26.02.2020 – 20.03.2020 Costa Rica – 6. Tag: Von Quepos zum Rio Tarcoles und weiter nach La Fortuna

Heute war wieder Weiterreise angesagt. Heute Morgen hatten wir Besuch in unserem Bad. Eine Kakerlake lief einmal quer durch die Dusche, brrr.

Wie bisher immer, gab es um 7:00 Uhr Frühstück und um 8:00 Uhr ging es los. Der Weg führte uns zuerst zum Rio Tarcoles. Hier stand eine Bootsfahrt auf dem Programm, bzw stand sie eigentlich gar nicht auf dem Programm, unser Guide hatte sie aber optional angeboten. Wir hatten vorgestern alle zugesagt und er hatte reserviert.

Diese Tour ist auch als die Krokodiltour bekannt. So starteten wir gemütlich mit dem Boot und das erste Krokodil ließ nicht lange auf sich warten. Der Guide lockte es direkt neben das Boot und fütterte es mich Fleisch an, so dass sich ein Riesen-Koloss aus dem Wasser erhob und danach schnappte.

Weiter ging die Fahrt und wir sahen u.a. viele Seevögel und Adler. Kühe weideten am Ufer und immer wieder tauchten Krokodile auf, mal größere, mal kleinere.

Die Fahrt erinnerte mich stark an unseren Namibia-Urlaub.

Ein Krokodil mit halben Maul haben wir auch gesehen, das sah sehr unheimlich aus.

Weiter ging die Fahrt…

Später passierten wir noch Mangrovenwald. Die roten Aras konnten wir in der Ferne kreischen hören, leider bekamen wir aber keinen zu Gesicht.

Nach ca 1,5 h Fahrt waren wir wieder zurück an Land. Von dort aus sollte uns die Fahrt noch rund 4 h weiterführen nach La Fortuna. Zuerst mussten wir aber noch an einem Imbiss halt machen, da unser Bus einen Platten hatte und in die Werkstatt musste. Wir bedienten uns derweil am Buffet. Das Essen war nichts Besonderes, hat aber auch nur rund 10 Dollar für zwei Personen gekostet.

Weiter ging die Fahrt über den Gebirgszug Cordillera de Tilaran.

Endlich kamen wir in La Fortuna im Hotel San Bosco an. Das Hotel liegt ziemlich zentral im Ortszentrum von La Fortuna.

Das Zimmer machte gleich einen viel besseren Eindruck als im vorherigen Hotel.

Danach verbrachte jeder Zeit für sich und wir gingen heute mal alleine Abendessen. Bei Livemusik ließen wir uns Chicken Cahuita servieren und gingen danach dann relativ zügig ins Bett.

Namibia – 14. Tag Kongola – Kasane (Botswana)

Heute ist der 17.9. unser Jahrestag 😃. Wie die Zeit vergeht. Und diesen durften wir in Namibia und Botswana verbringen, das hat ja auch nicht jeder.

Aber von vorne, gegen 4 Uhr wurde ich wach und musste dringend auf Toilette, habe mich aufgrund der Schilder am Campingplatz dieses Mal nicht so richtig getraut alleine rauszugehen.

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Somit taten wir dies dann irgendwann gemeinsam. Ich hörte, dass unsere Freunde im anderen Zelt auch wach waren. Ok, schnell raus zum Toilettenhäuschen und wieder ins Zelt. Am nächsten Morgen beim Frühstück dann folgendes: „Bei Euch war aber jemand mutig. 10 Minuten nachdem ein Nilpferd neben unseren Zelten gegrast hat, ist bei Euch jemand auf Toilette gegangen“. Puh, zum Glück habe ich das nicht mitbekommen. Die Nilpferde sind ja die gefährlichsten Tiere und man mag gar nicht glauben, dass sie bis zu 60 km/h schnell werden können.

Zum Frühstück hatte ich dieses Mal eine komische Mischung: Rührei mit Tomate und Brei. Naja, was solls.

Dann fuhren wir Richtung Kasane (Botswana). Zuerst machten wir noch ein Stop in der östlichsten Stadt Namibia’s: Katima Mulilo. Hier gingen wir nochmal einkaufen. Diese Stadt hat so überhaupt nichts mehr mit Windhoek oder Swakopmund gemeinsam und ist nicht mehr mit westlichen Großstädten vergleichbar. Keine Touristen, viel Armut. Und dann ging es weiter zur Grenze nach Botswana. Leider kamen wir direkt nach einem Reisebus an und mussten somit Schlange stehen. Zuerst musste das Ausreiseformular ausgefüllt werden. Und unser Reisepass füllt sich langsam. Der Ausreisestempel kam hinzu. Weitere Formalitäten für das Auto mussten erledigt werden. Dann fuhren wir zur botswanischen Seite. Weitere Formalitäten mussten erledigt werden, bis wir den Einreisestempel bekamen. Und nach einer kurzen Weiterfahrt, mussten wieder unsere Schuhe desinfiziert werden.

