Namibia – 17. Tag Sangwali

Heute konnten wir mal Ausschlafen. Frühstück war erst für 8:30 Uhr bestellt. Eine erfrischende Dusche war vorher auch noch möglich. An diesem Morgen war es allerdings sehr windig. Dieser Wind setzte wohl schon einen Tag vorher ein. Der Besitzer erzählte uns, dass die Tiere, vor allem die Elefanten normal bis an die Lodge kommen, deshalb soll man auch auf dem Weg zum Frühstück Vorsicht walten lassen und wird beim Rückweg in der Dunkelheit von Guides zum Zelt begleitet. Aufgrund des Windes sind die Tiere aber die letzten beiden Tage nicht mehr erschienen. Schade.

Auch beim Frühstück wurde extra für mich glutenfreies Müsli gereicht, ebenso glutenfreie Muffins. Weiterhin gab es noch Brot mit Wurst, Käse, Erdnussbutter oder Marmelade. Rührei mit Bacon konnte bestellt werden. Es gab Kaffe, Tee und Saft. Obst stand ebenso zur Verfügung. Der Wind wehte allerdings heftig, so dass unter anderem unser Käse auf dem Nachbarteller landete und schließlich flogen auch noch die Stühle der Nachbartische unserem Tisch entgegen.

Dann nutzten wir den Vormittag ebenso nochmal zum Relaxen. Wir genossen die Landschaft von der Terrasse aus, bestellten uns ein paar Getränke und genossen die Zeit, während unsere Guides eine von den Besitzern neue eröffnete Lodge begutachten fuhren. Wir hatten uns dann noch entschieden auch noch einen Lunch einzunehmen, der morgens bestellt werden musste. Es gab Nudeln mit Tomatensoße, für mich wieder glutenfrei. Leider waren diese als sie serviert wurden aber schon ziemlich kalt.

Schließlich kamen wir noch mit einer französischen Reisegruppe aus Tours in Kontakt. Alle sehr nett und gar nicht abgeneigt Englisch zu reden. Ein Franzose hatte ein beeindruckendes Kameraobjektiv an seiner Kamera, welches er uns präsentierte. Und somit kamen wir dann anschließend noch in den Genuss eines kurzen Fotokurses. Mal schauen, ob es weiterhilft.

Die Franzosen begleiteten uns dann auch auf unserer 5stündigen Nachmittagstour. Eine Kombi aus Gamedrive und Bootsfahrt, für 850 NAD pro Person. Vorher spielten wir noch kurz mit dem 2jährigen Sohn der Lodge-Besitzer.

Dann ging es erst mal mit dem Landrover los Richtung Mamili Park, der aber inzwischen in Nkasa Lupala Park umbenannt wurde. Unser Guide war sehr kompetent. Anfangs sahen wir wieder viele Warzenscheine, entdeckten eine neue Antilopenart, den Reetbok und verschiedene Vögel.

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Wir fuhren mit dem Auto mehrmals durch kleine Flussbetten und kamen schließlich in Abschnitte des Parks, die normal nicht befahrbar sind, da sie überschwemmt sind. Aufgrund der Trockenheit dieses Jahr war dies aber nun möglich. Als wir uns dann dem Wasser näherten, hatten wir sie auf einmal wieder neben dem Auto. Eine ganze Horde Elefanten. Alles musste sich ruhig verhalten. Immer wieder beeindruckend diese gewaltigen Tiere aus der Nähe zu sehen.

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Nach ca. 2,5 h mussten wir dann aufs Boot umsteigen. Ein ca. 50m langer Fußweg, immer noch die Elefanten in der Nähe.

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Vom Wasser aus sahen wir wieder viele Elefanten, die sich am Ufer vergnügten. Nilpferde bekamen wir zu sehen, die dieses Mal aber nur ihre Augen aus dem Wasser streckten. Bzw. eins sprang kurz vor uns von Land ins Wasser, uns war aber leider die Sicht durch die Uferbewachsung versperrt. Ebenso sahen wir mehrere bisher nicht gesehene Vogelarten. Ich kann sie mir einfach nicht alle merken.

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Bei einem Getränk machten wir uns wieder auf den Rückweg und genossen die ruhige Umgebung. Es gab Bier, Weisswein oder Softdrinks.

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Die Löwen und Leoparden blieben uns leider auf dieser Tour verwehrt.

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Es ging wieder zurück in den Landrover, wir hatten weitere nette Gespräche mit den Franzosen und waren pünktlich zum Abendessen zurück an der Lodge.

