßung führten die Kinder dann erst mal zwei traditionelle Tänze auf.

Die Gruppe Kinder, die uns begleitete, besucht momentan die 6. Klasse. Sie führten uns dann über das Schulgelände. Die Schule verfügt über einen großen Garten mit vielerlei Pflanzen, es gibt eine eigene Fischzucht, ebenso Hühner, Rinder, Langusten….

All diese Bereiche sind auch Bestandteil des Unterrichts. Danach besuchten wir die 1. und 2. Klasse und es gab weitere Räume für spezielle Unterrichtseinheiten, z. B. Sprachtherapie. Wir kamen dann auch ein bisschen mit den Kindern in Kontakt, die uns begleiteten. Meine Begleitung hieß Ignacio. Die meisten konnten ein wenig Englisch. So lernten wir die Schule kennen. Am Ende gab es dann noch eine Fragerunde, die Kinder durften uns befragen und wir die Kinder. Sie fragten u.a. warum wir nach Costa Rica gekommen sind. Die Kinder erzählten u.a. welche Berufe sie später ergreifen wollen, welche Sportarten sie mögen oder welche Musikinstrumente sie spielen. Danach wurden wir wieder zu unserem Bus begleitet. Teilweise waren die Kinder glaube ich froh, und wieder los zu sein. Es war eine interessante Erfahrung und in unserem Reisepreis war bereits eine Spende für die Schule enthalten.

Damit war es mit dem Programm für heute aber noch nicht zu Ende. Die Fahrt ging weiter zur Casona Las Rodriguez.

Hier stand gemeinsames Kochen auf dem Programm.

Da wir etwas zu früh dran waren, begutachteten wir schon mal die schönen Pflanzen vor dem Gebäude.

Zuerst wurden wir aber mit einem Welcome Drink begrüßet. Ein selbstgebrannter Likör mit fast 50 Prozent Alkohol. Dabei erzählte der Besitzer ein bisschen was über die Geschichte der Casa.

Anschließend besuchten wir den großen Garten. Hier gab es unter anderem:

Aloe, Ananas, Basilikum, Lemongrass, Estragon, Papaya, Passionsfrucht. Das ein oder andere konnten wir auch probieren.

Von einem Baum pflückte der Besitzer dann noch Ylang Ylang und ließ uns daran riechen. Diese Pflanze bildet die Grundlage des Chanel Parfums.

Danach wurde uns dann noch gezeigt, wie Zuckerrohrsaft hergestellt wird. Zwei Freiwillige aus unserer Gruppe wurden gesucht. Björn meldete sich sofort und durfte dann den Ochsentreiber spielen. Die Ochsen liefen dann im Kreis und bewegten so die Presse, mit der das Zuckerrohr ausgepresst wurde. Natürlich durften wir den Zuckerrohrsaft hinterher auch probieren.

Danach ging es dann wirklich ans Kochen. Jeder bekam eine Schürze (ein paar Männer drückten sich leider) und dann ging es los mit Gemüse schneiden oder Karotten raspeln. So große Karotten wie hier, habe ich noch nie gesehen.

Alle Zutaten wurden dann zu einem Salat zusammengemischt. Hinten in der Küche brutzelte schon Hühnchen und Schweinefleisch in der großen Pfanne.

Dann zeigte uns die Besitzerin, wie Tortillas hergestellt werden. Dafür wurde einfach nur Maismehl genommen und mit Wasser angerührt. Anschließend wurde die Masse gut durchgeknetet und jeder bekam dann eine kleine Menge Teig auf die Hand und konnte seinen eigenen Tortilla formen. Anschließend wurden diese Teigplatten je auf ein Holzbrett, das mit einem Bananenblatt abgedeckt war gelegt. Jeder ging dann mit seinem Brett zum Ofen, wo die Köchin den Fladen kurz auf einer heißen Platte angebraten hat und schwups bekam man den Fladen auch schon wieder zurück und wir konnten ihn mit den vielen Leckereien belegen, die zur Verfügung standen. Hühnchen, Schwein, unser selbstgemachter Salat, es gab diverse Saucen, etc. Es war einfach so unglaublich lecker und eine schöne Umgebung. Solches Essen jeden Abend wäre super, wer braucht schon irgendwelche Touri-Restaurants.

