26.02.2020 – 20.03.2020 – Costa Rica – 27. Tag: Hotel Rio Perlas (unfreiwillige Verlängerung)

Ein weiterer Tag im Rio Perlas. Zuerst ging es wieder zum Frühstück. Es gab das gleiche wie die letzten Tage. Allerdings dauerte es heute fast 1 h bis das Essen serviert wurde. Aber wir haben ja Zeit.

Die anderen Deutschen verschwanden vom Frühstück mit den Worten: Wollen wir Poolliegen belegen gehen?

Dem wollte ich zuvor kommen, ging in unser Zimmer und lud mir noch schnell ein EBook runter. „Aufgetaut“ von David Safier. Und dann machte ich mich auf zum Pool und fand auch noch freie Liegen vor. Zuerst unterhielt ich mich noch ein bisschen mit unseren Mitreisenden und dann vertiefte ich mich in mein Buch. Das nahm mich auch schnell gefangen und so lag ich 3 h auf der Liege und war ins Buch vertieft. Björn war irgendwann auch gekommen und fand noch ein Plätzchen.

Und dann kam mein Highlight des Tages. Neben dem Pool tummelte sich auf einmal ein Nasenbär. Endlich bekam ich auch mal einen zu Gesicht, die anderen hatten die Tage zuvor schon mehrfach welche gesichtet. Ich schlich mich etwas näher ran. Ist der nicht süß?

Dann verzog ich mich wieder auf die Terrasse. Las das Buch weiter, zwischendrin aßen wir von unseren Einkäufen. Irgendwann machte ich dann nochmal einen Spaziergang über das Gelände. Den auf der Karte eingezeichneten Trail fand ich aber nicht. Also schlenderte ich einfach nur durch die Gegend.

Danach saß ich wieder auf der Terrasse und dort tauchte dann ein weiterer Nasenbär auf. Der arme humpelte allerdings ein bisschen. Also holte ich schnell noch die große Kamera, um weitere Fotos zu schießen.

Nach dem Duschen gingen wir dann wieder zu viert zum Abendessen. Dieses Mal durften wir nicht mehr zusammensitzen. Wir stellten die Tische aber so, dass wir uns trotzdem gut unterhalten konnten.

Ich probierte heute mal die Chicken Roll, das war eine gute Entscheidung. Die Rolle war gefüllt mit getrockneten Tomaten. Dazu gab es Kartoffeln und Gemüse.

Nach dem Essen trafen wir uns zu viert zum Uno spielen, bei einem Glas Wein. Der Wein schmeckte allerdings scheußlich. Dazu hatten wir Taccos und Nüsse.

Das Uno war mal eine gelungene Abwechslung. So hatten wir dann noch einen schönen Abend.

26.02.2020 – 20.03.2020 – Costa – 26. Tag: Hotel Rio Perlas (unfreiwillige Verlängerung)

Heute gibt es wirklich nicht viel zu berichten.

Das gleiche Frühstück wie die letzten Tage.

Den größten Teil des Tages verbrachten wir auf der Terrasse. Mein Buch habe ich mal weitergelesen.

Dann wollte ich irgendwann zum Pool, habe aber keine Liege mehr abbekommen, weil die anderen Deutschen die Liegen mit Handtüchern belegt haben, obwohl sie gar nicht da waren und auch nicht wieder aufgetaucht sind. Typisch deutsch. Also musste ich mit einem Stuhl Vorlieb nehmen. Das Buch habe ich dann noch fertig gelesen.

Auf der Terrasse aßen wir noch von den eingekauften Lebensmitteln: Joghurt, Brot, Thunfisch, Paprika….

Wir spielten zu zweit noch ein bisschen Uno und Scrabble auf der Terrasse, noch ein kleiner Spaziergang über die Anlage….wir sitzen halt mehr oder weniger die Tage ab.

Abends wollte ich dann wenigstens noch ins Restaurant, als kleine Abwechslung. Dieses Mal gingen wir nur zu zweit, da die anderen sich einen Salat zubereiteten.

Heute schmeckte es mal richtig gut. Wir hatten Beef Tenderloin mit Kartoffelbrei und Gemüse.

Dadurch, dass aber ein weiterer Reisebus mit Franzosen abgereist war und die Deutschen ja auch noch da waren, war es ziemlich voll im Restaurant und niemand achtete wirklich auf den Mindestabstand, was uns ein bisschen genervt hat, weil ständig jemand um uns rumgewuselt ist.

Danach gingen wir früh zu Bett.

26.02.2020 – 20.03.2020 – Costa Rica – 25. Tag: Hotel Rio Perlas (unfreiwillige Verlängerung)

Ein weiterer Tag hier im Hotel. Wieder das gleiche Frühstück, langsam hängt uns der Reis mit schwarzen Bohnen doch zum Hals raus 😉. Inzwischen hatten die Nationalparks doch schon zu gemacht und nach und nach wurden auch die Strände im Land geschlossen. Was haben wir für ein Glück gehabt 🍀.

