26.02.2020 – 20.03.2020 Costa Rica – 14. Tag: Sámara

Heute hatten wir einen weiteren freien Tag in Sámara. Das war mal ganz angenehm, drei Nächte in einem Hotel zu sein und nicht ständig Koffer packen zu müssen, wobei mir allerdings eine weitere Nacht in unserem letzten Hotel lieber gewesen wäre. So war gestern aber auf jeden Fall auch mal Zeit, Wäsche waschen zu lassen. 8 Dollar hat das Waschen für 2 kg Wäsche gekostet.

Da es heute kein Programm gab, ließen wir uns erst ein bisschen treiben. Etwas später und länger Frühstücken. Dann schlenderte ich mit einer Mitreisenden noch durch den Ort, auf der Suche nach Souvenirs und Postkarten, wurde aber bei beidem nicht fündig. Die Postkarten sahen aus, als wenn sie schon länger dort hingen und Magneten gab es auch keine schönen.

Grundsätzlich hatte ich hier in Sámara eher das Gefühl, in der Karibik zu sein, auch wenn wir noch gar nicht in der Karibik sind. An den bisherigen Orten hatte ich eher so das Gefühl in Spanien zu sein. Hier auf der Halbinsel Nikoya herrscht irgendwie schon eine andere Lebensart vor.

Dann wollte ich noch ein Eis, die Gelateria hatte aber geschlossen. Am Hotelpool gab es dann nur noch Sonnenplätze, was mit meinem Sonnenbrand keine gute Idee war, deshalb verzog ich mich dort auch schnell wieder.

Schließlich war es dann 13:30 Uhr und wir wurden zu viert am Hotel für unsere gebuchte Kajaktour abgeholt. Ca. 20 Minuten mussten wir mit dem Bus fahren. Wir kamen wieder am Carrillo Beach vorbei und in einem anderen Hotel wurde noch ein weiteres deutsches Ehepaar eingeladen. Am Ziel angekommen, stoß noch ein amerikanisches Ehepaar dazu. Die beiden waren letztes Jahr sogar mal in Mainz gewesen.

Der Guide erwartete uns auch schon mit drei Zweierkajaks und zwei Einerkajaks.

Nach einer kurzen rudimentären Einweisung ging es dann los. Die Schwimmwesten waren zwar obligatorisch an Bord, mussten aber nicht angezogen werden.

Wir erkundigten uns, ob es auch Krokodile gibt, da unser Guide am Vortag eines in den Mangroven erspäht hatte. Die Antwort war, dass es kleinere Krokodile gibt, aber schon seit 6 Monaten keine mehr gesehen wurden. Sehr beruhigend 😉.

So fuhren wir also durch die Mangroven und trotz der großen Hitze war es dann auf dem Wasser recht angenehm. Hut und Sonnenbrille durfte aber natürlich nicht fehlen.

Das Paddeln machte großen Spaß und hier auf dem Fluss hatte ich auch weniger Probleme als letztes Jahr auf dem offenen Meer.

Wir sahen Fledermäuse an einem Baum sitzen und viele Seevögel. Die MS Dresden und die MS Moguntia lieferten sich immer wieder kleine Duelle 😉.

Der Guide erläuterte uns die roten Mangroven und nach ca. 40 Minuten Fahrt sahen wir das offene Meer, mit einer mächtigen Brandung. Dort machten wir dann auch Pause.

Jeder bekam erst mal ein Getränk, Wasser oder Saft. Zwei Pelikane wateten im Wasser, flogen aber alsbald davon. Wir machten einige Fotos und Videos. Und auf einmal schwappte eine Riesenwelle an Land und so schnell konnte man gar nicht gucken war alles überschwemmt und ich stand mitten im Wasser. Einer solchen Wassermenge haben dann auch die wasserdichten Schuhe nicht mehr standgehalten, zumal ja alles von oben reingeschwappt ist. Sei’s drum.

Der Guide packte dann noch leckere Ananas und Wassermelone aus. Die Ananas hier sind sowieso ein Traum, so richtig schön mild und nicht so sauer wie bei uns zuhause.

Wir kamen dann noch mit den anderen Deutschen und Amerikanern ins Gespräch und traten dann wieder die Rückfahrt an. Diese kam mir viel kürzer vor als die Hinfahrt. Unterwegs setzten wir dann nochmal kurz auf einer Sandbank auf, der Fluss hatte an dieser Stelle höchstens 30 cm Tiefe. Wir versuchten noch eine Mitreisende zu „retten“, indem wir das Ruder rüberreichten und sie rausziehen wollten, das hat aber nicht ganz geklappt und der Guide musste nachhelfen. Jetzt wussten wir, warum die Tour nur bei Flut stattfindet und in der Mittagshitze. Wir hätten sie nämlich eigentlich lieber am Morgen gemacht.

