Namibia – 19. Tag Divundu – Panhandle (Botswana)

Nach dem Frühstück machten wir uns wieder auf den Weg Richtung Botswana. Ziel war die Panhandle (äußerster Rand des Okavango Deltas). Also mussten wir wieder die Grenze passieren. Ausreise aus Namibia, Einreise nach Botswana. Die dritte Seite im Reisepass ist in Bezug auf diese Reise voll, zum x-ten Mal musste das Formular für die Ausreise ausgefüllt werden.

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Und dann noch eine kleine Anekdote nebenbei. Ich suchte an der Grenze die Toilette auf, schaute nicht rechts und nicht links ging in die Kabine und schloss ab……und las dann erst das Schild, dass man die Tür nur schließen soll und nicht abschließen soll. Zu spät. Nun saß ich da in meinem Klohäuschen und kam nicht mehr raus. Das Schloss rührte sich nicht. Tja, blöd gelaufen. Ich war noch nicht mal sicher, ob die anderen gesehen hatten, dass ich auf die Toilette gegangen war. Ich versuchte anzurufen, überall nur die Mailbox dran. Ich rief, niemand hörte mich. Aber irgendwann musste ja mal jemand anfangen mich zu suchen. Ich ortete schon ob darübersteigen möglich ist, aber da wäre das Unfallrisiko zu groß gewesen. Also harrte ich aus und harrte aus und konnte mir ja irgendwie das Grinsen nicht verkneifen. Das kann auch nur mir passieren. Nach gefühlten 20 Minuten kam dann endlich doch mal jemand. Und zum Glück hatten wir das passende Werkzeug dabei, um die Tür öffnen zu können. Das Gelächter und die dummen Sprüche waren mir natürlich gewiss.

Wir fuhren dann also die Panhandle herunter, bis wir die Abfahrt von unserem Campingplatz im zweiten Anlauf erspähten. Nguma Lagune Camp.  Dieses Mal ca. 10 km Sandpiste, wieder 4×4. Der Campingplatz gefiel mir dann nicht ganz so gut, aber das ist ja Ansichtssache. An der Rezeption mussten wir erst einen Moment warten, dann bekamen wir den Platz zugewiesen. Da aber außer uns niemand auf dem Campingplatz war, hatten wir quasi die freie Auswahl.

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Auch im Tented Camp waren momentan nur zwei Leute. Wir schauten uns die Lodge an, ebenso den Ausblick auf die Lagune mit dem Bootsanleger. Auch hier wäre eine Bootsfahrt oder eine Fahrt mit dem Mokoro möglich gewesen. Die Anfahrt zu den Mokoros hätte aber 45 Minuten gedauert, somit entschieden wir uns dagegen. Allerdings entschieden wir uns für ein Abendesseen.

Den Nachmittag verbrachten wir dann Savanna- und Biertrinkend am Zeltplatz und am Aussichtspunkt mit Blick auf den Sumpf. Danach haben noch eine erfrischende Dusche in freier Natur eingenommen und um 19 Uhr wurde dann das Abendessen serviert. Dort wurden wir sehr positiv überrascht.

Der Tisch war für uns vier sehr schön angerichtet. Als Vorspeise gab es Spargel. Wir hätten die Auswahl zwischen Spargel, gebratenen Pilzen oder Hühnerleber gehabt, mussten uns aber nachmittags auf eine gemeinsame Vorspeise einigen.

Der Hauptgang wurde dann quasi als Buffet serviert. Das sah alles superlecker aus.

Auch hier mussten wir uns mittags noch zwischen Roasted Chicken oder Roasted Beef entscheiden. Da das Huhn am Stück serviert worden wäre, also mit Knochen, Augen et. noch dran, entschieden wir uns für Beef und das war köstlich. Dazu gab es Reis und Roasted Potatoes. Als gebratenes Gemüse gab es Zucchini und Kürbis. Der Kürbis war einfach fantastisch. Was für ein Festschmaus. Ich versuchte mich noch an dem home-made garlic, was nicht alle so lustig fanden 😉.

Der Abend endete dann wieder mit einem lustigen UNO-Abend. Es haben natürlich wieder die Frauen gewonnen 😃.

Namibia – 14. Tag Kongola – Kasane (Botswana)

Heute ist der 17.9. unser Jahrestag 😃. Wie die Zeit vergeht. Und diesen durften wir in Namibia und Botswana verbringen, das hat ja auch nicht jeder.

Aber von vorne, gegen 4 Uhr wurde ich wach und musste dringend auf Toilette, habe mich aufgrund der Schilder am Campingplatz dieses Mal nicht so richtig getraut alleine rauszugehen.

