01.10.2022 – 14.10.2022 Ischia – 4. Tag: Quellenwanderung

Heute stand wieder Wandern auf dem Programm und wieder war Treffpunkt um 9:20 Uhr. Also gingen wir wieder um 8:00 Uhr zum Frühstück. Mit dem Personal waren wir beim Frühstück seit Beginn nicht allzu zufrieden. Ständig fehlte irgend etwas und ohne Nachfragen wurde auch nichts aufgefüllt. Trotzdem ist das Frühstück aber ganz gut.

Um 9:20 Uhr ging es also los und wir wurden mit dem Bus nach Casamicciola gefahren. Wieder sammelten wir zwei weitere Personen ein, die die Tour als Tageswanderung gebucht hatten. Die Wanderung begann am Cretaio, oberhalb von Casamicciola. Wieder ging es durch einen schattigen Kastanien- und Steineichenwald. Kastanien waren auch überall auf dem Weg zu finden. Ernesto hatte wieder viele Erläuterungen zur vielfältigen Pflanzenwelt parat. Am Wegesrand waren auch immer wieder Pilze zu finden.

Schon nach kurzer Zeit kamen wir an die Buceto Quelle, eine der wenigen Trinkwasserquellen auf der Insel. Hier konnten wir unsere Wasserflaschen auffüllen. Das Wasser schmeckte sehr gut.

Im Wald legten wir eine Pause ein und Ernesto packte wieder lauter Köstlichkeiten aus. Bei der Zubereitung holte sich Ernesto die Hilfe von zwei Mitreisenden. Und er schnitt sich prompt mit dem Messer in den Finger, so dass er nicht nur einen Gipsarm, sondern auch noch einen kaputten Finger hatte. Aber er wurde dann gut versorgt. Es gab kleine Brötchen mit Paprikamarmelade und Käse und dazu wieder Wein. Das war echt lecker und später hat jeder sogar ein kleines Gläschen Paprikamarmelade und das Rezept erhalten. Super.

Weiter ging es durch den Wald. Danach erreichten wir die Ebene Piano San Paolo und wanderten stets Richtung Süden weiter. Nach ca. einer halben Stunde durch den Wald erreichten wir die Statue der Madonna, die sich auf einem ca. 300 m hohem Hügel in der Ortschaft Buttavento befindet.

Hier hatte man einen schönen Ausblick über Campagnano, die Aragonesen-Burg, Ischia Ponte und die Inseln Procida und Vivara.

Und Ernesto war wieder in Aktion.

Danach stiegen wir nach Buonopane ab. Buonopane ist bekannt wegen seiner Nitrodi-Quelle. Eine Quelle, deren Wasser eine therapeutische Wirkung für die Haut und die Verdauungsorgane zugeschrieben wird. Gemeinsam besuchten wir die Quelle. Lt. meinem Reiseführer kostet der Eintritt 16 Euro, bei uns war es Bestandteil unserer Reise. Wer wollte konnte hier also eine heilsame Dusche nehmen. Alternativ bekamen wir einen Gutschein für ein Getränk. Björn und ich entschieden uns für die Dusche. Und hinterher sahen wir wirklich 10 Jahre jünger aus 🤪. Das Gleiche gab es dann auch nochmal als Fußbad, das nahmen wir dann auch noch mit. Einige Mitreisende deckten sich dann noch mit den angebotenen Seifen und Fangopackungen ein.

Im Anschluss wurde gleich um die Ecke wieder eingekehrt und dies sollte die schönste Einkehr des ganzen Urlaubs werden.

Hier gab es wieder Bruscetta, dieses Mal aus selbstgemachtem Landbrot und das war soooo lecker. Wie jeden Tag gab es auch wieder Wein.

Weiter ging es mit Salat….

…dann Gnocchi….

….und zum Abschluss Tiramisu.

Das Tiramisu gehörte nicht zum Menu und musste gesondert bezahlt werden. Wer braucht da noch Abendessen? 😉.