Der Guide wies uns dann noch auf einen Vogel hin, der sein Nest aus Pferdehaaren baut. Aber diese müssen ja auch erst mal gefunden werden.

Schließlich waren wir zurück an Land und waren doch ziemlich durchnässt, vor allem die Hosen, aber bei 30 Grad ist das ja nicht so tragisch.

Auf der Busfahrt schwärmte das deutsche Paar noch von Tortuguero, wo wir ja in den nächsten Tagen noch hinkommen. Ebenso waren sie der Meinung, dass La Réunion die schönste Insel überhaupt wäre und wir da unbedingt noch hin müssten. Aber das steht ja sowieso schon auf der Bucket List.

Zurück im Hotel berichteten wir den anderen dann erst mal von unseren Erlebnissen und dann wartete die Dusche. Björn und ich gingen dann noch am Strand essen, war hatten beide Pasta. Der Mond stand wieder so schön am Himmel.

Um 20 Uhr hatte sich die ganze Gruppe dann nochmal in einer Strandbar verabredet, weil morgen die ersten Abschiede bevorstanden. Wir hatten also nochmal einen letzten gemeinsamen Abend geplant. Drei Mitreisende fehlten leider, die anderen ließen es sich bei einem Cocktail oder einem Bierchen gut gehen. Ich hatte einen Mai Tai. Auch die Cocktails kosten hier genauso viel wie in Deutschland.

Gegen 22 Uhr machten wir uns alle nach und nach auf den Weg zurück ins Hotel und dann war auch schon wieder Koffer packen angesagt.

Schottland (Gairloch) – 11.05. – 25.05.2019 – 13. Tag Kanu / Kajak fahren in Shieldaig

So, heute stand dann wirklich mal Abwechslung auf dem Programm. Es war nämlich wieder freier Tag. Aber wie gewohnt gibt es bei uns in dieser Gruppe ja keine freien Tage.

Wir hatten uns in der ersten Woche, bei dem herrlichen Wetter, schon darauf geeinigt, dass wir Paddeln gehen wollen. Also wurden die 9 Leute der ersten Woche angemeldet, mit der Option, dass von den Neuankömmlingen noch Personen dazu stoßen. Nun war für heute aber Regen, bewölkter Himmel und 12 Grad gemeldet, so dass sich meine Lust etwas in Grenzen hielt. Aber gebucht war gebucht. Von den Reisenden der zweiten Woche schloss sich niemand mehr der Gruppe an.

Nach dem Frühstück ging es um 09:30 Uhr dann wieder mit dem Bus nach Shieldaig, wo ja gestern schon unsere Wanderung stattgefunden hatte.

Um 10:00 Uhr sollte die Tour losgehen. Durchgeführt wurde die Tour von Shieldaig Outdoor Adventures. Hier wurden wir bei der Einführung erst mal wieder von den Midgets geplagt. Jeder erhielt eine Schwimmweste und eine kurze Unterweisung. Wir hatten die Wahl zwischen Einer-Kajaks und Zweier-Kanadiern. Wir entschieden uns für den Kanadier.

Und dann wurden die Boote Richtung Ufer gezogen.

Ich hatte mich dick eingepackt. Lange Unterhose, Wanderhose, Regenhose; Merinoshirt, Fleece, Softshelljacke und Hardshelljacke und das war auch gut so.

Los ging es bei leichtem Nieselregen. Wir paddelten erst mal ein bisschen in der Bucht herum, bis alle Boote zu Wasser gelassen waren und jeder noch kurz geübt hatte.

Von hieraus hatte man einen guten Blick auf die Shieldaig Lodge, ein edles Hotel vor Ort mit 4,5 Sternen.

Und dann ging die Tour, begleitet durch zwei Guides, los. Der eine war sogar in kurzen Hosen unterwegs, brrr.

Gut eingepackt war es dann auch gar nicht so kalt, der Nieselregen störte auch nicht so viel und er hörte auch bald auf. Die Tour machte dann richtig Spaß. Man muss sowas halt doch einfach mal durchziehen. Daheim hätte ich mich bei solchem Wetter nie in ein Kanu gesetzt.

