15.05.2022 – 06.06.2022 Irland – 15. Tag: Killary Fjord

Beim Frühstück erschienen wir heute um 08:30 Uhr und hatten gleich wieder lebhafte Gespräche mit der amerikanischen Familie. Diese waren einfach so super sympathisch. Schade, dass sie heute abreisen. Auf jeden Fall war er auch sehr an Musik interessiert und deshalb auch sehr an Björns Radiosendung interessiert. Aber leider ist diese ja in der USA dann morgens um 06:00 Uhr. Also mal sehen, ob wirklich reinhört.

Zum Frühstück hatte ich heute Rührei mit Tomaten und Pilzen und Björn das übliche,

Edwina fragte uns wieder nach unseren Plänen und wir sagten, dass wir zum Killary Fjord wollen, dem einzigsten Fjord in Irland. Sie empfahl uns noch die Bootsfahrt auf dem Fjord. Aber diese kostete erstens 25 Euro pro Person und zweitens wollten wir ja die vierstündige Wanderung am Fjord machen, da war das zeitlich dann auch gar nicht mehr machbar.

Wir machten uns dann auf nach Leenane. Allerdings hatten wir uns vorher nicht richtig mit dem Startpunkt der Wanderung beschäftigt, Dann war im Wanderführer die Anfahrt nur aus Richtung Kylemore Abbey beschrieben, wo wir nicht herkamen. Die Beschreibung lautete eher, vorbei an einer Linksabzweigung. Dann zweigt links ein Seitensträßchen ab, auf dem die Wanderung beginnt. Nach 150m weiter geradeaus parken sie rechts an einem Steinbruch. Schwierig zu finden, wenn man aus der anderen Richtung kommt. Aber wir haben es dann irgendwann doch geschafft den Platz zu finden, nachdem wir schon ein Stück unseres Wanderweges mit dem Auto abgefahren waren und merkten, dass das nicht stimmen kann.

Gegen 11:45 Uhr starteten wir dann die Wanderung. Das Wetter war nicht mehr so schön wie gestern, vor allem blies wieder ein kalter Wind. Das sollte sich aber nach ca. einer Stunde wieder ändern und es wurde wieder ein fantastischer Sonnentag.

Vom Steinbruch, wo wir geparkt hatten, mussten wir noch ein paar Meter die Landstraße entlanglaufen, bevor wir in eine kleine Seitenstraße einbogen. Dort begrüßten uns dann auch schon diese Weggesellen.

Anfangs verlief der Weg auf Asphalt und war eigentlich eher unspektakulär, auch wenn man schöne Ausblicke auf den Fjord hatte.

Nach ca. 30 Minuten erreichten wir dann eine Schaffarm, die man auch besuchen konnte. Und immer weiter öffnete sich der Panoramablick auf die Wasserfläche des Killary Harbour. Im Fjord sieht man Muschelbänke im Wasser.

Wir durchschritten ein Eisentor und ließen einen Iren ebenso passieren, bevor wir das Tor wieder schloßen. Nach ca. 1,25 h überquerten wir den Owenearhaghbeg auf einem Betonbrückchen. Der Bach stürzt hier über Kaskaden herab.

Der Ire, den wir kurz vorher hatten passieren lassen, machte hier gerade Rast und wir kamen ins Gespräch. Er machte uns noch Vorschläge, was wir die nächsten Tage unternehmen können. Mal sehen, ob wir davon noch etwas umsetzen. Das Schwätzchen war auf jeden Fall sehr nett, aber wir setzten unsere Wanderung dann fort. Nach ca. 15 Minuten passierten wir dann ein verlassenes Haus, dass von Rhododendren umwuchert ist.

Der Weg war inzwischen von Asphalt in Schotter übergegangen und wurde jetzt ursprünglicher. Teilweise war es aber auch eine kleine Schlammschlacht, zumal wir übersehen hatten, dass an der einen Stelle links ein kleiner Pfad vorbeiführte. Somit standen wir einmal mit den Füßen komplett im Wasser, aber zum Glück sind unsere Schuhe ja wasserdicht.

An dem Häuschen machten wir eine kurze Pause und wurden nun wieder vom Iren überholt 😉. Ihm war noch ein weiterer Tipp eingefallen, den er uns noch kund tat. Er selbst beendete seine Wanderung hier.

