Schottland (Gairloch) – 11.05. – 25.05.2019 – 10. Tag Auf dem Mountain Trail über Loch Maree

Heute starteten wir beim Beinn Eighe Visitor Center. Bis dorthin mussten wir erst mal 30-40 Minuten fahren. Abfahrt war wieder um 09:00 Uhr. Als wir ankamen, war das Center noch geschlossen. Somit drehten wir noch eine kurze Runde durch den Wald und machten das erste Mal so richtig Bekanntschaft mit den Midgets. Sobald wir stehen blieben, tummelten sie sich um uns herum.

Um 10 Uhr öffnete dann das Visitor Center und wir besuchten die kleine Ausstellung über die Umgebung. Auch nutzten wir diesen Besuch, um den leichten Regen zu umgehen, da die Wettervorhersage für kurz später besser gemeldet war. Und wirklich hörte es dann auch schnell auf zu regnen.

Also ging es los und wir wanderten zunächst auf Großbritanniens einzigem gekennzeichneten Bergwanderweg, dem Mountain Trail an den Hängen südlich von Loch Maree.

Auch hier waren wieder viele Kiefern vorzufinden. Zuerst ging es auf einem breiten Pfad vorran, den wir aber schon bald verließen, um auf schmale steinige Pfade abzubiegen. Hier schlängelte sich der Weg dann immer weiter den Berg hinauf.

Irgendwann fing es an zu nieseln und die Regenjacken wurden ausgepackt, waren dann aber schon schnell nicht mehr nötig.

Schließlich erreichten wir den Fuß des „Corbett“ Meall a ‚Ghiubhais und waren inzwischen auf ca. 400 m. Am Vortag hatte unser Guide gesagt, dass wir ihn wahrscheinlich nicht besteigen werden, vor allem nicht, wenn er im Nebel liegt. Nun lag er völlig nebelverhangen vor uns und unser Guide entschied sich kurzerhand, dass wir doch aufsteigen. Damit fügte er unserer Wanderung mal kurz 400 weitere Höhenmeter hinzu 😂.

Die Regenklamotten wurden wieder übergezogen und querfeldein liefen wir dann mitten in die Nebelwolke hinein. Nun wurde es schon ein bisschen nass. Ein sehr steiler Anstieg über die Heide erfolgte.

So sah es dann am Hang und auf dem Gipfel aus.

Bei entsprechendem Wetter hätten wir weite Blicke über Torridon, Loch Maree und das benachbarte Massiv Beinn Eighe gehabt.

Oben suchten wir schnell den Windschutz auf, weil doch ein eisiger Wind wehte. Somit hielten wir uns dort nicht lange auf und machten uns wieder an den Abstieg.

Der Blick nach unten war nun sehr mystisch, mit dem Nebel, der über die Felsen zog.

Der Weg bergab war schon sehr beschwerlich. Es wurde erst nochmal eine Pause eingelegt und nochmal ein Blick zurück auf den Berg geworfen, der nun wieder nebelfrei vor uns lag.

Bis hierher ging es querfeldein, nun erreichten wir wieder einen richtigen Wanderweg.

Man hatte teilweise schöne Blicke ins Tal. Der Weg verlief anfangs relativ gemächlich, wurde dann aber immer steiniger und steiler. Teilweise waren große Steine wie Treppenstufen angebracht.

Sehr außergewöhnliche Bäume fanden wir vor.

Schließlich erreichten wir den Endpunkt unserer Wanderung, einen schönen Picknickplatz. Hier wurden dann nochmal diverse Dehn- und Gymnastikübungen durchgeführt und auf den Bus gewartet.

Somit hatten wir wieder 13 km und 850 Höhenmeter hinter uns gebracht.

Abendessen gab es wieder um 19:30 Uhr und danach schlossen wir uns dieses Mal der Wizard-Runde an, ein Kartenspiel, dass wir bis dahin noch nicht kannten. Hat aber großen Spaß gemacht.