Das Restaurant war auch schön dekoriert.

Zum Glück mussten wir danach nur noch ca. 200 m zum Bus laufen.

Gegen 16 Uhr waren wir auch heute wieder zurück am Hotel. Das Abendessen war wie immer nicht sonderlich erwähnenswert. Vor allem liegt der Salat auch immer nur ohne Dressing auf dem Teller. Und das Dressing muss man sich auch noch selbst besorgen.

Wieder wurden wir nach dem Essen verscheucht. Zwei Frauen unserer Reisegruppe wollten sich einer anderen Hotelbewohnerin anschließen und zusammen nach Forio fahren. Dort hatte heute eine Prozession stattgefunden und sie hofften, dass dort noch gefeiert wurde. Björn schloss sich dann ebenfalls an, ich hatte keine Lust und blieb mit den anderen im Hotel. Und als wir uns dann mit einer selbstgekauften Flasche Wein ins Foyer setzten, wurden wir auch noch angemacht, dass dies nicht erlaubt sei, nur auf dem Zimmer und dem Balkon. Sie selbst haben uns ja aber auch keinen mehr verkauft. Der Höhepunkt der Unfreundlichkeit im Hotel. Für diesen Abend hat er uns dann aber trotzdem erlaubt dann noch sitzen zu bleiben. Wir waren zu fünft und hatten wieder interessante Gespräche. Gegen 22:30 Uhr sind wir wieder auf das Zimmer und Björn kam um kurz vor Mitternacht zurück und hatte einen schönen Abend.

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01.10.2022 – 14.10.2022 Ischia – 3. Tag: Kraterwanderung

Heute stand die erste Wanderung der Wanderwoche auf dem Programm. Treffpunkt war um 9:20 Uhr vor dem Hotel, um 9:30 Uhr holte uns ein Kleinbus an der Straße ab.

Wir fuhren etwa eine halbe Stunde mit dem Bus. Unterwegs stieg noch eine weitere Dame zu, die diese Wanderung als Tagestour gebucht hatte. Kurz vor Ankunft stieg auch noch ein Italiener mit Gipsarm zu uns in den Bus und wir wunderten uns, wer das nun ist. Brim Startpunkt der Wanderung erfuhren wir dann, dass Sascha aus privaten Gründen diese Woche als Wanderguide ausfällt und Ernesto unser neuer Wanderführer ist. Wir merkten gleich, dass er eine Frohnatur ist.

So machten wir uns auf den Weg. Die Wanderung startete am erloschenen Krater Fondo d‘Oglio und wir durchquerten einen Pinien- und Steineichenwald. Ernesto erklärte uns viel über die einheimische Natur und die Pflanzen. Immer wieder blieb er stehen und zeigte uns die verschiedenen Pflanzen am Wegesrand. Wie bei uns auch, gab es aber auch viele kranke und abgestorbene Bäume. Wir hatten Ausblicke aufs Meer…

…und an einem Rastplatz öffnete Ernesto seinen Rucksack und hatte süße Stückchen für alle dabei. Und ein Gläschen Wein gab es auch noch dazu. Eine gelungene kleine Überraschung.

Wir liefen weiter und kamen zum Aussichtspunkt Belvedere mit einem Ausblick auf den Golf von Neapel und den Vesuv.

Über die erloschenen und grün bewachsenen Krater Fondo Ferraio und Arso stiegen wir Richtung Fiaiano ab.

Unterwegs kehrten wir noch in eine sehr gemütliche Tratzoria ein und bekamen köstliches Essen vorgesetzt.

Es begann mit Bruscetta…

…und ging weiter mit vielen Antipasti.

Gestärkt liefen wir weiter Richtung Ischia Porto und hatten schöne Ausblicke auf die Stadt und die Aragonesen Burg.

Anschließend liefen wir durch den Hafen von Ischia.