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Das Abendessen wurde dann mit einer kleinen Gesangseinlage der Mitarbeiter der Lodge eröffnet. Das Essen hat gut geschmeckt. Unser Guide berichtete uns noch von seiner Kindheit, ich probierte zum ersten Mal Amarula, ein Likör ähnlich Baileys, aber etwas fruchtiger. Lecker. Mit unseren Stirnlampen erblickten wir auf einmal noch einen Besucher am anderen Flussufer. Ein Nilpferd frass dort genüsslich das dort wachsende Gras und schenkte uns keine Beachtung.  Noch ein Glas Rotwein und dann gings ab ins Bett.

Namibia – 16. Tag Kasane (Botswana) – Sangwali (Namibia)

6:00 Uhr Aufstehen, 6:30 Uhr Frühstück, gegen 7:30 Uhr machten wir uns wieder auf den Weg Richtung Namibia. Wieder mussten wir uns am Chobe Nationalpark registrieren. Dieses Mal hatten wir die Strauße direkt vor dem Auto.

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Und dann sahen wir eine ganze Herde Sabel, die vor uns die Straße überquerten. Wir hatten ja in Etosha schon das Glück, eines dieser Tiere zu sehen, jetzt sahen wir eine ganze Herde. Ein seltenes Ereignis.

Wieder mussten wir (nicht zum letzten Mal) die Grenze passieren. Erst Ausreise aus Botswana, dann Ebola-Kontrolle, dann Einreise in Namibia. Kompliziert wird es meistens bzgl. des Autos. Es gibt wohl viel Autoschieberei, so dass hier jede Menge Angaben gemacht werden müssen. Und dann ging es weiter Richtung Sangwali.

Ab Sangwali waren es dann noch 11 km Weg zu unserer Lodge. Um das war kein Weg, das war ein Abenteuer. Ein Schlagloch nach dem nächsten, mehrere Brücken mussten überquert werden, die nur bis 12 Tonne freigegeben waren. Man durfte die Lodge auch nur auf eigene Faust anfahren, wenn man einen 4×4 hat. Während wir in Etosha noch ständig auf der Pirsch nach Mr. Pumba waren, lief er uns auf dieser Strecke gleich mehrfach über den Weg, auch direkt an der Nkasa Lupala Tented Lodge vergnügte sich eine Pumba-Familie.

Dort angekommen waren wir freudig überrascht von unseren Zimmern. Endlich mal wieder ein richtiges Bett nach dem vielen Zelten. Bei einem Tented Camp handelt es sich um bereits aufgebaute Zelte mit Dusche und WC, in diesem Fall Luxus-Zelte. Seht selbst.

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Die Lodge wird von einem italienischen Ehepaar geführt. Beide, ebenso wie das Personal sehr freundlich und sehr um die Gäste bemüht. Wir bekamen eine Begrüssungsdrink und dann eine kurze Einweisung. Es handelt sich hier um naturnahen Tourismus. Die Energie wird über Solar erzeugt, damit werden die Duschen bzw. das heiße Wasser ebenso versorgt, wie die Kühlschränke, das Licht oder die Steckdosen. Elektrische Geräte könnten allerdings nur tagsüber an der Rezeption geladen werden. Das Personal wird hauptsächlich aus den umliegenden Dörfern eingestellt. Ebenso wird versucht, die Lebensmittel aus der Umgebung zu beziehen, oder bei Reparaturarbeiten das Holz oder Reet aus dem nächstgelegenen Shops zu beziehen. Die Lodge liegt schön gelegen an den Kanälen des Kwando-Linyanti Flusssystems. Diese Landschaft ähnelt ein bisschen der des Okavango-Deltas.

An diesem Tag entschlossen wir uns, das vorhandene Angebot an Ausflügen mal nicht in Anspruch zu nehmen und einfach mal zu relaxen. Angeboten wurde an diesem Tag hauptsächlich noch ein Fußmarsch durch die Umgebung, bei dem die Pflanzen erklärt werden. Es wird nicht auf Tiersuche gegangen, aber wenn welche vorbeischauen, hat natürlich auch niemand etwas dagegen.

Somit ruhten wir uns erst mal im Zimmer aus. Anschließend nahmen wir noch gemütlich eine Tasse Tee auf der Terrasse der Hauptlodge ein, der zusammen mit Kaffee und Kuchen ab 16 Uhr dort angeboten wurde. Von hier aus hatte man einen schönen Blick auf die Umgebung.

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Wir genossen die Ruhe, schauten uns noch ein Buch über Namibia an, welches in einer Leseecke lag. Danach gingen nochmal zur Lodge und haben von der dortigen Terrasse nochmal die Umgebung genossen, bevor es zum Abendessen ging. Dort würde ich mit glutenfreiem Essen versorgt und das, obwohl wir dies bei der Reservierung nicht angegeben hatten. und hier die Versorgung ja sowieso etwas schwieriger ist. Sehr lobenswert. An diesem Abend gingen wir mal wieder recht zeitig ins Bett.