Neben uns tummelten sich mehrere Affen.

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Außerdem ist es bei der Einreise nach Botswana verboten, Milchprodukte, Bananen und weitere Lebensmittel einzuführen. Wir mussten zwar das Auto öffnen, aber bei unserem vollbepackten Wagen hatte niemand Lust das alles auszuräumen, also durften wir weiterfahren.

Hinter der Grenze startete direkt der Chobe Nationalpark. Hier mussten wir uns wieder mehrfach registrieren. Wir sahen ein paar Tiere am Wegesrand, u.a. Elefanten. Gegen 14 Uhr kamen wir dann in Kasane an und mussten dann erst mal den Campingplatz suchen, da dieser etwas außerhalb lag. An der Kubu Lodge angekommen, hatten wir nur nochmal kurz Zeit die benötigten Sachen einzupacken, um 15 Uhr startete nämlich die vorgebuchte Bootstour. Mit dem Auto wurden wir nach Kasane zum Bootsanleger gefahren. Dort liefen dann mehrere Warzenschweine um uns rum.

Auf dem Boot saßen wir wieder mit mehreren Deutschen zusammen, dieses Mal ein Pärchen aus Hochheim, ein Ort, der direkt bei uns um die Ecke liegt.

Da wir mit dem Boot in den Chobe Nationalpark fuhren, musste sich das Boot auch dort wieder registrieren.

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Dann ging es los. Paviane und Antilopen am Ufer.

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Und schon sahen wir das erste Krokodil ebenfalls  am Ufer liegen und fuhren ganz dicht heran. Das war beeindruckender als auf der vorletzten Bootsfahrt, als sich alle mehr oder weniger im Gebüsch aufhielten. Ein komisches Gefühl ein Krokodil direkt neben uns.

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Hier auf dem Chobe ist ansonsten das reinste Paradies für Vogelliebhaber. Wir sahen eine Vogelart nach der nächsten.

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Im Baum saß ein Lizard, gut getarnt.

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Viele Büffel verweilten am Ufer.

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Wir sahen Elefantenherden und ein weiteres riesiges Krokodil, des Haut in der Sonne fast golden leuchtete.

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Und dann tauchten sie endlich richtig in unserer Nähe auf, die Hippos. Eines rekelte sich am Ufer, das nächste schraubte sich aus dem Wasser nach oben, das dritte riss das Maul ganz weit auf.

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Dann sahen wir eine ganze Ansammlung von Hippos, was so aussah, als würden sie eine Besprechung abhalten. Lustig war, dass mehrere Vögel auf den Rücken der Hippos verweilten.

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Und dann nochmal dieses Schauspiel….

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Während der Bootsfahrt gab es dann noch diverse Getränke, ich hielt mich an Wasser und als Sundowner einen Cider. Noch einmal sahen wir Elefanten am Ufer.

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Die beeindruckende Fahrt endete dann mit dem Sonnenuntergang.

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Mit dem Auto ging es zurück zur Kubu Lodge, wo wir die Zelte aufbauten und uns ans Abendessen machten. Da wir viele Lebensmittel nicht nach Botswana einführen durften, hat sich das dieses Mal etwas schwieriger dargestellt. Es hat trotzdem geschmeckt. Ansonsten war der Campingplatz sehr staubig und der feine Sand hing ständig in der Luft. Und leider gab es nur Steckdosen am Nachbarstellplatz, was aber letztendlich ausreichend war.

Namibia – 11. Tag Namutoni – Rundu

Vor dem Frühstück ging nochmal los auf „Leopardenjagd“. Das hat leider nicht geklappt. Aber wir haben nochmal ein paar Zebras zu Gesicht bekommen…..

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….kamen direkt an einem Elefanten vorbei…..

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….und bekamen die Löwen nochmal in der Ferne zu Gesicht.

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Und kurz bevor wir den Etoscha-Nationalpark verließen, vergnügte sich ein Elefant dann nochmal direkt neben unserem Auto. Das waren höchstens 3 m Abstand. In solchen Situationen sollte man vorsichtig sein. Ein Elefant greift normal nicht grundlos an, wenn er aber Durst hat, das Wasser in der Kühlerhaube bemerkt und mit dem Rüssel an die heiße Kühlerhaube kommt, kann er dann doch schon mal aggressiv werden. Da heißt es, besser den Motor an lassen.