Wir saßen den halben Tag auf der Terrasse, das Wetter ist seit der unfreiwilligen Verlängerung auch nicht mehr das allerbeste. Außerdem ist hier noch eine Horde Deutsche eingefallen, die jetzt den Pool belagern, so dass wir keine Lust haben, dorthin zu gehen.

Ich wollte dann noch zu nem Spaziergang starten. Björn hatte keine Lust mit mir den Weg auf den Berg zu bezwingen. Beim Spaziergang schloss er sich dann an. Wir liefen durch die Hotelanlage und als wir am Weg auf den Berg ankamen, schritt Björn dann doch strammen Schrittes voran. Dafür war ich eigentlich nicht richtig angezogen und Wasser hatten wir auch keins dabei.

Der Weg führt direkt aus der Hotelanlage heraus sehr steil nach oben den Berg hinauf. Laut Hotelplan ist der Weg 2,5 km lang.

Der Weg ist auch etwas geröllig, geschlossene Schuhe sind also angebracht. Kurve um Kurve quälten wir uns den steilen Weg nach oben.

Oben angekommen waren wir dann auf 1500 m Höhe. Hier war ein grasbewachsenes Plateau mit Blick auf das Orosi-Tal.

Weiter gingen wir nicht, weil wir nicht durch das Gestrüpp laufen wollten, wer weiß, ob da nicht die nächste Schlange lauert.

Dann gingen wir den steilen, gerölligen Weg wieder nach unten, was uns ein paar Mal ins Rutschen brachte.

Unten angekommen, liefen wir wieder den schönen Naturpfad zurück.

Die weitere Zeit verbrachten wir wieder auf der Terrasse unseres Zimmers und nach dem Duschen gingen wir wieder zu viert zum Abendessen. Wir saßen zwar drinnen, schoben aber trotzdem unsere Tische zusammen. Wir sind ja tagsüber sowieso oft zusammen.

Björn aß zum x-ten Mal Spaghetti Bolognese 😉, ich bestellte überbackene Pilze mit Kartoffeln und Gemüse. War ganz lecker, aber die Portion war nicht sehr groß. Deshalb gönnten wir uns dann noch einen Nachtisch. Ich Eis, Björn Käsekuchen und unsere Tischnachbarn Brownie. Ein Kaffee war im Dessert inkludiert.

26.02.2020 – 20.03.2020 – Costa Rica – 24. Tag: Hotel Rio Perlas (unfreiwillige Verlängerung)

Heute wäre die Reise mit unserer Landung in Frankfurt offiziell beendet gewesen.

Nun sitzen wir immer noch im Orosi-Tal und sollen ja heute um 10 Uhr nach San José gebracht werden.

Wir gingen erst mal zum Frühstück. Dort setzten wir uns wieder auf die Terrasse, damit wir wieder gemeinsam am Tisch sitzen konnten. Wieder Reis mit schwarzen Bohnen, Rührei, Kochbananen, Obst.

Wir gingen zurück ins Zimmer, die Koffer waren gepackt, dann hat eine Mitreisende einen Anruf von der Agentur hier vor Ort erhalten. Wir bleiben doch noch eine weitere Nacht hier im Hotel. Ok, also wurde unser Wunsch wohl doch erfüllt. Kurz später waren wir an der Hotelrezeption, dort wusste aber niemand was von unserer weiteren Nacht. Also wieder die Agentur angerufen. Dann hieß es, wir bleiben noch zwei weitere Nächte hier. Das reinste Chaos, aber mit der momentanen Situation ist halt einfach jeder überfordert und niemand weiß, wie es weitergeht.

Dann kam eine Email von World Insight an alle Reisenden, dass man Ruhe bewahren soll und sie im Hintergrund alles tun, um alle Urlauber zurückzuholen, dass die Rückholaktionen aber anders als in der Presse kommuniziert sehr chaotisch laufen und, dass sie deshalb zusammen mit DERTOUR für Costa Rica einen eigenen Flieger chartern, allerdings nur für Costa Rica. Gut für uns.

Wieder bei World Insight angerufen, dann hieß dass der Flug noch nicht in trockenen Tüchern ist, dass es aber gut aussieht.

Es kam eine Email des Auswärtigen Amtes, dass man sich nochmal auf einer neu programmierten Seite registrieren soll, da die andere wegen Überlastung ja nicht funktionierte.

Dann haben wir uns dort auch nochmal registriert.

Nicht viel später kam dann noch eine Email von World Insight, dass sie sich freuen, dass der Flug bestätigt werden konnte. Der gecharterte Flieger soll am Mittwoch um 17:20 Uhr in San José starten und um 12:15 Uhr in Frankfurt landen.

Dann waren wir erst mal erleichtert, wieder rauszukommen. Es kam aber auch noch eine Email hinterher, dass wir ab sofort alle weiteren Hotelübernachtungen selbst bezahlen müssen. Das wird kein billiger Spaß.

Neue Info kurz später von der Agentur vor Ort, dass sie drei Nächte übernehmen und wir drei Nächte bezahlen müssen.

