Kambodscha – 11. Tag Siem Reap – Kratie

Zu heute gibt es eigentlich gar nicht so viel zu erzählen. Vor zwei Tagen hatten wir unsere geplante Busfahrt in eine Taxifahrt abgeändert, was grundsätzlich glaube ich eine gute Idee war. Dieses holte uns pünktlich um 8:30 Uhr ab. 

Tja und dann ging die wilde Fahrt los. Ich sage Euch, für eine Taxifahrt in Kambodscha braucht man gute Nerven. Vollgas, ständig Lichthupe und Hupe bei jedem Überholvorgang und dann sah das teilweise so aus: Rechts Moped, links daneben ein überholendes Tuk-Tuk, Gegenverkehr und wir mit Vollspeed zwischen Tuk-Tuk und Gegenverkehr durch; oder trotz Gegenverkehr mal fünf Fahrzeuge überholt; oder es lag eine Kuh auf der Straße und wir mit vollem Tempo 20 cm am Hintern vorbei. Ich vergaß noch zu erwähnen, dass der Fahrer dabei die ganze Zeit mit 3 Handies rumspielte. Ich hab irgendwann einfach nicht mehr hingeschaut und hab Blog geschrieben. Unterwegs baten wir nochmal um einen kurzen Stop, um am Straßenrand nochmal Sticky Rice in Bamboo zu essen.

In Kampong Cham mussten wir mit der Fähre übersetzen und hier gab es dann auch noch eine kurze Story: Bevor es los ging wollte ich nochmal auf die Toilette und unser Fahrer schickte mich zu einer einheimischen Familie und er wollte an der Straße auf mich warten. Ich kam zurück und niemand war da. Und dann sah ich die Fähre schon fast ablegen. Also bin ich schnell hingespurtet. Es wäre übertrieben, wenn ich jetzt schreiben würde, ich wäre auf die fahrende Fähre aufgesprungen, aber kaum hatte ich einen Fuß darauf gesetzt, fuhr sie auch schon los.

Gut, nach 5 h kamen wir dann in Kratie in unserem Gästehouse Le Tonle an.



Der Standard hier war niedriger als in unserem anderen Hotels, aber das war uns ja vorher bewusst; unter anderem hatten wir Etagendusche und WC und leider auch Besuch von einigen Kakerlaken. Aber damit muss man in solchen Ländern wohl rechnen. Ansonsten war das Zimmer aber schön und wir durften das erste Mal unter einem Moskitonetz schlafen, was hier auch nötig war. Hier am Mekong gab es doch ein paar mehr Mücken und es hat uns einige Male erwischt.

Wir ruhten uns noch ein bisschen aus und machten bei Sonnenuntergang einen Spaziergang an der Promenade am Mekong. 






Danach gingen wir in unser Gästehaus zum Essen. Im Le Tonle werden benachteiligte Jugendliche für den Tourismus ausgebildet, d. h. sie bekommen Englischunterricht, lernen kochen und alles was noch zu einem Hotelbetrieb dazu gehört. Da alle noch am lernen sind, darf man natürlich keinen europäischen Standard an den Service und das Essen anlegen. Alle waren sehr freundlich.

Ich hatte an diesem Abend Pomelo Salat mit Kokosnuss und Beef mit Pommes. Dann habe ich noch einen Cocktail bestellt und da Happy Hour war, habe ich noch einen zweiten kostenlosen erhalten.

Und dann kam auf einmal ein heftiger Monsunregen auf, wodurch der Abend aber sehr lustig wurde. Aufgrund des Regens wurden wir von unserem Einzeltisch, der im Regen stand, an einen großen Tisch gesetzt, an dem schon mehrere Personen saßen. Wir sind davon ausgegangen, dass es sich um andere Reisende handelt. Irgendwie kamen wir dann alle ins Gespräch und es stellte sich heraus, dass es fast alles Angestellte des Gästehauses waren. Zwei Australierinnen, die dort Englischunterricht geben, ein Franzose, dann noch einer der Jugendlichen, der eine Ausbildung erhält und ein Schweizer Tourist. Das war dann einfach eine nette Runde, in der sich über alles mögliche unterhalten wurde. Gegen 0 Uhr löste sich die Runde dann auf und wir gingen ins Bett.

Namibia – 5. Tag Sesriem – Swakopmund 

Heute war im Vergleich zu den anderen Tagen „Ausschlafen“ angesagt. Der Wecker klingelte um 7:00 Uhr, Frühstück gab es im 7:30 Uhr. Wieder Kaffee und Tee und Pap (Maisbrei) mit Apfel. Dann ging es auf die weite Fahrt nach Swakopmund. 450 km auf der Schotterpiste (Pad) und dieses Mal nicht in gutem Zustand. Wir wurden ganz schön durchgeschüttelt. In Umkreis von einer Stunde passierten wir weitere Lodges und Campingplätze. Diese werden mit „am Sossusvlei“ vermietet. Uns wurde gesagt, dass hier viele große Reisegruppen und Individualreisende unterkommen. Von dort aus hat man aber nicht die Möglichkeit die Dünen in dem sagenhaften Licht des Sonnenauf- und -untergangs zusehen. Eine Stunde Fahrt zum Eingang, eine weitere Stunde bis dort hin, dann ist der Drops gelutscht. Der Sesriem Campground und die Sossus Dune Lodge sind die einzigen Unterkünfte direkt am Gate.

