Lofoten – 07.07.2018 – 12. Tag: Wanderung auf den Glomtinden und Besuch von Henningsvær

Heute stand offiziell wieder ein freier Tag auf dem Plan, unser Guide bot aber trotzdem wieder eine Wanderung an, die etwas leichter war als einige anderen, die wir bisher absolviert hatten. Die Gruppe ging bis auf eine Person wieder geschlossen mit. Der Himmel war bedeckt und es waren ca. 11 Grad. Richtig tolles Wetter wird es eher nicht mehr geben in diesem Urlaub.

Los ging es um 09:50 Uhr. Ziel war der Glomtinden, auf den wir die ganze Zeit ja schon aus unserem Fenster drauf geblickt hatten. Wir liefen wieder den Kilometer zur Bushaltestelle,

….fuhren 4 Minuten mit dem Bus und dann ging es auch schon los. Vom Parkplatz ging es rechts ab ins Gelände. Der Weg ging anfangs noch relativ flach durch eine Art Heidelandschaft, teilweise war es wieder matschig. Der Weg wurde dann aber stetig steiler.

Manche legten wieder ein ziemliches Tempo vor, ich versuchte trotzdem mein Tempo beizubehalten. Und es dauerte auch gar nicht so lange, bis wir oben ankamen. Gegen unsere anderen Wanderungen war das ja heute ein Klacks.

Das letzte Stück auf den Gipfel war dann nochmal ziemlich steil, so dass ich mir dies erst schenken wollte, aber ich habe mich dann nochmal umentschieden und der Anstieg war dann auch halb so schlimm. Da hatten wir wirklich schon anstrengenderes. Oben gab es dann auch nochmal schöne Ausblicke bis zu unserer Unterkunft in der Ferne.

Dann der gleiche Weg von der Spitze zurück zur letzten Aussichtsplattform, von dort ging es dann ziemlich sanft abwärts auf guten Wegen. Steinig war es aber trotzdem immer wieder.

Schließlich kamen wir auf der Straße an, die wir noch ein bisschen entlang laufen mussten, um zur Bushaltestelle zu kommen. Von dort konnten wir nochmal einen Blick auf den Gipfel werfen.

An der Bushaltestelle teilte sich dann die Gruppe. Einige wollten zurück zur Unterkunft, 12 Leute, darunter wir, fuhren nochmal mit dem Bus nach Henningsvær. Uns hatte das Städtchen so gut gefallen, dass wir dort nochmal hin wollten. Erst zeigte uns unser Guide das Klettercafé, das er beim letzten Mal schon empfohlen hatte.

Fast alle gingen dann in den Outdoorladen, der aber ziemlich teuer war. Danach ging jeder seiner Wege. Wir gingen noch ein bisschen shoppen und ich kaufte mir eine Kapuzen-Daunenjacke. In dem gleichen Laden gab es unter anderem auch Fischköpfe zu kaufen 😉.

Wir schlenderten noch eine Weile durch ein paar Geschäfte und setzten uns dann doch ins Klettercafé, wo wir auf unseren Guide und zwei Mitreisende trafen. Ich trank einen Kakao, Björn hatte Kaffee und Kuchen und wir plauderten eine Weile. Gegen 16:00 Uhr liefen wir beide nochmal zur Touri-Info, wo es eine 15-minütige Fotoshow über die Lofoten gab. Diese war im Eintritt der Galerie mit drin, kostete allerdings ca. 12 Euro pro Person. Wir bekamen eine Privatvorstellung, weil außer uns niemand da war. Die Fotos waren ganz nett, aber den Eintrittspreis dann doch nicht wert. Wir liefen nochmal durch die Galerie, das war aber auch nicht so spannend. Muss man aus meiner Sicht nicht unbedingt reingehen. Am Wasser entlang liefen wir zur Bushaltestelle zurück.

Der Bus fuhr gegen 16:50 Uhr. Um 19:00 Uhr gab es wieder Abendessen. Ein Eintopf mit Kabeljau und Muscheln. Als Nachtisch gab es einen Brownie.

Jetzt sitze ich mit einigen Mitteisenden vor dem Fernseher und wir schauen das Spiel Russland – Kroatien.

So ein halber Gammeltag wie heute war auch mal was Schönes.

Lofoten – 05.07.2018 – 10. Tag: Wanderung auf den Festvagtinden und Mitternachtswanderung auf den Hoven

Heute war um 09:50 Uhr Treffpunkt. Also erschienen wir mal erst um 09:00 Uhr zum Frühstück, da waren fast alle anderen schon fertig. So marschierten wir dann wieder den Kilometer zur Bushaltestelle. Der Bus hatte etwas Verspätung. Unterwegs mussten wir nochmal umsteigen und erreichten nach relativ kurzer Zeit Henningsvær. Der Busfahrer ließ uns aber schon am Einstiegspunkt der Wanderung aussteigen. Ziel war der Festvagtinden, von dem man einen tollen Blick auf Henningsvær hat.

Der steile Anstieg war direkt schon von der Straße aus ersichtlich. Und es ging direkt steil los. Erst über ein Geröllfeld, dann über steile Wege nach oben. Die meisten unserer Gruppe gingen links am Geröllfeld vorbei, ein paar andere und ich entschieden uns für den rechten Weg (der von meinem Reiseführer empfohlen wurde). Es war wirklich steil. Irgendwann löste sich dann ein bisschen oberhalb von mir ein ca. 10 cm großer Stein, flog durch die Luft und landete direkt an meinem Schienbein. Aua. Naja, besser als am Kopf.