Dort wurden wir dann wieder vom Bus abgeholt und gegen 16 Uhr waren wir zurück im Hotel. Das Wetter war herrlich, so dass noch genügend Zeit blieb, um nochmal in den Pool zu springen und noch ein bisschen zu lesen, bevor es dann um 19 Uhr wieder Abendessen gab. Aber wie jeden Abend wurden wir anschließend wieder früh rausgeschmissen.

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01.10.2022-14.10.2022 Ischia – 2. Tag: Botanischer Garten „La Mortella“

Am Vorabend lagen in unserem Zimmer auch unsere Reiseunterlagen. Dort wurde ein erstes Treffen mit dem Wanderführer und der Gruppe um 9:30 Uhr angekündigt. Also gingen wir um 8:00 Uhr zum Frühstück und setzten uns an einen Zweiertisch. Kurz später erfuhren wir, dass für unsere Gruppe ein großer Gemeinschaftstisch vorgesehen war, aber das wussten wir ja nicht.

Um 9:30 Uhr trafen wir dann also Sascha, unseren Wanderführer, und den Rest der Gruppe. Die meisten machten erst mal einen sympathischen Eindruck. Wir erfuhren den Ablauf der Wanderwoche. Ebenso erklärte uns Sascha den Busverkehr auf der Insel. Die Busse kommen ca. alle 20 Minuten und es gibt einen Bus, der linksrum um die Insel fährt und einen der rechtsrum fährt. Tickets gibt es in den Tabakgeschäften.

Außerdem konnten wir uns noch einen Gutschein aussuchen: Entweder Eintritt in La Mortella, eine Inselrundfahrt oder die Poseidon Therme. Wir entschieden uns für die Therme, wollten heute aber trotzdem zu La Mortella und dem klassischen Konzert. Konzerte finden nämlich immer nur am Wochenende statt.

Eine Mitreisende schloss sich uns an und wir liefen dann erst mal zum Tabakladen, um Bustickets zu kaufen. Wir mussten ein ganzes Stück die Straße entlang laufen und das größtenteils ohne Gehsteige und es herrscht ziemlich viel Autoverkehr hier. Eine kleine Herausforderung. Aber es gab ein paar schöne Ausblicke.

Am Tabakladen angekommen, mussten wir dann feststellen, dass dieser geschlossen hatte. Also wo jetzt Tickets herbekommen? Im Minimarket, wo wir uns noch mit Wasser eindeckten, hatten wir dann Glück und konnten ein paar Tickets erhalten. Eine Einzelfahrt kostet hier 1,60 Euro. Wäre das bei uns nur auch so.

Zurück im Hotel streifte ich zuerst nochmal über die Anlage.

Dann überlegten wir, ob wir zum Botanischen Garten laufen, was eine Stunde dauern sollte, oder ob wir den Bus nehmen. Wir entschieden uns dann für den Bus. Der Automat im Bus funktionierte nicht, so dass wir das Ticket nicht abstempeln konnten. Der Busfahrer fuhr auch ziemlich aggressiv und bei jedem Bremsen musste man aufpassen, nicht einmal quer durch den Bus zu fliegen. Das war wenig spaßig. Hier werden beim Busfahren auch die Haltestellen nicht angesagt und wir wussten ja gar nicht richtig, wo wir raus müssen. Deshalb fragten wir zwei Italienerinnen, ob sie uns Bescheid sagen können. Diese hatten es dann aber doch vergessen und die Stopp-Taste im Bus funktionierte auch nicht, so dass Björn laut „Stopp“ rief, als wir schon an der Haltestelle vorbei waren. Der Busfahrer hielt an der nächsten Möglichkeit und wir mussten den Berg hinauf wieder zurücklaufen. Oben angekommen war es dann auch noch ca. 1 km Bus La Mortella zu laufen.

Der Eintritt kostete 12 Euro pro Person und nochmal 8 Euro extra für das klassische Konzert.