Zum Essen wurde noch Cas-Saft gereicht, auch dieser war sehr lecker. So ließen wir es uns gut gehen und jeder holte nochmal Nachschlag.

Der Besuch der Casa war sehr empfehlenswert. Wieder ein kleines Highlight der Reise.

Gegen 19 Uhr ging es dann zurück ins Hotel. Wir stiegen im Ort aus und bummelten noch ein bisschen durch die Souveniergeschäfte, kauften noch Wasser, und hoben noch ein bisschen Geld ab.

Ich ließ den Abend dann noch mit zwei Mitreisenden bei netten Gesprächen ausklingen. Und dann war schon wieder Koffer packen angesagt.

26.02.2020 – 20.03.2020 Costa Rica – 6. Tag: Von Quepos zum Rio Tarcoles und weiter nach La Fortuna

Heute war wieder Weiterreise angesagt. Heute Morgen hatten wir Besuch in unserem Bad. Eine Kakerlake lief einmal quer durch die Dusche, brrr.

Wie bisher immer, gab es um 7:00 Uhr Frühstück und um 8:00 Uhr ging es los. Der Weg führte uns zuerst zum Rio Tarcoles. Hier stand eine Bootsfahrt auf dem Programm, bzw stand sie eigentlich gar nicht auf dem Programm, unser Guide hatte sie aber optional angeboten. Wir hatten vorgestern alle zugesagt und er hatte reserviert.

Diese Tour ist auch als die Krokodiltour bekannt. So starteten wir gemütlich mit dem Boot und das erste Krokodil ließ nicht lange auf sich warten. Der Guide lockte es direkt neben das Boot und fütterte es mich Fleisch an, so dass sich ein Riesen-Koloss aus dem Wasser erhob und danach schnappte.

Weiter ging die Fahrt und wir sahen u.a. viele Seevögel und Adler. Kühe weideten am Ufer und immer wieder tauchten Krokodile auf, mal größere, mal kleinere.

Die Fahrt erinnerte mich stark an unseren Namibia-Urlaub.

Ein Krokodil mit halben Maul haben wir auch gesehen, das sah sehr unheimlich aus.

Weiter ging die Fahrt…

Später passierten wir noch Mangrovenwald. Die roten Aras konnten wir in der Ferne kreischen hören, leider bekamen wir aber keinen zu Gesicht.

Nach ca 1,5 h Fahrt waren wir wieder zurück an Land. Von dort aus sollte uns die Fahrt noch rund 4 h weiterführen nach La Fortuna. Zuerst mussten wir aber noch an einem Imbiss halt machen, da unser Bus einen Platten hatte und in die Werkstatt musste. Wir bedienten uns derweil am Buffet. Das Essen war nichts Besonderes, hat aber auch nur rund 10 Dollar für zwei Personen gekostet.

Weiter ging die Fahrt über den Gebirgszug Cordillera de Tilaran.

Endlich kamen wir in La Fortuna im Hotel San Bosco an. Das Hotel liegt ziemlich zentral im Ortszentrum von La Fortuna.

Das Zimmer machte gleich einen viel besseren Eindruck als im vorherigen Hotel.

Danach verbrachte jeder Zeit für sich und wir gingen heute mal alleine Abendessen. Bei Livemusik ließen wir uns Chicken Cahuita servieren und gingen danach dann relativ zügig ins Bett.

26.02.2020 – 20.03.2020 Costa Rica – 5. Tag: Manuel Antonio Nationalpark

Frühstück gab es wieder um 07:00 Uhr, dieses Mal gab es Weißbrot, Ei, Marmelade, ein bisschen Obst, Orangensaft und Kaffee. Auch wenn das Hotel nicht das beste war, ist der Frühstücksraum sehr schön gelegen.

Hoch oben im Baumwipfel konnten wir dort auch einen Papagei erspähen und mehrere Agutis liefen auf dem Gelände herum.

Um 08:00 Uhr ging es mit dem Bus zum Manuel Antonio Nationalpark, wo wir nach nur 15 Minuten ankamen.