Wir liefen auf dem Hauptweg weiter, bis wir zu einer kleinen Steinmauer gelangten, die wir übersteigen mussten.

Ab hier wurde der Weg dann richtig wild und ursprünglich und war einfach wunderschön. Und überall weideten die Schafe, denen wir oft länger bei ihrem Treiben zuschauten.

Ein Fastnachtsschaf 😉

Es ging stets geradeaus auf dem alten, teils grob mit Steinen gepflasterten, teils mit Gras und Farn überwucherten Weg, der am Hang vorbeiläuft.

Hier begegnete uns dann eine ganze Horde Menschen. Sah stark nach einer Schulklasse aus. Diese ließen wir erst mal passieren.

An einer Mauer entlang kamen wir dann zu einer Fahrstraße, die uns in den Fischerhafen Rosroe führte. Ein paar Fischerboote waren am Kai vertäut.

Eine Tafel an der Jugendherberge erinnert daran, dass hier der Philosoph Wittgenstein 1948 gelebt hat.

Mir hat dieser Ort jetzt nicht sonderlich gut gefallen. Lt. Wanderführer sollten wir diesen in 2 h erreichen, wir waren allerdings schon 3,5 h unterwegs. Es gab einfach zu viel zu gucken Fotos zu machen, Schwätzchen halten, innehalten und zu staunen.

Danach mussten wir wieder auf die Fahrstraße zurück und dieser ca. 15 Minuten folgen.

In einer Biegung mussten wir die Straße verlassen und den Stromleitungen den Berg hinauf auf den Sattel folgen.

Da hatten wir also nochmal einen ganz schönen Anstieg vor uns und wir legten erst nochmal eine Pause ein. Danach krakelten wir dann den Berg hinauf. Hier ein Blick zurück auf den Anstieg.

Dann ging es noch ein Stückchen weiter bergauf. ….

…..bevor es dann auf der anderen Seite wieder so bergab ging.

Dort wo die Stromleitung nach rechts biegt, sollten wir rechts über den Maschendrahtzaun klettern. Gesagt, getan. Lt. Beschreibung sollten wir dann links durch ein Eisengatter gehen und dann die Mauer entlang. Irgendwie hatten wir das mit dem Gatter zwar gelesen, aber es war uns wieder entfallen und somit liefen wir erst mal auf der falschen Seite der Mauer entlang.

Aufgefallen ist Buddhas aber erst nach gut einem Kilometer, nachdem wir die alten verfallenen Steinhütten aus der Ferne betrachteten und auf einmal dachten: Moment, da sollten wir doch eigentlich direkt dran vorbeilaufen. Und da es keine Chance gab, irgendwie über die Mauer zu gelangen, mussten wir wohl oder übel den ganzen Weg wieder zurück, bis wir dann wieder an besagtes Eisengatter gelangten.

Nun folgten wir der Mauer auf der richtigen Seite 😉.

Und nun kamen wir auch direkt am verlassenen Weiler Foher vorbei. Die Hungersnot im 19. Jh hat auch hier eine lebendige kleine Gemeinde in ein Geisterdorf verwandelt. Nur ein kleiner Brunnen sprudelt weiter unverdrossen vor sich hin.

Kurz darauf führt uns der Weg wieder zurück zu dem Haus mit den Rhododendren, also zu unserem Hinweg. Diesen liefen wir dann dieses Mal ohne große Unterbrechungen und ohne weitere Fotos zu machen zurück. Gegen 18:15 Uhr waren wir dann zurück am Auto. Alles in allem waren wir dann gut 6,5 h unterwegs. Schön war’s. Connemara gefällt mir wirklich richtig gut.

Danach fuhren wir dann noch den kurzen Weg nach Leenane, um dort essen zu gehen. Hier gibt es nur wenige Restaurants und somit landeten wir im Leenane Hotel.

Björn aß wieder einen Burger und ich probierte den Lachs, der sehr lecker war.

Danach mussten wir noch ca. 40 Minuten zur Unterkunft zurückfahren und Tanken war auch mal wieder angesagt. 1,99 Euro kostet es hier momentan.

Gegen 20:45 Uhr waren wir dann zurück in Oughterard.