Namibia – 13. Tag Divundu – Kongola

Wieder um 7:30 Uhr aufstehen. Heute gab es zu meinem üblichen Frühstück (meistens Brei oder Rührei) dann zum Ei noch Baked Beans. Dann war wieder zusammenpacken angesagt und weiter ging es Richtung Kongola.

Die Straße verlief wie eine Schnur einfach immer nur gerade aus. Rechts und links weiterhin die Lehmhütten der Einheimischen.

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Viel zu sehen gab es ansonsten nicht, genug Zeit den Blog zu schreiben. An einem Rastplatz beäugten uns ein paar kleine Jungs aus der Ferne ganz neugierig. Ziel dieses Tages war der Campingplatz der Namushasha River Lodge.

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Dort angekommen, inspizierten wir erst mal den kleinen Souvenirshop. Dann ging es weiter zum Zeltplatz. Dort fiel mir dann gleich mal ein Schild ins Auge: Campen auf eigene Gefahr, freilaufende wilde Tiere.

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Der Zeltplatz war dann sehr schön und groß mit Blick auf den Kwando River und das Schilf. Herrliche Ruhe. Wir bauten die Zelte auf und genossen erst mal die Natur. Schließlich packten wir beiden unsere Sachen zusammen und verzogen uns zum Swimmingpool an der nahegelegenen Lodge. Hier hatte ich nach längerer Zeit mal wieder Wifi-Empfang und nutzte dies mal aus, um die Neuigkeiten aus der Heimat zu erfahren.

Die Badeklamotten wurden angezogen und dann haben wir ein paar Runden in dem kleinen Pool gedreht. Puh, war das Wasser kalt, aufgrund der großen Hitze draußen. Aber die Bewegung hat mal gut getan nachdem wir die letzten Tage hauptsächlich sitzend im Auto verbracht haben. Eine schöne Erfrischung.

Nach einiger Zeit liefen wir zum Campingplatz zurück und dann ging es auch gleich schon wieder weiter. Wir beiden hatten uns nochmal für eine Bootsfahrt auf dem Kwando River angemeldet, welche wiederum 390 NAD kostete. Am Bootssteg ein Schild: Achtung! Krokodile und Nilpferde. So stiegen wir zusammen mit mehreren anderen Deutschen auf das Boot und genossen anschließend die gemütliche Fahrt durch das Schilf.

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War schön, das einfach mal nur zu genießen.

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Wir sahen mehrere Vögel, unter anderem den African Fish Eagle, der sich auch auf der namibischen Flagge befindet. Wir sahen von Weitem Elefanten und Impalas und Affen. Der Wasserspiegel war sehr niedrig, nur 1-1,5 m, so dass die Nilpferde sich eher woanders aufhalten. Aber schließlich drosselte der Bootsfahrer die Geschwindigkeit, weil er von einem vorausfahrenden Boot die Info bekommen hatte, dass dort Nilpferde sein könnten. Wir warteten mehrere Minuten, aber nichts geschah. Und dann tauchte es ganz plötzlich direkt vor unserem Boot auf. Der Kopf schoss heraus, tauchte aber sofort wieder unter. So schnell konnte man gar nicht gucken. Der Fahrer erklärte uns, dass es ungefähr alle 2 Minuten wieder auftauchen muss, deshalb warteten wir mit einigem Sicherheitsabstand. Plötzlich tauchte es dann aber ca. 20m hinter uns auf. Es scheint also an uns vorbeigeschwommen zu sein. Dort verharrte es dann auch eine Zeitlang an der Oberfläche, zu sehen waren aber hauptsächlich nur die Augen. So ein Schauspiel wie am Vortag gab es nicht mehr.

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Kurz später hielten wir zu einem Sundowner am Ufer an. Plauderten ein bisschen mit anderen Passagieren, ich trank einen Saft und es gab noch kleine Häppchen, u. a. Eier, Oliven…..und am Ufer gegenüber kamen drei Elefanten vorbei, die durchs Wasser stapften.

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Auf der Rückfahrt genossen wir den mal wieder tollen Sonnenuntergang.

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Und dann kam noch ein Büffel in Sicht. Somit haben wir jetzt vier Tiere der Big Five zu Gesicht bekommen. Es fehlt noch der Leopard.

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Zurück am Campingplatz war der Himmel immer noch rot gefärbt.

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Und das Essen kam auch schon gleich auf den Tisch. Unsere Freunde hatten die Zeit zum Kochen genutzt. Reis mit mehreren Zutaten. Lecker und gut gewürzt. Beim Abendessen dann noch folgende Story! Aussage: zum Glück habt Ihr kein Internet. Dann hättet Ihr mitbekommen, dass ein paar Tage vor unserer Ankunft in Namutoni ein paar Elefanten den Zaun durchbrochen haben und auf dem Zeltplatz rumgelaufen sind und noch ein paar Tage vorher die Löwen. War wirklich besser, dass wir das nicht wussten.

Dieses Mal gingen wir dann mal ein bisschen früher ins Bett, 21:30 Uhr.