Gut, dann war soweit erst mal alles geklärt und vielleicht schaffen wir es ja, jetzt das Thema ein bisschen aus dem Kopf zu bekommen und die restlichen Tage irgendwie noch zu genießen. Wenigstens sind wir in einem schönen Hotel.

Mit dem Wissen, dass wir noch bis Mittwoch hier bleiben müssen, fuhren dann vier Leute mit dem Taxi in den Supermarkt, um noch ein bisschen einzukaufen.

Viel haben wir dann heute nicht mehr unternommen. Buch lesen, Internet lesen, ein paar Anrufe über WhatsApp getätigt….

Heute gingen wir auch nicht zum Abendessen, sondern machten ein kleines Candle Light Dinner, auch wenn das Essen nicht ganz dafür geeignet war 😉. Tütensuppe, die wir mit der Kaffeemaschine gekocht haben 😂, Avocado, Paprika, Brot, Thunfisch….

26.02.2020 – 20.03.2020 – Costa Rica – 23. Tag Hotel Rio Perlas (unfreiwillige Verlängerung)

Da sind wir also nun wieder im Hotel Rio Perlas, anstatt dass wir jetzt im Flieger sitzen. Wir gingen dann erst mal zum Frühstück. Da kaum noch Gäste da sind, gibt es kein Buffet mehr, sondern das Frühstück wird auf dem Teller serviert. Obst, Gallo Pinto, Rührei, Kochbananen und ein bisschen Gebäck. Und heute dürfen wir auch nicht mehr mit unseren Mitreisenden an einem Tisch sitzen. 2m Abstand. Ok, haben wir uns halt über die 2m hinweg unterhalten. War ja sonst eh fast niemand da.

Zurück im Zimmer nahm jemand nochmal Kontakt mit unserem Reiseveranstalter auf und dort wusste niemand was von einem Rückflug am Samstag. Im Gegenteil, die Aussage war, dass es am Samstag definitiv keinen Rückflug geben wird. Aber wann wir weg kommen, konnte auch niemand sagen. Wir äußerten dann den Wunsch, dass wir dann gerne hier im Hotel bleiben würden und nicht nach San José wollen. Soweit so gut, ich hatte eh nicht richtig damit gerechnet am Samstag zu fliegen.

Gegen Mittag machten wir uns dann nochmal auf, die Hotelanlage zu erkunden. Beim ersten Besuch hatten wir es nicht zum Wasserfall geschafft, das holten wir heute nach. Erst mal liefen wir über die weitläufige Hotelanlage, am Restaurant vorbei zum See, den wir auch noch nicht gesehen hatten.

Am Ende der Anlage knickte dann ein kleiner Naturpfad rechts ab zum Wasserfall.

Zurück nahmen wir dann einen schmalen Naturpfad, der sehr idyllisch an einem Bach vorbeiführte. Hier hat es uns gut gefallen, teilweise war es ein bisschen matschig.

Den Bach mussten wir dann auch noch auf einem schmalen Balken überqueren.

Irgendwann kam eine Stelle, wo wir uns nicht sicher waren, ob es dort weitergeht, weil es etwas zugewuchert war, wir waren aber auf dem richtigen Weg und kamen alsbald zu einem kleinen Teich.

Nachdem wir zurück waren, hüpften wir nochmal in den warmen Pool. Inzwischen war aber ein Reisebus mit weiteren Deutschen angekommen und der Pool füllte sich langsam, deshalb verzogen wir uns dann wieder.

Irgendwann kam ein Anruf von der Reiseagentur vor Ort. Es wurde angekündigt, dass wir am nächsten Tag um 10 Uhr abgeholt werden und nach San José gefahren werden. Unser Wunsch hier zu bleiben wurde also wohl nicht erhört!? Wir mussten das dann also so hinnehmen. Von einem Rückflug war weiterhin nicht die Rede.

Ebenso haben wir im Internet gelesen, dass ab Montag hier in Costa Rica alle Nationalparks geschlossen werden sollen. Da hatten wir unser Programm ja grade noch rechtzeitig hinter uns gebracht, ganz im Gegensatz zu meiner USA Reise.

So gingen wir dann zu viert zum Abendessen. Da wir im Freien saßen, durften wir dann auch wieder zusammen an einem Tisch sitzen. Das Essen war wieder solala und teuer. Björn hatte Spaghetti Bolognese und ich Lachs in Mandelkruste.

Nach dem Essen gingen wir alle auf unsere Zimmer. Koffer packen und schlafen.

26.02.2020 – 20.03.2020 – Costa Rica – 22. Tag: Fahrt nach San José bzw. Orosi-Tal

Unser Heimflug war noch nicht geklärt. Trotzdem machten wir uns heute auf, um nach San José zu fahren. Hier sollten wir offiziell noch eine Nacht im Hotel Colonial verbringen, um morgen früh heimzufliegen. Bleibt es dabei? Niemand wusste es. Nach San José wollten wir nicht wirklich. Erstens war es da nicht schön und zweitens ist dort das Epizentrum von Corona in Costa Rica. Aber wir hatten keine Wahl.

