Sizilien (29.8.-13.9.2018) – Highlight 9: Vulcano

Heute haben wir eine Bootstour nach Vulcano unternommen. Eigentlich war unser Plan, die Fähre von Lipari nach Vulcano für 8 Euro pro Fahrt zu nehmen. Unser Gastgeber Luigi hat uns aber einen Freund von sich empfohlen, der ebenso Bootstouren nach Vulcano anbietet. Die Fahrt kostete 15 Euro. Los ging es um 10 Uhr, das Wetter war heute etwas bewölkt. Die Überfahrt nach Vulcano ist recht kurz, zuerst legte das Boot aber noch einen Stop in einer Badebucht ein, wo wir die Möglichkeit hatten, vom Boot aus ins Wasser zu springen. Die Gelegenheit ließ ich mir nicht entgehen.

Nach ca. 20 Minuten ging es dann aber schon wieder weiter.

Schnell kamen wir auf Vulcano an. Den Höhepunkt eines Besuchs auf Vulcano bildet natürlich der Aufstieg zum 391 Meter hohen Vulkan Gran Cratere. Diesen haben wir dann auch sofort in Angriff genommen. Am Fuße des Vulkans haben wir es uns aber erst noch mit einem frisch gepressten Orangensaft und einer Granita gut gehen lassen. Dann machten wir uns auf den Weg. Zunächst ist der Anstieg mäßig, nach der ersten Spitzkehre geht es dann steiler bergan. Man hatte schnell schöne Blicke auf die Nachbarinseln und Vulcanello, die kleine Halbinsel, die Vulcano vorgelagert ist.

Der Aufstieg fordert eine gewisse Grundkondition und feste Schuhe sollte man besser auch an haben. Unterwegs wechselt die Farbe des Felsens von Grau-schwarz zu einem Rotbraun.

Der Geruch nach faulen Eiern nahm langsam immer mehr zu. Schließlich erreicht der Pfad den Grat, der sich rings um den Krater zieht. Etwa 500 m Durchmesser misst der kreisrunde Krater.

Oben auf dem Grat und auf den nördlichen Kraterhängen dampft es besonders kräftig, da die heißen Gase der Fumarolen hier an die Oberfläche treten.

Wir waren dem Qualm wohl ein bisschen zu nahe geraten und hatten danach erst mal mit Hustenanfällen zu kämpfen, da das Zeug kräftig in den Lungen beißt.

Wir legten eine längere Pause ein und genossen die Aussicht und liefen dann am Kraterrand weiter zum höchsten Punkt.

Immer wieder hatte man schöne Blicke auf die Nachbarinseln.

So machten wir uns dann irgendwann auf den Rückweg.

Zurück im Ort, schauten wir noch am Schwefelbad vorbei und schauten den Leuten zu, wie sie sich im Schlamm suhlten. Wir selbst ersparten uns den Eintritt von 3 Euro und setzten uns nur ins Café, wo ich ein Arancino verkostete. Das sind frittierte und gefüllte Reisbällchen.

Im Meer sprudelte es auch, da es auch hier im Wasser heiße Fumarolen gibt.

Um 17 Uhr fuhr dann unser Boot zurück nach Lipari, dieses Mal auf direktem Weg.

Dort besichtigten wir noch die Kathedrale.

Der Tag endete mit einem Abendessen am Hafen.