Namibia – 11. Tag Namutoni – Rundu

Vor dem Frühstück ging nochmal los auf „Leopardenjagd“. Das hat leider nicht geklappt. Aber wir haben nochmal ein paar Zebras zu Gesicht bekommen…..

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….kamen direkt an einem Elefanten vorbei…..

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….und bekamen die Löwen nochmal in der Ferne zu Gesicht.

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Und kurz bevor wir den Etoscha-Nationalpark verließen, vergnügte sich ein Elefant dann nochmal direkt neben unserem Auto. Das waren höchstens 3 m Abstand. In solchen Situationen sollte man vorsichtig sein. Ein Elefant greift normal nicht grundlos an, wenn er aber Durst hat, das Wasser in der Kühlerhaube bemerkt und mit dem Rüssel an die heiße Kühlerhaube kommt, kann er dann doch schon mal aggressiv werden. Da heißt es, besser den Motor an lassen.

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Dann ging es weiter nach Rundu in den Norden des Landes. Zuerst mussten wir uns am Ausgang vom Etoscha-Nationalpark wieder abmelden. Außerdem herrscht momentan die Maul- und Klauenseuche, so dass unsere Schuhe noch desinfiziert wurden. Ebenso durften bestimmte Lebensmittel nicht mitgenommen werden.

Abseits der Touristenpfade fuhren wir nun ca. 400 km über die Schotterpiste, die hier gar nicht mehr gut gewartet war. Was ein Geholper und außer uns war niemand zu sehen. Auf einmal war der Weg gesäumt von sehr vielen Palmen, die wir vorher noch nicht zu sehen bekommen hatten.

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Wir kauten bei einem Zwischenstopp mal auf deren Früchte, sie sollten aber anschließend besser wieder ausgespuckt werden.

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Geier bekamen wir auch auf einem Baum sitzend auch noch zu sehen.

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An einem weiteren Rastplatz kam mir noch dieser tolle Vogel zu Gesicht.

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Schließlich kamen wir an die Grenze zum Kavango. Wieder wurden unsere Schuhe desinfiziert. Und dann bot sich uns dort auf einmal eine ganz andere Welt.

Hier sind die Leute doch eher arm. Alles spielt sich an der Straße ab. Die kleinen Dörfer (Krals) sind wie folgt aufgebaut: in der Mitte die Tiere, ein Zaun drumherum, dann das Haus des Ältesten mit seiner Frau und drumherum die weiteren Hütten. Ganz außen ein weiterer Zaun. Wenn wir hier allerdings von Häusern und Hütten reden, handelt es dabei entweder um Wellblechhütten oder um Hütten aus Holz und Lehm mit Reetdach. Ohne fließendes Wasser, ohne Strom. Das sah alles ein bisschen nach kleinen gallischen Dörfern aus Asterix und Obelix aus.

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Wir sahen Menschen, die ihr Wasser oder Holz auf dem Kopf transportierten…..

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…Ochsenkarren…

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…und viele Kinder kamen aus der Schule.  Manche versuchten am Straßenrand selbstgemachte Dinge zu verkaufen.

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Puh. Alles irgendwie so, wie man sich Afrika vorstellt, aber wenn man es dann live sieht, ist das irgendwie doch was ganz anderes. Mit hat es erst mal zu denken gegeben.

Die Straße bis Rund war dann gesäumt von diesen Hütten. Auch in Rundu selbst sah es ähnlich aus. Hier kam aber noch der viele Müll hinzu, der sich überall am Straßenrand sammelte. Teilweise sah man Kinder darin rumwühlen. Irgendwie bedrückend, aber trotzdem waren alle so fröhlich.

Wir erreichten schließlich unseren Campingplatz an der Hakusembe River Lodge. Hier hatten wir an unserem Zeltplatz wieder ein eigenes kleines Badezimmer für uns. Insgesamt besitzt die Lodge vier Zeltplätze, die sich direkt am Wasser befinden.

Am Abend nahmen wir noch an einer Bootsfahrt mit Sundowner teil. Diese kostet 195 NAD. Es passten ca. 15 Leute auf das Boot.

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Und hier erlebten wir dann Hummeldumm live. Eine typische deutsche Reisegruppe in Namibia…..

Soweit so gut, hier auf dem Fluss befanden wir uns direkt auf der Grenze zwischen Namibia und Angola. Wir sahen mehrere Vögel, genossen den Sonnenuntergang bei Savanna oder Bier oder Sekt, dazu kleine Snacks.

Und dann die nächsten Tiere, die mir live noch nie zu Gesicht gekommen sind: Krokodile.

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Und auf der angolanischen Seite des Flusses bekamen wir weitere Armut zu sehen. Menschen, die sich im Fluss badeten, ihre Wäsche dort wuschen, angelten etc. Aber alle winkten uns fröhlich zu.

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Zum Abendessen gab es dieses Mal Nudeln mit Tomatensoße, Karotten und Presswurst. Die Presswurst war mir ja erst nicht geheuer, hat aber am Ende doch gut geschmeckt.

Für mich gab es dann leider noch einen weniger schönen Abschluss des Tages. Meine Spiegelreflexkamera ist aus dem Auto gefallen und war danach kaputt. Muss ich mich ab sofort wohl mit der Kompaktkamera begnügen 😕.