Wir passierten die Namib Naukluft Berge, kamen vorbei an versteinterten Dünen, entdeckten am Wegesrand Paviane und kamen schließlich zur Tankstelle Solitaire. Hier gibt es die beste und bekannteste Bäckerei in der Wüste.

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Hier bekamen wir mehrere Erdhörnchen zu Gesicht und ich habe mir ein Eis gegönnt. Die anderen labten sich in der Bäckerei und deckten sich mit Kaffee ein.

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Eine zeitlang später passierten wir den Gaub Pass und den Kuiseb Pass. Teilweise ging es in Serpentinen auf Schotterpiste durch die Berge mit ihrer geologischen Vielfalt. Nirgends kann man die Geologie so gut sehen wie in Namibia.

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Wir fuhren dann nicht den üblichen Weg nach Swakopmund weiter, sondern bogen rechts in den Nationalpark ab. Für diesen Weg muss man sich allerdings vorher eine Permission besorgen. Der Weg führte durch weite Savannenlandschaft.

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Wir sahen mehrere Bergzebras, leider zu weit weg vom Auto. Unendliche Weiten um uns rum. Und immer wieder sahen wir Fata Morganas. Schon faszinierend, diese Sinnestäuschung.

Der Weg führte uns dann zum Welwitschia Nature Drive. Diese Pflanze konnten wir vor einiger Zeit schon im Frankfurter Palmengarten begutachten. Die Welwitschia mirabelis, wie sie richtig heißt, ist eine der seltsamsten Pflanzen der Erde. Ihre am Boden liegenden Blätter können theoretisch bis zu 8 m lang werden und sie blüht unter extremen Klimabedingungen mitten im sandigen Nichts. Diese Länge wird aber meistens nicht erreicht, da Tiere zum Fressen kommen oder die klimatischen Bedingungen dies verhindern. Sie kann bis zu 1500 Jahre alt werden. Hier in Namibia bis zur südlichen Grenze von Angola ist der einzige Platz auf der Welt, wo diese Pflanze wächst. Faszinierend ist, dass man meint, die Pflanze hätte an die 30 Blätter, wenn man genau hinsieht, sind es aber nur 2 Blätter, die durch Wind und äußere Bedingungen zerklüftet sind. Die männliche Pflanze unterscheidet sich im Aussehen auch von der weiblichen Pflanze. Die Befruchtung erfolgt durch den Wind oder durch Tiere.

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Weiter ging es zur Mondlandschaft. Sie erscheint mit ihren blanken Felsen und den tiefen Einschnitten außerirdisch.

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Schließlich und endlich kamen wir nach mehreren Stunden Fahrt über Stock und Stein in Swakopmund an, wo uns kühles Nordseewetter erwartete. Wir drehten mit dem Auto noch eine kleine Tour durch die Stadt, bevor wir in unserer Pension Rapmund eincheckten. Wir hatten ein schönes Eckzimmer im Erdgeschoss mit Blick auf den Atlantik. Das Haus ist sehr gepflegt und empfehlenswert.

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Bei stürmischen Wetter schauten wir uns noch ein bißchen die Umgebung an. Wir passierten den Leuchtturm.

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Und hier auf der Wiese liefen noch ein paar Perlhühner frei herum.

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Anschließend schlenderten wir noch ein bißchen am Strand entlang……

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….und gingen zum Craft Market, ein Künstlermarkt. Hier wurden wir aber gleich, bevor wir überhaupt den ersten Stand erreicht hatten, bedrängt etwas zu kaufen. Zum Schauen hatte man leider gar keine Zeit, weil einem ständig etwas anderes unter die Nase gehalten wurde. Schade. So habe ich dann schnell die Lust verloren mir die schönen Schnitzereien oder Schalen genauer anzuschauen. Einen kleinen Elefant aus Holz habe ich dann aber doch noch gekauft und eine kleine Nuss, in die mein Name eingeschnitzt wurde, in Verbindung mit Namibia 2015. Aber wenn Ihr auch mal auf so einem Markt sein solltet, hier könnt und solltet Ihr immer handeln. Am Ende werden dann doch noch ganz andere Preise angeboten, als die erste Preisangabe.

Wir liefen weiter zur Seebrücke, wo ein eisiger Wind wehte und genossen die langsam untergehende Sonne.

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Danach gönnten wir uns in der Pension noch eine heiße Dusche und dann ging es weiter zum Abendessen ins „Kücki’s Pub„, ein einheimisches Restaurant. Ich hatte Surf and Turf, in diesem Fall Springbock mit Krabben und Calamaris und Bratkartoffeln. Der Springbock traf leider nicht ganz meinen Geschmack. Wer wollte bediente sich noch am Rotwein, ich habe mich aber an Guavensaft und Wasser gehalten. Es war ein schöner Abend.