Wegen seiner traumhaften Strände zählt Manuel Antonio zu den beliebtesten Nationalparks des Landes. Das Füttern der dortigen Tiere ist verboten, deshalb wurden unsere Taschen am Eingang nach Lebensmitteln durchsucht. Einen Apfel und zwei Bananen durften wir mitnehmen, die Packung Kekse landete leider in der Mülltonne.

In der Hochsaison sind die Strände leider völlig überfüllt, so dass man sich wie in Bibione vorkommt. Unser Guide erzählte auch, dass es schon Tage gab, an denen am Eingang eine bis zu 300 m lange Schlange vorzufinden war. Wir hatten aber Glück und kamen am Eingang zügig durch. Der Eintritt kostet 16 Dollar, war aber bereits in unserem Reisepreis enthalten.

Montags ist der Park geschlossen, wegen der Aufräumarbeiten vom vergangenen Wochenende……

Wir betraten den Park und mir war es trotzdem schon viel zu menschenüberfüllt. Beplankte Wege führten durch den Wald, überall waren Menschen und ich kam mir eher wie in einem Freiluftzoo vor.

Die Wege führten durch schönen Regenwald und durch Mangroven, aber Tiere waren erst mal weit und breit nicht zu sehen. Kein Wunder bei dem Lärm. Das erste, das wir entdeckten waren ein paar Krebse.

Schließlich kamen wir zum Strand, der schon gut besucht war.

Und dann sahen wir die ersten Kapuzineräffchen und sofort bildete sich natürlich eine Menschentraube. Die putzigen Gesellen sprangen quietschvergnügt um uns rum.

Unser Guide zeigte uns den Manzanilla Baum und machte uns darauf aufmerksam, dass dieser giftig ist und besser nicht angefasst werden sollte. Ebenso zeigte er und eine Kakaopflanze, die er öffnete und wir konnten die Bohnen verkosten.

Dann entdeckten wir einige Leguane.

Danach liefen wir dann den Sendero Punta Catedral. Dies ist ein ca. 1 km langer Rundweg. Hier sind die Wege etwas naturbelassener und es sind weniger Menschen unterwegs.

Trotzdem war es mit unserer Gruppe von 16 Leuten natürlich auch nicht wirklich leise. Der Weg steigt zunächst an bis zum Mirador, hier hat man einen schönen Blick auf die vorgelagerten Inseln. In der Ferne hörten wir die Brüllaffen, leider bekamen wir aber vorerst keine zu sehen. Im Park hatte es 100 % Luftfeuchtigkeit, da ist nichts mehr trocken geblieben.

Über Treppen führte der Weg wieder bergab, vorbei an weiteren Aussichtspunkten.

Björn berichtete, dass er einen Brüllaffen gesehen hat. Unser Guide erzählte uns etwas über die Pflanze Hombre Grande und wir konnten die Blätter verkosten, die gut bei Magenproblemen sein sollen. Sie schmeckten aber sehr bitter.

Dann kam ein Mitreisender und erzählte, dass er vor ca. 200 m ein Faultier gesehen hat. Uns ist es bis dahin verwährt geblieben.

Nach diesem Rundweg beendete unser Guide um 11 Uhr die offizielle Tour. Wir und zwei weitere Mitreisende entschieden uns aber, weiterhin im Park zu bleiben.

Zuerst gingen wir dahin zurück, wo wir die Kapuzineraffen gesehen hatten, diese waren aber nicht mehr zu sehen. Ein kurzes Stück weiter hatte sich aber wieder eine Menschentraube gebildet und blickte in die Baumwipfel. Ich konnte dort allerdings nichts sichten. Erst als ich das 300er Tele ausfuhr, entdeckte ich auch das Faultier hoch oben im Gipfel. Mit dem Handy leider nicht einzufangen.

Dann machten wir eine kurze Pause und aßen unser mitgebrachtes Obst, bevor wir den Sendero El Mirador liefen. Hier war es viel ruhiger und wir waren teilweise sogar alleine. Dort sahen wir dann mehrere Brüllaffen schlafend in den Bäumen liegen. Leider auch zu hoch, um diese mit dem Handy aufzunehmen.