Heute morgen hatten wir von World Insight noch eine Email erhalten, dass wir uns beim Auswärtigen Amt mit unserem Aufenthaltsort registrieren sollen. Die Seite war aber dermaßen überlastet, dass dies nicht möglich war.

Los ging es erst um 10 Uhr, also konnten wir noch in Ruhe frühstücken, wobei Ruhe wohl eher der falsche Ausdruck ist. Mein Bauch zickte heute auch ein bisschen rum, was wahrscheinlich der Aufregung und Ungewissheit geschuldet war.

Erst mal ging dann unsere Geschichte mit den 10 kleinen Negerlein weiter….zwei Mitreisende hatten noch eine weitere Verlängerung hier in Puerto Viejo gebucht. Lange haben sie überlegt, ob sie nicht doch mit uns nach San José fahren und ihren Urlaub abbrechen. Aber Flüge waren ja keine in Sicht. World Insight, unser Reiseveranstalter, hatte die Entscheidung freigestellt. Letztlich entschieden sich die beiden, doch in Puerto Viejo zu bleiben, wo sie ein schönes Hotel gebucht hatten.

Wir brachten sie mit dem Bus zum neuen Hotel und verabschiedeten uns auch von den beiden. Nun waren wir nur noch 7 von ursprünglich mal 16 Reisenden.

Danach hatten wir erstmal eine lange Fahrt vor uns, fast 6 Stunden.

Wir machten auch noch Rast, ich hatte aber nicht so richtig Hunger und verzichtete.

Ca. eine Stunde vor San José bekam unser Guide dann einen Anruf, dass wir doch nicht nach San José gefahren werden, sondern ins Hotel Rio Perlas, wo es uns am Anfang der Reise so gut gefallen hatte. Das ist ja schon mal was. Zwei Tage sollen wir dort bleiben, dann eine Nacht im Hotel Colonial und am Montag soll der Flug gehen.

Das kam uns komisch vor, weil die Anzahl der Übernachtungen ja nicht ausreichend war. Nach einem weiteren Telefonat hieß es dann, der Flieger geht am Samstag.

Ok, also wurden wir erst mal im Rio Perlas abgesetzt und verabschiedeten uns von unserem Guide Olman und von unserem Fahrer Carlos, der uns die ganze Reise über sehr sicher durchs Land gebracht hat. Beide haben ihre Sache gut gemacht und bekamen dann natürlich auch das entsprechende Trinkgeld.

Jetzt waren wir also wieder hier, das hätten wir vor 3 Wochen auch noch nicht gedacht.

Inzwischen war noch eine Email gekommen, dass wir uns auch bei Condor für das Flyhome Programm registrieren sollen. Das taten wir dann. Das lief auch nicht gleich so glatt, aber im dritten Anlauf hat es dann geklappt.

Es war zwar etwas frisch trotzdem sprangen wir dann erst mal in das warme Wasser des Pools und versuchten ein bisschen abzuschalten.

Auf ein richtiges Abendessen verzichteten wir heute und aßen nur ein paar Kleinigkeiten auf dem Zimmer.

26.02.2020 – 20.03.2020 – Costa Rica – 21. Tag: Cahuita Nationalpark

Heute stand der letzte Nationalpark unserer Rundreise auf dem Programm, der Cahuita Nationalpark. Und der hat sich nochmal richtig gelohnt.

Nach dem Frühstück fuhren wir mit dem Bus zum Eingang Puerto Vargas. Nach nicht allzu langer Fahrt waren wir auch schon da.

Kaum waren wir ausgestiegen, turnten auch schon die putzigen Kapuzineräffchen in den Bäumen über uns, noch bevor wir den Park überhaupt betreten hatten.

An diesem Eingang des Parks war es fast menschenleer, außer uns war so gut wie niemand da. Die meisten betreten den Park über Cahuita.

Fest angelegte Wege aus Holzplanken bildeten die ersten zwei Kilometer des Weges.

Schon bald hörten wir die lauten Rufe der Brüllaffen, die wir dann auch schon bald in den Baumwipfeln erblickten. Dieses Mal genoss ich das Schauspiel mal ohne Fotografieren.

Ein weiteres Mal kreuzten Kapuzineraffen unseren Weg. Natürlich gab es auch viele weitere Pflanzen.

Ein paar Mitreisende sahen noch einen Waschbär über die Planken laufen, den habe ich leider verpasst.

Nach den zwei Kilometern erreichten wir dann das Meer und den Strand. Ab hier verlief der Weg dann immer in Meeresnähe, mit schönen Strandabschnitten, aber dennoch meist schattig.

Ein weiteres Mal kletterten die Kapuzineraffen um uns rum, dieses Mal sogar mit einem Baby auf dem Rücken. Hier verweilten wir etwas länger, so dass wir etwas den Anschluss verloren.

Der Weg war überall gesäumt von abgestorbenen Korallen, da sich vor dem Park ein großes Korallenriff befindet.