Alle anderen waren dann erst mal weg und ich suchte alleine meinen Weg. Nach einer Stunde Aufstieg kam ich am angekündigten See an, an dem ich dann auch wieder auf alle anderen traf.

Wir liefen zum Felsüberhang und hier hatte man die ersten Blicke auf Henningsvær. Hier legten wir eine erste Pause ein.

Hier konnte jetzt jeder entscheiden, ob er hier bleibt und die Sonne genießt oder den dann noch steileren weiteren Anstieg angeht. Das Wetter war uns heute auf jeden Fall wieder hold und wir hatten bis zu 19 Grad und strahlend blauen Himmel.

Der Anstieg sah von unten extrem steil aus, aber da ich gerade erst eingelaufen war, wagte ich mich an den Aufstieg. Fünf Personen blieben zurück.

Ich hechelte mal wieder allen anderen hinterher. Aber man will ja auch die Ausblicke genießen, die Kondition könnte allerdings trotzdem besser sein. Der Ausblick auf Henningsvær begleitete uns weiter. Irgendwann hatten wir dann die Bergkuppe erreicht und ein weiterer toller Blick breitete sich vor uns aus.

Noch ein kurzer letzter Anstieg…

…und wir kamen nach nicht ganz zwei Stunden auf eine etwas größere Plattform. Lt. unserem Guide findet hier einmal im Jahr ein Konzert statt. Alles wird per Helikopter nach oben transportiert und die Menschen pilgern in Massen nach oben. Wäre bestimmt ein Erlebnis.

Auf jeden Fall hatten wir es dann geschafft. Auf nur 3 km Weg haben wir 540 Höhenmeter überwunden, dann könnt Ihr Euch vorstellen, wie steil es war. Das ganze in nicht ganz zwei Stunden. Die Bergspitze war nicht unbedingt was für Leute mit Höhenangst. Hier hatten wir dann erst mal Rast und spektakuläre Ausblicke.

Nach einem schönen Aufenthalt ging es dann wieder bergab.

Mit dem Abstieg tat ich mich wieder schwer, auch wenn es besser klappte als die letzten Tage. Auf jeden Fall kam ich wieder als letzte an, unser Guide blieb aber netterweise bei mir, was an der ein oder anderen Stelle schon hilfreich war.

Nach 2 Stunden Abstieg kam ich dann wieder stolz unten an…

…und dann mussten wir noch ca. einen Kilometer die Straße entlang laufen, um nach Henningsvær zu kommen.

Wir liefen durch den Ort zum Hafen. Nettes beschauliches Städtchen. Hier hat es mir gefallen.

Danach war natürlich wieder Café angesagt. Ich entschied mich aber für eine Limo und einen glutenfreien Kuchen. Ein deutsches Pärchen saß mit am Tisch und wir unterhielten uns ein wenig. Dann ging es mit dem öffentlichen Bus wieder zurück.

Nach dem Duschen gab es wie immer gegen 19:00 Uhr Abendessen. Ganz magerer Schweinebraten, Kartoffeln, Salat und Kohl mit Äpfeln.

Hinterher war Zeit vertreiben angesagt, denn um 22:45 Uhr war wieder Treffpunkt für die Nachtwanderung. Kurz vorher hatte aber noch das Busunternehmen die Fahrt abgesagt, aber unser Guide hatte auf die Schnelle noch zwei 9er-Busse als Mietwagen organisieren können. Brauchten wir nur noch nen zweiten Fahrer. Björn erklärte sich dazu bereit. Die Wagen mussten aber schon um 20:30 Uhr in Svolvær abgeholt werden.

Nach ca. 40 Minuten Fahrt kamen wir gegen 23:30 Uhr an unserem Ziel dem Hoven an. Unterwegs war der Himmel schon schön eingefärbt. Mit gut 350 m erhob er sich vor uns. Und was sich im Reiseführer noch als Spaziergang angehört hatte, entpuppte sich dann doch wieder als stramme Wanderung mit einigen Aufstiegen und holprigen Pfaden. Der Himmel war herrlich eingefärbt.

Immer weiter ging es nach oben, bis und dann am Ende nochmal ein steiler Anstieg erwartete, der von der Steilheit fast mit heute morgen mithalten konnte. Um diese Uhrzeit hätte ich das nicht mehr gebraucht. Gegen 0:15 Uhr hatte ich es dann aber geschafft. Der Himmel hatte schöne Farben, aber unser Ziel, die Mitternachtssonne zu sehen, wurde aber nicht erreicht, weil die Sonne nicht mehr bis unter die Wolkendecke gesunken ist. Und hier oben wurden wir von Stechmücken gepiesackt. Ich hab mehrere Stiche abbekommen.

Wir machten uns dann wieder an den Abstieg, der doch etwas leichter war als bei den anderen Wanderungen.

Von unten hatten wir dann nochmal einen Blick nach oben.

Jetzt ist es 2:40 Uhr, schnell ab ins Bett. Aber irgendwie bezweifel ich, dass ich schlafen kann….