Wir liefen weiter und konnten jetzt auch viel mehr die Natur genießen. Am Wegesrand beobachtete eine Frau ein weiteres Tier. Ich glaube, es war ein Aguti. Weitere Tiere bekamen wir vorerst nicht zu sehen. Dann führte eine etwas längere Treppe bergab und der Weg endete an einer Plattform mit Blick aufs Meer. Natürlich mussten wir die vielen Treppen auch wieder nach oben, was bei der Hitze und Luftfeuchtigkeit natürlich mühsam war.

Oben angekommen wurden wir dann aber von einer Horde Kapuzineräffchen umzingelt. Überall turnten sie um uns rum, schwangen sich von Ast zu Ast, rangen miteinander oder legten sich faul auf das Geländer. Und dieses Mal waren wir fast alleine, was vom Erlebnis her dann was ganz anderes war.

Wir liefen zurück, nahmen einen Seitenweg und sahen wieder ein Tier. Wahrscheinlich war dies auch ein Aguti. Und ein weiteres Tier lief über den Weg. Wir sind uns noch nicht sicher, ob es ein Nasenbär oder ein Waschbär war.

Auf dem Rückweg waren dann die Brüllaffen aufgewacht und sie turnten in den Baumwipfeln oder sie lagen faul auf den Ästen. Ein lustiges Schauspiel. Ständig flogen irgendwelche Nüsse oder Ähnliches herab und wir mussten aufpassen, dass wir nicht getroffen werden. Leider waren auch diese Gesellen für das Handy zu weit weg.

Dann gönnten wir uns erst mal ein Eis, wo wir für je 2 Bällchen ca. 8 Dollar hinlegten, Tourinepp.

Nun entschieden wir uns, nochmal an die Stelle zurückzukehren, wo unser Mitreisende das Faultier gesehen hatte, Also wieder auf dem Rundweg Treppe hoch und Treppe runter….

Wir suchten und suchten, wurden aber nicht fündig.

ich wollte wieder gehen und in diesem Moment erspähte Björn dann doch hoch oben im Baum ein Faultier. Also hatte sich die Extraschicht doch gelohnt.

Inzwischen waren wir dann doch ziemlich kaputt, wir hatten weitere 4 Stunden auf eigene Faust im Park verbracht. Und bei der Hitze und Luftfeuchtigkeit war das doch anstrengend. Auf dem Rückweg erblickten wir am Strand noch unzählige Einsiedlerkrebse, die sich dort wie in einem Nest tummelten.

Ein Leguan lief uns auch noch über den Weg.

Mit vielen anderen Menschen liefen wir dann zum Ausgang, da der Park bald schloss. Totenkopfäffchen haben wir leider nicht gesehen, diese sind aber auch sehr selten.

Danach mussten wir noch ca. 1 km zu Fuss am Strand zurücklegen, um zurück zum Hotel zu kommen. Dort angekommen, wurden wir auf ein Faultier am Strand aufmerksam gemacht.

Leider stellte ich hier fest, dass ich meine Sonnenbrille verloren habe. Jetzt habe ich blöderweise erst mal keine mehr, abgesehen davon, dass sie auch nicht so billig war. Ärgerlich.

Anstatt nochmal ins Wasser zu springen, kümmerte ich mich mal um den Blog mit diesem Ausblick….

…und um 19 Uhr gingen wir als Gruppe ins Restaurant. Björn hatte wieder Spaghetti Bolognese, ich probierte das Thunfisch Steak, sehr lecker. Heute gönnte ich mir noch einen Weißwein.

Zurück im Hotel ging Björn ins Bett, ich habe mich noch, nachdem ich gepackt hatte, mit ein paar Mitreisenden auf die Terrasse gesetzt und wir hatten bis 23 Uhr noch eine gesellige Runde.

26.02.2020 – 20.03.2020 Costa Rica: 4. Tag Über den Cerro de la Muerte nach Quepos

Wieder hat der Wecker um 06:15 geklingelt. Um 07:00 Uhr gab es Frühstück und um 08:00 Uhr ging es wieder los. Heute war Ortswechsel angesagt und ca. 250 km Busfahrt lagen vor uns.

Nach kurzer Fahrt machten wir nochmal einen Fotostopp, um den tollen Blick über das Orosi Tal zu genießen.

Mit dem Bus ging es auf der Panamericana über den Cerro de la Muerte Pass.

