Kambodscha – 8. Tag Siem Reap

Heute war zur Abwechslung mal um 4 Uhr Aufstehen angesagt (wer hat eigentlich diese Reise geplant?😉). Um 5 Uhr wurden wir abgeholt, da wir den Sonnenaufgang 🌅 über Angkor Wat sehen wollten. Unser heutiger Guide, der sehr gut Deutsch sprach, holte uns zusammen mit einem Tuk-Tuk-Fahrer ab. Ein Frühstückspaket bekamen wir vom Hotel auch noch, trotz unserer zu späten Bestellung am Vorabend. Vielen Dank an das Hotel. Um uns herum blitzte und donnerte es, so dass wir schon befürchteten, keinen Sonnenaufgang zu sehen. 

Zuerst fuhren wir mit dem Tuk-Tuk zur Ticketstation. Der Tempelpass kostet pro Tag 20 $, wir kauften einen 3-Tages-Pass. Diese Einnahmen sind aber in privater Hand von Vietnamesen. Kein Geld, was wirklich in Kambodscha verbleibt. Zu den Tempeln ist es dann eine ca. 15 km Fahrt. Als wir ankamen regnete es leider immer noch und es hatten sich schon viele Leute versammelt. Viele pilgerten aber auch zu der Stelle, wo das am meisten bekannte Foto von Angkor Wat gemacht wurde. Wahrscheinlich war da die Hölle los. Trotz leichtem Regen genossen wir dann den Sonnenaufgang.


Nach diesem schönen Schauspiel machten wir uns dann auch auf in Richtung Tempel.


Und konnten das berühmte Foto natürlich auch nicht auslassen.

Rund um den Tempel befinden sich überall Verkaufsstände, denen wir aber keine Beachtung schenkten. Im Tempel aßen wir dann erst mal unser mitgebrachtes Frühstück, bevor uns auf die steile Treppe hoch zu den Türmen begaben. Dorthin begleitete uns unser Guide aber nicht. Oben gab es überall in Stein gemeißelte Verzierungen….


…..und überall sah man Apsara Tänzerinnen.


Hier noch ein paar weitere Eindrücke und Aussichten.

Im Tempel ließen wir uns noch von einem Mönch segnen. Wir bekamen ein rot-orangenes Armband umgebunden, wurden mit Weihwasser bespritzt und es wurde eine Segnung gesprochen.

Danach ging es mit dem Tuk-Tuk weiter in die Tempelstadt Angkor Thom. Auf dem Weg dort hin kamen wir noch an einem Seerosenteich vorbei.


Wie der Name schon sagt, ist Angkor Thom eine „große Stadt“ mit gewaltigen Ausmaßen. Sie war die mächtige Hauptstadt des Khmer-Reiches und erstreckt sich über 10 qkm.

Die Brücke zum Eingangstor ist ist flankiert von 54 Dämonen…


…und 54 Göttern.


Viele der Köpfe befinden sich an ihrem Platz, die meisten aber leider als Kopie, da die Köpfe von Statuen immer wieder geklaut werden, um sie zu Geld zu machen. Hier dann das Südtor in die Stadt…

…und auf der Rückseite die Elefantenrüssel.
Zuerst besichtigten wir dann den bekannten Bayon-Tempel mit den 216 Gesichtern.


Der Tempel hat drei Ebenen.



Auch hier gab es wieder Apsara Tänzerinnen zu sehen.


Und in der dritten Ebene dann die vielen Gesichter.

Den Weg zu den weiteren Tempeln, ca. 3 km,  mussten wir nun zu Fuß zurücklegen. Als nächstes ging es zum Baphuon, mit einem ruhenden Buddha auf der Rückseite.

 

Weiter ging es zum Königspalast, wo wir auf riesige Bäume trafen.


Vorbei am Phimeanakas Tempel, der aber nicht betreten werden durfte, ging es weiter.

Dahinter befanden sich riesige Wasserbecken, die früher zum Baden benutzt wurden. Ein Becken für die Konkurbinen, ein Becken für die Offiziere und ein Becken für den König. Zu guter letzt kamen wir dann noch zu den Elefantenrerrassen. Unser Fußmarsch war dann erst mal beendet. Was für eine Menge Tempel, aber das waren noch lange nicht alle für heute.

Mit dem Tuk-Tuk ging es auf unwegsamen Wegen zum etwas abgelegenen Taney Tempel, wo wir fast für uns alleine waren und genossen dort erst mal die Ruhe. Alles andere war doch ziemlich überlaufen. Dieser Tempel ist noch nicht restauriert, was für mich einen besonderen Charme hatte. 



Danach ging es mit dem Tuk-Tuk zuerst mal zum Mittagessen ins „Khmer Cooking Empire“ Restaurant. Das Menü war von unserer Reiseagentur bereits vorbestellt. Es gab: Fried Spring Rolls, Green Mango and Smoked Fish Salad, Pork with Ginger, Morning Glory, Chicken with Cashewnut. Alles sehr lecker, nur der Fisch hatte ein bisschen zu viele Gräten. Wir ließen uns hier etwas länger Zeit zum Ausruhen, weil wir doch schon ganz achön geschafft waren.

Und dann ging es auch schon weiter zum nächsten Tempel „Ta Phrom“. Der Tempel war Schauplatz für den Film Tomb Raider und ist somit leider völlig überlaufen. Der Tempel ist an vielen Stellen von Würgefeigen überwuchert, was die Faszination dieses Tempels ausmacht. Diese können auch nicht entfernt werden, da der Tempel sonst zusammenbrechen würde. Leider war mit uns zusammen, wie auch schon im Angkor Wat, eine oder mehrere chinesische Reisegruppen vor Ort. Und obwohl überall, auch auf dem Tempelpass, steht, dass man sich in den Tempeln ruhig verhalten soll, herrscht bei diesen Gruppen immer großes Geschnatter und alle rennen mit Selfiestick durch die Gegend. Respekt sieht anders aus.

Der Tempel an sich ist sehr reizvoll, aber die Menschenmassen haben mir den letzten Nerv geraubt. Ich will gar nicht wissen, wie es in der Hauptreisezeit aussieht. Hier ein paar Impressionen:

Gegen 16 Uhr ging es dann zurück ins Hotel, wo wir uns erst mal von den Strapazen erholen mussten. War doch ein langer Tag. Gegen 20 Uhr ließen wir uns nochmal für 2 $ zum Nightmarket fahren. Dort schlenderten wir nur noch ein bisschen drüber, wurden allerdings an jedem Stand angesprochen, ob wir nicht was kaufen wollen. Für jeweils 1,50 $ aßen wir noch gebratenen Reis. Dem Jungen, der uns bedient hat, gaben wir ein Trinkgeld, über dass er sich riesig gefreut hat. Den Weg zurück ins Hotel legten wir dann zu Fuß zurück, was aber nicht ohne Verlaufen vonstatten ging. Schließlich haben wir dann aber doch noch das Hotel gefunden. Ist halt etwas schwierig, wenn an den Straßen keine Straßennamen stehen.