Viele schöne Strandabschnitte lagen auf dem Weg.

Als ich an dem Platz ankam, wo die anderen warteten, erzählten sie, dass ganz viele Waschbären da waren. Da keine mehr zu sichten waren, war ich schon etwas enttäuscht, aber dann kamen zwei Putzige Bären doch nochmal aus dem Gebüsch gekrochen.

Nur Björn war auf einmal verschwunden. Ich begab mich auf die Suche und nachdem ich ihn endlich gefunden hatte, erzählte er, dass er einen Nasenbären gesichtet hatte.

Wir holten die Gruppe dann wieder ein. Am Strand machten wir an einer Bank eine Rast mit Badeaufenthalt. Hier hatte unser Guide dann schlechte Nachrichten für uns. Er hatte einen Anruf von World Insight bekommen, dass es so gut wie sicher ist, dass unser Flug am Donnerstag nicht geht, aber das war ja fast abzusehen. Aber jetzt erst mal das Hier und Jetzt genießen und was Donnerstag ist, sehen wir dann.

Drei Mitreisende wollten dann lieber in den Ort Cahuita und liefen schon mal vor. Zwei andere fanden den Platz nicht so toll und liefen ein Stück zurück, wo es ihnen besser gefallen hatte.

Wir blieben da und ich ging nur mal mit den Füßen ins Wasser. Hier war auch kaum Brandung.

Unser Guide verließ uns dann auch Richtung Cahuita und nach einer halben Stunde zogen wir auch weiter.

Nochmal sahen wir Kapuzineräffchen.

In einem Baum entdeckten wir dann auch noch zwei Faultiere, das eine ebenfalls mit einem Baby.

Ein blauer Schmetterling flatterte ebenso noch über den Weg.

Schließlich erreichten wir Cahuita und einige kauften noch Souvenirs an den Souvenirständen.

Von den Tieren her, haben wir fast die gleichen gesehen, wie im Manuel Antonio Nationalpark, schöne Strände gibt es hier, nur ist hier alles viel weniger überlaufen, bzw. war es fast menschenleer. Deshalb hat es mir hier fast besser gefallen .

Dann ging es mit dem Bus zurück ins Hotel. Hier hatten wir wieder Internet und stellten fest, dass unser Condor-Flug noch offiziell auf der Homepage steht, deshalb schöpften einige wieder Hoffnung, dass wir doch wegkommen, aber wir hatten ja von World Insight eine andere Info bekommen.

Um 18 Uhr fuhren wir wieder zu Sabine ins Restaurant. Dieses Mal war das Restaurant voll mit Reisegruppen, deshalb hatte sie heute keine Zeit für uns.

Ich bestellte heute mal das Thaicurry mit Shrimps, was sehr lecker war.

Da zwei weitere Mitreisende hier in Puerto Viejo eine weitere Verlängerung gebucht haben und das somit unser letzter gemeinsamer Abend war, haben sie uns auf ein Getränk eingeladen. Danke nochmal dafür 🙏. Ich hatte dann einen Mango Daiquiri.

Bei der Rückfahrt verabschiedete sich Sabine dann nochmal persönlich von uns.

Den Abend verbrachten wir wieder zu sechst bei Wein und verfielen in Galgenhumor bzgl. Corona. Dann kamen die zwei Französinnen aus dem Nachbarzimmer nach Hause und gesellten sich noch zu unserer Runde. Sie hatten ihre Reise gerade erst gestartet und müssen jetzt wahrscheinlich abbrechen.

Dann gingen wir ins Bett, mit den Gedanken an eine vorerst ungewisse Zukunft.

26.02.2020 – 20.03.2020 – Costa Rica – 20. Tag: Besuch bei den Bribris und Naturschutzgebiet Gandoca Manzanillo

Heute war nochmal ein sehr interessanter Tag. Nach dem Frühstück stand ein Besuch bei den Bribris auf dem Programm. Die Bribris gehören zu den Ureinwohnern.

Auf dem Weg zum Ort Bribri luden wir unseren lokalen, englischsprachigen Guide für diese Tour ein und erreichten kurz später schon unser Ziel. Wir waren die erste Gruppe vor Ort.

Die Bribris stellen alles was sie brauchen, aus natürlichen Materialen her, zum Beispiel Ketten, Pfeil und Bogen, Blasrohre. Muscheln dienen teilweise als Musikinstrumente.

Nach einer Vorführung diesbezüglich betraten wir den Garten und bekamen hier auch wieder allerhand Pflanzen zu sehen.

Hier wurde uns auch gezeigt, wie die Farbe hergestellt wird, um die Haut zu bemalen oder die Fingernägel.

Wir sahen zum Beispiel:

Kakao,

Bromelien, Basilikum, Anato / Ajote (dient als Hautfarbe, das Trinken hilft aber auch gegen Magenprobleme).

Anis, Muskatnuss,

Chinin, Chilli.

Mit den Blättern dieser Pflanze werden die Dächer der Häuser hergestellt.

Diese Tierchen liefen uns auch noch über den Weg.