Die Panamericana verläuft von Alaska bis Feuerland.

Unser Guide Olman erzählte auf der Fahrt viel über die Flora und Fauna des Landes:

– 900 von 10.000 Vogelarten der Welt sind in Costa Rica zu finden

– es gibt 340 Kolibri-Arten

– Kolibris müssen täglich das Vierfache ihres Gewichts essen

– Kolibris machen bis zu 70 Flügelschläge pro Sekunde

– es gibt 1.600 von 36.000 Orchideenarten

Auf 2500 m Höhe hielten wir am Restaurant Iyok Ami an, um eine ca. 2stündige Wanderung durch den Bergregenwald zu machen. Das Gelände ist Privatgelände der Familie. Hier ist die Heimat des Quetzal, dem „Göttervogel“ von Costa Rica. Leider haben wir ihn nicht zu Gesicht bekommen.

Der Weg führte erst mal bergab und schnell waren wir von beeindruckendem Regenwald umgeben. Natur pur.

Zwischendrin war auch mal Pause angesagt.

Anschließend gab es im Restaurant Iyok Ami noch leckeres Mittagessen, das heute im Reisepreis enthalten war. Das beste Essen, das wir bisher hatten: Forelle, Reis, Gemüse, Salat. Dieses Fleckchen Erde hat wirklich das Herz berührt. Tolle Natur, leckeres Essen, nette Besitzer und eine sehr angenehme Atmosphäre. Hier haben wir uns echt wohl gefühlt.

Weiter ging die Fahrt über den Pass. Wir erreichten schließlich den höchsten Punkt und waren bei der Abfahrt teilweise von dichtem Nebel umgeben.

Neben der Straße ragte der Cerro de la Muerte, der „Gipfel des Todes“, in die Höhe. Der Name stammt noch aus der Zeit, als man den Weg von Süden ins Hochland mit Ochsenkarren zurücklegte. Viele ließen ihr Leben bei der mühsamen Überquerung dieses Bergpasses, denn die Nächte sind kalt.

Schließlich machten wir nochmal Halt an einer Tankstelle, wo wir uns ein Eis gönnten. Aber beim Aussteigen wurden wir völlig erschlagen. Es hatte draußen bestimmt 35 Grad und sehr hohe Luftfeuchtigkeit. Das war wie ein Dampfhammer.

Wir passierten Plantagen mit Ölpalmen, diese gehören zu einer Fabrik, die Palmöl produziert.

Nach langer Fahrt kamen wir an unserem Ziel Quepos an. Quepos liegt direkt am Manuel Antonio Nationalpark, der morgen auf dem Programm steht.

Das Hotel Arboleda kann leider bei weitem nicht mit dem letzten Hotel mithalten, dafür ist direkt weißer Sandstrand vor der Tür. Da kam Karibikfeeling auf, obwohl wir ja am Pazifik sind. Dort ließen wir es uns noch ca. 2 h gut gehen. Ich sprang noch in die Fluten des Pazifiks. Das Wasser hatte angenehme 28 Grad. Die Brandung war aber sehr stark und ich schmiss mich in die Wellen.

Anschließend genossen wir den Sonnenuntergang, bevor es zum Duschen und ins Restaurant ging.

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26.02.2020 – 20.03.2020 Costa Rica – 3. Tag: Vulkan Irazu

Heute klingelte der Wecker schon im 06:15, aber das war nicht schlimm, da ich dank Jetlag ja eh schon seit 3 Uhr wach lag. Um 7 Uhr gab es Frühstück, das allerdings nicht so reichhaltig war. Es gab Reis mit schwarzen Bohnen, Ei, Kochbananen, Brot mit Marmelade. Kaffee, Tee und heiße Milch gab es zum Trinken.