Wir hielten uns meistens in der Nähe des Ufers auf und in der nächsten Bucht bekamen wir auch gleich ein schönes Schauspiel geboten, da sich Seehunde auf einer Insel wälzten oder sich im Wasser rumtummelten.

Danach ging es dann etwas mehr ins offene Meer und der Wind und der Seegang wurde etwas rauer.Der Weg sollte uns weiter zu einer roten Boje führen, die in der Ferne zu sehen war. Uns packte dann der sportliche Ehrgeiz und wir legten uns mächtig ins Zeug. Da kam uns natürlich unsere Kanu-Erfahrung von der Lahn zugute. Aber hier draußen würde das Paddeln dann doch anstrengender.

Schnell hatten wir uns von der Gruppe entfernt, nur eine Mitreisende ließ sich nicht abhängen. Naja, ein paar Spielchen / Scharmützel müssen halt immer sein 😉. Wir feierten dann unseren Zieleinlauf und warteten auf den Rest der Gruppe.

Danach ging es noch einen Kilometer weiter die Küste entlang nach Badachro. Der Regen hatte noch etwas zugenommen, aber das war gar nicht so schlimm, In Badachro gibt es viele Sommerhäuschen. Die Guides erzählten uns einiges über die Umgebung und wir machten eine kurze Pause, bevor es wieder auf den Rückweg ging.

Der Guide wies uns beiden den Weg und schickte uns vor 😉. Auf gleichem Weg ging es nun zurück, wobei nun aber der Wind und der Seegang von hinten unterstützten. Wieder machten wir Halt bei den Seehunden und beobachteten das Schauspiel.

Und dann waren wir kurz später wieder an der Shieldaig Lodge angekommen. Eine tolle Tour. Nach dem Aussteigen merkte man allerdings trotzdem, dass man gut durchgefroren war.

Wir durften uns dann in der Shieldaig Lodge im edlen Salon bei einem Kaffee oder Tee aufwärmen. Ich glaube, in jedem Hotel in Deutschland hätten sie uns mit unseren Klamotten nicht reingelassen 😉.

Für jeden waren nun 45 Pfund für die Kanutour fällig. Die Getränke kosteten für die komplette Gruppe rund 23 Pfund. Der Bus fuhr uns dann zurück, wobei fast alle anderen unterwegs ausstiegen, um nochmal 6 km zu Fuß auf alten Militärwegen zurück zum Hotel zu laufen. Ich wollte mich aber lieber aufwärmen und die richtigen Schuhe hatte ich dafür auch nicht an.

So machten wir es uns erst mal im Hotel gemütlich und als wir uns auf den Weg ins Café am Hafen machten, liefen die anderen auch schon wieder vor uns.

Dieses Mal hatte ich einen Chai Latte und nochmal ein Scone mit Cream. Und Björn bekam endlich seinen Schokoladenkuchen, nachdem er am Vortag knapp das letzte Stück verpasst hatte.

Danach gönnte ich mir noch einen Berry Berry, einen Smothie aus Waldbeeren, der aber sehr gehaltvoll war.

In diesem Café gibt es pro Getränk einen Stempel und nach sechs Getränken dann ein Freigetränk. Das haben wir in den zwei Wochen dann zweimal geschafft.

Wir machten zum Abschluss (dachte ich) nochmal einen Strandspaziergang. Morgen steht ja eine große Wanderung auf dem Programm, so dass für Strand keine Zeit mehr sein wird.

Die anderen setzten ihren Weg weiter durch das Arboretum fort, ich bog in Richtung Touristen-Info ab. Leider fand ich dort keinen schönen Magneten und auch keine Postkartenmotive mit Bergen, die wir bestiegen hatten. Also ging ich noch in den Supermarkt und kaufte Verpflegung für Freitag ein. Ich machte mich dann wieder auf den ca. 3 km langen Rückweg.

Um 18:30 Uhr gab es wieder Abendessen. Ich gönnte mir einen Cider, als Vorspeise wählte ich Chefsalat mit Hühnchen, der dann unerwarteterweise noch kleine Fischchen enthielt. Hauptgang war Fish and Chips (was für eine Portion).

Und als Nachtisch noch ein sehr gehaltvolles schottisches Dessert mit viel Sahne.

Im Anschluss ging es im Hotel dann wieder mit einer lustigen Wizard-Runde weiter.

Leider habe ich an diesem Abend das Abendessen nicht so gut vertragen.

Und auch dieser Tag war dann schon wieder vorrüber.

Weitere Fotos der Kanutour, die der Guide gemacht hat, folgen.