In einem abgesperrten Bereich konnten wir dann nochmal viele Pfeilgiftfrösche beobachten. Hier bekamen wir den grünen Frosch dann auch gut auf die Kamera.

Einer der Bribris machte mit einem Pflanzenblatt im Mund dann noch Vogelgeräusche nach. Faszinierend.

Die Bribris haben keine Kirche, aber eine Hütte, in der sie z. B. bei Krisen uns Feuer tanzen. Wenn jemand krank ist, werfen sie Blüten und Pflanzen ins Feuer.

Das Interessanteste kam dann zum Schluss. Wir wurden in die Herstellung von Schokolade eingewiesen.

Das ganze fängt mit den Kakaobohnen an.

Diese müssen sechs Tage fermentiert werden. Danach werden sie 22 Tage in der Sonne getrocknet.

Dann werden die Bohnen 10 Minuten im Feuer geröstet.

Hinterher werden sie mit einem großen Stein gemahlen.

Durch Schütteln wird die Schale entfernt

Danach kam dann eine Art Fleischwolf zum Einsatz, durch den alles durchgepresst wurde.

Dadurch wird das Öl freigesetzt und eine breiige Masse entsteht, die wir auch probierten. War aber sehr bitter.

Nachdem dem Ganzen noch süße Kondensmilch zugesetzt wurde, war es dann sehr lecker.

Aus diesen Bechern tranken wir den Kakao.

Leider durften wir diese nicht behalten.

Die gesüßte Masse wurde dann noch auf Bananen und Sternfrüchte gestrichen. Auch das war nochmal ein Genuss.

Wir kauften dann noch zwei Beutel mit fertiger Kakaomasse für Zuhause.

Im Shop kauften wir dann auch noch eine Maraca, ein Musikinstrument, das Geräusch wird durch Samen erzeugt, die sich im Inneren befinden.

Dann fuhren wir erst mal zurück ins Hotel. Unterwegs machten wir noch einen kurzen Halt. Hier konnte man nämlich nach Panama rüberschauen. Der Fluss ist quasi die Grenze, auf der anderen Flussseite ist schon Panama.

Inzwischen waren Gerüchte aufgekommen, dass ggf. unser Flieger am Donnerstag zurück nach Deutschland wegen Corona gecancelt ist. Niemand wusste aber was Genaues.

So fuhren wir eine Stunde später zum Naturschutzgebiet Gandoca-Manzanillo.

Das stand nicht offiziell auf dem Programm, wurde aber optional angeboten und wir wollten alle hin. Nach nur ca. 20 Minuten Fahrt waren wir auch schon da. Hier gab es tolle Strände und der Wellengang war auch nicht so hoch, wie an unserem Hotel. Es bestand der Wunsch, nach der Wanderung durch den Park hier noch einen Badestop einzulegen.

Am Eintritt in das Naturschutzgebiet ist kostenlos, Spenden sind aber erwünscht. Unser Guide empfahl uns, 1000 Colones pro Person zu spenden.

Der Park war sehr schön und ruhig, mit herrlichen Strandabschnitten und Eckchen zum Verweilen.

Vor der Küste gibt es ein großes Korallenriff.

Es war immer mal wieder ein bisschen matschig. Wir drehten auch keine allzu große Runde. Schön anzusehen waren noch die Wellen, die sich an diesen Felsen gebrochen haben.

Tja und dann bekam unser Guide einen Anruf von seiner Frau und er verkündete, dass der Flughafen in San José bis 12.4. schließt. Da waren alle erst mal ein bisschen geschockt. Ich dachte, erst mal offizielle Infos abwarten, aber natürlich schlich sich ein ungutes Gefühl ein. Bis 12.4. hier bleiben? Das wäre doppelt so lange, wie der Urlaub geplant war. Ja, momentan geht es uns hier viel besser, als in Deutschland, wo ja schon vieles geschlossen hat, und wir hier eigentlich noch keine Einschränkungen haben. Aber man weiß ja auch nicht, was hier noch kommt. Nein, bis 12.4. wollen wir eigentlich nicht hier bleiben, auch wenn Costa Rica ein tolles Land ist.

Nach dieser Nachricht wollte dann doch niemand mehr baden und somit fuhren wir zurück zum Hotel. Dort relativierte sich die Aussage dann etwas. Der Flughafen ist für Einreisen bis 12.4. geschlossen, die Ausreise ist noch möglich. Trotzdem wussten wir ja nichts genaues. Auf der Condor-Seite stand der Flug noch ordnungsgemäß drauf, anderen Mitreisenden war gesagt worden, dass die Flüge gecancelt sind. Wir mussten also einfach der Dinge harren.

Wir versuchten das Hier und Jetzt zu genießen und nicht an Donnerstag zu denken. Wir wollten uns die letzten Urlaubstage ja nicht noch vermiesen. World Insight wird uns schon informieren, wenn es was zum Informieren gibt.