Um 8 Uhr ging es mit dem Bus los Richtung Irazú, eine der höchsten Vulkane auf Costa Rica. Der Vulkan ist ca 3500 m hoch. Als wir durch Cartago fuhren sahen wir die tiefhängenden Wolken und befürchteten schon, dass der Gipfel im Nebel liegt. Wir hatten aber Glück und waren am Gipfel über der Wolkendecke. Wir fuhren mit dem Bus zu einem Aussichtspunkt. Hier wehte der Wind sehr heftig und wir hatten einen Blick von oben in den Krater. Der Hauptkrater hat einen Durchmesser von über einem Kilometer und eine Tiefe von ca. 300 m. Der Vulkan ist noch aktiv. Die letzte starke Eruption begann 1963 und dauerte ca 2 Jahre. Bei unserem Besuch war er nicht aktiv, es kommt aber regelmäßig vor, dass er Asche und Schlacke auswirft, oft begleitet von unterirdischem Grollen. Manchmal sieht man auch Rauchwolken aufsteigen.

Von dort liefen wir ca 800 m wieder den Berg herunter zum Parkplatz am Kraterrand. Von dort gab es einen Weg am Kraterrand entlang. Wir liefen durch ein Aschefeld den Kraterrand entlang. Das war ganz schön, grundsätzlich haben wir aber schon spektakulärere Vulkane gesehen.

Um 11 Uhr ging es dann mit dem Bus wieder zurück. Wir machten einen kurzen Fotostop mit Blick auf San José und Cartago.

In Cartago machten wir nochmal halt an der Kirche, um einen Kaffee zu trinken. Der Großteil der Gruppe steuerte die Bäckerei an, in der wir gestern waren, wir entschieden uns für einen kleinen Imbiss ein paar Meter weiter. Björn hatte einen Kaffee und ich eine heisse Schokolade. Nach einer halben Stunde ging es weiter und wir hielten nochmal an einer Kaffeeplantage, die in Blüte stand. Die Erntezeit war leider schon vorbei. Bohnen waren nur noch wenige zu finden.

Zurück im Hotel waren wir dann gegen 13:30 Uhr. Um 17:00 Uhr wollten wir uns dann alle wieder treffen, um gemeinsam zum Abendessen zu fahren. In der Zwischenzeit gönnte ich mir noch eine Massage. 40 Dollar musste ich dafür hinlegen. Zwischendrin habe ich es ein paar Mal bereut, dass ich mich nicht für die softe Massage entschieden hatte.

Um 17 Uhr ging es dann los zum Abendessen. Dort wurde für die Gruppe ein langer Tisch zusammengestellt und wir hatten sehr anregende Gespräche. Ich entschied mich für Hähnchenbrust mit Orangen-Ananas Sauce und Pommes Frittes, Björn hatte Reis mit Hühnchen.

Heute waren die Preise moderater und das Essen hat auch besser geschmeckt.

Um 19 Uhr schloss das Restaurant und wir machten uns wieder auf den Rückweg. Ein Mitreisender hatte Geburtstag und hatte die Gruppe noch auf ein Glas Wein am Pool eingeladen. Das war wieder eine nette Runde, der Wein schmeckte auch und es wurden viele Reiseerlebnisse ausgetauscht. Gegen 20 Uhr verabschiedeten wir uns und dann war noch Koffer packen angesagt. Morgen geht es weiter zur nächsten Destination.

26.02.2020 – 20.03.2020 Costa Rica – 1. / 2. Tag San José, Cartago und Orosi

Dieses Mal haben wir uns für eine Rundreise mit World Insight entschieden, um die einzigartige Flora und Fauna von Costa Rica zu erkunden.

Unser Flieger starte mittwochs abends um 21:55 Uhr. Am Flughafen haben wir dann gleich schon die ersten Mitreisenden getroffen und es scheint eine nette Truppe zu sein. Nach ca 14,5 h Flugzeit, mit Zwischenstopp in der Dominikanischen Republik und wenig Schlaf, sind wir heute morgen gegen 5:30 Uhr Ortszeit in San José gelandet. Nachdem wir alle Einreiseformalitäten erledigt hatten und der nächste Stempel im Reisepass gesammelt wurde, trafen wir auf unseren Guide und die restlichen Mitreisenden.

Auch schon so früh am Morgen war es angenehm warm. Und dann ging es auch schon gleich mit dem Bus los in die Stadt. Zuerst mal standen wir im Stau und so zog sich die Fahrt dann etwas hin. San José selbst ist auch nicht so besonders sehenswert.

Unser Stadtrundgang startete am Parque Central, wo eine Mitreisende auf ihre Tochter traf, die gerade in Costa Rica studiert.