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Dann ging es weiter nach Rundu in den Norden des Landes. Zuerst mussten wir uns am Ausgang vom Etoscha-Nationalpark wieder abmelden. Außerdem herrscht momentan die Maul- und Klauenseuche, so dass unsere Schuhe noch desinfiziert wurden. Ebenso durften bestimmte Lebensmittel nicht mitgenommen werden.

Abseits der Touristenpfade fuhren wir nun ca. 400 km über die Schotterpiste, die hier gar nicht mehr gut gewartet war. Was ein Geholper und außer uns war niemand zu sehen. Auf einmal war der Weg gesäumt von sehr vielen Palmen, die wir vorher noch nicht zu sehen bekommen hatten.

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Wir kauten bei einem Zwischenstopp mal auf deren Früchte, sie sollten aber anschließend besser wieder ausgespuckt werden.

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Geier bekamen wir auch auf einem Baum sitzend auch noch zu sehen.

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An einem weiteren Rastplatz kam mir noch dieser tolle Vogel zu Gesicht.

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Schließlich kamen wir an die Grenze zum Kavango. Wieder wurden unsere Schuhe desinfiziert. Und dann bot sich uns dort auf einmal eine ganz andere Welt.

Hier sind die Leute doch eher arm. Alles spielt sich an der Straße ab. Die kleinen Dörfer (Krals) sind wie folgt aufgebaut: in der Mitte die Tiere, ein Zaun drumherum, dann das Haus des Ältesten mit seiner Frau und drumherum die weiteren Hütten. Ganz außen ein weiterer Zaun. Wenn wir hier allerdings von Häusern und Hütten reden, handelt es dabei entweder um Wellblechhütten oder um Hütten aus Holz und Lehm mit Reetdach. Ohne fließendes Wasser, ohne Strom. Das sah alles ein bisschen nach kleinen gallischen Dörfern aus Asterix und Obelix aus.

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Wir sahen Menschen, die ihr Wasser oder Holz auf dem Kopf transportierten…..

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…Ochsenkarren…

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…und viele Kinder kamen aus der Schule.  Manche versuchten am Straßenrand selbstgemachte Dinge zu verkaufen.

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Puh. Alles irgendwie so, wie man sich Afrika vorstellt, aber wenn man es dann live sieht, ist das irgendwie doch was ganz anderes. Mit hat es erst mal zu denken gegeben.

Die Straße bis Rund war dann gesäumt von diesen Hütten. Auch in Rundu selbst sah es ähnlich aus. Hier kam aber noch der viele Müll hinzu, der sich überall am Straßenrand sammelte. Teilweise sah man Kinder darin rumwühlen. Irgendwie bedrückend, aber trotzdem waren alle so fröhlich.

Wir erreichten schließlich unseren Campingplatz an der Hakusembe River Lodge. Hier hatten wir an unserem Zeltplatz wieder ein eigenes kleines Badezimmer für uns. Insgesamt besitzt die Lodge vier Zeltplätze, die sich direkt am Wasser befinden.

Am Abend nahmen wir noch an einer Bootsfahrt mit Sundowner teil. Diese kostet 195 NAD. Es passten ca. 15 Leute auf das Boot.

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Und hier erlebten wir dann Hummeldumm live. Eine typische deutsche Reisegruppe in Namibia…..

Soweit so gut, hier auf dem Fluss befanden wir uns direkt auf der Grenze zwischen Namibia und Angola. Wir sahen mehrere Vögel, genossen den Sonnenuntergang bei Savanna oder Bier oder Sekt, dazu kleine Snacks.

Und dann die nächsten Tiere, die mir live noch nie zu Gesicht gekommen sind: Krokodile.

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Und auf der angolanischen Seite des Flusses bekamen wir weitere Armut zu sehen. Menschen, die sich im Fluss badeten, ihre Wäsche dort wuschen, angelten etc. Aber alle winkten uns fröhlich zu.

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Zum Abendessen gab es dieses Mal Nudeln mit Tomatensoße, Karotten und Presswurst. Die Presswurst war mir ja erst nicht geheuer, hat aber am Ende doch gut geschmeckt.

Für mich gab es dann leider noch einen weniger schönen Abschluss des Tages. Meine Spiegelreflexkamera ist aus dem Auto gefallen und war danach kaputt. Muss ich mich ab sofort wohl mit der Kompaktkamera begnügen 😕.