Netterweise fuhr Carlos, unser Busfahrer, uns um 18 Uhr wieder in den Ort und wir gingen wieder zu Sabine ins Bikini-Restaurant. Sabine nahm sich heute viel Zeit für uns. Für sie stehen ja auch harte Zeiten bevor, wenn jetzt keine Touristen mehr kommen. Sie erzählte uns, dass sie Vertrauensperson der Botschaft ist. Sie machte uns auch Mut, dass wir schon wieder nach Hause kommen und sagte, dass die deutsche Regierung sich gut um ihre Bürger kümmert und wir schon abgeholt werden, wenn auch vielleicht nicht am Donnerstag. Und sie sagte, dass es uns hier ja grade viel besser geht als in Deutschland und hier in Puerto Viejo eigentlich so gut wie keine Ansteckungsgefahr besteht. Eigentlich alles genau meine Gedanken. Aber ein paar Mitreisende waren inzwischen halt doch schon sehr hippelig. Die Gespräche kamen doch immer wieder auf das Thema Corona zurück.

Auf jeden Fall gab es von Sabine erst mal Tacco-Chips und selbstgemachte Guacamole aufs Haus. Ein Traum.

Ich bestellte heute die Hähnchenbruststreifen. Und die leckere Limonade mit frischer Minze.

Zum Abschluss gab es wieder den Banane-Mango-Rum-Drink aufs Haus.

Sabine hatte uns am Vortag auch schon ihren Marketing-Trick erklärt. Sie benutzt Stellwände, die sie immer so positioniert, dass das Restaurant voll aussieht. Ist kein Platz mehr da, werden die Wände weiter nach hinten gerückt. Sehr schlau.

Unser Fahrer nahm uns wieder mit zurück ins Hotel und wir saßen wieder noch bei einem Glas Wein beisammen.

Unter anderem beschlossen wir, eine Kommune hier in Costa Rica zu gründen, falls wir nicht ausreisen dürfen 😉.

26.02.2020 – 20.03.2020 – Costa Rica – 19. Tag: Tortuguero – Puerto Viejo

Nach dem Frühstück ging es heute wieder um 08:00 Uhr los.

Heute gibt es nicht so viel zu berichten, weil wir einfach nur eine lange Fahrt vor uns hatten.

Zuerst ging es wieder aufs Boot, das heute wieder mit Vollspeed durch die Kanäle zum Anleger zurückfuhr.

Danach bestiegen wir wieder den Bus und hatten dann noch gut 2,5 h – 3 h Fahrt vor uns. Bei einem kurzen Stop entdeckten wir diese Käfer auf den Bäumen und dem Boden.

Dann hatten wir noch eine etwas längere Pause, wo wir aus dem Buffet des Restaurants wählten.

Weiter ging die Fahrt und dann erreichten wir unseren Zielort Puerto Viejo de Talamanca und unser Hotel La Isla Inn. Das Hotel kann ich leider nicht weiterempfehlen. Alles wirkt ein bisschen runtergekommen und die Handtücher und Bettwäsche waren schmuddelig. Beim Eis aus der Kühltruhe war definitiv die Kühlkette nicht eingehalten. Hier bleiben wir jetzt für 3 Nächte.

Puerto Viejo selbst ist ein Surferparadies. Hier gibt es sehr hohe Wellen und starke Brandung, ganz anders als noch am Pazifik. Bei unserem kurzen Strandspaziergang sahen wir dann auch einige Wellenreiter, die sich in die Fluten gestürzt hatten.

In Puerto Viejo treffen auch viele ethische Gruppierungen aufeinander. Hier herrscht ein bisschen Hippie-Flair.

Nach dem Duschen fuhren wir dann mit unserem Bus in den Hauptort, da unser Hotel doch weit außerhalb liegt. Wir gingen dann erst mal zur Bank und bummelten noch ein bisschen durch den Ort. Hier wurden wir dann auch bei den Magneten fündig.

Wir fanden noch ein nettes kleines Schokoladengeschäft, wir kauften aber vorerst nichts, da wir erst mal unseren Besuch bei den Bribris abwarten wollten.

Um 19 Uhr trafen wir uns dann wieder mit unseren Mitreisenden am Restaurant Bikini. Das Restaurant wird von der Deutschen Sabine geführt. Sie lebt schon seit 17 Jahren hier und hat uns auch gleich persönlich begrüßt. Im Laufe des Abends hatten wir dann immer wieder nette Gespräche mit Ihr.

Das Essen war auch sehr lecker. Ich entschied mich für Penne mit Garnelen und Avocadobällchen. Björn hatte Hähnchenbruststreifen.

Auf Kosten des Hauses bekamen wir dann noch ein kleines Getränk: Banane-Mango-Rum.

Mit unserem Fahrer und Guide hatten wir vorher ausgemacht, dass wir mit dem Taxi zurückfahren, netterweise haben die beiden dann aber doch auf uns gewartet.

Wir haben uns bei Sabine und in ihrem Restaurant sehr wohl gefühlt.

Zum Abschluss des Abends saßen wir dann zu sechst nochmal bei einem Glas Wein auf der Terrasse unserer Unterkunft beisammen.