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Somit taten wir dies dann irgendwann gemeinsam. Ich hörte, dass unsere Freunde im anderen Zelt auch wach waren. Ok, schnell raus zum Toilettenhäuschen und wieder ins Zelt. Am nächsten Morgen beim Frühstück dann folgendes: „Bei Euch war aber jemand mutig. 10 Minuten nachdem ein Nilpferd neben unseren Zelten gegrast hat, ist bei Euch jemand auf Toilette gegangen“. Puh, zum Glück habe ich das nicht mitbekommen. Die Nilpferde sind ja die gefährlichsten Tiere und man mag gar nicht glauben, dass sie bis zu 60 km/h schnell werden können.

Zum Frühstück hatte ich dieses Mal eine komische Mischung: Rührei mit Tomate und Brei. Naja, was solls.

Dann fuhren wir Richtung Kasane (Botswana). Zuerst machten wir noch ein Stop in der östlichsten Stadt Namibia’s: Katima Mulilo. Hier gingen wir nochmal einkaufen. Diese Stadt hat so überhaupt nichts mehr mit Windhoek oder Swakopmund gemeinsam und ist nicht mehr mit westlichen Großstädten vergleichbar. Keine Touristen, viel Armut. Und dann ging es weiter zur Grenze nach Botswana. Leider kamen wir direkt nach einem Reisebus an und mussten somit Schlange stehen. Zuerst musste das Ausreiseformular ausgefüllt werden. Und unser Reisepass füllt sich langsam. Der Ausreisestempel kam hinzu. Weitere Formalitäten für das Auto mussten erledigt werden. Dann fuhren wir zur botswanischen Seite. Weitere Formalitäten mussten erledigt werden, bis wir den Einreisestempel bekamen. Und nach einer kurzen Weiterfahrt, mussten wieder unsere Schuhe desinfiziert werden.

Neben uns tummelten sich mehrere Affen.

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Außerdem ist es bei der Einreise nach Botswana verboten, Milchprodukte, Bananen und weitere Lebensmittel einzuführen. Wir mussten zwar das Auto öffnen, aber bei unserem vollbepackten Wagen hatte niemand Lust das alles auszuräumen, also durften wir weiterfahren.

Hinter der Grenze startete direkt der Chobe Nationalpark. Hier mussten wir uns wieder mehrfach registrieren. Wir sahen ein paar Tiere am Wegesrand, u.a. Elefanten. Gegen 14 Uhr kamen wir dann in Kasane an und mussten dann erst mal den Campingplatz suchen, da dieser etwas außerhalb lag. An der Kubu Lodge angekommen, hatten wir nur nochmal kurz Zeit die benötigten Sachen einzupacken, um 15 Uhr startete nämlich die vorgebuchte Bootstour. Mit dem Auto wurden wir nach Kasane zum Bootsanleger gefahren. Dort liefen dann mehrere Warzenschweine um uns rum.

Auf dem Boot saßen wir wieder mit mehreren Deutschen zusammen, dieses Mal ein Pärchen aus Hochheim, ein Ort, der direkt bei uns um die Ecke liegt.

Da wir mit dem Boot in den Chobe Nationalpark fuhren, musste sich das Boot auch dort wieder registrieren.

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Dann ging es los. Paviane und Antilopen am Ufer.

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Und schon sahen wir das erste Krokodil ebenfalls  am Ufer liegen und fuhren ganz dicht heran. Das war beeindruckender als auf der vorletzten Bootsfahrt, als sich alle mehr oder weniger im Gebüsch aufhielten. Ein komisches Gefühl ein Krokodil direkt neben uns.

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Hier auf dem Chobe ist ansonsten das reinste Paradies für Vogelliebhaber. Wir sahen eine Vogelart nach der nächsten.

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Im Baum saß ein Lizard, gut getarnt.

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Viele Büffel verweilten am Ufer.

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Wir sahen Elefantenherden und ein weiteres riesiges Krokodil, des Haut in der Sonne fast golden leuchtete.

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Und dann tauchten sie endlich richtig in unserer Nähe auf, die Hippos. Eines rekelte sich am Ufer, das nächste schraubte sich aus dem Wasser nach oben, das dritte riss das Maul ganz weit auf.

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Dann sahen wir eine ganze Ansammlung von Hippos, was so aussah, als würden sie eine Besprechung abhalten. Lustig war, dass mehrere Vögel auf den Rücken der Hippos verweilten.

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Und dann nochmal dieses Schauspiel….

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Während der Bootsfahrt gab es dann noch diverse Getränke, ich hielt mich an Wasser und als Sundowner einen Cider. Noch einmal sahen wir Elefanten am Ufer.

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Die beeindruckende Fahrt endete dann mit dem Sonnenuntergang.

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Mit dem Auto ging es zurück zur Kubu Lodge, wo wir die Zelte aufbauten und uns ans Abendessen machten. Da wir viele Lebensmittel nicht nach Botswana einführen durften, hat sich das dieses Mal etwas schwieriger dargestellt. Es hat trotzdem geschmeckt. Ansonsten war der Campingplatz sehr staubig und der feine Sand hing ständig in der Luft. Und leider gab es nur Steckdosen am Nachbarstellplatz, was aber letztendlich ausreichend war.