Weiter ging es an den Parlamentsgebäuden entlang und durch die Einkaufsstraßen.

Hier kamen wir an einem Obststand vorbei und ließen uns eine Mango und zwei Bananen schmecken. Die Mango war sooo köstlich. Da hatte ich mich schon die ganze Zeit zuhause drauf gefreut. Hier teilte sich die Gruppe dann auf, weil wir den Mercado Central besuchten und es dort für eine Gruppe von 16 Personen zu eng ist. Ein bisschen ähnelte dieser Markt den Strassenmärkten in Kambodscha.

Dieser Markt war für mich das interessanteste an San José. Überall gab es frisches Fleisch, Fisch, Obst, Gemüse, Imbisse und sonstiges Allerlei wie Kleidung oder Haushaltswaren. Ich bummele ja immer gerne über solche Märkte.

Das Thermometer hatte inzwischen 28 Grad erreicht.

Nach ca. 2 h Stadtrundgang führte uns unser Weg mit dem Bus weiter nach Cartago, wo wir nochmal eine Stunde Pause machten. Cartago ist die ehemalige Hauptstadt. Wir besichtigten die Hauptsehenswürdigkeit der Stadt, die Basilica du Nuestra Senora de Los Angeles. An dieser Stelle hatte ein Indianermädchen 1635 eine steinerne Marienfigur gefunden, die der Überlieferung nach zweimal auf wundersame Weise an den gleichen Platz zurückkehrte, Dies wurde als Zeichen Gottes gewertet, hier eine Kirche zu bauen. Die Basilika ist heute die wichtigste Pilgerstätte des Landes. Pilger kommen aus allen Landesteilen und auch aus Panama und Nicaragua, viele demütig auf knien rutschend.

Danach ließen wir es uns noch mit einem Kaffee und einem Teilchen in einer kleinen Bäckerei gut gehen und kamen dort mit weiteren Mitreisenden in Kontakt.

Weiter ging die Busfahrt zu unserem ersten Hotel, dass wir nach ca. 30 Minuten erreichten. Die Landschaft, die wir passierten ähnelte den kanarischen Inseln oder auch Madeira. Das Hotel Rio Perlas liegt im Orosi-Tal und besteht aus mehreren Bungalows und ist von einem herrlichen Garten umgeben. Hier gibt es heisse Quellen, eigene Wanderwege, einen Wasserfall, mehrere Swimmingpools, ein Spa…. auf den ersten Blick sind wir in einem kleinen Naturparadies gelandet. Das Hotel kann ich nur weiterempfehlen.

Unsere Unterkunft.

Der Blick aus der Wohnungstür.

Wir ruhten uns dann erst mal auf dem Zimmer aus, bevor wir uns umzogen und zum Pool liefen, der durch eine heisse Quelle gespeist wurde. Somit hatte er locker über 30 Grad. Hier ließen wir es uns dann gut gehen, ließen uns mit Poolnudel im Wasser treiben, unterhielten uns mit Mitreisenden, die inzwischen auch dort erschienen waren und das Urlaubsfeeling setzte ein. Leider gab es keine frische Kokosnuss, das hätte das Ganze perfekt gemacht.

Dann gingen wir Duschen und liefen noch ein bisschen über das Gelände, das sehr weitläufig ist und die Gebäude fügen sich sehr gut in die Natur ein.

Es ging um 18:30 Uhr zum Abendessen und bei mir hatte die Müdigkeit bis dahin schon heftig eingesetzt. Ich begnügte mich dann auch mit einem Wasser und aß Hähnchenteile mit Pommes. Björn hatte ein Bier und Spaghetti Bolognese. Ganz günstig war das Restaurant nicht, aber fussläufig war vom Hotel aus kein anderes Restaurant erreichbar. Die Spaghetti kosteten 20 Dollar, mein Gericht 15 Dollar und besonders gut war das Essen auch nicht. Im Gegensatz zum Hotel, ist das Restaurant weniger zu empfehlen.

Aufgrund der Müdigkeit verabschiedeten wir uns direkt nach dem Essen und gingen um 20 Uhr ins Bett. Leider wurde ich um 3 Uhr wach und konnte nicht mehr einschlafen, dem Jetlag sei Dank.