26.02.2020 – 20.03.2020 – Costa Rica – 18. Tag: Tortuguero

Heute Nacht hatte es einen richtigen Tropenregen gegeben. Hat das runter gemacht.

Die Nacht war dann auch kurz. Heute starteten wir nämlich um 05:40 Uhr mit einer Bootstour. Ich war aber sowieso schon um 04:30 Uhr wach.

Eine weitere Bootstour haben wir um 11 Uhr gemacht. Beide Touren dauerten ca. 2 h. Zwischen den beiden Touren nahmen wir unser Frühstück ein. Es gab entweder Pancakes oder Reis mit schwarzen Bohnen und Ei.

Es war schon hell, als wir alle ins Boot stiegen. Wir fuhren zum Eingang des Nationalparks. Dort mussten pro Person 15 Dollar entrichtet werden, um die Kanäle befahren zu dürfen. Der Eintritt war aber wieder in unserem Reisepreis enthalten. Im Nationalpark dürfen die Boote nur langsam fahren. Somit fuhren wir gemütlich am Ufer entlang und hielten nach Tieren Ausschau.

Wir sahen jede Menge Reiher und andere Wasservögel,

Leguane,

Klammeraffen, Brüllaffen, Kaimane,

Basilisken. Dieser sieht aus wie ein Blatt und konnte deshalb von uns zuerst gar nicht erkannt werden.

Danach hätten wir noch die Möglichkeit gehabt, uns mit dem Boot zu einem Berg fahren zu lassen, der einen schönen Aussichtspunkt mit Blick über die Umgebung haben soll. Der Eintritt sollte 2 Dollar kosten, die Bootsfahrt hin und zurück allerdings 10 Dollar. Wir entschieden uns alle dagegen.

Stattdessen liefen wir nach der zweiten Bootstour dann auf einer kleinen Tour durch den Tortuguero Nationalpark. Der Eintritt war in den 15 Dollar schon beinhaltet.

Zuerst einmal mussten wir einen lästigen Köter loswerden, der uns ab dem Parkeingang begleitet hat. Es war zu sehen, dass er sich irgendwo losgerissen hatte. Ständig stellte er sich zähnefletschend vor uns oder raste im Eiltempo an uns vorbei. Ganz wohl war uns dabei nicht. Also gingen wir zurück und die Parkwächterin kam uns zu Hilfe. Danach rannten wir in den Park, damit die Töle nicht wieder hinterherkam.

Ganz laut hörten wir dann die Brüllaffen über uns. Und dann entdeckten wir sie auch hoch oben in den Baumgipfeln.

Vorerst waren wir völlig alleine hier im Park. Die Ruhe war mal sehr angenehm.

Nach kurzer Zeit kamen wir an einen Strand. Hier war ganz schöner Wellengang und Brandung. Ganz anders als noch am Pazifik.

So richtig wussten wir dann nicht, wo der Weg weitergeht. Wir liefen nach links am Strand entlang und waren auf einmal im wahren Tortuguero. Hier liefen wir durch die Wohngebiete der Einheimischen und das erinnerte dann doch ganz stark an Kambodscha. Sehr ärmliche Verhältnisse. Aber hier war das wahre Leben und das war wieder etwas bedrückend, wenn man sieht, wie andere so leben müssen.

In den Bäumen sahen wir dann noch diese Vogelnester.

Da dies ja aber nicht der Weg war, den wir eigentlich gehen wollten, liefen wir wieder zurück und fanden einen anderen Waldweg, den wir dann weiterliefen. Viele Tiere sahen wir nicht mehr. Nur eine Libelle setzte sich auf ein Blatt. Wir hörten zwar immer wieder Tierlaute oder ein Rascheln, gesehen haben wir aber außer einer Spinne, keine weiteren Tiere mehr.

Nur auf dem Rückweg trafen wir auf eine Gruppe mit Guide, die mit ihren Kameras und Ferngläsern hoch in die Baumkronen schauten. Wir suchten und suchten, konnten aber nichts entdecken. Bis wir denn doch mit dem Tele der Kamera das Faultier entdeckten, aber immer noch war es schwierig dieses zu identifizieren.

Zurück im Hotel machten wir uns frisch.

Danach ging ich mit Taschenlampe bewaffnet nochmal im Garten auf Tiersuche. Das Tor Richtung Strand war schon geschlossen. Dort darf man abends nicht mehr hin, weil die Schildkröten dort ihre Eier ablegen. So stromertet ich also durch den Garten und hörte auf einmal ein Rascheln in der Baumkrone. Dann sahen mich zwei rote Augen aus der Dunkelheit an. Wieder ein Kinkajou, aber dieses Mal viel näher als am Vortag. So gelang mir dann auch noch ein gutes Foto. Ich fand noch eine Spinne, einen Krebs und eine Eidechse.

Um 18:30 Uhr waren mit vier Mitreisenden im Restaurant am Wasser verabredet. Das Essen dort war sehr lecker, mit das beste auf der Reise. Die Fruchtsäfte schmeckten auch sehr gut.