01.10.2022 – 14.10.2022 Ischia – 12. Tag: Ausflug nach Procida

Heute war wieder tolles Wetter angesagt. Nachdem uns die beiden Wanderer, die letzte Woche zu unserer Wandergruppe dazugestoßen waren, empfohlen hatten, einen Ausflug zur Nachbarinsel Procida zu machen, hatten wir das schon länger für heute auf dem Schirm gehabt. Aber auch vor der Empfehlung hatten wir schon darüber nachgedacht, zumal Procida dieses Jahr die Kulturhauptstadt Italiens ist.

Beim Frühstücken schaute ich, wann Fähren nach Procida übersetzen würden. Leider gab es keine passende Fähre ab Casamicciola, also mussten wir nach Ischia Porto. Eine Fähre ging um 10:15 Uhr und die andere um 11:30 Uhr. Somit standen wir um 9:30 Uhr an der Bushaltestelle, in der Hoffnung, die Fähre um 10:15 Uhr noch zu erwischen. Die Busse fahren hier ca. alle 20 Minuten, es gibt aber keinen konkreten Zeitplan. Und wie es immer so ist, kam der nächste Bus dann erst 20 Minuten später und somit erreichten wir die 10:15 Uhr Fähre dann nicht mehr.

Also konnten wir in Ischia Porto dann auch in Ruhe die Fährtickets besorgen. Die Karten für die einfache Fahrt kosteten 22 Euro für zwei Personen. Die restliche Zeit bis zur Abfahrt verbrachten wir am Anleger, bei herrlichem Sonnenschein.

So bestiegen wir um 10:15 Uhr die Autofähre, auf der es wieder ziemlich nach Diesel stank, und ließen Ischia hinter uns.

So legten wir dann gegen 10:45 Uhr in Procida an.

Dort liefen wir erst mal zum Ticketschalter und kauften Tickets für die Rückfahrt, damit wir damit später keinen Stress haben. Wir entschieden uns für die letzte Fähre um 17:05 Uhr.

Danach liefen wir durch eine kurze Einkaufsstraße und kamen kurz später an die Kirche Santa Maria della Pieta Marina Grande.

Danach schlenderten wir durch die Fußgängerzone.

Hier gab es eine schöne Altstadt mit kleinen Lädchen. Es dauerte aber gar nicht lange und schon waren wir auf der anderen Seite der Insel. Dort gab es eine weitere Kirche, die S. Maria delle Grazie.

Von dort folgten wir der Straße bergauf, dort konnten wir dann tolle Ausblicke auf den pittoresken Fischerhafen Corricella genießen. Der Coricella Hafen war einst ein Vulkankrater, um den sich heute ein charakteristisches buntes Dörfchen gebildet hat. Die Häuser sind übereinander gebaut worden, wie in einer typischen neapolitanischen Krippe.

Wir folgten weiter der Straße, kamen an einem ehemaligen Gefängnis vorbei und erreichten die Terra Murata, die Altstadt, die auf der höchsten Stelle Procidas liegt (91 m über dem Meeresspiegel). Hier befinden sich die Abtei San Michele Arcangelo und der antike Adelspalast. Überall gab es ziemlich verfallene und renovierungsbedürftige Gebäude und direkt daneben waren dann wieder neurenovierte Wohnhäuser zu finden.

Nach der Runde durch die Altstadt liefen wir zurück Richtung Hafen Coricella, wieder vorbei an der Kirche S. Maria delle Grazie.

So erreichten wir den schönen Hafen, wo wir eigentlich Pizza essen wollten.

Bei TripAdvisor hatten wir uns ein Restaurant mit guten Bewertungen herausgesucht. Als wir ankamen waren alle Plätze besetzt, also warteten wir, bis wir einen Platz zugewiesen bekamen. Allerdings wurde uns dann mitgeteilt, dass es die Pizza nur abends gibt und ansonsten stand hauptsächlich Fisch auf der Karte. In allen Reiseführern wurde auch empfohlen, hier im Hafen Fisch zu essen. Allerdings konnte sich Björn mit keinem Gericht anfreunden, so dass wir uns dann doch wieder auf den Weg machten, Pizza suchen. Allerdings gab es diese dann in keinem der Restaurants. Wir wurden an den anderen Hafen geschickt, an dem wir mit der Fähre angekommen waren. Also liefen wir durch die Gassen zurück auf die andere Inselseite.

Dort angekommen, realisierten wir aber, dass nun fast alle Restaurants schlossen und erst abends wieder aufmachen sollten. Also war das wohl nichts mit der Pizza. Wir fanden dann ein Restaurant, dass doch noch offen hatte, allerdings gab es auch dort keine Pizza. Also bestellte ich dann eine Kürbislasagne. D

iese war nicht besonders erwähnenswert und am Ende hatten wir wieder eine ordentliche Rechnung für nicht allzu gutes Essen. Da wäre wohl doch Fisch essen am anderen Hafen angesagt gewesen. Dieses Restaurant schloss dann aber auch. Somit liefen wir dann zurück zum Schiffsanleger. Da aber noch genügend Zeit war, schlenderte ich dann aber alleine nochmal durch ein paar Geschäfte und anschließend holten wir uns noch ein Eis auf die Hand.

Um 17:05 Uhr ging dann die Fähre zurück nach Ischia. Da es dieses Mal ein Schnellboot war, war die Überfahrt schnell geschafft. Und wir konnten nach Casamicciola fahren, so dass die anschließende Busfahrt dann auch etwas kürzer war als auf der Hinfahrt.

Um 19 Uhr ging es dann wieder zum Abendessen.

Fazit: Procida war ganz nett, kann man gesehen haben, aber als unbedingtes MUST-SEE haben wir es beide jetzt nicht unbedingt angesehen.

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