Sizilien (29.8.-13.9.2018) – Highlight 12: Catania

Wir hatten noch eine Nacht in Catania gebucht, bevor unser Flug zurück ging.

So nahmen wir in Lipari die Fähre um 10:50 Uhr, so dass wir noch in Ruhe frühstücken konnten.

Gegen 10:00 Uhr fuhr uns Luigi zum Hafen, von wo aus wir nochmal einen Blick auf unsere Unterkunft hoch oben am Berg werfen konnten.

Zurück in Milazzo nahmen wir unseren Mietwagen wohlbehalten entgegen und mussten für die sieben Tage Parken 70 Euro hinlegen. Dann hatten wir ca. 2 h Fahrt nach Catania vor uns. Wir nahmen den schnelleren Weg über die Autobahn und mussten somit wieder Maut bezahlen.

Den Ätna hatten wir dann immer im Blick.

So näherten wir uns Catania. Catania hat knapp über 300.000 Einwohner und ist damit die zweitgrößte Stadt Siziliens nach Palermo. Sie liegt an der Ostküste zu Fuße des Ätna.

Als Unterkunft in Catania hatten wir das B&B Sol Levante gebucht. Dieses hatte bei booking.com hervorragende Bewertungen und kostete für zwei Personen nur 40 Euro. Da ich bei der Mietwagenbuchung noch einen 20 Euro Gutschein erhalten hatte, kostete uns die Nacht dann sogar nur 20 Euro.

Als wir uns der Unterkunft näherten, habe ich mich aber erst mal gefragt, in was für einem Viertel wir hier gelandet sind. Alles runtergekommen, Bauruinen, Müll….nicht die beste Gegend.

Wir fanden dann ziemlich direkt vor der Haustür einen Parkplatz. Die Unterkunft war in einem Stockwerk eines Mehrfamilienhauses untergebracht. Die Dame am Empfang war sehr nett und sprach auch gut Englisch. Das Zimmer waren dann doch sehr schön, das Bad naja.

Wir entschieden uns, dann doch nicht mehr groß in die Stadt zu gehen, wir hatten ja schon viel erlebt. Somit bekamen wir die Altstadt, die seit 2002 auf der Liste des UNESCO-Weltkulturerbes ist, nicht zu sehen.

Nur zu Abend essen wollten wir noch. Gegen 19:30 Uhr liefen wir los, lt. Navi sollten wir 18 Minuten in die City laufen. Wir folgten den Anweisungen des Navi und landeten dann in einer doch eher unheimlichen Gegend. Wir kamen uns vor wie im Ghetto. Kurz später saß eine Frau auf einem Stuhl vor einem der runtergekommenen Wohnhäuser, da haben wir uns noch nichts dabei gedacht, nachdem dann aber immer mehr weitere Frauen auf Stühlen vor den Häusern saßen, wussten wir, wo wir gelandet waren 😂. Somit folgten wir nicht mehr dem Navi, sondern suchten schnellstens einen Weg zur Hauptstraße. Wir fühlten uns nämlich alles andere als wohl.

So nahmen wir dann in der City auch das erstbeste Restaurant, dass uns über den Weg lief, direkt gegenüber der Oper.

Auf dem Rückweg nahmen wir natürlich die Hauptstraßen 😉. Am nächsten Morgen bekamen wir das Frühstück aufs Zimmer. Tags zuvor konnten wir zwischen süß und deftig wählen.

Um 10:30 Uhr ging dann der Flieger nach Hause.

Da wir die Altstadt nicht besichtigt haben, wird uns Catania jetzt wohl eher als Moloch in Erinnerung bleiben und war dann eher ein Lowlight als ein Highlight.

Sizilien (29.8.-13.9.2018) – Highlight 5: Fahrt durch den Parco Regionale dei Nebrodi zum Ätna, Randazzo

Wir hatten uns kurzfristig entschieden, doch zu Etna-Nord zu fahren, sind dann also relativ spät losgekommen. Wir fuhren eine sehr schöne Strecke durch den Parco dei Nebrodi. Enge Straßen durch hübsche Bergdörfer. Somit kamen wir aber nur relativ langsam voran. Hier das Foto eines Friedhofs.

Etna-Nord

Lt. unserem Reiseführer ist es hier viel ruhiger als im Süden. Die Anfahrt erfolgt über eine ca. 15 km lange Bergstraße, die in Linguaglossa startet. Ab hier fahren Busse, der letzte gegen 14 Uhr. War kamen um ca. 13:50 Uhr an und der letzte Bus fuhr gerade ab. Wir waren also zu spät und konnten somit den Ätna nur aus der Ferne betrachten. Ein Grund, nochmal wiederzukommen. Aber unser weiterer Urlaub wird ja auch noch weitere Vulkane bereithalten.

Randazzo

Somit entschieden wir uns zurück nach Randazzo zu fahren, einer der Orte, die wir auf der Hinfahrt passiert hatten. Randazzo liegt an der Route rund um den Ätna. Obwohl Randazzo immer wieder vom Vulkan bedroht war, erreichten die Ausbrüche die Stadt nie. Randazzo besteht aus der Neu- und der Altstadt. Die Häuser der Altstadt und die Reste der Stadtmauer bestehen aus schwarzer Lava, dem reichlich vorhandenen, bevorzugten Baumaterial der Gegend um den Ätna. Außerdem besitzt Randazzo drei Kathedralen.

Und dann entdeckte ich glücklicherweise im Reiseführer noch die Casa della Musica e della Liuteria. Seit vielen Jahren sammelt Giuseppe Antonio Severini historische Musikinstrumente und baut sie nach (teilweise nur nach Vorlage eines Bildes). Er besitzt ca. 60 Instrumente. Wenn man ihn besucht, erklärt er jedes einzelne dieser Instrumente und musiziert auf ihnen. Im Haus erklingen Töne von Glocken, Lauten, Violinen, Flöten aus Knochen, Hörner, Muscheln, Harfen und Drehleiern. Dabei erzählt er ungewöhnliche und faszinierende Geschichten über Klänge und Musik.

Er spielt diese Instrumente auch oft auf Mittelalterfesten, zum Beispiel in Frankreich.

Interessant war auch eine Gitarre, an der er alle Metallsaiten entfernt hatte, und durch Kunststoffsaiten ersetzt hatte. Diese stellte er neben das leicht geöffnete Fenster und durch den Wind gab diese dann außergewöhnliche Töne von sich. Alles sehr faszinierend und der Tag war dann doch noch gerettet. Jeder, der sich für Musik interesssiert und in der Nähe ist, sollte hier auf jeden Fall mal vorbeischauen.

Zu fast jedem seiner Instrumente findet man auch Videos in YouTube:

https://www.youtube.com/user/giuseppeseverini57