„La Mortella“ soll einer der schönsten Gärten Italiens sein. 500 seltene mediterrane und exotische Pflanzen sollen hier auf ca. 2 ha wachsen. Sir William Walton, einer der bedeutendsten Komponisten Englands, kam Ende der 1940er Jahre nach Ischia und erschaffte zusammen mit dem Landschaftsarchitekten Russell Page diesen Garten. Es gibt Teiche, Wasserläufe, Tempel und ein Teehaus.

Zwischendrin gingen wir noch einen Kaffee trinken und wir hatten Kuchen und Eis. Netterweise wurden wir von unserer Begleitung eingeladen. Danke nochmal dafür. Anschließend widmeten wir uns dem oberen Teil des Gartens.

Das Konzert sollte um 17 Uhr stattfinden. Da wir mit unserem Rundgang gegen 16 Uhr fertig waren, nahmen wir die Logenplätze ein, mit Blick auf Forio.

Allerdings tat sich hier bis 16:45 Uhr immer noch nichts, so dass irgendetwas ja nicht stimmen konnte. So hasteten wir dann zum Konzertsaal, den wir bei unserem Rundgang gesehen hatten und hier waren wir richtig.

Das Anwesen wurde 1985 für junge talentierte Musiker und Komponisten-Stipendiaten geöffnet. Von Frühjahr bis Herbst finden hier anspruchsvolle Konzerte statt. An einem solchen konnten wir heute teilnehmen. Zwei Junge Musiker spielten am Klavier und am Cello. Beide waren wirklich gut, auch wenn es nicht so ganz meine Musik war. Das Konzert dauerte ca. 1,5 h und dann machten wir uns mit dem Bus auf den Heimweg. Der Bus war ziemlich überfüllt. Pünktlich zum Abendessen waren wir dann zurück im Hotel.

Das Essen war solala und gegen 21:30 Uhr wurden wir dann auch schon rausgeschmissen. Wir verbrachten dann noch ein bisschen Zeit mit zwei Mitreisenden im Garten des Hotels und führten angeregte Gespräche, bevor es dann aufs Zimmer und ins Bett ging.

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01.10.2022-14.10.2022 Ischia – 1. Tag Anreise

Nachdem unser Plan, dieses Jahr noch nach Israel zu fliegen, dann aus diversen Gründen doch nicht so geklappt hat, musste eine Alternative her. Es sollte noch einigermaßen warm sein, nicht mehr als 4-5 Flugstunden entfernt inscribed bisschen mehr Entspannung als in Irland sollte her.

So fiel unsere Wahl schließlich auf die Wanderreise von ischiawandern.com. Da diese aber nur eine Woche dauert, verlängerten wir den Aufenthalt um weitere 6 Tage und buchten uns einen passenden Flug dazu.

Und dann ging es rund 3 Wochen später auch schon los. Um 16:05 Uhr sollte der Flieger starten. Das klappte aber nicht ganz und wir hatten 20 Minuten Verspätung. Somit trafen wir dann gegen 18:30 Uhr in Neapel ein und trafen dort auf unsere erste Mitreisende.

Gemeinsam wurden wir zur Fähre gebracht. Tragflügelboote fuhren keine mehr, also mussten wir die Autofähre nehmen, die um einiges länger unterwegs ist. Somit ließen wir Neapel und den Vesuv hinter uns und machten uns bei Dämmerung auf den Weg nach Ischia.

Nach rund 1,5 h trafen wir dann in Ischia Porto ein, wo ein Auto auf uns wartete, um uns zum Hotel in Forio zu bringen. Weitere 35 Minuten Autofahrt lagen vor uns. Gegen 22 Uhr trafen wir dann in unserem Hotel Villa Melodie ein. Auf den ersten Blick machte die Anlage einen guten und gepflegten Eindruck.

Da es für Abendessen zu spät war, dieses gibt es immer nur von 19:00 bis 20:00 Uhr, hatte man uns einen Teller mit Brot, Wurst und Käse auf das Zimmer gestellt. Ebenso ein paar Honigmelonen. Wir aßen noch eine Kleinigkeit und gingen dann ins Bett.

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